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Die Wahrheit · 1922-06-09 · Heft 12 (9.6.1922) · page 15

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1922
Issue
Heft 12 (9.6.1922)
Date
1922-06-09
Page
– (sequence 15)
Language
German
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Die Wahrheit Seite 15 Nr. 12 Simon Skrainka- Stiftung für Hochschüler. Am Sterbetage des Stifters gelangen 4 Stipendien von je 200 L Kronen zur Verteilung. Elnrelohungstermln: 15. Juli 1922. Anspruohsbereohtlgte i ln erster Reihe Hochschtller, die mit dem Stifter eine Verwandschaft nachweisen. Dann jüdische Hochschtller aus Holleschau. Einrelohstelle: Israel Kultusgamelnda Hollesohau. Beilagen: Heimatschein, Collequien- und Mittellosigkeitszeugnis. Adolf Skrainka-Stiftung 11 für Hothschüler. m Anzahl der Plätze: 2 im Betrage von 200 c Kronen. |(| Alles übrige wie bei der Simon Skrainka-Stiftung. Holleschau, am 30. Mai 1922. Der Kultusvorsteher: Carl Beer. IMtBl J! iS Aeltsste Jüdische Bezug^quele für Tempel-Stickereien los. Schlesinger jüdische Verlags- und Sortiments-Buchhandlung Wien I., Seitenstettengasse 5. empfiehlt sich zur Ausführung aller Gattungen Tempelstickereien wie Vorhänge, Thoramäntelchen, Schulchandeoken, Traubaldachine HSII! vtc. in geschmackvoller, gediegener Ausiührung zu billigsten Preisen. Zeichnungen und Muster gratis und franko. Neu eröffnet! Hotel Nord H., Heinestraße Nr. 15 unmittelbarsteNähederNord-und Nordwestbahn, vollständig neu renoviert, mit allem Komfort eingerichtet, bürgerliche Preise. Werbet Abonnenten für unser Blatt! PUGO Strick- und Wirkwarenfabrik XIX., Nu&walögasse 27—29 Große Auswahl in Jachen, Jumpern, Kinder garnituren etc. Erstklassige Erzeugung goooewweeeeeaeBeflefteoeeßeaoeaflaflflfldiflaaig Fürsorgeverein für die jüdische, nicht vollfinnige Jugend. Wien, 3. Bez., Juchgasse 22. Aufruf! Welcher große Kummer bedrückt die Eltern, die sehen müssen, daß ihr Kind nicht hört, nicht den Mutterlaut ersaßt, nicht den Glanz -der Sonne erschaut,^Gehvr und Gesicht besitzt und doch rncht das Gehörte oder Gesehene'erfaßt. Und wie mächtig wird erst der Jammer, wenn das Kind drei,sinnig ist, weder spricht, noch hört» noch sieht. Der Gipfelpunkt menschlichen Elends ist erreicht, wenn das Kind Menschenantlitz trägt, aber bewegungs- und gefühlloser ist als die Pflanze, wenn es nur atmet und ißt und keine seelischen, keine geistigen Regungen offenbart. Solchen geschädigten Menschen Stütze und Hilfe zu sein, sie vom Elternhaus in fachkundige, liebevolle, zielbewußte Umgebung zu bringen, um sie zu bessern, aufzurichten und die vorhandenen Kräfte nutzbar zu machen, ist Aufgabe des „FürsorgeveremeS für die jüdische, nicht vollsinnige Jugend". Er will ein Heim diesen elenden, unglücklichen Kindern schaffen. Er will die jüdische Wohltätigkeit, das jüdische Herz auch für diese Aermsten entflammen, um vor allem den geistig Armen eine Stätte der Erziehung, des Unterrichtes und der Pflege zu errichten, um sie vor den Gefahren der Welt, denen sie nicht 'begegnen können, zu bewahren und sie zu glücklichen, zrt* friedenen Menschen zu machen. Die Menschen- und dKchflenKeibs beginne bei den Aermsten.' Der Vorstand des „Fürsorgevereines für die jüdische, nicht vollsinnige Jugend" bittet daher alle Eltern gesunder Kinder um Beistand und Hilfe. Selbst die kleinste Gabe ist willkommen! Rechtsanwalt Dr. Joses Mises, Obmann. Matthias Pellar, in Fa. Pellar & Kahan, Obmann-Stellvertreter. Guido Rendelstein, Kaufmann, Schrilftführer. S. Kurfürst, Kaufmann, Kassier. Direktor Dr. L. Krenberger, päd. Leiter. I ä

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