Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1924
- Issue
- Heft 16-17 (18.4.1924)
- Date
- 1924-04-18
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
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Seite 16 DIE WAHRHEIT Nr. 16/17 auch von dem Schwesterverband „Buchemlaiicf \ so 'daß diese Trauung sich als eine imposante Bukowinaer Feierlichkeit vollzog und Jaaig« «och in Erinnerung der Gaste bleiben wird Leopoldstädter Krariken-Unterstützungs verein '.Nächstenliebe". Wien II., Große Stadtgutgasse 34. Bei der am 9. April dieses Jahres unter Vorsitz des Herrn Ehrenpräsidenten Moritz Rosenblatt vorgenommenen Konstituierung des Ausschuss.es wurde der bisherige überausverdienstvoll wirkende Obmann Herr Adolf Reich wiedergewählt. Zum Obmannstellvertreter wurde Herr I. Schönherz, zum Kasseverwalter Herr Hermann Low y, zum Schriftführer, respektive Stellvertreter die Herren Alexander G u 11 m a n n, bzw. Samuel B o j n i t z e r und zum Kontrollor Herr Max Robitschek unter großem Beifall aller Anwesenden per Akklamation wiedergewählt. Die Zusammensetzung des Ausschusses unter Führung des Obmannes Adolf Reich gibt Gewähr dafür, daß der Verein so wie bisher zum besten seiner Mitglieder weitergeführt. Nach der konstituierenden Sitzung waren sämtliche Vorstandsmitglieder und deren Damen zu einem Festmahl im Restaurant Nagel* erschienen, um ihrem Obmann, der nach überstandener Krankheit die Ämtsgeschäfte wieder übernommen hat, eine Ehrung zu bereiten. Durch die Ausführungen der einzelnen Festredner kam so recht zum Ausdruck, welcher Beliebtheit sich Obmann S. Reich nicht nur im Kreise der engen Kollegenschaft, sondern im Gesamtverein erfreut. Der als Gast anwesende Herr Oberkantor Müller erwarb sich durch seine kunstvollendeten Vorträge' neue Bewunderer. Oberkantor Isidor Löwit. In ungewöhnlich festlicher und erhebender Art verlief die am 10. d. M. anläßlich des 60. Ge- , burtstages des Präsidenten des Oesterr. Kantorenvereines, - OJberkantors und Chordirigenten Isidor L ö w i t veranstaltete Feier, die ein beredtes Zeugnis für die allgemeine Hochachtung und besondere Beliebtheit dieses überaus verdienstvollen Manne» ablegte..Von Seite des Vorstandes der sephardischen Gemeinde, in deren Dienst der Gefeierte s'chon seit mehr als 40 Jahren steht, kam an ihn ein herzliches Gratulationsschreiben samt einem Ehrengeschenke, von Seite des Vorstandes der israelitischen Kultüsgemeinde Wien wurde Löwit in einer ehrenden Zuschrift beglückwünscht ebenso von den Vorständen der Tempelvereine .,A e s c h e 1 Awrohom" und „T efilath JVschurun" und vom Präsidium des „Vereines der Freunde des großen Leopoldstädter Tempel": Seine Ehrwürden -Herr Rabbiner Dr. Grün-* wal d gratulierte überdies auch noch persönlich. Der Vorstand des österreichischen Kantorenvereines, dessen Präsident Oberkantor Isidor Löwit seit Jahren ist, erschien in Begleitung vieler Vereinsmitglieder z-ur Beglückwünschung. in der Wohnung. Der Ehrenpräsident des Vereines, Oberkantor Jakob Bauer, hielt an den Präsidenten eine inhaltsreiche Ansprache, in der er der gemeinsamen vierzigjährigen Amtstätigkeit am türkischen Tempel gedachte und die Verdienste seines gefeierten Kollegen um den Verein hervorhob. Oberkantor Frank! verlas hierauf die prächtig ausgestattete Adresse des Vereines, in der ein ausführlicher Rückblick auf die mühevolle und erfolgreiche Tätigkeit Löwits geworfenwird. Es werden seine hervorragenden Verdienste um den Verein, seine und des Oberkantors Jakob B a.u e r glänzende Leistungen in Bezug auf die Reformierung' des sephardischen Gottesdienstes geschildert, seine melodiösen Kompositionen erwähnt und zum Schlüsse seine Verdienste auf charitativeni Gebiete hervorgehoben. Auch wurde ihm bekanntgegeben, daß er, in Würdigung seiner erfolgreichen und mühevollen Tätigkeit für den Verein, von der Vollversammlung desselben zum Ehrenmitglied e ernannt wurde. I. Kantor Armin Stift überreichte sodann mit einigen herzlichen Worten das Ehrengeschenk des Vereines. Oberkantor Isidor Löwit dankte bewegt und von tiefer Rührung übermannt für die ihm gewordenen Ehrungen und Auszeichnungen. Eine Fülle von Briefen, Telegrammen und Geschenken langte aus Wien, aus Oesterreich-und dem Auslande ein. Der Abend des 12. April vereinte dann die Kollegen und Freunde Löwits bei einem vom Vorstande des österreichischen Kantorenvereines zu Ehren seines Präsidenten und seiner Familie, gegebenen Bankettes im Festsaale des Restaurants A. Barsclia k. Namens des Vereines nahmen dort Oberkantor M a t y a s, M ü 11 e r und F r ä n k 1 'das Wort, um die Verdienste Löwits auf allen Gebieten seines . Wirkens zu würdigen. In Vertretung des Vereines der Kultusbeamten waren Obmann Herr Pick und Vorstandsmitglied Herr Kaiser erschienen, von denen der erstere die ersprießliche Tätigkeit Löwits auf seinem Berufsgebiete, die dem Judentume stets zur Ehre gereichte, hervorhob. Oberkantor Löwit dankte allen Rednern für das_ ihm zuteil gewordene Lob und die hohe Ehrung und versprach, auch sein ferneres Leben und alle seine Kräfte wie bisher seinem heiligen Berufe, dem Wohle seiner Kollegen und dem Gedeihen und JBlühen des Vereines zu widmen. Professor Nasche wußte in gewohnter Meisterschaft die etwas ernste Stimmung des Abends -durch eine überaus launige, satirisch-humorvolle Rede zu würzen und wurde dafür allseits lebjiaft akklamiert. Die späte Mitternachtsstunde erst schloß diese schöne Feier, die allen Teilnehmern noch lange in angenehmer Erinnerung bleiben wird. Goldene Hochzeit. Am 12. April feierte der Bethausvorsteher Herr Wilhelm Mandl mit seiher Gattin Sabine das Fest der goldenen Hochzeit. Aus diesem Anlasse ~ fand am gleichen Tage im Ottakringer Gemeindetempel während des Gottesdienstes eine Feier statt, zu der sich sämtliche Angehörige -des Jubelpaares, der gesamte Bethausvorstand, der Vorstand der Chewra Kadischa, deren langjähriges Vorstandsmitglied Herr Mandl ist, sowie zahlreiche Freunde einfanden. Nachdem der Jubilar in feierlicher Weise zur Thora gerufen worden war, rezitierte Herr Oberkantor Rudolf- K o g a n* einen sehr feierlichen Mischeberach. Hierauf hielt Herr Rabbiner Dr. Bach an den Jubilar eine ergreifende, aus Freundesherzen kommende. Ansprache und in'Vertretung der Israelitischen Kultusgemeinde überbrachte Herr Kultusvorsteher Dr. Jakob Deutsch die herzlichsten Glückwünsche unter Ueberreichung eines Diploms als Anerkennung der großen Verdienste um das Judentum. Nach beendetem Gottesdienst versammelten sich alle Teilnehmer im Sitzungssaal-e, wo der Obmann des Bethausvorstandes Herr Sigmand Weiler dem Jubelpaare die besten Wünsche -des Bethausvorstandes und der Chewra Kadischa unter Ueberreichung eines Ehrenge-' schenkes zum Ausdrucke brachte. Todesfall. Den Verlust, den Herr Gemeindepräsident Univ.-Prof. Dr. A. Pick durch das Hinscheiden seines Bruders, des Herrn S. Pick, erlitten hat, bot seinen zahlreichen Freunden und Verehrern Anlaß, durch Teilnahme an dem Leichenbegängnisse am 11. d. M. ihrem Mitgefühl Ausdruck zir. verleihen. Es waren erschienen: Vizepräsident Dr. Desider Friedmann für die Kultusgemeinde, Vorsteher Otto für die Chewra Kadischa, vom Beamtenköcper Sekretär Doktor Adler, Amtsleiter W. Fr eist ad t, vom '„Verein der Freunde des großen Leopoldstädter Tempels" Obmann Korn-. merzialrat Alfred .Landesberge r, Obmannstellvertreter Redakteur Ludwig H i r s c h f e 1 d. "Kassier 0. 0 b 1 a 11, Kassierstellvertreter Karl Kaiman, Vorstandsmitglied Be"zirksrat Edmund H o.f m a n n, sowie eine Anzahl Mitglieder.'In seiner Trauerrede betonte Ehrw. Rabb. Dr. M. Grunwald ganz besonders die Anhänglichkeit des Verstorbenen an seinen Bruder, wie von Aharon berichtet wird, daß er sich vom Herzen freute, so oft er seinen Bruder sah. Herr Präsident Professor Pick Habe sich durch die vorbildliche Führung seines hohen. Ehrenamtes den Dank der' Gemeinde in einem Maße verdient, daß sich deren Mitglieder wie eine große Familie teilnehmend an seiner Trauer um ihn scharten nach dem Bibelworte: „Eure Brüder, das ganze Haus Israel, soll diese Heimsuchung, die eueren väterlichen Freund getroffen, wie eigenes Leid "beweinen." Aufopfernd habe sich Herr Professor Pick, unterstützt von seiner Gemahlin, um den erkrankten Bruder bemüht, der nicht nur auf ihn-stolz, sondern auch ihm brüderlich dankbar zu sein, guten Grund hatte. Die Trauergesänge wurden vom Oberkantor Matyas und dem Tempelchor würdig vorgetragen. §ludenl wird als Präfekt flir das Isr. Knaben-Waisenhaus, XIX., Probusgasse 2, gesucht, gegen freie Station und einen zu vereinbarenden Betrag. vorzustellen beim Dlrehfor der Anstalt. Seidenhaus HIlNSTflBT B Wien I., rieisdimarhf Nr. 26 Spezlalhaus aller Qualitäten Seidenstoffe für Kleider und Futter. Herrliche Brokate, Crepe de Chine, Crepe Maroqulne etc., zu staunend billigen Preisen - i Telephon Nr. 79.201 und 79.202-- minHuniHintnmnnMitani ■*•«•■«•■■••■»•»•■*••■.*■ wurapaa