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Die Wahrheit · 1924-03-28 · Heft 13 (28.3.1924) · page 14

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1924
Issue
Heft 13 (28.3.1924)
Date
1924-03-28
Page
– (sequence 14)
Language
German
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Seite 12 DIE WAHRHEIT Nr. l.a ihm als ein eigenes Fest. Wer die Gastfreundschaft seines allen und zu allen Zeiten offenen Hauses genossen und sich darin, wie man gar nicht anders kann, so recht heimisch gefühlt, wer ihn in der Arbeit für unser Volk vom Morgengrauen, bis in die Nacht unverdrossen wirken salu wer die Opfer kennt, die dieser tapferste Pionier des Aufbaugedankens seinem Ideal gebracht, vor allem, wer mit ilim gemeinsam zu arbeiten das Glück hatte, der weiß, was dieser seltene Mann, dem auch in den schwersten Zeiten das uneingeschränkte Vertrauen a 1 i e r Parteien treu geblieben ist, für die Festigung des Palästinawerkes bedeutet Die Wissenschaft beklagt mit Recht, daß der hervorragende Gelehrte in Yellin über dem Mann praktischer nationaler und Kulturarbeit zu kurz kommt dem die Einspannung aller Kräfte in atemlosem Schaffen für seine Brüder keine Zeit zur Niederschreibung seiner Forschungsergebnisse läßt. Hoffen wir, daß die Zeiten ruhiger werden und auch ihm ein Otium für umfassendes literarisches Schaffen vorbehalten ist. Was aber immer Yellin leistet, es trägt den Stempel eines Geistes, auf den wir stolz sein dürfen. Ad meoh weessrim! Das wünschen wir ihm, seiner Familie, uns allen vom Herzen. G. Goldene Hochzeit Am 22. d. M. jährte sich zum fünfzigsten Male der Tag, an dem das Ehepaar Jakob und Ernestine Steinhardt geb. Tauber, vor dem Traualtar getreten ist um ein Bündnis für das ganze Leben zu schließen. Aus diesem Anlasse fand am gleichen Tage während des Gottesdienstes im Großen Leopoldstädter Tempel eine solenne Feier statt, zu der sich sämtliche Angehörige des Jubelpaares, der Gesamtvorstand des Vereines „Nächstenliebe", dessen langjähriges Vorstandsmitglied Herr Steinhardt ist unter Führung des Obmannes A. Reich und Obmaranstellvertreters ]. Schönherz, sowie zahlreiche Freunde einfanden. Nachdem der Jubilar in feierlicher Weise zur Thora gerufen worden war, hielt Herr Rabbiner Dr. A. Kaminka eine gehaltvolle Rede. In Vertretung der Wiener Israelitischen Kultusgemeinde überbrachte Gemeinderat Kultusvorsteher Dr. L. Plaschkes die herzlichsten Glückwünsche und hob in seiner Ansprache die großen Verdienste des Jubelpaares um das Judentum hervor. Nach vollendetem Gottesdienst versammelten sich alle Teilnehmer im Zeremoniensaal des Tempels, wo Kommerzialrat Alfred Landesberger dem Jubelpaare die besten Wünsche des Vereines der Freunde des Großen Leopoldstädter Tempels verdolmetschte. Sodann brachte Redner das überaus liebenswürdige Schreiben des Danksagung. Anläßlich unserer Goldenen Hochzeit sind uns so viele ehrende und hocherfreuende Beweise von Freundschaft und Verehrung zugekommen, daß wir außerstande sind, hiefür jedem einzeln geziemend Dank zu sagen. Wir sprechen daher auf diesem Wege allen unseren Verwandten. Freunden und Bekannten unseren wärmsten, tiefgefühlten Dank aus und erlauben uns insbesondere dem Vorstand der Kultusgemeinde für das herzliche Gratulationsschreiben, dem Bethausvorstand für die Veranstaltung der solennen Feier im Gotteshause, Herrn Kommerzialrat Alfred Landesberger für die bei dieser Gelegenheit bewiesene Liebenswürdigkeit, Herrn Gemeinderat Dr. Leopold Plaschkes für die schönen an uns gerichteten Worte und dem Gesamtvorstande des Vereines „Nächstenliebe" biemit unseren herzlichsten Dank abzustatten. Jakob und Ernestine Steinhardt, geb. Tauber. Kultusvorstandes zur Vorlesung. Nachdem Dr. Kamiaka und Dr. Plaschkes noch an Frau Steinhardt das Wort gerichtet, schloß die ebenso schöne als erhebende Feier. — Sonntag, den 23. d. M., vormittags fand im Sitzungssaale des Vereines „Nächstenliebe" eine Festausschußsitzung statt, an der nebst dem Gesamtvorstand das Jubelpaar und zahlreiche Familienmitglieder desselben teilnahmen. Obmann Adolf Reich sprach in vom Herzen kommenden und zu aller Herzen gehenden Worten von den großen Verdiensten des Jubilars und seiner Gattin um den Verein, dessen herzliclister Gratulation er Ausdruck verlieh. Er überreichte einen herrlichen Silberpokal, den Herr Ehrenobmann M. Rosenblatt zu einem geistreichen Trunkspruch auf das Jubelpaar benützte. Mazzothbezug für Arme. Die israelitische Kultusgemeinde Wien wird an arme und nachweisbar rituell lebende Juden, die nicht in der Lage sind, sich Mazzoth zum normalen Verkaufspreise zu beschaffen, solche zu ermäßigten Preisen abgeben. Ansuchen unter Vorlage von Dokumenten und Krla«. von K 1000 für Porti und Manipulationsgebühren werden in der Zeit vom 23. bis inklusive 27. März 1924 wie folgt entgegengenommen: IL, Tempelgasse 3, von 8 bis 12 Uhr vormittags und 2 bis 6 Uhr nachmittags; VI., Schmalzhofgasse von 3 bis 6 Uhr nachmittags; IX., Seegasse 9 (Israelitisches Versorgungshaus), von 2 bis 6 Uhr naclimittags; X., Humboldtgasse 27, von 3 bis 6 Uhr nachmittags; XV., Turnergasse 22. von 8 bis. 3 Uhr; XVI., Hubergasse 8, von 9 bis 12 Uhr vormittags; XVIIL. Schopenhauerstraße 31, von 3 bis 6 Uhr nachmittags; XX., Kluckygasse 11, von 2 bis 6 Uhr nachmittags; XXI., Holzmeistergasse 12, von 9 bis 12 Uhr vormittags. { WW W W w-w. V/V A /V A A A A w \s \s \s-'.\*:\*\S':\S',\s.\s \s \71 s\ a./v'/v,/v|v;/vy\.,jA:/s Sämtliche in meiner Fabrik erzeugten Mazzoth sind aus feinstem Nuller-Ostermehl, unter streng ritueller Aufsicht, des Wiener Rabbinats, den modernsten hygienischen Anforderungen entsprechend, erzeugt. Fabriksniederlagren ab 24. März: Wien IL, Leopoldsgasse 30. — Wien II., Große Stadtgutgasse30 unter Leitung des Herrn Albert Körner. Telephon 42-3-95 IW \/ V-WA/^i A AA A A /V A'/Mc: W W W W W W W \S \S \*:\S-\J AA/\ /\ /V A /\ /V v*\ /V Seidenbaus KUNSTilDT BrfiOtES Spezialfalls aller Qualitäten i Seidenstoffe für Kleider und Futter. Herr- » mmmmm^m^mmmmmmmmmm^m^mmmmmmmmama^Km liehe Brokate, Crepe de Chine, Crepe Maro- __« m?m_________* mm* quine etc., zu staunend billigen Preisen \ fflcisaimarKl iir. So -_ Telephon Nr. 79.201 UDd 79.202 _- 1 ■■■ ■■■■■■ ■—■.■■■■■■■■■■.»■■.«■■■■■■■»..........nrrimumunmimminiinimmiinrmn

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