Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Real- und Volksschule der Israelitischen Gemeinde zu Frankfurt am Main
- Journal
- Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Real- und Volksschule der Israelitischen Gemeinde zu Frankfurt am Main
- Volume
- 1871
- Date
- 1871-01-01
- Page
- – (sequence 59)
- Language
- German
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- 24 — Deutsche Sprache und Literatur. 5 St. a) Stil. 2 St. Dispositionsübungen, Ausarbeitung von Scenarien der gelesenen Dramen, freie Arbeiten. 1) Der Schenk von Limburg, eine Charakteristik, nach dem Uhland'schen Gedicht. 2) Erklärung des Uhland'schen Gedichts, „das Schwert." 3) Ueber die wohlthätigen Folgen der Erfindung der Buchdruckerkunst (Klassenarbeit). 4) Uebersicht der Hauptereignisse aus der Geschichte Friedrich Barbarossas. 5) Einladungsschreiben an eine Freundin, den Monat Juni in Frankfurt zuzubringen. 6) Wer ist arm? 7) Dem Himmel sag' für Schmerz, der Dich veredelt, Dank. 8) Inhaltsangabe und Deutung des Gedichts Muhamet's Gesang von Goethe. 9) Erzählung eigener Erfindung über ein Sprichwort. 10) Abhandlung über ein Sprichwort, i^bci 9 und 10 wurden mehrere Sprichwörter zur Auswahl gegeben). 11) Gotteshaus uud Schule (eine vergleichende Betrachtnng). 12) Warnung vor dem Romanlesen lein Brief). 13) Die Zunge, das nützlichste und schädlichste Organ des menschlichen Körpers. 14) Was sind dem Menschen die Blumen? Im Sommer vi-. Baerwald, im Winter 1),-. Löwe. d) Lesen. 1 St. Lessing's Minna von Barnhelm. Schiller's Jungfrau von Orleans. Goethe's Tasso. Eine große Anzahl von Goethe's Gedichten wurde geleseu und mit besonderer Berücksichtigung der Metrik und Poetik commentirt, die letzteren größtentheils auch memorirt. Im Sommer vr. Baerwald, im Winter I)r. Löwe. e) Geschichte der deutschen Literatur. Die Epochen der Blüthe im 13. und 18. Jahrhundert, sowie die Litcraturperiode der Reformationszeit wurden eingehend behandelt. Charakteristische Stücke wurden gelesen und zum Theil memorirt. 2 St. vi-. Neubürger. Rechnen. 2 St. Erweiterung und Befestigung des aus den früheren Stufen Erlernten. Rabatt-, Gewinn- und Verlustrechnung. Maaß- und Gcwichtsverhältnisse. Schön Hof. Geographie. 2 St. RePetition der Grundlehren der Geographie, ferner Deutschland, Oesterreich, Schweiz, Belgien, Niederlande. (Daniel Leitfaden. Buch I. u. IV.) Baerwald. Geschichte. 3 St. Wiederholung der Geschichte des Mittelalters bis zu den Kreuzzügen, sodann Fortsetzung der mittleren" Geschichte bis zur Reformation. Neuere Geschichte bis 1789 immer mit besonderer Berücksichtigung Deutschland's. Baerwald. Naturlehre. 2 St. Sommer: die Wärme. Winter: Magnetismus und Electricität. Säbel. Französisch. 6 St. a) Grammatik: Plötz Schulgrammatik, Abschnitt VI. und VII. Schriftliche mü) mündliche Hebungen über diese Regeln. Exercitien und Dictate. Memorirübungen aus Plötz Voeabulalre 3 St. vr. Neubürger. d) Lectüre. Lectüre aus Wersaints Lesebuch, es wurden ferner drei französische Lustspiele gelesen. Übersetzungen von Gutzkow Zopf und Schwert eä. A. Peschier. 3 St. Peschier. Englisch. 4 St. Bollständige Einübung der unregelmäßigen Zeitwörter. Erweiterung der Grammatik nebst den hauptsächlichsten syntaktischen Regeln. ^Participialconstruction, Anwendung der Hilfszeitwörter, Adjectiv, Fürwort u. s. w. Mündliche und schriftliche Uebungen. «Plate. 2. Cursus). Dictate und Conversationsübungen. Lectüre in Gantter's Chrestomathie. Or. Lehmann. Zeichnen. 2 St. Kopf-, Blumen- und Landschaftszeichnen in größerem Maaßstaab sowie nach Gyps und nach der Natur je nach den Anlagen. Frl. Schierholz. Gesang. 2 St. Combinirt mit der zweiten Klasse ^. Kunkel. Handarbeit. 4 St. Frl. Rupp. Unterricht in weiblichen Landarbeiten. Bei dem Unterricht in den weiblichen Handarbeiten wurde im abgelaufenen Schuljahre folgender Lehrgang befolgt, der auch in Zukunft maßgebend sein soll. — Der Unterricht beginnt in der untersten,