Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 10 (1936-1937)
- Issue
- Heft 604 (15.12.1936)
- Date
- 1936-12-15
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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V iS: , jis! ■■t; ' i i Seit« 6 Olt HIMMfi Nr. 601 — Wien. Dienstag, 15. Dezember 193$ Enderfolg des Zionismus klarer als jemals Ansprache Lord Cecils Im AnglO' Palestlnian Club London, 10. Dezember. (JTA.) Anläßlich der Einweihung des neuen Heims des Angio-Palestinian Club in der Great Windln! II Street hielt Viscount Ce eil of C lt e 1w o o d eine Ansprache, in der er seiner Zu vernicht auf den endgültigen Erfolg der zionistischen Bewegung Ausdruck gab. Am Ende des Weltkrieges, erklärte Lord Cecil. seien zwei konstruktive Ergebnisse hervorragend in Erscheinung getreten, mit denen Lord Balfour eng verknüpft war: der Völkerbund und die große Sache des Zionismus. Er stimme, eagte der Redner, den Prophezeiungen zu, nach denen der Weltfrieden mit der Wiedererstehung hebräischen Lebens verknüpft sein soll. Unter Hinweiß auf die Leistungen in Palästina erklärte Lord Cecil, er habe niemals an dem Enderfolg der beiden Bewegungen gezweifelt. Es habe Leute gegeben, die über den Völkerbund gelacht und erklärt hätten, er sei tot; niemand aber habe die Kühnheit besessen, zu behaupten, der Zionismus sei tot. Was diesen betrifft, so sei sein Enderfolg klarer als jemals. Er sei vollkommen gesichert, besitze eine hingebungsvolle Anhängerschaft und habe die ernste und bewunderungswürdige Sehnsucht des jüdischen Volkes in einer Weise erfüllt, daß seine Vernichtung, Beseitigung oder sein Mißerfolg undenkbar seien. „Gegner mögen euren Erfolg hindern und das Gedeihen der Bewegung mindern können, sie werden aber ihr Ziel nicht erreichen können, wenn ihr euren Idealen und euren nationalen Aspirationen treu bleibt.“ Nachdem Mrs. Blanche E. D u g d a 1 e den Klub zu seinen Fortschritten beglückwünscht hatte, erklärte Colonel Wedgw o o d, Palästina müsse für alle Zeit vor der Politik gerettet werden. Darum rate er. allen Bemühungen, in Palästina einen Legislative Council einzusetzen, entgegenzutreten. Palästina sei etwas Heiliges. „Von euch englischen Juden verlangen wir nicht, daß ihr hingeht, wohl aber, daß ihr hier den Geist Palästinas verbreitet.“ Professor Brodetsky beantragte ein Dankesvotum für Lord Cecil, in dem die Juden ebenso wie seinerzeit in Lord Balfour und heute noch in Mrs. Dugdalo einen hervorragenden Freund besäßen. Es sei bedeutsam, daß der Mann, mit dessen Namen die Bewegung für Frieden und Gerechtigkeit unter den Völkern in England am stärksten verknüpft sei, so fest an die Gerechtigkeit der jüdischen Sache in Palästina glaubt. Prozeß Frankfurter: Maßlose Hetze der deutschen Presse Die Presse Deutschlands, die immer noch den Prozeß in Chur als das Hauptereignis dieser Tage schildert, verhöhnt den Verteidiger Dr. C u r t i und greift maßlos den Psychiater Dr. J ö r g e r an. Dagegen wird der Staatsanwalt entgegen der bisherigen Praxis geschont, ja, es werden ihm sogar anerkennende Artikel gewidmet. In den Glossierungen der Presse spiegelt eich die große Enttäuschung wider, daß die „K o mp 1 o t t“-T heoric zusammengebrochen ist, die Schuld daran wird dem Psychiater zugeschrieben, der den Mord als die individuelle Tat des „verbummelten Studenten“ Frankfurter hinstellt und dadurch die ganze Konstruktion der „jüdischen W e 11 v e rs c h w ö r u n g“. der „internationalen Fäden“, der „Hintermänner“, auf die man in Deutschland so großen Wert legt, ins Wanken brachte. Nach dem Beispiel des „Angriff“ wird das Bombenattentat gegen die Züricher Synaggoge von allen Naziblättern als der „elendeste und plumpste Versuch der Juden, die Atmosphäre in Chur zu vergiften“ und als „ungeheure Skrupellosigkeit der jüdischen Rasse“ bezeichnet. Aber auch die übrige deutsche Presse nennt den Bombenanschlag einen „jüdischen Provokationsakt“. Sie tut das offenbar auf höhere Weisung. Den Rekord an Aufmachung hält der „Völkische Beobachter“, der auf der ersten Seite eine große Karikatur Frankfurters über der Leiche Gustloffs bringt. Valerie Bofinger, 17. VI. 1807, Wien, II., Vorgartenetraße 132; Margit Weiß, 5. IV. 1909, Wien, Brivatbennitm, XVIII., Wurzingcrgasse Nr. 2; Richard Weininger, 6. VIII. 1880, Wien, Manager, VI., Kasernengassc 24; Rosalia Fried, 10. X. 1909, Wieu, Privatboaintin, V., Seliönbrunnerstraße 111; Olga Krakauer, 12. III. 1912, Alt-Liclitemvartli Bez. Mistelbaeh, Verkäuferin, IX.. Glasergasse 21; Robert Weinberger, 13. III. 1920. Viislau. Ober-Realschüler, XXL, Schlcifgasisc 10; Fanni Malausck geh. Stark. 2. IX. 1893, Wien, II., Sohiittnustraße Nr. 139/24/2; Isabelka Pallasch geh. Griinlml, i 0. V. 1890, Wien. Sängerin, I., Rotenturmj straße 31; Harry Oster, 2. XL 1916, Wien, Student, II., Vorgartenstraßc 142/8; Frieda Klimont, 21. XI. 1905, Wien, Kontoristin, T„ Gölsdorfgasso 2/6; Emma Drexler, 29. IV. 1902, Wien, Amsterdam C, Vijzelstraat 66; Malvine Mössner, 20. X. 1894; Wien, Villach, Meerbothstraße 8; Lilly Zweig, 12. VIT. 1913, Wien, Graz, Ungargasse 16; Gertrude Meier geb. Deutsch, 11. Xlf. 1905, Wien, VIL, Neubaugusse 77: Margit Pezan geh. Schubert, 9. III. 1913, Wien, XVIII.. Lacknergasse 104; Armin Freund, 13. IV. 1907, Wien, XIII., IIernstorferst,raßo 13; Rudolf Pollak, 25. XII. 1912, Wien, XV., Märzstraße 9; Anna Unger, 5. IV. 1896, Ebonsce bei Gmunden, Hilfsaiboitcrin, Siebenliirten, Hauptplatz 39; Gerda Opper, 29. IX. 1907, Wien, IX., Grüne Torgasse 15; Blanka Maurer geb. Deutsch, 12. IX. 1895, Wien, XIIL, Hietzinger Quai 199: Olga Schaffer geb. Engel, 15. IV. 1899, Wien, III., Hauptstraße 147; JÜDISCHER SPORT mit der Hahoah in Tümitz, Drei Tage inklusive Fahrt, voller Pension, Skikurs, Trinkgeld usw, S 29,—, zehn Tage S 68,—, Abfahrt 24. Dezember, Anmeldungen S, C, Hahoah, I., Wiesingerstraße 11, täglich von 20 bis 21 Uhr, Die Gaumeisterschaften Im Schwimmen Während in früheren Jahren meist die Damen die Siege der Hakoak bei den Wiener Meisterschaften errangen, waren es diesmal die Knaben und Mädchen, die die blau-weiße Farbe erfolgreich vertreten konnten. Am ersten Tage der Meisterschaften konnte der Jugendmeister Kulka seinen Gmundner Sieg wiederholen und mit 1:6.9 die Gaumeisterschaften für Jünglinge gewinnen. Im Rückenschwimmen für Mädchen siegte Renate Kreindler in 1 :32.8, doch konnte Susi Ehrenreich in der Damenjugendklasse diese Zeit mit 1:31.5 noch unterbieten, ohne jedoch den Meistertitel zu erringen, da sie die österreichische Staatszugehörigkeit nicht besitzt. Im Rückenschwimmen vermochte Strauß noch einen zweiten Platz zu besetzen. Im Brustschwimmen belegten Elbogen und Selinko in 3.04 und 3.07,4 den zweiten und dritten Platz hinter dem österreichischen Meister Plaohetta (Austria). Der erst 13jährige Hermelin wurde über 100 Meter Kraul für Knaben Zweiter, Lizzi Levai über dieselbe Strecke Dritte der Damenjugend. Feingold wurde über 400 Meter Kraul für Jünglinge sicher Zweiter. Bei den Senioren starteten lediglich Wien und Klug für die Hakoah und wurden im Kraul- und Rückenschwimmen Vierter. Auch der zweite Tag sah die Hakoah nur mit Jugendschwimmern am Start. Bei den Jungmannen placierten sich Goldschmidt über 100 Meter Rücken und Feingold über 100 Meter Crawl in 1:21, beziehungsweise 1:08 auf den zweiten Platz. Benkö wurde im Knabenbrustrsehwimmen Dritter in 1:33.7, Lustig belegte bei den Mädchen den vierten Platz. Sehr gute Zeiten wurden bei den 100 Meter Crawl für Mädchen und Jungmädchen erzielt. Im Rennen der ersteren besetzte Hanni Deutsch in 1:19.4 den zweiten Platz, während in der niederen Klasse Strauß in 1:27 Dritte wurde. Barney Ross bleibt Weltmeister Im Madison Square Garden in New York verteidigte der bekannte jüdische Boxer Barney Ross erfolgreich seinen Weltmeistertitel. Er schlug in einem 15-Rundenkampf den Italiener Jannazzo sicher nach Punkten. Rodmann Yates an dritter Stelle In Chikago Das Sechs-Tage-Rennen von Chikago sah das jüdische Paar Rodmann—Yates mit 745 Punkten, mit zwei Runden, hinter dem weltberühmten Paar Kilian—Vopel an dritter Stelle. King Levinsky wieder im Ring King Levinsky, noch immer eine große Zugnummer im amerikanischen Boxsport, wird kommende Woche mit dem Finnländer Bärhtml zwischen die Seile treten, Im Falle eines Sieges hat er mit dem Manager von Joe Luis einen Kampf gegen den braunen Bomber ab- Eine polnische Rangliste Die jüdischen Leichtathleten sind in dieser Saison mit zum Teil recht guten Leistungen hervorgetreten. Insbesondere in den technischen Disziplinen sind die Makkabi-Sportler weit über dem Durchschnitt. Flintenstein (Lemberg) erreichte im Weitsprung 6.66 Meter, während Fischmann — ein sehr talentierter Mehrkämpfer — in der heurigen Saison im Hochsprung 1.69 Meter bezwang, den Diskus 39 Meter warf und im Kugelstoßen die 13-Meter-Marke mehrmals erreichte. Rückkehr des Tel-Aviver Makkabi Die Makkabi-Fußballmannschaft ist von ihrer erfolgreichen Amerikareise zurückgekehrt und wurde im Hafen von Haifa von einer begeisterten Menge begrüßt. Koloneil Kisch gab der Mannschaft zu Ehren einen Empfang und beglückwünschte sie zu ihren Erfolgen. In Tel-Aviv wurde die Mannschaft im Rathaue empfangen und überreichte den Ratsherren eine vom New Yorker Bürgermeister La Guardia geschenkte Fahne sowie eine Fahne des Hafens von New York für den Hafen Tel Aviv. | Austritte aus dem Judentum | Lisa Stein geb. Wittels, 6. XII. 1894, Wien, | XVII., Hern. Hauptstr. 221; Emma Krum geb. Nowak, 20. V. 1898, Wien, XVI., Neulerehen- I felderstraße 84; Johann August Krum, 9. VII.; 1901, Wien, XVI., Neulerchen felderstraße 84; i Hans Schiller, 25. III. 1910, Wien, XII., Iiatschkygasse 11/19; Friedrich Brunner, 22. IX. 1890, Wien, Konzertmeister, IX., Roßauerlände Nr. 33; Paula Brunner geb. Bäck, 10. XII. 1898, Wien, IX., Roßauerlände 33; Adolf Neuer, 2. IX. 1921, Wien, Mittelschüler, XX., Nordbahnstraße 2/15; Daisy Guth, 10. XII. 1921, Wien, IV., Wiedner Hauptstraße 23; Edith Politzer, 16. V. 1912, Mähr.-Ostrau, ÖSK, 1., Schubertring 10/9; Rudolf Wladika, 4. II. 1890, Wien, Bandagist, IX., Brünnlbadgasse 15; Herta Stöckler geb. Halpern, 7. XI. 1906, Wien, XIII., Hietzinger Hauptstraße 113; Anna Stiller geb. Urbach, 7. VI. 1904, Wien, IX., Sensengasse 7; Edith Wei9z, 12. VIII. 1909, Wien, XX., Meldemannstraße 19/10; Kurt Franklin, 1. II. 1910, Wien. Privatbeamter, II., Heinestraße 1/15; Gertrud Fanto, 1. V. 1912, Wien, XVIIL, Gersthoferstraßc 11; Franziska Steuer, 15.. V. 1902, Wien, XV., Vogel weidplatz 12; FILME KINOPROGRAMME Vom 15. bis 17. Dezember Uraufführung Laughton in „Reinbrandt“ Ein Alexander-Korda-Film Beginn: ®/44, l/tG. 7,8, */s10 Uhr. I., Opernring 19 KREUZ.KINO Tel B 20-3-99 * ** * « f W U Tel. R M-«-i Uraufführung Boris Karloff in L, Wollzeile 34 Tel R 21-0-65 ELITE-KINO Uraufführung Robert Taylor, Loretta Young in „EHE OHNE HOCHZEIT“ (private number) Beginn: 3, 5, 7, 9 Uhr. IMPERIAL-KINO I., Rotenturmstraße 19 Telephon : U 22-1-12 Uraufführung Laughton in „Rembrandt“ Ein Alexander-Korda-Film Beginn : 7*4. 7*6. 7,8, V410 Uhr ROTENTURH Uraufführung Franchot Tone in „GEFÄHRLICHE LIEBE" Beginn: 4. 7*6. ‘ a8. l/,10 Uhr KRYSTALL-KINO i.. Prater, »traöe des i Ma< dr. 40 Telephon R 48-2-75 Uraufführung für den Prater Jean Arthur, Herbert Marshall in „Wenn du nur kochen könntest" Woehentags: 5,7, 9 Uhr. Sonn-u. Feiertage: %4, ‘/,6, %8, 'MOUhr LEOPOLDSTÄDTER¬ VOLKSKINO Telephon R 49-0-23 Wochentags: */,0, 7*8, 7*10 Uhr Bonn tags and Feiertaget sb 7*4 Uhr „DER (MHDEMIDE TOD“ Beginn: 4, °/*6, 7*8, 7*10 Uhr KINO KERN im Prater Dir. Kern & Perlmann - Telephon II 40-0-49 Erstu. Alleinaufführung für Prater u. Leopoldstadt Franchot Tone, Madge Evans, Joseph Calleia in „DER LETZTE GANGSTER“ Wochentsgs: 5, 7, 9 Uhr. Sonntags: 2, V»4, 7,6, 7,8, '/«10 Uhr KINO TEGETTHOFF im Planetarium am Praterstern Tel. R 41 -0-26 Erstu. Alleinaufführung für Prater u. Leopoldstadt Kay Francis In: „GEHETZT“ Wochentags: ö, 7, () Uhr. Sonntagss 2, 7,4, 7,(1, 7t8, 7*10 Uhr SCHAFFER-KINO VTefephoni,IBr20-20337 Carole Lombard, William Powell In „Sie und derKunmerdiener“ Beginn: 7*4, 7*6, 7*8, 7*10 Uhr fTAEfl.lTINfl VI**’ Mariahilferstraße 120 4I MfM " Ainu Telephon B 33-0-68 Uraufführung Boris Karloff in „Der wandernde Tod“ Beginn: 7*4. V*ö, 710. U10 Uhi Uotlopork-Klno ^TeB'oQ08^ 18-3ß96 Uraufführung Charles Em—^ ^lal d Laughton in 9y KQVilDrallCIl Bin Alexander-Korda-Film Beginnt 7*4, VA VA 9" Ubr Filme ohne Arier-Paragraph Romeo und Julia. Der König der Frauen. — Show-Boat. — Erbfeind der Menschheit. — Fräulein Liili. — Küß nicht im Kino. — Taraß-Bulba. — Der Kampf um die Barbee- Farm. — Silhouetten. — Die Matrosen kommen. — Der letzte Gangster. — China-Gold. — Die Wunderbar. — Wir drei. — Wie es euch gefällt. — Mein Leben gehört dir. — Meuterei auf der Bounty. — Ein schwerer Junge. — Die Wüstenlegion. — Wenn du nur kochen könntest. — Blutiges Geld. — Eifersucht. —■ Sie und der Kammerdiener. — Der letzte Mohikaner. — Gehetzt. — Karriere. — Revolver oder Roulette. — Hasard. — Der Dickschädel. — Rembrandt. .— Herr Sherlok und Frau Holmes. — Der wandernde Tod. —- Ehe ohne Hochzeit. — Gefährliche Liehe. Man liebt nur einmal! Viele Dichter und Gelehrte haben die Behauptung aufgestellt, der Mensch könne sieh nur einmal im Leben in wirklich vollkommener Weise verliehen. Alles Spätere sei nur ein Abklatsch dieses ersten großen Erlebnisses. Diese große Liebe schildert der neue 20th-Century-Fox-FU;m „Da* Dreieck“ mit Warner Baxter und Myma Loy in den Hauptrollen. Diese Geschichte einer modernen amerikanischen Ehe, wird aim 18. Dezember im Burg-, Imperial-, Staifa- und Vobivpark-Kino uraufgefiihrt. Vorweihnachten mit Stan Laurel & Oliver Hardy. Am 17. d. M. bringt die Metro-Gold^ wyn-Maycr ihr neues musikalisches Groß- Lußtsniel mit den beiden Komikern „Lustig ist das Zigeunerleben“ im Elite-, Opern- und Scholtenring-K'ino zur Uraufführung. Der Film wurde von der Zensur für Jugendliche zuge- 1-assen. Neben Stan Laurel & Oliver Hardy und viel Musik bringt der. Film in weiteren Rollen Mae Busch, Jacqueline Welte und die bezaubernde Daria Hood. Die Venus von Milo, Reichsgräfin Triangi und die Marx Brothers. Professor Eisenbart hat festgestellt, daß, obwohl die Schönheitsideale der Mensehen sich im Laufe der Jahrtausende gewandelt haben, die Venus von Milo, Reichsgräfin Triangi und die Marx Brothers dem Schönheitsideal am nächsten kommen. Das Wiener Publikum wird noch vor Weihnachten Gelegenheit haben, sich hinsichtlich der Marx Brothers von der Richtigkeit dieser Ansicht zu überzeugen, da das erste große Lustspiel der Künstler unter dem Titel „Skandal in der Oper“ bereite am 18. d. M. im Schweden-Kino erscheint . Der Untergang von San Franzlsko“ Am 18. April 1906 vernichtete ein katastrophales Erdbeben die Weltstadt San Franzlsko. Es war dies die gewaltigste Erdbebenkatastrophe während der letzten 100 Jahre Dieses Erdbeen bildet den Höhepunkt des neuen Kolossalfilms der Motro-Golclwyn-Mayer „San Franzisko“, welcher in Wien als Weihnachtßp miniere ersehe«nt. Die Hauptrolle, den brutalen Besitzer eines übel-berüchtigten Nachtlokals und einer Spielhölle, verkörpert Clark Gable. Bezugsbedingungen: Monatlich S 1.50, vierteljährlich S 4.20, ganzjährig S 16.—. Für das Ausland: Deutschland vierteljährlich RM 3.—, Tschechoslowakei vierteljährlich Kö 24.--, Jugoslawien vierteljährlich Dinar 40.—, Polen vierteljährlich Zloty 6.50, Ungarn vierteljährlich Pengö 4.20, Rumänien vierteljährlich Lei 120.-—, übriges Ausland vierteljährlich Schweizer Franken 4.50. Postscheck Konti: Österreich Nummer D 113.546, Polen Nr. 191.190, Tschechoslowakei Nr. 500.230, Jugoslawien Nr. 40.879. Redaktion und Administration: Wien, I., Marc- Aurel-Straße 5. Tel.: U 22-3-91. Redaktions- Schluß Montag und Mittwoch vormittags. Eigentümer, Verleger und Herausgeber: Zionistischer Landesverband für Österreich. Wien, I., Marc-Aurel-Straße 5. — Verantwortliober Redakteur: Alfred Oswald Rosegg, Wien, L, Maro-Aurel-Straße ß. — Druck: vernay A. G.j Wien, IX., Oanisiusgauo 8—10,