Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1923
- Issue
- Heft 23 (16.11.1923)
- Date
- 1923-11-16
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
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Seite 18 DIE WAHRHEIT die Parole ausgaben, daß mit ihrer Partei das Sanierungswerk steht und fällt. In Wahrheit haben die so sehr verhaßten und geschmähten Juden an der Wieüeraufrichtung des Österreichischen Staates, wie ja selbstverständlich, rege mitgearbeitet. Der Jude Dr. Rosenberg war es, dessen Kenntnisse und Beziehungen zu den ausländischen Finanzkreisen die schwere Pionierarbeit vollbringen konnten, für Oesterreich um Vertrauen und Kredit zu werben. Und während dieser die „außenpolitische" Arbeit leistete, saß ein anderer Jude, Dr Schwarzwald, im Finanzministerium und verhinderte dsurch seine Währungspolitik den Zusammenbruch der österreichischen Wirtschaft. Als dritter kommt noch dei jüdische Sektionschef Schüller dazu, ohne den keine handelspolitische Maßnahme getroffen wird. Aber all das vergessen die Herren und soll ihnen deshalb nochmals in Erinnerung gerufen werden, damit nicht wieder in der Besudelung derselben Juden wetteifert wird, die ihnen in Zeiten der Not treu zur Seite gestanden sind. Pomcare gegen den „Numerus clausus". Das Komitee der Jüdischen Delegationen hat sich voi Iurzem an die französische Liga für Menschen- und Bürgerrechte gewendet und sie auf die der polnischen Judenheit drohende Gefahr des Numerus clausus aufmerksam gemacht. Es hat dann die Liga in einer Sitzung ihres Zentralkomitees die Frage genau behandelt und eine scharfe Protestresolution gegen dies Attentat auf die elementarsten Rechte angenommen. Sie hat auch zugleich den Beschluß gefaßt, sich an die französische Regierung zu wenden und sie zu ersuchen, die nötigen Maßnahmen zu ergreifen. Das. französische Außenministerium hat nun der Liga auf'ihre Interpellation hin folgende Antwort erteilt, die an deren Präsident Herrn Buisson adressiert ist: „Herr Präsident! In Ihrem Briefe Nr. 76 vom 27. August d. J. waren Sie so freundlich, mich auf die Gefahren aufmerksam zu machen, die die Annahme durch den polnischen Sejm des Gesetzentwurfes bedeutet hätte, der ihm von der parlamentarischen Bildungskommission vorgeschlagen wurde und der den Zweck hat, das Zutrittsrecht zu den höheren Bildungsanstalten Polens für Studenten, die nationalen, religiösen und sprachlichen Minderheiten angehören, zu beschränken. Sie haben bei der Gelegenheit hervorgehoben, daß die in Betracht kommenden Bestimmungen sich in Widerspruch mit den Normen des am 28. Juni 1919 zwischen Polen unu allierten und assoziierten Hauptmächten abgeschlossenen Vertrages befunden hätten und daß eine solche Verletzung der übernommenen Verpflichtungen eine Intervention des Völkerbundes berechtigt hätte. Ich halte es für meine Pflicht, Ihnen mitzuteilen, daß gemäß den Informationen, die ich diesbezüglich erhalten habe, die Beratung im Parlament der von der Bildungskommissiori formulierten Vorschläge autgeschoben worden ist. Diese Vorschläge sind übrigens in der Kommission angenommen worden, nicht mehr als mit einer Mehrheit von 16 Stimmen gegen 13. Da die Zwischenzeit dem polnischen Sejm ein gründlicheres Studium der Frage ermöglichen wird, so ist aller Grund vorhanden, anzunehmen, daß der Sejm, gehörig informiert, keine Bestimmungen gegen die Neimen des Vertrages vorn 28. Jani 1919 unterzeichnen wird." (Gezeichnet Poincare.) Predigten im Leopoldstädter Gemeindetempei finden statt: Frei-'tag, den 16. November, und Sonntag, den 2. Dezember (Chanukka). Fernsprecher. Abonnent XIV. Es wäre empfehlenswert gewesen, das lange Schreiben mit Ihrem werten (?) Namen zu fertigen. Da solches nicht geschehen, sollten wir grundsätzlich über Sie zur Tagesordnung gehen. Gewisse Anspielungen aber, die vermutlich andere Edelgesinnte teilen dürften, veranlassen uns, auch an dieser Stelle zu erklären, daß jedes parteiliche Sonderinteresse dem Gesamtinteresse weichen muß, ob es sich um Wahl- oder sonstige Sachen handelt. Herrn B. Versuchen Sie eine friedliche Ordnung der Angelegenheit. Wenn auch das formale Recht auf Ihrer Seite ist, würde eine gerichtliche, also öffentliche Austragung viel Gerede veranlassen, das besser vermieden werden soll. Dr. N—y. Wenn überhaupt ein Zweifel an der Tendenz der „Volks-Zeitung" obwalten könnte, dann müßte Name und Art der Externen (auf gut deutsch Außenseiter), die gelegentlich mit Aufsätzen dort gastieren, Gewißheit geben. Es ist des weitern eigentümlich, daß der sonntägliche Illustrator dieses Blattes mit Vorliebe für den dummen Kerl von Wien jüdische Karikaturen verbricht. Wenn all dies nicht über Auftrag der kürzlich oder noch nicht Getauften geschieht, so doch mit deren Einverständnis. Noch nicht dagewesen. Sie meinen unter Beziehung auf den bekannten Rabbi Akiba, daß ein jüdischer Fleischhauer, der im Volkertviertel eine Tafel mit der Lockung „Schweinefleisch billiger" vor der Ladentüre hat, noch nicht dagewesen sei. Sie können da. recht haben, doch die Jplen, die dort kaufen, nehmen das anscheinend nicht allzu tragisch. Wähler. Sie wundern sich darüber, daß es in einem, christlichsozialen Wahlaufruf wörtlich heißt: „Ohne wertbeständigem Geld kein Hausbau . . ." Durch diesen Satz soll offenbar symbolisch angedeutet werden, daß die Partei sich entschieden gegen den Anschluß an Deutschland ausspricht. ... R. H., Wien XIII. Wir sind absolut nicht Ihrer bescheidenen Ansicht, daß Ihr Gedicht auch in der Oeffentlichkeit gefallen wird. Wenn Rückporto übermittelt wird, erhalten Sie es retour. Niederösterreichische Escompte-Gesellschaft. Laut Kundmachung in der „Wiener Zeitung" werden die Aktionäre der Niederösterreichischen Escompte-Gesellschaft eingeladen, das Bezugsrecht auf 625.000 Stück neue Aktien mit Dividendenberechtigung ab 1. Jänner 1924 auszuüben. Bezugstermin bis inklusive 19. November 1923. Auf je vier alte Aktien entfällt eine neue Aktie zum Kurse von K 270.000.— tel quel. Wer das Bezugsrecht ausüben will, hat die alten Aktien ohne Talon nebst dem Betrag von K 270.000.— per neue Aktie bei den Einreichungsstellen zu erlegen. Gleichzeitig Ausgäbe der neuen K u p o n b o g e n für die Aktien Nr. 1 bis 2,500.000 mit Kupons pro 1923 und ff. gegen Einziehung der Talons. (Entgeltlich.) Seidenhaus KUHSTEDT Wien ■., Fleis<tamark< Nr. 26 BröBtes Spezialfalls aller Qualitäten Seidenstof fe für Kleider und Futter. Herrliche Brokate, Crepe de Chine, Crepe Maroquins etc., zu siaunend billigen Preisen ——- Telephon Nr. 79.201 und 79.202 ———-