Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1935
- Issue
- Heft 37 (13.9.1935)
- Date
- 1935-09-13
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 8 Nr. 37 — 13. September 1935 DIE WAHRHEIT M m III Sil * H III i .'#5 Iff 8 i *'•'?£ '*« rp, |S Kalender-, Sidra-, Perek-, Omer- und Haftorah-Tafel Elnl «696 September 18»5 litt abdi. 7.00 EIul 15. 6.10 | I Kisowaut (5. B. M.) I «00 ., 16- 1 1 3. und 4. Perek 1 7.00 „ 17. bis 21. 6.25 »bds. Freitag, 13. Sept. 6.10 SamiUg, U. Sept: 7.10 Sonnt., 15. bis 16 5S DonBerst.,19.Sept("-" 70. Geburtstag. Am 14. d. JVL feiert Herr Med.- Rat Dr. J. W e i ß, langjähriges Mitglied des Bethausvorstandes Vll der Kultusgemeinde, seinen 70. Geburtstag. 75. Geburtstag. Dieser Tage feierte Herr Börserat Paul B j e h a v y seinen 75. Geburtstag. Der Jubilar gehört seit vielen Jahren der Börsekammer und dem Schiedsgericht der Wiener Effektenbörse als verdienstvolles Mit- * glied an und wurde von beiden Vereinigungen in herzlichster Weise beglückwünscht. Auch auf jüdischem Gebiete ist der Jubilar segensreich tätig, u. a. ist er langjähriger Vizepräsident des Tempelvereins im 8. Bez. Herr Rabbiner Dr. Bauer würdigte am letzten Freitagabend in einer improvisierten Feier in überaus schöner Ansprache die zahlreichen Verdienste, die sich Herr Bjehavy in hingebungsvoller Tätigkeit um den Tempel erworben hat. Auch anderen jüdischen Institutionen, wie dem Rekonvaleszentenheim „Philanthropia" etc. steht der rüstige Fünfundsiebziger seit Jahren als Vorstandsmitglied mit Rat und Tat zur Seite. Wir gratulieren herzlichst. Todesfälle. Am letzten Sonntag wurde Frau Regine Stern vom Mädchen-Pensionat Stern zu Grabe getragen. Die große Halle des ersten Tores konnte kaum all die' vielen fassen, welche gekommen waren, um der Verewigten die letzte Ehre zu erweisen und ihren Töchtern, Schwiegersöhnen, und Enkeln die innigste Teilnahme an dem unersetzlichen Verlust auszudrücken; sie wollten der Verewigten danken für das Vorbild, welches sie den Schülerinnen stets gewesen, und für das Gute, welches sie stets übte. Als Familienoberhaupt, als Beraterin, war sie immer Sinnbild der wahren, gütigen, dabei energischen jüdischen Frau, Vorbild und Ansporn. Rabbiner Dr. Bach würdigte sie auch in einer gehaltvollen Ansprache nach Verdienst. Die kantorale Funktion versah Oberkantor Kogan in inniger Weise. Es sprach noch eine Vertreterin des Lehrkörpers. Dieser Tage sind zwei in der jüdischen Oeffentlichkeit gut bekannte Menschen plötzlich dahingegangen, tief betrauert von denen, die sie kannten und schätzten. Am gleichen Tage, am Mittwoch, den 11. d. M., wurden sie begraben. Sekretär Leo Rath, als einer der Führer der Partei der „Werktätigen Juden", eine Zeitlang Kultusvorsteher, war, wie Herr Oberrabbiner Dr. I. T a g 1 i c h t gebührend feststellte, ein Mann der hingebungsvollen sozialen Arbeit, seinen Tod beklagen seine Gattin, seine beiden Kinder und sein Bruder Moses Rath neben den vielen, die sein Wirken beobachten konnten. Die kantoralen Funktionen bei dem Leichenbegängnis, dem sehr viele Freunde des Heimgegangenen beiwohnten, versah in inniger Weise Oberkantor G. M a r g u I i e s. Auch Frau Helene Forster-Beck widmete sich in ihrem nun so jäh abgeschlossenen Leben der sozialen Arbeit, sie war als Präsidentin Nachfolgerin im Ehrenamte ihrer Mutter Amalia Forster-Beck, der Begründerin des Vereines „Philanthropia", und leistete hier, wie Dr. J. Ornstein, der mit Präsident Dr. J. Friedmann und mehreren Kultusvorstehern und Gemeindebeamten beiden Leichenbegängnissen beiwohnte, in seiner gehaltvollen Abschiedsrede ausführte, Hervorragendes. Auch Rabbiner Dr. Bauer vom Neudeggertempel sprach bei dem unter überaus großer Beteiligung stattgehabten Leichenbegängnis ergreifend vom Wirken und Wesen der Heimgegangenen, einer Tochter des Begründers und ersten Präsidenten dieses Tempels, Herrn Beck. Brüder Kunz — Aktiengesellschaft Die bekannte Kolonial- und Lebensmittelfirma Brüder Kunz wird unter Mitwirkung der Oesterreichischen Kreditanstalt - Wiener Bankverein in eine Aktiengesellschaft umgewandelt Die neue Gesellschaft wird den Namen Brüder Kunz A. G. tragen. Fernei: erfolgt die Uebernahme eines Aktienpaketes der neuen Gesellschaft durch die Julius Mein! G., die auf diesem Weg ihre geschäftlichen Beziehungen und Erfahrungen der Brüder Kunz A. G. zur Verfügung stellt. Die beiden Herren Walter und Hans Kunz werden auch dem Verwaltungsrat der neuen Gesellschaft angehören. Jüdische Künsüerepiele" (II., Praterstraße 34, Tel. £-45-4-94). J a c R e c h t z e i t, der jüdisch-amerikanische Star, beginnt Samstag, den 14. September, y-9 Uhr sein Gastspiel in der lustigen Komödie „Gene jwische Liebe", von A. Friedmann. Der berühmte Gast, der für diese Novität selbst die Musik komponiert hat und Regie führt, wird zweifellos dem Wiener jfidi- Xeltmaaea wmm Verleger tniMltt - - «iiin pu r«ü«MB. Patts Adressat ▼erxotxiu nicht nach- senden: Bit neuer Adresse zarfick as Vertag »016 Wahrheit". Wl«n Iii, HalnestraB« 13/12 Lcopoiasf&dter Tempelverein Aescacl Awroaom n., PMHHmttengatte 6, Tel. R 4?-»-M AnuMMBRiteB v. An MetHrira, Tran Bogen (oadi nnf. irdeni lUmmel) u. Dannizwaw Partol«MV*rfc«hr an .Werktag«! «on 2 bU <M übt nicbmittag*, an Srnntagen' »ob 10 bh 12 Uhr vormittags Qebetatunden 'Hb ElulSesS abdi. 630 Elnl 15. 6.15 6.30 u. 9.03 6.30 Kisowaut (5. B. M.) Haftora Kumi auri 3. und 4. Perek sehen Theaterleben' einen neuen Impuls verleihen. — Der Kartenvorverkauf für dieses Gastspiel hat bereits begonnen. . . .. .uailfillHB flmtficöe Verfautöarungen ter JsraefitiscQen Xuftusgemeinde Wien Ah die p. t Gemeindemitglieder! Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß mit Rücksicht auf den großen Andrang und die strengen behördlichen Verfügungen die Organe sämtlicher Gemeindebethäuser den Auftrag erhielten, an den: kommenden hohen Feiertagen ausnahmslos nur solche Personen in den Tempel einzulassen, welche ordnungsgemäß ausgestellte, für das laufende Jahr giltige Betsitzkarten vorweisen können. Die p. t. Gemeindemitglieder werden daher ersucht, sich wegen Ankauf der von ihnen gewünschten Betsitzkarten mit den in Betracht kommenden Verkaufsstellen ehestens ins Einvernehmen zu setzen. Wien, 9. September 1935. ... * ' Gottesdienst für Jugendliche an den hohen Feiertagen. Der Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde Wien veranstaltet an den kommenden hohen Feiertagen im Festsaale des Hotel „Post", I., Fleischmarkt 20 (Eingang I., Drachengasse 1) einen Festgoftesdienst, der hauptsächlich für die reifere Jugend.beiderlei Geschlechtes (im Alter von etwa 15 bis 20 Jahren) bestimmt ist. Der Zutritt zu diesem Gottesdienste, der nach dem Vorbilde und im Umfange der Gemeindegottesdienste abgehalten wird, erfolgt auf Grund unentgeltlich ausgegebener Karten, deren Verteilung tunlichst im Wege der Jugendorganisationen durchgeführt werden soll. Die Jugendgruppen werden ersucht, ein Verzeichnis jener Jugendlichen, die Eintrittskarten zu diesem Gottesdienste wünschen, bis spätestens Dienstag, den 17. September d. J. dem Jugendreferate der Kultusgemeinde zu übermitteln. Die Ausgabe der Karten auf Grund der Verzeichnisse erfolgt am 18. und 19. September d. J., während die Einzelkarten an Jugendliche ab Freitag, den 20. September d. J. im Jugendreferate, I., Seitenstettengasse 2, I. Stock, von 9—12 Uhr vormittags ausgefolgt werden. Diese Eintrittskarten gelten nur für Jugendliche; für Erwachsene werden besondere Karten ausgegeben. * Einschreibungen für die hebräische Sprach- und Bibelschule der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, XX., Othmargasse 46. Der Unterricht an der hebräischen Sprach- und Bibelschule der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, XX., Othmargasse 46, Saal I, beginnt Dienstag, den 17. September 1935. . Die Einschreibungen finden an diesem Tage zwischen 3 und 7 Uhr nachmittags im Schullokale, Saal I, statt. Der Unterricht ist unentgeltlich. Bei der Einschreibung ist die Anwesenheit der Eltern unbedingt notwendig. * Beginn des Unterrichtes an der Jüdischen Volksschule der Kultusgemeinde Wien, IL, Castellezgasse 35 Der Unterricht in der I. Klasse der Volksschule der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, II., Castellezgasse Nr. 35, beginnt Montag, den 16. September d. J. um 9 Uhr vormittags. Der Lehrplan und das Stundenausmaß für alle weltlichen Gegenstände sind gleich denen der allgemeinen Volksschulen, doch wird an dieser Anstalt ein größeres Maß jüdischen Wissens vermittelt werden; schon in der I. Klasse wird ein zweistündiger Religions¬ und ein zweistündiger hebräischer Sprachunterricht pro Woche erteilt werden. Der Vormittagsunterricht wird um 9 Uhr vormittags beginnen. Anmeldungen von schulpflichtigen Kindern für diese Schule unter Beibringung des Geburts-, Heimats¬ und Impfzeugnisses werden noch bis spätestens 20. September in der Schulkanzlei, II., Castellezgasse 35, entgegengenommen, woselbst auch nähere Auskünfte erteilt werden. Beerdigungen- 4. September 1935: Josefine Klein, 74 Jahre, 9. Bez. (I. Tor). — Katharina Wertheimer, 68 Jahre, 1. Bez. (I. Tor). — Johanna Herzog, 80 Jahre, 2. Bez. (I. Tor). — Berta Herr, 48 Jahre, 7. Bez. (IV. Tor). — Johanna Loth, 82 Jahre, 19. Bez. (Döbl. Friedhof). 5. September: Hermine Grünhut 62 Jahre, 10. Bez. (I. Tor). — Vilma Fischer, 78 Jahre, 1. Bez. (I. Tor). — Hersch Leib Batist, 75 Jahre, 13. Bez. (IV. Tor). — Sofie Turad, 59 Jahre, 13. Bez. (IV. Tor). — Fanny Neumann, 70 Jahre, 8. Bez. (IV. Tor). — Dr. Gustav Eppenheim, 61 Jahre, 13. Bez. (IV. Tor). — Alfred Stern, 15 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Irene Schindel, 56 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). 6. September: Maria Geiringer, 66 Jahre, 2. Bez_ (I. Tor). — Jolle Mandl, 65 Jahre, 17. Bez. (I. Tor). — Prof. Dr. Oskar Strnad, 56 Jahre, 1. Bez. (I. Tor). — Cornelie Moor, 79 Jahre, 3. Bez. (IV. Tor). — Amalia Wilder, 31 Jahre, 20. Bez. (IV. Tor). — Mina Diamantstein, 45 Jahre, 20. Bez. (IV. Tor). 8. September: Amalie Weinberger, 78 Jahre, 13. Bez. (I. Tor). — Wilhelm Bauer, 57 Jahre, 2. Bez. (I. Tor). — Regine Stern, 75 Jahre, 1. Bez. (I. Tor). — Hans Engel, 42 Jahre, 13. Bez. (I. Tor). — Rosa Herz, 65 Jahre, 7. Bez. (I. Tor). — Hlax Malicin-Cornelini, 65 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Erwin Schwarz,. 21 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Katarina Grün, 80 Jahre, 7. Bez. (IV. Tor). — Leopold Getzl, 48 Jahre, 20. Bez Antonie Mandler, 75 Jahre, 6. Bez. Sabine Polatschek, 72 Jahre, 2. Bez. Dr. Otto Schindler, 36 Jahre, 2. Bez. Bernhard Freund, 69 Jahre, 14. Bez. Ander Tuschak, 22. Jahre, 20. Bez. Regine Goldstein, 70 Jahre, 6. Bez. Wilhelm Schorr, 48 Jahre, 9. Bez. Ephraim Sternhell, 73 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). (IV. Tor). (IV. Tor). (IV. Tor). (IV. Tor). (IV. Tor). (IV. Tor). (IV. Tor). (IV. Tor). 9. September: Selma Dörfler, 90 Jahre, 9. Bez. (I. Tor). —Hermine Griinfeld, 81 Jahre, 4. Bez. (I.Tor). — Marie Glass, 65 Jahre, 6. Bez. (I. Tor). — Cflir Bieler, 61 Jahre, 16. Bez. (I. Tor). — Alfred Dub, 74 Jahre. 3. Bez. (I. Tor). — Mathilde Dorner, 75 Jahre, 4. Bez. (I. Tor). 10. September: Rosa Werter, 68 Jahre, 9. Bez. (I. Tor). — Aurelie Forster, 88 Jahre, 1. Bez. (I. Tor). — Eugenie Signer, 71 Jahre, 1. Bez. (I. Tor). — Gerhilde Borgenicht, 20 Jahre, 18. Bez. (I. Tor). — Gisela Schönfeld, 80 Jahre, 1. Bez. (IV. Tor). — Eldel Riwe Grünberg, 68 Jahre, 20. Bez. (IV. Tor). Weiland Oberkantor Josef G o 1 d s t e i n Bestellen Sie rechtzeitig zu den Hohen Feiertagen Ihren Bedarf an weißen und schwarzen Talaren und Baretten, die Sie wie seit Jahrzehnten in bekannt vornehmen Formen von einfachster bis zur kunstvollsten Ausfuhrung erhalten in der altbekannten Unlfformierung und Maßschneiderei RUDOLF GOLDSTEIN WICH Hm TabOrStraße 54 (Achtung auf die Hausnummer) Gegründet 1866 Telephon R 49-0-48 Billige Preise I ' Kultusgeraeinden besondere Begünstigungen! Eiseattner. Herauteber. Verleger and verantwortlWier Schriftleiter: Oakar HiTiehfeld, Wie« n.. PraterstraBe 29. — Drnck: Itaac Spitz & SBhoe. Wie« II.. Robertsasse 2.