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Die Wahrheit · 1929-04-05 · Heft 14 (5.4.1929) · page 18

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1929
Issue
Heft 14 (5.4.1929)
Date
1929-04-05
Page
– (sequence 18)
Language
German
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S«ite 18 PilKKilllllllii!!^ DIE WAHRHEIT pniafifing gefolgt Aach d»r Geiamtvorstand des Tcmpelverctoes, Sc. Ehrwürden Herr Rabbiner Dr. Feucht wang, eine Abordnung des Frauenvereines Döbling, der zionistischen Frauensektion Döbling und der Chewra Kadischa Döbling waren erschienen. Mit einem Chore, den Herr Oberkantor Bohomilny meisterhaft einstudiert hat, begann die Feier. Darauf folgten vorzüglich einstudierte Spiele der Kinder. Der Chor, wie auch die kleinen Mitwirkenden fanden reichen Bcifaü der zahlreich erschienenen Qäste. Zum Schlüsse sprach Se. Ehrwürden Herr Rabbiner Dr. Frankfurter herzliche Worte an die Kinder und führte ihnen Mordechai und Esther als leuchtendes Beispiel jüdischer Gesinnung vor. Er dankte den Lehrkräften Frl. F e 1 s n e r und Herrn Mencser, sowie Herrn Oberkantor B o h o m i 1 y für die gro8e Mühe, die sie sich gaben. Mit herzlichen Dankesworten an den Vorstand und an die Damen, die reichhaltig für die Jause gespendet hatten, schloß Redner seine wirkungsvolle Ansprache^ Verein der Kinderfreunde zur Bekleidung armer Isr. Schulkinder für den 16. und 17. Bezirk. Montag, den 8. April, um 8 Uhr abends, findet iim Cafe „Neue Weät", XVII.. Hernalser Hauptstraße 38. die 44. ordentliche Generalversammlung des Vereines statt. Das jüdische Wohlfahrtswesen in Kowno gefährdet Gemäß einer Verordnung des Innenministers hat der Masristrat von Kowno aus dem Stadtbudget sämtliche Positionen zugunsten jüdischer Wohlfahrtsanstalten gestrichen. Dadurch sind viele soziale Institutionen der Kownoer Juden, wie Altersheim. Volksküche. Gesundheitsanstalten von ..Ose" n. a. m. in eine Existenzkrisis geraten. Die jüdische Bevölkerung Kownos ist angesichts der schlechten Wirtschaftslage nicht imstande, den nun ausfallenden Budgetteil der Anstalten wettzumachen. Dr. Krüger-Heim. Am 25. März fand im Hotel Continental die diesjährige offizielle Veranstaltung des . JJ r. Krüger-Heim", früher Elisabeth-Heim, für Lehrmädchen und jugendliche Arbeiterinnen statt. Das in gewohnter Art glänzend verlaufene Fest brachte der bekannten Wohlfahrtsanstalt wieder neue Freunde. Hervorragende Künstler ermöglichten in uneigennütziger Weise das gute Gelingen. Besonders erwähnenswert ist die Anwesenheit der jetzt so viel gefeierten Frl. Lisi Goldarbeiter (Miß Austria), ferner die hohe Gesangskunst der Damen Grete Winkl er und Hilde Pompan, vorzüglich begleitet von Prof. Hedwig Rosenthal-Kanner und Dr. Oskar B e ndiner, sowie die reizenden Tänzerinnen Frl. Trude Godwyn und Steffi Stahl. Prof. Josef Zimbler stellte wieder seine Meisterschaft unter Beweis. Der Clou des Abends war die Vorführung von noch nie in Wien gezeigten Modellen aus der Werkstatt der Heimschützlinge. die in einer Arbeitsgemeinschaft vereint die entzückendsten Damenkleider billigst erzeugen. Schutz gegen die wirtschaftlichen Folgen von Krankheit Namentlich in jüngster Zeit ist die Frage einer Krankenversicherung von brennendem Interesse und in den Mittelpunkt zahlreicher Debatten und Erwägungen gerückt worden. Die Festangestellten sind ohnedies durch die Pflichtversicherung «regen die Kosten einigermaßen geschützt, das Gremium der Wiener Kaufmannschaft hat der Frage durch Einführung der ^bh'«:atorischen Krankenversicherung für seine Mitglieder Rechnung getragen. Für jene Kreie aber, die in keiner Weise nflichtversichert sind, hilden die Kosten aus Anlaß einer Erkrankung und deren Folgen in der gegenwärtig schweren, ja Vatastronhalen Zeit ein wahres Schreckgespenst und jeder Denkende muß sich notgedrungen mit dieser Frage auseinandersetzen, denn ein Krankheitsfall belastet vielfach die Kosten der Lebenshaltung in einem Maße, welches kaum erträglich ist. Insbesondere für uns Juden, denen das Wohl der Familie seit ieher in besonders ausgeprägter Weise am Herzen lag. ist die Sicherung gegen schwierige Situationen, die sich aus Anlaß von Erkrankungen des Haushatungsvorstandes oder der Familienmitglieder ergeben, ein dringendes Bedürfnis und aus dieser Erwägung heraus hat sich die Redaktion der ..Wahrheit", welche von dem besprochenen Komplex im Interesse seiner l eser stark beschäftigt wurde, orientiert und kann nunmehr 7ur Kenntnis bringen, daß es ihr gelungen ist. die Möglichkeit einer billigen und ausgiebigen Krankenversicherung festzustellen, welche unseren Kreisen ohne Zweifel Konvenienz zu bieten geeignet ist. Die Redaktion ist in der Lace. Interessenten aus dem Leserkreise nähere Auskunft zu erteilen und stellt sich für diesen Zweck gerne zur Verfügung. Musik ist das geeignetste Mittel, um die im Kampf um den Lebensunterhalt angestrengten Nerven zu beruhigen. Deshalb lohnt sich die Anschaffung einer Sprechmaschine, Diese mit Hilfe der neuesten elektrisch aufgenommenen Schallplatteri ermöglichen zu Hause jederzeit gesellschaftliche Untenhakungm. Alle bekannten Musikgrößen und Klinstäer sind zu Jeder Tages- und Nachtzeit zu hören, bei Tanz und leichter Unterhaltungsmusik können wir neue Kräfte für den Alltag sammeln. Das Zahlungserleichterungssystem ermöglicht es jedem, sich eine Sprechmaschine zu beschaffen. Das Musikhaus Excelsior, Wien I., AcBer-gasse 5, Telephon R 23-4-90, IL, Kleine Pfarrgasse 28, Telephon A 41-6-24 und in der Passage, IL, TaboTstraße 46, hat in seinen Schaufenstern und im Lokale Adlergasse 5 eiffie für jedermann ohne Kaufzwang frei zugängliche Schau Stellung von nur erstklassigen Apparaten (jedes Stück mit dem Kostenpreis bezeichnet) arrangiert ZahlungserJeichterungen bis zu 18 Monatsratea Dasselbe iist bereit die Vorzüge der modernen Sprechmaschinen unverbindlichst vorzuführen. Daselbst findet auch der Propagandaverkauf erstklassiger jüdischer und hebräischer Schallplatten, sowie der neuesten englischen Schlager zu besonders ermäßigten Preisen statt. Herr Rabbiner Schenk, Raw der „Talmud Thora" in Wien, hat uns dieser Tage von seinem Besuch bei der „Grand Molino Palestine" berichtet. Herr Rabbiner Schenk wurde über Veranlassung des Herrn Nathan Brodetzky Generalrepräsentant für Oesterreich der Mazzoth-Fabrik in Palästina, zur Besichtigung der palästinensischen Mazzoth-Fabrik eingeladen und ist von dem dort Beobachteten sehr befriedigt. Herr Rabbiner Schenk hebt neben der Großartigkeit des mit den modernsten maschinellen Neuerungen und Verbesserungen in hygienischer Beziehung ausgestatteten Riesenbetriebes insbesondere die unbedingte Verläßlichkeit der den strengsten Anforderungen an das Kaschruth vollauf genügenden rituellen Vorkehrungen hervor. Es ist daher mit Bestimmtheit zu erwarten, daß die Palästina-Mazzoth zu ihren zahlreichen Freunden In Wien jetzt viele neue gewinnen und die Mazzoth aus Erez Israel, welche sich auch durch vorzüglichen Geschmack auszeichnen, in jedem jüdischen Heim zu finden sein werden. Ein jüdischer Frauen-Weltbund. Am 9. bis 11. Juni tagt in Berlin der Jüdische Frauenbund von Deutschland. D'te Tagung gewinnt eine besondere Bedeutung dadurch, daß der Bund sein 25iähriges Bestehen in diesem Jahre feiert. Die verantwortlichen Vertreterinpen des Rundes werden auf Grund ihrer langjährigen Arbeit über di'le Entwicklung des Jüdischen Frauenbundes berichten und die Zukunftsaussichten der jüdischen Frauenbewegung und jüdischen Frauenarbeit erörtern. Der Jf'd^che Frauenbund, der 50.000 Mitglieder umfaßt und dem 450 Frauenvereinie aller jüdisch-politischen Richtungen aneeschlossen sind, verspricht «rfieh von dfleser Tagung, die in aMen Kreisen schon lebhaften Widerhall findet, wesentliche Förderung der gesamten Arbeit. Einer Anregung von Frau Rebekah Koh u t.NewYork, die auch im Jahre 1923 eine iüdische Frauenkonferenz in Wien einberufen hatte, folgend, findet vom 4.-6. Juni 1929 in Hamburg eine Internationale iüdische Frauentagung st?tt. Mit der Vorbereitung diteis.es Kongresses ist ebenfalls der Jüdische Frauenbund von Deutschland betraut worden. Etwa 20 außerdeutsche Länder werden ihre Vertreterinnen entsenden. Aus dem reichhaltigen Programm, das sich mit sozialen und Erziehungsfragen. Frauenarbeit in den jüdischen Gemeinden, sozialer füdischer Frauenarbeit beschäftigt, nennen wir Fragen. d'e für das «resamre Judentum von Interesse sind, wie Völkerbund. Jewish A^encv usw. Tm Anschluß an in Wien schon ausgesprochene Wünsche soMen dfe Möglichkeit der Gründung e:|n.es Frauen-WeJltbundes erneut in Erwägung gezogen werden. Was sind Manischewitz-Mazzoth-Crackers? Eine TTeberra schung nicht nur für Kinder, sondern für jeden Feinschmecker. In wunderschöner Packung zu 33 Stück s''nd die«=p kleinen Mazzoth von besonders feinem Geschmack. A^er nicht nur eine Delikatesse für klein und groß sind Manisch witz-Mazznth-Crackers wegen ihrer Bekömmlichkeit auch äußerst vorteilhaft für den Magen. In bezug auf Kaschruth übernimmt die Redaktion keine Verantwortung

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