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Die Wahrheit · 1926-02-19 · Heft 8 (19.2.1926) · page 16

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1926
Issue
Heft 8 (19.2.1926)
Date
1926-02-19
Page
– (sequence 16)
Language
German
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Seite IV DIE WAHRHEIT Nr. 8 Unser Abwehrfonds? Die maßlosen Ausschreitungen eines wüsten Rassenantisemitismus, dessen Schauplatz derzeit unsere Republik und vor allem Wien ist, zwingen die österreichische Judenschaft zur energischen Abwehr. Die unerhörten Beleidigungen, die nichtswürdigen Verleumdungen und haltlosen Beschuldigungen, die von berufsmäßigen und vielfach vom Auslande hierfür bezahlten Hetzern gegen uns und unseren Glauben unaufhörlich erhoben werden, machen uns die Verteidigung unserer Ehre und unserer Rechte zur heiligen Pflicht. Die entschiedene Zurückweisung der wütenden Hetze, die gerade in jüngster Zeit gegen jüdische Professoren, Aerzte, Rechtsanwälte und Geschäftsleute betrieben wird, liegt aber auch im persönlichen Interesse aller Angegriffenen. Das wirksamste Mittel im politischen Kampfe ist heute die Presse. Dies wissen natürlich auch unsere Gegner, welche deshalb die Angriffe gegen das Judentum vor allem in ihren zahlreichen Blättern erheben und den Preßfonds auch des kleinsten Provinzhetzblättchens ausgiebigst unterstützen. Gegenüber der weitverzweigten antisemitischen Preßhetze stellt die Erhaltung einer jüdischen Abwehrpresse eine unbedingte Notwendigkeit dar. „Die Wahrheit" sieht es als ihre oberste Pflicht an, die Interessen der gesamten österreichischen Judenschaft jederzeit und gegen jedermann zu schützen und führt daher einen schweren, aber erfolgreichen Kampf gegen alle offenen und versteckten Judenfeinde. Die Beschaffung der judenfeindlichen Literatur des In- und Auslandes verschlingt jedoch große Mittel, die Durchsicht, Ordnung, Evidenzhaltung und Bearbeitung derselben erfordert viel Zeit und Arbeit eines großen Stabes, welcher jedoch notwendig ist, wenn man jede neu auftauchende Verleumdung bereits im Keime ersticken soll. Schließlich muß ,,Die Wahrheit", soll ihr Abwehrkampf Erfolg haben, allen Behörden, großen Organisationen etc. und selbstverständlich auch allen antisemitischen Lügenfabriken eingesandt werden. Der Preßfonds der „Wahrheit" soll ein Gegengewicht sein gegen die Hakenkreuzpresse. Eine Spende für den Preßfonds der „Wahrheit" ist ein wirksamer Schutz gegen das Hakenkreuzlertum! In Bezug auf Kaschruih übernimmt die Redaktion keine Verantwortung wmmmimmmmmmmmmmmmmm AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAfr ► TOS Feinwurst- und Seichwarenfabrik I Eisen & Hönigsber 3 Wien II., Haidgasse 5 Tel. 46-4-69 entfros - en dctfall Filiale: Baden bei Wien, Rainerring 18 Bier. — Versand ins In- und Ausland — Wein Feinste Selch- und Wurstwaren eigener Erzeugung Täglich 2 mal frisch. Bis 10 Uhr nachts geöffnet Neu adaptiertes Selchwaren-Restaurationslokal, für Festlichkeiten jeder An sehr geeignet. Unter Aufsicht der Adass Jisroel (Schiffschul). "ES" Venedig-Udo fUla nanttaarMa. Erstklassige streng orthodox rituelle Pension, mit allem modernen Komfort ausgestattet. Die Zimmer sind neu nnd elegant eingerichtet, mit fließendem Wasser und Zentralheizung versehen. Großer Speisesaal. Garten, Lift usw. Direkte Gondelzufahrt bis zum Hause. David und Frida Kirschbaum (geb. Pinkas). Referenzen bei Sr. Ehrw. fiabo. 0. Wachsberger, ortn. Gemeinde, Fiume Streng ■ Restauration HOTEL,NEW 90RK' £ unter persönlicher Leitung des Herrn JOSEF NAGEL J und Aufsicht der Adas Jisroel (Schiffs chul) ■ Wien IL, Kleine Sperlgasse 5 S Hochzeiten werden in unä außer ■ dem Hause bestens übernommen ■ Abends auch milclftitge Speisen ■ Ausschank von vorzüglichen Weinen ■ ISRAELITISCHE KULTUSGENIEINDE WIEN lAAAAf r*| Mazzothbezug für Arme I Dl'fi israplitisrhp Ifiiltnsc/PtnpinrlP Wipn wirrt an nrmp ntiH nnrh_ 9 Die israelitische Kultusgemeinde Wien wird an arme und nachweisbar rituell lebende Juden, die nicht in der Lage sind, sich Mazzoth zum normalen Verkaufspreise zu beschaffen, solche zu ermäßigten Preisen abgeben. Ansuchen unter Vorlage von Dokumenten und Erlag von 10 Groschen für Porti und Manipulationsgebühren werden in der Zeit vom 15. bis inklusive 21. Februar 1926 wie folgt entgegengenommen: IL, Tempelgasse 3, von 8—12 Uhr vorm. und 2—6 Uhr nachm. VI., Schmalzhofgasse 3, von 3-6 Uhr nachm. IX. , Seegasse 9 (Israel. Versorgungshaus) von 3—6 Uhr nachm. X. , Humboldtgasse 27, von 3—6 Uhr nachm. XV., Turnereasse 22, von 3 Uhr früh bis 3 Uhr nachm. XVL, Hubergasse 8, von 9—12 Uhr vorm. XVIIL, Schoppenhauerstraße 39, von 3—6 Uhr nachm. XX., Kluckygasse 11, von 3—6 Uhr nachm. XXL. Holzmeistergasse 12, von 9—12 Uhr vorm. Oi m i Sigeotflmer.' Heraasgeber und Verleger: Ludwig Hirschfeid. — Verantwortlicher Bauer.) — Druck: lgnaz Spitz & Redakteur: Oskar Hirschfeld. Beide Wien IL, Heinestraße 13. (Begründer Jakob Söhne, Wien II., Kobertgasse 2

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