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Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Real- und Volksschule der Israelitischen Gemeinde zu Frankfurt am Main · 1870-01-01 · 1870 · page 33

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Journal
Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Real- und Volksschule der Israelitischen Gemeinde zu Frankfurt am Main
Volume
1870
Date
1870-01-01
Page
– (sequence 33)
Language
German
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IRI
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— 34 - zu übernehmen; gleichzeitig gab Herr Bodo vonGlümer, der seit dem Jahre 1866 den Turnunterricht in unseren Mädchenklassen geleitet hatte, diese Thätigkeit auf. Die Schule bleibt beiden Männern, die ihr mit treuer Hingebung und ausgezeichnetem Erfolge gedient haben, dankbar verpflichtet. Dagegen sind mit dem Beginne des neuen Schuljahres in das Lehrer-Collegium eingetreten: Herr vi-. Theobald Epstein, bis dahin ordentlicher Lehrer an der Knabenschule der jüdischen Gemeinde zu Berlin, vornehmlich für die naturwissenschaftlichen und mathematischen Disciplinen, Herr Eugene Peschier, bis dahin Docent an der Akademie in Genf, für den französischen Unterricht in den oberen Klassen, und der Turnlehrer am hiesigen Gymnasium, Herr Simon Ravenstein, für den Turnunterricht in der Realschule. Herr Schulamtskandidat vi-. Trieb er ist nach Absolvirung des Probejahres der Anstalt als wissenschaftlicher Hilfslehrer verblieben. Endlich wurden die Herren Elementarlehrer Julius G r o ß m a n n und Benno Hey mann, der Erstere während des ganzen Schuljahres in der neunten, der Zweite seit October v. I. in der achten Knabenklasse mit einer festen Stundenzahl beschäftigt. Das Lehrer-Collegium besteht gegenwärtig außer dem Director (nach der Anciennität) aus den Herren Säbel, vr. Zirndorfer, Trefousse,Blumenthal, Tend lau. Vi-. Auerbach, Allenberger, vr. Lehmann, Teblee, Müller, Schönhof, Blum, Geiger, Schlimbach, vi-. Loewe, vi-. Neubürger, vi'. Roeder, Kunkel, Stix, vr. Trieber, vi-. Epstein, Eugene Peschier, S. Ravenstein, und den Damen: Wolter, Rupp, Beer, Dilthey, Stiebel, Stern, geborene Maas. Zu unserem großen Bedauern ist Herr P es chier durch andauerndes körperliches Leiden seit Ende October v. I. zu unterrichten verhindert gewesen. Um den regelmäßigen Gang des Unterrichtes ununterbrochen aufrecht zu erhalten, wurden, neben der Aushilfe, welche unsere Collegen vi. L ehmann, vi-. Neubürger und vr. Rö d er leisteten, Herr vi-. Boullenot für einen Theil des französischen Unterrichtes in den oberen Klassen und ebenso Fräulein Frances Cahn für einen Theil des englischen Unterrichtes in den oberen Mädchenklassen herangezogen. Wir sagen unfern erwähnten Collegen, insbesondere aber Herrn V:-. Boullenot und Frl. Frances Cahn, die mit ebenso großer Pünktlichkeit und Treue als Lehrgeschicklichkeit den ihnen übertragenen Unterricht ertheilt haben, im Namen der Schule unfern verbindlichsten Dank. Was den Leh rplan angeht, so waren unsere Bemühungen thunlichst auf eine Vereinfachung desselben, auf das Zusammenlegen ihrer Natur nach zusammengehöriger Lehrgegenstände in die Hand desselben Lehrers, sowie endlich auf eine Verminderung der allzugroßen Zahl der wöchentlichen Unterrichtsstunden gerichtet. Nach diesen Gesichtspunkten sind Veränderungen schon mit Beginn des Sommersemesters eingetreten und weitere Veränderungen in dem Lectionsplane für das Wintersemester durchgeführt worden. Der unten folgenden Uebersicht über den im Schuljahr 1869/70 vollendeten Lehrkursus liegt im Wesentlichen und namentlich in Bezug auf die den einzelnen Lehrern zugewiesenen Unterrichtsgegenstände der von dem k. Provinzial-Schulkollegium genehmigte Lectionsplan für das Wintersemester zu Grunde. Die Zahl der Klassen ist dieselbe geblieben. Die Schule besteht aus 9 Knaben- und 8 Mädchenklassen, durchweg — bis auf die zweite Mädchenklasse, die einen zweijährigen Cursus hat — mit jährigen Cursen. Wie im vorigen so war auch in diesem Jahre die zweite Klasse der Realschule in zwei Parallelklassen getheilt. Als eine wesentliche Förderung des Unterrichtes dürfen wir es bezeichnen, daß es durch die Liberalität des Schulraths ermöglicht worden ist, die zahlreiche dritte Klasse der Realschule im Französischen und Englischen in zwei Parallelklassen und die zweite Mädchenklasse für dieselben Unterrichtsgegenstände in zwei Stufen getrennt unterrichten zu lassen. Die Frequenz der Schule hat sich gesteigert. Um soweit irgend möglich den Grundsatz, nicht über 50 Schüler in einer Klasse zu vereinigen, aufrecht zu erhalten, mußten viele Schüler, die Aufnahme in unsere Schule begehrten, zurückgewiesen werden.

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