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Die Wahrheit · 1927-12-02 · Heft 49 (2.12.1927) · page 13

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1927
Issue
Heft 49 (2.12.1927)
Date
1927-12-02
Page
– (sequence 13)
Language
German
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dib Wahrheit imim 5<5it* \* daß alle Eltern ihren Kindern dieses ebenso praktisch« als hübsche Büchlein zugänglich machen, um nicht nur diesen, sondern auch sich selbst Belehrung und Freude zu verschaffen. Wiener jüdische Familien aus Mähren! In Beantwortung verschiedener Anfragen aus unserem Leserkreise teilen wir mit, daß es sich bei der genealogischstatistischen Arbeit des Herrn Rabbiner Dr. Qrunwald, Wien IL, Ferdinandstraße 23 (Rabbinatsk a n z 1 e i), über diese Familie zunächst um einen wissenschaftlichen Beitrag zu dem Sammelwerke über di^ Juden Mährens handelt, das .im Hickl'schen Verlage (Brünn) erscheinen soll. Jede Auskunft über jüdische Familien in Wien, die aus Mähren stammen, ist willkommen, besonders wenn aus ihnen allgemein bekannte Persönlichkeiten hervorgegangen sind. Seht erwünscht sind amtliche Dokumente, Stammbäume, Bilder und einschlägige Druckschriften. Kantoren-Abend. Am 24. d. M. fand in den Mariensälen im 14. Bezirke ein Kantoren-Konzert statt, bei welchem die Wiener Oberkantoren D. Bohomilny (Tempelverein für den 19. Bezirk),, Emanuel F r ä n k 1 (Tempelverein nach polnischem Ritus. II., Leopoldsgasse). G. M a r g u 1 i e s (Gemeindetempel •Währing). I. L. Müller (Pazmaniten-Tempel im 2. Bezirk), S. Postolow (Tempelverein für den 9. Bezirk, Müllnergasse) und S. Weiß (Tempelverein für den 10. Bezirk, Humboldtgasse) ihr großes Können in den Dienst der Wohltätigkeit stellten. Dieses Konzert bewies aufs neue: Wien ist noch heute die Stadt der Kantoren, das Zentrum des Synagogen- Gesanges und keine Stadt der Welt kann sich einer solchen Künstlerschar auf dem Gebiete des modernen Kantorates rühmen. Wir hörten Gesänge aus den verschiedensten Musikgebieten, vom alttraditionellen Gesänge angefangen über den modernen bynagogengesang hin bis zu großen Üpernarien und klassischen Liedern. Wir hörten Sologesänge und dann wieder Chöre, vom Dirigenten Josef Millet (vom polnischen Tempel) gründlich einstudiert und meisterhaft geleitet. Die Begeisterung des Publikums in dem großen dicht gefüllten Saale wuchs von Nummer zu Nummer. Nach einzelnen besonders einschlagenden Piecen wollte der frenetische Beifall der Zuhörer schier kein Ende nehmen. Einen separaten Applaus holte sich die bekannte Künstlerin Fräulein Grete Bach mit ihren formvollendeten Vorträgen und auch Fräulein Betty Lewin (Tochter des bekannten Oberkantors A. Lewin) erntete für ihre ausgezeichnete Begleitung der Gesänge am Klavier reichsten Beifall von Seite des Publikums. Das Zustandekommen dieses weit über das Normale genußreichen und eine ganz spezielle Färbung tragenden Abends ist das große Verdienst des Vorstehers Karl Altmann, Präsident des Fürsorgekomitees für die jüdischen Insassen des Lainzer Versorgungshauses und seiner getreuen Mitarbeiter, und dieses Verdienst wird, wie der Obmann der Bezirkskommission, Herr Arthur A1 b e r s, in seiner Ansprache betonte, noch dadurch erhöht, daß den Aermsten der Armen, denen das traurige Los wurde, ihren .Lebensabend ferne von den Ihren verbringen zu müssen, durch das bedeutende Reinerträgnis dieser Veranstaltung aui Monate hinaus eine Besserung ihrer Lebensführung und eine Verschönerung ihrer Lage gesichert wird. Es war ein. durch die Fülle und die Originalität des Gebotenen ganz* merkwürdiger Abend. Es war ein förmlicher Sängerkrieg, von Meistersingern, von denen jeder in seiner Art Schönes, ja Vollendetes brachte und dessen Siegespreis eigentlich vom Publikum davongetragen wurde. Dieses Konzert wird noch lange in den Herzen der Zuhörer nachklingen und in ihrer Erinnerung haften bleiben. Barmizwah-Feier. Samstag, den 26. November, fand im Seitenstettentempel die Barmizwah des Studenten Siegm. Löwenherz, Sohn des Vizepräsidenten der israel. Kultusgemeinde in Wien, Dr. Josef Löwenherz und seiner Gattin Sofie geb. Schönfeld, statt Zu dieser schönen Feier hatten sich von der Familie der Großvater des Barmizwanten, David Schönfeld. Herr Dr. Adolf Segal, sowie Herr Nathaniel S p e a r und Alex S p e a r aus Pittsburg mit den Söhnen James und Nathaniel. eingefunden. Herr Oberrabbiner Dr. C h a j e s hielt an den zum erstenmale vor der Thora erschienenen Barmizwanten eine eindrucksvolle Ansprache. Vater und Sohn wurden von seiten der zahlreichen Festgäste, unter denen sich unter anderen der Präsident der israelitischen Kultusgemeinde Prof. Dr. Alois Pick, Vizepräsident Dr. Jakob Ornstein, die Kultusvorsteher Doktor Jakob Ehrlich. Dr. D. Friedmann, Dr. Kl ab er. Jakob März. Oberbaurat R. Stricker, für den Bethausvorstand Präsident Dr. £. M ü n z, Direktor Julius Haber, Direktor A. L ö f k o v i c s. J. R o s n e r. die Amtsdirektoren Regierungsrat Dr. E. Adler. Regierungsrat G. Fuchsgelb befanden, herzlich beglückwünscht. Die Familie des Barmizwanten benützte den Anlaß, um für wohltätige humanitäre Zwecke namhafte Beträge zu spenden. Die kantorale Funktion versah Oberkantor M. Matyas in vorzüglichster Weise. Trauungen. Sonntag, den 27. v. M. fand im Seitenstettentempel die Trauung des Fräulein Camilla Segal, Tochter des besonders in industriellen Kreisen bekannten Rechtsanwaltes Dr. Adolf Segal, mit Herrn Peter Spear aus Pittsburg statt. Der Bräutigam ist der Sohn des dortigen Großindustriellen Nathaniel Spear, der als prominente Persönlichkeit auf wirtschaftlichem Gebiete und wegen semes großen Vvohitätigkeitssinnes in Amerika besonders geschätzt wird. Zu dem feierlichen Akt hatte sich ein« ebenso illustre als zahlreiche Gesellschaft aus den besten Kreisen eingefunden, die von der Beliebtneit, deren sich beide Familien im hohen Grade erfreuen. Zeugnis gab. Demgemäß gestaltete sich die Trauung zu einem gesellschaftlichen Ereignisse ersten Ranges und konnte das festlich beleuchtete und mit Blumen reich geschmückte Gotteshaus die Anwesenden kaum fassen. An der Trauung, zu der die Eltern des Bräutigams aus Amerika hergekommen sind, nahmen u. a. namens der Israelitischen Kultusgemeinde Vizepräsident Dr. J. Löwenherz, zahlreiche Vertreter der jüdischen Oeffentlichkeit, viele Mitglieder der amerikanischen Kolonie in Wien, ferner die Spitzen der Industrie und Kaufmannschaft teil. Die Zeremonie wurde von Rabbiner Dr. J. Tag Ii cht und Oberkantor Matyas in äußerst feierlicher Weise durchgeführt. Nach der Feier im Tempel fand im „Hotel Imperial" ein Empfang statt, an dem 200 Personen teilnahmen. Die Eltern des Bräutigams haben aus Anlaß des Hochzeitstages ihres Sohnes namhafte Beträge für wohltätige Zwecke gewidmet. — Sonntag, den 4. Dezember, um 3xii Uhr nachmittags, findet im Tempel, I., Seitenstettengasse 4, die Trauung des Herrn Dr. Hans Münz. Sohn des Präsidenten des Bethausvorstandes der israelitischen Kultusgemeinde Wien Dr. Elias Münz mit Fräulein Erna Axelrad, Tochter des Herrn Direktor Jakob Axelrad, statt. gUHHHIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIinilll ■ Kleid Gr krQCiif Zahlbar Innerhalb eines ■ SSSSSeSSSSSSeeseSSSSSn Jahres. -g Sämtliche Herren- und Damenkleider S Nur Qualitätsware 1 nach Maß sowie fertig lagernd. 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