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Die Wahrheit · 1929-10-04 · Heft 40-41 (4.10.1929) · page 30

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Wahrheit
Volume
1929
Issue
Heft 40-41 (4.10.1929)
Date
1929-10-04
Page
– (sequence 30)
Language
German
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Seite 30 iiiiiiiiHiiiiiüiiiiiüiiiiiüiiiiii) DIE WAHRHEIT duktionen von Gemälden alter und moderner Meister. Sie haben als Spitzenleistungen deutscher Qualitätsarbeit auch im Ausland bis nach Südafrika und Australien, weiteste Verbreitung gefunden. Die von Meicr-Graefe herausgegebenen Mappen-Werke der Marees-Gesellschatt bringen daneben Aquarelle und Zeichnungen in unübertrefflicher Originaltreue, wovon die zuletzt erschienene van Gogh-Mappe wieder rühmliches Zeugnis ablegte. Einen populären Erfolg brachten dem Verlag die hübschen und unterhaltenden Städteführer über Berlin, Paris, Wien, Köln, Leipzig, München, Budapest, die in der originellen Buchreihe „Was nicht im Baedeker steht", erschienen sind. Gegenwärtig findet in sämtlichen Räumen der Berliner Sezession, Tiergartenstraße 21 a, eine Jubiläumsausstellung des Verlages statt Es werden dort etwa 500 farbige Faksimiles nach Bildern und Zeichnungen aller Zeiten, besonders aber moderner Meister zu sehen sein, so daß man glauben kann, sich in einer Ausstellung der kostbarsten Originale zu befinden. Außerdem zeigt der Verlag aus seinem Archiv Handschriften und Bildnisse seiner Autoren und selbstverständlich auch alle seine Bücher. Wohl nur wenige Verlage dürften in der Lage sein, dem Publikum eine so interessante und vielseitig anregende Ausstellung zu bieten. Die Ausstellung wird anschließend auch in München, Hamburg und anderen großen Städten gezeigt werden. W. Büring. Das goldene Buch der Anekdoten, Leipzig, Verlag Hesse u. Becker, geb. M. 2.8.?. Für die Unentbdirlichkeit dieses gediegen ausgestatteten Buches spricht die Unzahl von Zeitungen, die seit seinem Erscheinen fortgesetzt ihre .Justige Ecke" mit Perlen aus dieser schier unerschöpflichen Schatzkammer des Humors ausfüllen. Unter den Zitierten begegnet uns auch eine große Anzahl jüdischer Persönlichkeiten, wie Mendelssohn, Markus Herz, Stettenheim, Jacobsohn u. v. a. Das alte Wort, daß die Anekdote uns die Geschichtsschreibung anziehend macht, bewährt sich hier wieder. Das Buch ist nicht nur kurzweilig, sondern überaus lehrreich. Uerliüt ii Cäles i». je uiW! CaKMitHms Fisch« Wien II.. Tobonlrafie I CM 8 T-ieption B 40 5 95 ersucht unsere Redaktion um Mitteilung, daß es durch besondere erstklassige Fabriksverbindungen, durch das Venneiden von Regien und durch die vollkommen fachmännische Leitung in der Lage ist, unter Berufung auf unser Blatt auf die in Ziffern sichtlich gemachten Warenpreise an Funktionäre und Beamte der Israelitischen Kultusgemeinde und Tempelvereine, der jüdischen Frauenvereine, den Bund jüdischer Eltern, kurz allen Woblfahrtsvereinen nachstehende Rabatte zu gewähren: 10 Prozent bei Bruchbändern, Bauchbinden, Busenbaltern, Bidets, Gummistrümpfen. Gummischläuchen. Hüftenhaltern, Herren- und Frauenschutzmitteln, Hosenträgern, Sockenhaltern; Monatsbinden, Schlüpfern. Suspensorien usw. 5 Prozent bei Bettüchern, Bettlehnen, Badeschuhen, Schneeschuhen, Galoschen. Turnschuhen. 2 Prozent bei Watta. Verbandartikeln. Verleihung von Heißluftapparaten, Bettlehnen, Jasche-Pumpen, Waagen usw. Fixangestellte erhalten Zahlungserleichterungen. Bei Anruf — Tel R 40-5-95 — werden die Gegenstände zur Auswahl ins Haus gesandt. Die Firmainhaberin zeichnet sich durch ihr liebens- und vertrauenswürdiges Auftreten aus und erfreut sich in ihren Abnehmerkreisen der größten Beliebtheit. Sie ist 35 Jane branchekundig und sehr kulant. ümWßehezulDoeke Jörn Kippur — ein „Jüdischer Industrialisierungstag". Die jüdischen Sektionen der kommunistischen Partei in Rußland haben beschlossen, den kommenden „Jörn Kippur" (jüdischer Versöhnungstag) als „jüdischen Industrialisierungstag" zu proklamieren. Die jüdischen Arbeiter, Handwerker und Kolonisten sollen an diesem Tage ihre normale Arbeit verrichten und den Verdienst an den Staat als Beisteuer zum jüdischen Industrialisierungsfonds abführen. Dieser Plan liegt in der Richtung der von den jüdischen Kommunisten vorbereiteten allgemeinen Kampagne gegen die Feier von Rosch luischanah und Joni Kippur. Die Mensa academica judaica ohne Geldmittel. Helfet den jüdischen Studenten! Der Verein zur Erhaltung und Förderung der Mensa academica judaica. der sich zur Aufgabe gemacht hat, den Studenten in der Mensa academica judaica ein Mittagessen — oft die einzige Mahlzelt des Studenten — ohne jedes oder nur um ein sehr geringes, an die tatsächlichen Gestehungskosten nicht heranreichendes Entgelt zu bieten, ist zu Beginn des neuen Schuljahres jeder Geldmittel bar. Um doch die „Mensa academica judaica", in der hunderte jüdische Studenten ausgespeist werden, wieder eröffnen zu können, sieht sich der genannte Verein gezwungen, die Aufmerksamkeit der gesamten jüdischen Oeffentlichkeit auf diese für die jüdische Studentenschaft lebenswichtige Institution zu lenken und zur raschen und ausgiebigen Hilfe aufzurufen. Adressen für Geldsendungen: Verein zur Erhaltung und Förderung der Mensa academica judaica. IX.. Zimmermannplatz 8. Postsparkassenkonto-Nr. 30.372. Ein jüdisches Museum in Pilsen. In neuester Zeit wurde das städtische Museuni für Vaterlandskunde in Pilsen, das in dem stilgemäß restaurierten altertümlichen Gerlach-Hause untergebracht ist, durch zahlreiche und interessante Gegenstände bereichert, die es ihm ermöglichen, eine eigene Abteilung für die Geschichte der Judenschaft in Böhmen einzurichten. In einem der nächsten Hefte der von der Museumsverwaltung herausgebenen Revue wird mit der Veröffentlichung einer „Geschichte der Pilsner Judenschaft" begonnen, die den Pilsner Schriftsteller J. S c h i e b 1 zum Verfasser hat. Grabsteinsetzung. Sonntag, den 29. d. M. wurde Sr. Ehrw. Herrn Rabb. Dr. G e 1 b h a u s eiu Grabstein gesetzt. An der Feier nahmen in Vertretung des Kultusvorstandes Kultusvorsteher W a 11 u c h, für den Rabbinerverband Dr. 1. M. Bach, für den Vorstand des Tempelvereines IX. Herr Siegmund K o r n me h 1 teil. Rabbiner Benedikt hielt eine herzliche Ansprache, die kantorale Funktion versah Oberkantor Frankel. Wiedereröffnung der Mensa academica iudaica. Die Mensa academica iudaica. IX. Bezirk. Zimmermannplatz 8, wird am Montag, den 7. Oktober i. J. um 12 Uhr mittags wieder eröffnet. '.jAsilo israelitico" Merano. Das Genesungsheim des Vereines „Asyl für mittellose kranke Israeliten, Meran," wird im heurigen Jahre am 1. November eröffnet. Aufnahmesuchende »sollen sich mit ihren Gesuchen an das „Asilo israelitico", Merano, wenden, worauf ihnen die Aufnahmebedingungen zugeschickt werden._ NEUERÖFFNETE REICHHALTIGE, MODERNE LEIHBIBLIOTHEK DER BÜCHERSTUBE M. RATH WIEN ll.f TABORSTRASSE Nr. 20a TEL. R 43-1-58 ALLE NEUERSCHEINUNGEN! REICHE AUSWAHL IN HEBRAIKA UND JUDAIKA in englischer und franzosischer Literatur MONATSGEBUHR NUR S 3- KEINE BANDGEBÜHRf TÄGLICHER UMTAUSCH!

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