Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1902
- Issue
- Heft 44 (21.11.1902)
- Date
- 1902-11-21
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
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Seite 10 Die Wahrheit. Nr. 44. 40 Mitglieder hinzuweisen. Selbstredend heischen die Intentionen dieser Vereinigung, welche die Erfolge und ihre Errungenschaften in den Rahmen edlen Konzertwesens selbstlos stellen möchte, einen weiteren Anschluß und mit demselben eine immer höhere Ausgestaltung. Und dieser Grund erschließe in diesen Blättern, dem Organe so vieler Sangeskundiger, einen warmen Appel an alle Sangesgewandten und Sangesb ereilen, dem „Reuen Singverein" fördernd beitreten zu wollen. Jede Anmeldung von berufener Seite, bei dem artistischen Leiter sowohl (Getreidemarkt 14) als auch wahrend der alldiensttäglichen Chorübungen I., Spiegelgasse 15.. im Saale des »Englisch-französischen Club" ist willkommen geheißen und beflügelt die Bestrebungen und die Zwecke welche der „Neue Singverein' aus seine Flagge schrieb. Stoefiera« Eine Deputation bestehend aus dem Vorstand des Minjan-Vereines, Herrn Bernhard Schneider, und dem Obmann des Tem- Pelbau-Comites, Herrn Emanuel Edelhofer, unter Führung Sr. Ehrwürden Herr« Dr. Rosenmann Bezirks-Rabbiner in Floridsdorf, erschien bei dem Prokuristen des Bankhauses Rothschild, Herrn Emil Horner, um einen Beitrag für den Tempelbau in Stockerau anzusuchen. Aus Intervention deS Herrn Emil Horner spendete Herrn Baron Rothschild für den hiesigen Tempelbau 2000 Kronen. Durch diese hochherzige Spende wi d das Comite in der Lage sein, mit dem Baue in Bälde zu beginnen. gehobener Stimmnng verließ die Schuljugend in größter Ordnung dar Gotteshaus. Attofe«. Dem Obercantor. Herr S. Rosenbaum, der seit einem Jahre bei der hiesigen Cultusgemeiqde zu allgemeiner Zufriedenheit fungirt, wurde in Anbetracht seiner ausgezeichneten Leistungen an den letzten hohen Feiertagen über einstimmigen Beschluss der Gemeinde ein Ehrengeschenk von 200 Kronen zuerkannt. -Ä- “cl s eis für den schwer erkrankten Cantor sind noch nachfolgende Spenden von Collegen eingelangt: Blau - Kostei 1 K; Samek-Schüttenhofen 2 K; Teltsch-Wien 2 K; Goldenberg-Marienbad 2 K; Weiss-To bitschau 2 K; Friedl- Klosterneuburg 2 K. Hiezu bereits ausgewiesen 6 K, in Summa 17 Kronen. Weitere Spenden übernimmt die Redaction dieses Blattes. "ItPw Selchwaaren-Fabrik ml I.ßnnnlrl Hroppa«. Donnerstag, den 20. d. M., abends 8 Uhr findet im Festsaale des hiesigen jüdisch-litterarischen Vereines (Salzgaffe Nr. 45.) ein Bortrag des Herrn Dr. Freimann aus Holleschau über Theodor Herzl's „Altneuland" statt. Kohenems (Ein „Kiddusch-Hascliem“) Unser verehrter Rabbiner, Herr Dr. Tänzer, hat sich eine eigene und wohl die edelste und erfolgreichste Art zurechtgelegt, dem auch in unserem Lande empocwuchernden Unwesen christlich-socialer Bild ungsfeindlichkeit zu steuern. Er rief nämlich schon im vorigen Jahre einen „Bildungsklub" in's Leben, mit der Ausgabe, unentgeltliche populärwiffenschaftliche Vorträge zu halten, und Lberuahm die Haltung der Vorträge selbst. Ueberwiegend christliches Publikum besucht mit Eifer die lehreichen Vorträge. Herr Dr. Tänzer sprach im Vorjahre über: Bildung und Gesellschaft, Shakespeare, Hamlet, moderne Literatur, Voralberger Geschichte, Reichsgrasen v. Hohenembs u. s. w. Am 7. d. Mts. er öffnete Herr Dr. Tänzer in, Gasthose „Zur Post" die diesjährige Saison mit einer historisch sehr wertvollen, mehr als eiustündigen Vorlesung über „die ältere Geschichte des Ortes Hohenems", nebenbei bemerit der erste Versuch, die Geschichte unseres historisch so berühmte» Ortes darzustellen. Der donnernde Applaus, den der gelehrte Vortragende erntete, bestätigte, dass dieser Versuch, der Vieles bisher Unbekanntes bot, ein vollständig'gelungener war. Unter den zahlreichen Zuhörern bemerkten wir unseren thatkräftigen, verdienstvollen OrtLbürgermeister, Herrn August Reis, seine Brüder mit ihren Damen, die Herren Apotheker Schmid, Stationsvorstand Gorbach sammt Frau, mehrere Gemeinderäthe, Oberlehrer Federmann u. v. A. Herr Adolf Reis, Bruder unseres Bürgermeisters, dankte in sehr schmeichelhaften Worien dem Vortragenden namens der Versammlung und gab der Erwartung Ausdruck, dass Herr Dr. Tänzer seine Zusage weitere, Vorträge zu hallen, baldigst einlösen werde. Wie Herr Dr. Tänzer bekannt gab, bildete dieser Vortrag einen Theil der „Historischen Einleitung" zu den im nächsten Jahre erscheinenden Geschichtswerk „die Geschichte der Juden in Hohenems". Bemerkt sei noch, dass Politik und Religion statutengemäß aus dem „Bildungsklub" ausgeschlossen sind. Im engeren Kreise der Klubmitqlieder hielten die Herren Weil, Reif u. A. sehr beifällig aufgeuommene Vorträge. Es gibt kaum ein erhabeneres Bild als den Rabbiner in selbstlosester Weise als gefeierten Lehrer auch von Christen zu sehen. Von ähnlicher Tendenz geleitet hals Herr Dr. Tänzer hier euren Gabelsberger Stenographen Verein gründen und übernahm selbst die Abhaltung eines unentgeltlichen Kurses in wöchentlich einer Stunde für Fortgeschrittene in stenographischer Satzkürzung :c. Für den hiesige» Verschönerungsverein gab Herrr D. Tänzer jetzt eine Brochüre über „Hohenems und Umgebung" heraus. Dieses ideale Streben und Wirken unseres Rabbiners findet allenthalben feine gerechte Würdigung. L. W. Budapest Die lobenswerthe Institution des Jugendgottesdienstes für die Schüler der Mittel- und Bürgerschulen bewährt sich iminer mehr als heil- und nutzbringend für die religiöse Erziehung der schulbesuchenden Jugend. Die Schülerzahl nimmt von Jahr zu Jahr dermaßen zu, dass der Jugendgottesd enst in mehrere Tempel vertheilt werden muß. So waren wir auch vor einigen Tagen Augenzeugen bei der Eröffnung eines erhebenden Gottesdienstes, welcher im großen Prachtsaale der israel. Mädchen-Bürgerschule abgehalten wurde und an welchem circa 400 Schüler aus jenen Lehranstalten, an welchen der Religionsprofeffor Dr. Gonda den Religionsunterricht leitet, theilnahmen. Das Gelingen des schönen Gottesrienstes ist in erster Reihe dem rühmlichst bekannten Componisten und Chordirigenten der Pester isr. Religiönsgemeinde, Herrn Alfred Szegfi, zu verdanken, der in einigen Tagen einen Schülerchor organisirte und die Jugend im gesanglichen Theile vorbereitete. Herr ^Cantor Brust trug mit seiner herrlich klingenden Sttmme das Mincha- Gebet weihevoll vor, und nach der Thora-Borlesung, welche Herr H. Weiß mit gewohnter Präcision versah, hielt Herr Dr. Gonda die Weihrede, indem er in schwungvollen Worten die Wichtigkeit und Heiligkeit des Tempels und des Gottesdienstes den Zuhörern erklärte. In sichtlich Wie», XV., Herklotzgasse 17 empfiehlt alle Sorten Wurst- und Fleischwaaren in feinster Qualität- SpecialitSt in- und ausländischen Aufschnittt-Sorten, welche in eigen t hiezu ccnstruirlen Maschinen erzeugt werden. Einzige Wiener Selchwaaren-Fabrik ohne Detail-Y erkauisstellen. AELTESTE * 8i ->V2 Selchfleischwaren-Fabrik ->V2 U U .6° jg | XD. LÖWY | 8 1. Bez., Adlergasse Nr. 3 WIEN I. Bez., Franz Josefs-Qnal 8, jg 3g Prämiirt mit der <SjR grossen silbernen und der goldenen Medaille. J§( Empfiehlt alle Gattungen feine Wur8te, feinste Sorten 3g Rauchfleisch, Mastochsen-Zungen. 25 preis-courante; tiRATIS UN» FRANCO. 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