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Die Wahrheit · 1927-01-28 · Heft 5 (28.1.1927) · page 14

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1927
Issue
Heft 5 (28.1.1927)
Date
1927-01-28
Page
– (sequence 14)
Language
German
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Seite 14 illlllillillllllllliililllM DIE WAHRHEIT geschnittenen Rednarüppen. Augen, aus denen das Feuer der Begeisterung wie der Entrüstung aufflammen kann, zwingen den Hörer in des Predigers Bann. Alles atmet da Gegenwartssinn und volles Verständnis für das, was die Gemeinde braucht, alles trägt das Gepräge der Aktualität und Gegenständlichkeit. Er steht im Dienste einer richtig verstandenen Seelsorge. Die Klugheit und Güte des weltkundigen Seelenführers erobern ihm die Herzen, daß sie bei ihm Rat und Weisung in ihren Nöten and Kämpfen holen und bei fröhlichen und ernstem Anlässen ihn als Prediger erbitten, weil er treffsicher den Weg zu den Seelen findet und mit glücklicher Divination seinen Worten eine persönliche Richtung zu geben weiß. Diese tiefe Menschenkenntnis macht ihn auch zu einem wirksamen Büdner und Erzieher, der starke Eindrücke den empfänglichen Seelen der ihm anvertrauten Jugend mitzuteilen vermag." Gesellschaftsabend des Jüdischen Frauen-Wohltätigkeits- Vereines Favoriten. Der diesjährige einzige große Geselischaftsabend des Jüdischen Frauen- Wohltätigkeits-Vereines Favoriten findet morgen, Sonntag, den 30. d. M., um %9 Uhr abends in den Festsälen des Militärkasinos, I., Schwarzenbergplatz 1, statt. Ebenso wie im Vorjahre, verspricht diese Veranstaltung, um deren Erfolg sich alle Vorstandsdamen, die Herren Beiräte und das Jugendkomitee besonders bemühten, auch heuer eine der schönsten und glanzvollsten der Wintersaison zu werden, besonders, da im künstlerischen Tel die Lieblinge des Wiener Publikums Charlotte W a 1 d o w, Bert. Sil ving und Sigi Hof er mitwirken. Die Ballmusik besorgt die vollständige Kapelle Süving. Karten auch an der Abendkassa 5 Schilling. Das Reinerträgnis dieses Abends kommt Kurbedürftigen und der Aktion Kinder aufs Land zugute. Es werden alle Freunde und Gönner des Vereines gebeten, das edle Werk durch ihr Erscheinen bei dem Feste zu fördern. Todesfall Immer seltener werden die Männer, welche aus innerster Ueberzeugung sich verpflichtet fühlen, dem Judentum mit ganzem Herzen und mit allen Kräften zu dienen. Einer von diesen, die bei ihrem Scheiden eine unausfüllbare Lücke hinterlassen, weil der Nachwuchs fehlt, war Herr Adolf Kncpf, welcher Montag, den 17. d. M., im Alter von 65 Jahren nach einem dem Wohle seiner Familie und der Allgemeinheit gewidmeten Leben plötzlich verschieden ist. Der Verstorbene, der ein sehr geachteter Kaufmann war, gehörte dem Vorstande des Tempelvereines „Aesche 1 Awrohom" an. Wie er stets den Weg zu dem von ihm geliebten Tempel gefunden hat, so führte auch sein letzter Weg an dem Tempel in der Pazmanitengasse vorüber. Vor dem hellerleuchteten Gotteshaus standen im Kreise des Gesamtvorstandes und zahlreicher Mitglieder des Tempelvereines Rabbiner Dr. Funk und Obmann Oskar Schrämek, welche in ergreifenden Worten von dem Verstorbenen Abschied nahmen und ihm den Dank für seine großen Verdienste aussprachen. Das Leichenbegängnis fand unter außerordentlich großer Beteiligung des gesamten Vorstandes und zahlreicher Mitglieder des Tempelvereines sowie vieler Freunde des Dahingeschiedenen statt. An der Bahre würdigte Rabbiner Dr. S. Funk die besonderen Verdienste des Heimgegangenen um den Tempelverein und seine Bibelschule, deren Obmannstellvertreter er war, worauf Tempelvorsteher S. Leenmann im Namen seiner Vorstandskollegen mit rührenden Worten Abschied nahm. Herr Kultusrat Bauminger würdigte in Vertretung des Misrachi die Tätigkeit des Verblichenen für den Misrachi. Die kantorale Funktion versah in ergreifender Weise Oberkantor Müller. Sodann wurde der Sarg von den Vorstandskollegen des Verstorbenen zur letzten Ruhestätte getragen, woselbst Herr Grobtuch im Namen der Familie Abschied nahm und 1. Kantor A. Stift ein „El mole rachamim" für den Tempelverein zum Vortrage brachte. Alle Freunde jüdischer Lieder und Gesänge haben Gelegenheit, die herrlichsten Schöpfungen synagogaler Musik und die schönsten Werke jüdischer und hebräischer Gesangskunst aus dem Munde der hervorragendsten jüdischen Sänger und Kantoren jederzeit zu hören und den wundervollen Stimmen, dem ausdrucksvollen Gesänge eines Josef Rosenblatt, Sawel K w a r t i n und vielen anderer weltberühmter Kantoren andachtsvoll zu lauschen. Das Grammophon h a u s Richard Herzog, Wien IL. Kleine Pfarrgasse 28, in welchem Schallplatten der herrlichsten synagogalen Gesänge und bedeutendsten Kantoren sowie Sprechmaschinen aller Art zu haben sind, ermöglicht es jedem, dieses wahrhaften und einzigartigen Genusses teilhaftig zu werden. BtröEt Abonnenten für „Die Wahrheit"! MIIIIIIIIIIHIIIIIIIIllllBIIIIINIIIIli nugicnisdies Köirigslichf Seit vielen Jahren das anerkannt beste M^-notw Man achte auf die gesch. Marke ,HygIen. Königslitht* und Name Schulz Fabrik und Büro; Wien XIV., Braunhirschengasse 3 Telephon 83-1-87 «»■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■B Bedeutungsvolle Neuerscheinungen: 0 Jüdische Welt- und Lebensperspektiven Abhandlungen über alte und neue Judentumsfragen jiiiiuiiiiiiiiiiiiiiiiiuiiiitiuiiutiiutiuiiiiiiiiuiiiiitiiiiiiuiiiiiiiniiutiiiiiiutiiu 2) rfr6öi nbby idd Aehren und Beeren Homiletische Weckrufe an die zeitgenössische Judenheit iiiniiiifiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuiimijuiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiifjjiiiiiiiiiiiiiiijiiiiiiiiii^ Beide Werke von Oberrabbiner Dr. A. ALTMANN in Trier Aus den Aeußerungen von Kennern der jüdischen Literatur und der Lage des Judentums der Zeit, die die Manuskripte der beiden Altmann'schen Werke gelesen: „ . . . . . von besonderer Aktualität und Wirkungsmöglichkeit." »--greift eine Reihe fesselnder Problemtypen heraus......... „Weitesten Kreisen des Judentums, besonders der Jugend, können diese beiden Bücher Wegweiser werden." Preis von Nr. 1) 240 S, broschiert Mk 6.—, eleg. geb. Mk T— Preis von Nr. 2) 320 S, broschiert Mk 7.50, eleg. geb. Mk 8 30 Zierde jeder Bibliothek. Für Seelsorger, Jugendbildner. Vereine Oeschenkzwecke etc. besonders zu empfehlen. Zu beziehen vom- Verlag C. Ängermayer Ä. Älkalay & Sohn Nachfolger Preßburg (Bratislava), Spitalgasse 18

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