Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1924
- Issue
- Heft 8 (22.2.1924)
- Date
- 1924-02-22
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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DIE WAHRHEIT Awrohom'*, Herr Etenaaan Bä t e n f e 1 d, seifet! 74 Osgbi&tstag. j*Ubs diesemwftllcheii Anla*§e wüldjeiiiipj ^t§ni& #s Vorstandes xs& der Ve*e&sätg$£der .©^a£paen darge6radii Nachdem der JM&iiar zur Tbijra gferaJea Wörden war, brachte OberJcantor J. Müller einen Mischeberach ausdrucksvoll zum Vortrage. Hierauf hielt Herr Rabbiner Dr. S. F«nk eine herzliche Ansprache, wobei er die unvergänglichen Verdienste des Jubilars, der seit v^zig Jaturen dem Tempelvereine angehört, würdigte. Obmann Ö. Schramek sprach im eigenen Nan$# sowie m Flamen des Ges^tvorstandes Her«i Shrenield für die hervorragende« Leistungen, die er als Vorstandsmitglied, Öbmannstellvertreter und Kassier des ,,Te?npelbatfkoB^fees" aa den Tag gelegt, den herzlichsten Dank aus. Tempelvorsteher S. Leenmann brachte im Namen der Gaboim die herzlichsten Glückwünsche und den Dank dieser Sektion zum Ausdruck. Tiefbewegt dankte Herr öirenfeld für die Ovationen. — Am gleichen Tage feierte Herr J. Keßler ebenfalls im Pazmanitentempel seinen 70. Geburtstag. Der zur Thora gerufene Jubilar wurde durch Herrn'Rabbiner Dr. S. Funk und Herrn Obmann Oskar Schramek beglückwünscht. — Anläßlich des 70. Geburtstages des Präsidenten Dr. Jakob Engel fand am Samstag, den 16. Februar, im Mariahilfer Tempel ein Festgottesdienst statt, zu dem außer dem Gesamtvorstande eine ungemein große Anzahl Tempelmitglieder, auch sehr viele Delegationen erschienen waren. So hatten sich eingefunden: als Delegierter der Kultusgemeinde Vizepräsident Herr Ignaz Glück, von der „Union Deutsch-Oesterr. Juden" Präsfdent Dr. Ornstein und Sekretär Fleischer, vom Margaretener Tempel Ehrenpräsident Hoffmann, vom Josefstädter Tempel Herr Phillipp Weiß, vom Döblinger Tempelverein ein Delegierter und mehrere aadere prominente Persönlichkeiten. Der feierliche Gottesdienst im hellbeleuchteten und festlich dekorierten Tempel wurde von Oberkantor Artur L e w i n, unter Begleitung von Chor und Orgei, mit dem Psalm 100 von Lewaadöwskf feierlichst eingeleitet. Nach dem Ausheben wurde der Jubilar als erster namentlich zur Thora aufgerufen, worauf Oberkantor Lewin in meisterhaft künstlerischer Weise das Fest-Mischeberach rezitierte. Rabbiner Dr. Drobinsky hielt darauf eine vom Herzen kommende, feierliche Ansprache an den Jubilar, in welcher er die großen Verdienste desselben um den Mariahifier Tempelverein hervorhob. Mit dem Absingen der großen Dßnaiewskischen Keduschah, bei welcher das Kantorsolo, von Ojjerkanter Lewin mit seiner herrlichen Tenorstünine huiigst vorgetragen, besonders zum Ausdrucke kam, fand der Festgottesdienst, an dem nicht nur der Jubilar, sondern auch mehrere andere Festgäste namhafte Spenden machten," seinen Abschluß. Todesfall. Am 7. Februar ist in Troppau Dr. Theodor Sonnenschein im 71. Lebensjahr gestorben. Mit ihm verliert die Judenheit in den Sudetenländern einen Mann der alten Generation, der für die Zeichen der Zeit höchstes Verständnis besaß und sein Wirken danach formte. Dr. Sonnenschein stammte aus der liberalen Zeit und wirkte in diesem Sinne; aber sein Bestreben ging stets dahin, nach seiner Auffassung dem Judentum zu helfen. Einige Jahre vor dem Umsturz arbeitete er an der Zusammenfassung und Organisation derjüdischen Kultusgemein den in der alten Monarchie, und seine Unterhandlungen mit dem damaligen Unterrichtsminister flussarek waren knapp vor dem Umsturz bis fast zur Vollendung gediehen. Das Werk wurde durch die politischen Ereignisse zerstört und Dr. Sonnenschein mußte, als die Zusammenfassung sämtlicher Kultusgemeinden der tschecho-slowakischen Republik aus den inneren Verhältnissen heraus unmöglich wurde, sich mit der Organisation derschlesischen Kultusgemeinden begnügen, nach deren Vorbilde auch die m ä h r i s c h e n Kulf usgemeyndea einen Landesverband schufen. Für die Umgestaltung und Erhaltung der „Wahrheit" als Wochenschrift sind uns bis 20. d. M. weitets zugegangen: K 500.000 S. O.; je K 100.000: Hermann König, Franz Engel, Michael Steissel; je K 50.000: Siegmund Schindler, Hermann Körner, Käthe Hacker, Friedrich Weiß, S. Trebitsch & Sohn; je K 30.000: S. Wildmänn (Stockerau), Edmund Wolf; je K 20.000: Prof. Artur Wolf, Gottfried Götzl (Graz); je K 10.000: Dr. M. Wertheimer, Dr. Leo Bardowicz (Mödling). Allgemeine Depositen-Bank. Die Allgemeine Depositen- Bank begibt zwecks Erhöhung ihres Aktienkapitals von 12,5 Milliarden Kronen auf 15 Milliarden Kronen 1,250.000 neue Aktien ä Nominale K 2000, von welchen 892.857 Stücke den Aktionären zum Preise von K 60.000 "tel quel per Stück im Verhältnis von einer neuen auf sieben alte Aktien angeboten werden. Die restlichen Stücke werden einer ausländischen Finanzgruppe übergeben. Nach durchgeführter Kapitalsvermehrung. werden sich die sichtbaren eigenen! Mittel der Bank auf rund 215 Milliarden Kranen belaufen1. (Entgeltlich.) VEREIN DER FREUNDE DES GROSSEN LEOPOLDSTÄDTER TEMPELS WIEN IL, BRATERSTRASSE 52 ^o^ VORANZEIGE! IM FESTSAAL DES »HOTEL CONTINENTAL", WIEN II., TABORSTRASSE NR. 6 GROSSE PIIWM - AKADEMIE ^^^^^^*»W^^!^^yB>^s^»»»^y>ay"i^"'^w^<"»^'* >^imyw^*****V^^*»**t MIT ANSCmiESSENDCM TANZ MITWIRKUNG DER KÜNSTLERKAPELLE J. GEIGER UNTER PERSÖNLICHER LEITUNG DES BELIEBTEN DIRIGENTEN niuuHHiiiiiimiuiNMmiiininnnninnHui Seidenhaus BÜRSTADT SSg^gg | ■ WnVL mmmmmmmmmmm^mmmmmfm^ix ..1. i Wlun fl^isdunarki Ni. 3$G Seidenstoff e für Kleider und Futter. Herr- Uche Brokate, Crepe de Chine, Crepe Maroqulne etc., zu staunend billigen Preisen ——* Telephon Nr. 79.201 und 79.2Q3 »>».»«»•»».»»»»«»>».»y.»».y«»»f»r»Tw»»M«»»«»ttt •**»«.»«»»»•»•««•««■■*»»»••««»>.*•*««■*.iiiu»i»ii<vMiiMtu>MW>>^><i>>'Uf>Mit<-muiiiinHiiHMtii'