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Die Stimme · 1936-09-16 · Heft 581 (16.9.1936) · page 20

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Journal
Die Stimme
Volume
9 (1935-1936)
Issue
Heft 581 (16.9.1936)
Date
1936-09-16
Page
– (sequence 20)
Language
German
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Seite 20 DIC STIMM! Nr. 681 Wien, Mittwoch, 16 September 1936 Anläßlich RU»Cll-nA^t.nA^I All wünschen allen Freunden, Verwandten, Bekannten und Kunden zum NEUEN JAHRE na» rwrm hitd nnn Buchdruckerei APPEL & Co., IX., llechtensteinstraß* 21. LEOPOLD und REGINA GLASER, XXL, Hermann-Bahr-Straße 6, Familie ERICH JELLINEK, X., Laxenburgerstraße 34. Familie Med.-Rat Dr. Benno SCHALLINGER III., Hauptstraße 144. Prof. Dr. ALBERT BATSCHA und Frau, III., Barichgasse 5 a. Prof. Dr. PH. GOLDBERGER, VI., Mariahilferstraße 47. Familie Rabbiner Prof. Dr. M. LEWIN, entbietet "Bmx, Papierhandlung LEON SCHLÄNGEL, 1., Fleischmarkt 17. JOSEF EHRENFREUND und Sohn, XX., Gaußplatz 7. Dr. ALFRED GROSNER und Frau VIII., Albertgasse 54. ISIDOR LEBENSOHN XVIII., Währingergürtel 97. Dipl.-Kfm. MAX SCHREIER und Frau, IX., Wasagasse 21. Ing. BERTHOLD LICHTEN WEIN und Dr. HENRIETTE LICHTENSTEIN, IV., Lambrechtgasse 9, JUDA FECHTER, II., Große Mohrengasse 3 b. Dr. JOSEF GRUNBERGER und Frau VIII., Josefstädterstraße 81/83. Caf6 Schwenderhof, JULIUS SCHICK, XV., Mariahilferstraße 189. MORITZ FICHMANN, IX., Pramergasse 21/10. STELLA und NORBERT HOCHSTIM IV., Mühlgasse 9. FRITZ MÜLLER IV., Argentinierstraße 62. MAURICE SEGAL und Frau, III., Petrusgasse 9. ELIAS FRIEDLKNDER und Frau, Klagenfurt, Gabelsbergerstraße, ALFRED JELINEK, Tapezierer, XIII., Penzingerstraße 145. ERWIN ROTTER und Familie, XV., Johnstraße 52, Familie TORCZYNER, II., Gredlerstraße 2. JÜDISCHER SPORT 5696: Crfolge ü&uall Das vergangene Jahr hat dem Sport in Österreich in allen Disziplinen zahlreiche Erfolge gebracht. Im Schwimmen, in der Leichtathletik, bei den Ringern und Boxern, überall haben die Vertreter der blauweißen Farben ehrenvoll abgeschnitben, sie haben diie Erfolge der letzten Jahre nicht nur wiederholen können, sie haben auch auf Gebieten, in denen der Makkabi-Sport noch nicht festen Fuß gefaßt hatte, neue Siege errungen. Gleichzeitig wurde aber auch daran gearbeitet, neue Kräfte zu gewinnen, die auch für die Zukunft die Erfolge der jüdischen Sportler sicherstellen. Die neuen Leute sind heute noch unbekannt, sind sie doch zum großen Teil Burschen und Mädels, die noch in die Schule gehen; die Tatsache aber, daß im letzten Jahr und gerade in den letzten Wochen und Monaten in allen Sektionen ein Zustrom der jüdischen Jugend eingesetzt hat, ist mindestens ebenso erfreulich, wie die Spitzenleistungen einzelner jüdischer Sportler. Es ist das Ideal jedes Sportvereines, Klasseleute und guten Nachwuchs zu gleicher Zeit zu haben. Diesem Ideal streben auch die jüdischen Vereine Österreichs zu und gegenwärtig scheint ihm der Schwimmklub Hakoah am nächsten zu sein. Nach dem großen Erfolg, den ihm die Jugendmeisterschaften brachten, — er gewann die Damenmeisterschaft und wurde in der Herrenmeisterschaft knapp Zweiter — konnten sich die Hakoahnerinnen vier von sechs ausgeschriebenen Staatsmeisterschaften holen. Leider wurden die drei besten Schwimmerinnen wegen ihrer Stellungnahme zum Start, in Berlin gesperrt,, aber schon sprangen andere in die Bresche und holten sich' die Meisterschaften im Stromschwimmen. Die Wasserballmannschaft gewann heuer sowohl das Sommerrundspiel als auch , das Turnier um den Preis des österreichischen SebwimmverbaJides. Gegenwärtig verfügt der Schwimmklub nicht nur über die ’ besten Schwimmerinnen Österreichs, er besitzt in seinen Reihen auch eine nicht geringe Anzahl von Knaben und Mädchen, die schon jetzt zu den größten Hoffnungen für die Zukunft berechtigen. Auch bei den Leichtathleten ist in letzter Zeit ein Zustrom von jungen Leuten zu verzeichnen gewesen. Dieser Sportzweig erfordert aber jahrelanges Training, ehe zählbare Erfolge zu sehen sind. Deshalb ist es nicht zu verwundern, wenn — mit einer Ausnahme — noch immer die alten Namen auf den Siegerlisten aufscheinen. Leider fehlen der Leichtathletik-Sektion noch Werfer und Springer; hoffentlich eignen sich aber einige der jungen Athleten für diese Disziplinen, dann werden auch die Klubkämpfe bessere Resultate erbringen als bisher. Die Ho ckey man ns oha ft'der Hakoah hat sich im heurigen Jahr bis in das Cupfinale durchgekärapft und gegen Währing zweimal unentschieden gespielt. Das noch ausstehende dritte Spiel wird in den nächsten Wochen die Entscheidung bringen. Auch im der Staatsmeisterechaft liegt die Hakoah hervorragend und hat grota dieeen Bewerb zu gewinnen. Die Damenmannschaft hat wohl keine so großen Erfolge zu verzeichjüdischen nen> doch spielt auch sie eine gute Rolle in der ersten Klasse. Im Handball spielt die Hakoah in der zweiten Klasse. Sie konnte ihr erstes Spiel im Herbst gewinnen und unterlag in der Meisterschaft gegen einen sehr spielstarken Gegner nur knapp. Die Sektion hat einen neuen Trainer verpflichtet, dessen Namen allein genügte, ihre Mitgliederzahl fast zu verdoppeln. Hoffentlich stellen sich jetzt auch die Erfolge ein! Staatsmeister von Österreich wurden im Vorjahr die Tischtennisspieler der Hakoah. Die Chancen, diesen Bewerb auch in diesem Jahre zu gewinnen, sind gegen 1935 eher noch gestiegen, da die nichtjüdischen Spitzenspieler sich auf mehrere Vereine aufgeteilt haben. Einen neuen Aufschwung hat die Touristik- und Skisektion durch den Bau der Hakoah-Hütte auf dem Semmering gewonnen. Auch rein sportlich sind schöne Erfolge zu verzeichnen gewesen. Bei der Winter- Makkabiah konnte der Hakoahner Ali Schapira vier Siege erringen und auch die Damenkonkurrenzen wurden von Österreicherinnen gewonnen. Dieser Sektion mangelt es aber auch heute noch an einer genügend großen Mitgliederzahl. Der Grund mag darin suchen sein, daß bisher nur wenig jüdische Wintersportler den Weg zur Hakoah gefunden haben. Es sind Verhandlungen im Gange, im heurigen Winter großangelegte Ski- und Rodelmeisterschaften des Makkabikreises Österreich zu veranstalten, um neue Freunde zu werben. Die jüdischen Schwerathleten sind KINOPROGRAMME Vom 15. bis 21. September. KREUZ-KINO tffSSS urauffOhrunq Llonel Barrymore in Ein Schrei in der Nacht" ff1 Ab 17. Sept.: Robert Montgomery in The Mystery of Nr. X (Ein Unbekannter mordet) Beginn: 4, %6. ‘/a8. ‘'«10 Uhr ELITE-KINO 1„ Wollzeile 34 Tel. R 21-0-65 Uraufführung Carole Lombard, Fred Mac Murray in „EujcusUabine 50 B## Ab 17. Sept.: William Powell, Louise Rainer in ..Der König der Frauen“ Beginn: Wochentags 72ö. ‘/aö, ValO Uhi Samstag, Sonn- und Feiertage ab Vt4 Uhr IMPERIAL-KINO Rotenturm8traße 19 Telephon : U 22-1-12 Uraufführung Gary Cooper, George Bancroft in Mr. Deeds geht in die Stadt" Ab 18. Sept.: Shlrley Temple in ..Der kleine Rebell“ : 7*4, 7*6. 7*8, 7*10 Uhr KINO KERN im Prater Dir. Kern & Perlmann - Telephon K 40-0-49 Erstu. Ailelnauffiihrung für Prater u. Leopoldstadt Warner Baxter, Gloria Stuart in „Die Insel der Haifische“ Ab 18.Sept.: Freddie Bartholomew.ViotorMaoLaglen m „Chicago Gangster“ 6.7, U Uhr Sonntags i 2, V44, */,«. ‘/»8, V410 Uhi KINO TEGETTHOFF im Planetarium am Praterstern Tel. R 41-0-2P Erst- und Ailelnauffiihrung. für Prater und Leopoldstadt 16. u. 17. Sept.: Joan Crawford, Clark Gable in „Die tanzende Venus“ Ab 18. Sept.: Fred Mac Murray in „Menschen ohne Namen" (Kampf gegen die Unterwelt) Wochentags: 6. 7, 0 Uhr. Sonntags: 2, */44, VA 7,8. V410 Oh. SCHAFFER-KIM) VL, Mariabilferstraße 37 phon B 20-203 Ab 18. September Robert Montgomery, Myrna Loy in ,Der Schürzenjäger" Beginn: #/*4, 7,6, V*b, VU Uhr ff* STAFA-KIHO VH„ Mariabilferstraße 121 Telephon B 83-0-68 URAUFFÜHRUNG Gary Cooper, George Bancroft in „Mr. Deeds geht in die Stadt" Ab 18. Sept.: Shlrley Temple in „Der kleine Rebell“ Beginn; */a4, v*6, t, 9 Uhr Votlupork-Klno ^eSphon^A^SSSe1 URAUFFÜHRUNG Gary Cooper, George Bancroft in „Mr. Deeds geht in die Stadt" Ab 18. Sept.: Shlrley Temple in „Der kleine Rebell" Beginn: */a4. */sö. l/afc. KRYSTALL-KINO Pritsr, StraBs aas t Mai Nr. 40 Telephon R 48-2-75 Uraufführung für den Prater 15. u. 16. sept.: „Der lange Schatten" Ab 18. elept.: Amateur Gentleman Douglas Falrbanks Ir. AochenUg«; o, i, 8 Uhr, Sannu. Feiertage: */,4, ‘/,e, v4s, */«10 Ulu LEOPOLDSTÄDTER¬ VOLKSKINO lÄ**?1* Telephon R 49-0-23 Wochentags: V»0, 7*8» 7*10 Uhr Sonntags und Feiertage ab 7»4 JJbr Bezugsbedingungen: Monatlich S 1.50, vierteljährlich S 4.20, ganzjährig S 16.—. Für das Ausland: Deutschland vierteljährlich RM 3.—, Tschechoslowakei vierteljährlich Kö 24.—, Jugoslawien vierteljährlich Dinar 40.—, Polen vierteljährlich Zloty 6.50, Ungarn vierteljährlich Pengö 4.20, Rumänien vierteljährlich Lei 120.--, übriges Ausland vierteljährlich Schweizer Franken 4.50. Postscheck Konti: Österreich Nummer D 113.546, Polen Nr. 191.190, Tschechoslowakei Nr. 500.230, Jugoslawien Nr. 40.879. Redaktion und Administration: Wien, I., Marc- Aurel-Straße 5. Tel.: U 22-3-91. Redaktionsschluß Montag und Mittwoch vormittags. Eigentümer, Verleger und Herausgeber: Zio nistischer Landesverband für Österreich. Wien. I., Marc-Aurel-Straße 5. — Verantwortlicher Redakteur: Alfred Oswald Rosegg. Wien, zum Teil bei der Hakoah, deren Ringer durch Jahre hindurch die Mannschaftsmeisterschaften von Österreich gewinnen konnten, zum Teil im Turn- und Sportverein Makkabi, der das Zentrum der jüdischen Boxer ist. Die Ringer haben vor einigen Wochen ein neues Heim in der Währingerstraße eröffnet und durch eine große Werbeaktion neue Mitglieder, vor allem Jugendliche, gewonnen. Das neue Jahr wird die jüdischen Sportler in Österreich auf dem Posten finden, bereit, neuerlich für den Makkabi zu kämpfen. In Wien allein sind es über dreitausend junge jüdische Menschen, die in der Hakoah die blauweißen Farben vertreten. Dreitausend! Eine große Zahl, und doch klein im Verhältnis zur Anzahl junger Juden in unserer Stadt. Alle, die noch abseits stehen, alle, die aus dem einen oder anderen Grunde noch nicht Sport betreiben oder Mitglieder nichtjüdischer Vereine sind, müssen begreifen, daß ihr Platz in den Reihen des größten All-Round-Clubs Österreichs ist: In den Reihen der Hakoah! Neuerliche Glanzleistung Blödys Der W. A. C. veranstaltete anläßlich seines 40jährigen Bestandes auf seinem Platz ein i nternational beschicktes Meeting, bei dem die Hakoah-Leichtathleten schöne Erfolge erzielen konnten. Den Höhepunkt der Veranstaltung bildete das Laufen über 5000 Meter; es war das Rennen eines Mannes: der Hakoahner Arpad Blödy ging vom Start weg in schärfstem Tempo los, legte die ersten 800 Meter in 2:13 Minuten zurück, durchlief die 2000 Meter in 6:02 und beendigte das Rennen in der ganz hervorragenden Zeit von 15:23.4 Minuten, nur knapp über dem österreichischen Rekord. Trotzdem er die ganze Woche auf der Reise gewesen war, konnte ei* seine, anläßlich der Makkabi-Meisterschaften in Berlin erzielte Bestleistung ganz gewaltig verbessern. Auch in den anderen Konkurrenzen hielten, sich die Hakoahner ausgezeichnet. Präger placierte sich im Laufen über 100 Meter in 11 :1 Sekunden an vierter Stelle; er war der zweitbeste Österreicher und wurde von Beiger (W. A C.) nur um Handbreite geschlagen. Der Mittelstreckler Kaiser endete im 1000-Meter-Lauf auf dem dritten Platz. Er durchlief die Strecke iu 2 :35.8 Minuten, der besten Zeit, die er je erreicht hatte. Die Schweden-Staffel der Hakoah wurde von den ungarischen Läufern nur knapp geschlagen und placierte sich als beste Österreicher an zweiter Stelle. Alle Hakoahner waren in blendender Verfassung und hätten diesen Bewerb gewinnen können, wenn der erste Mann nicht von seinen Gegnern in Entfaltung seiner vollen Geschwindigkeit behindert worden wäre. In den Damenbewerben trat von der Hakoah nur Gerda G o 111 i e b an. Sie gewann den Hochsprung mit der ausgezeichneten Leistung von 1.50 Meter und riß die Latte bei 1.53 nur knapp, so daß ihr diesmal der österreichische Rekord noch versagt blieb. In der 4X100-Meter-Darnen-Staffol kam die Hakoah auf den dritten Platz. In den Jugendbowerben konnte die Hakoah mit H e i 1 p e r n über 100 Meter (12.1 Sekunden) den zweiten Platz belegen. König n und Feuer wurden Zweiter und Dritter über 800 Motor in 2:08.4 Minuten. Fred Schwarz endete in diesem Rennen auf dem fünften Platz. Bei _ der Damenjugend lief Wertheimer Sekunde) 100 Meter in 13:7 f den und wurdo Vierte. Vago siegt in Palästina Anläßlich der palästinensischen Sohwimmmeisterschaften stellte Paul Vago, der erst vor wenigen Wochon nach Erez Israel ausgewandert war, über 400 Meter einen neuen palästinensischen Rekord mit der Leistung von 5:34.2 Minuten auf. Diese Zeit ist etwas schlechter als seine in Wien erzielte Bestleistung, genügte aber trotzdem, um seine GeguDuanioui. auiuu vonewu nuoc^. vriuu, i iciouuug, guiiuguu uiuu^iuuuj, luu öüUJ Maro-Aurel-Straße 5. — Druck: Vernay, A» ß., ner siche« abzufertigen und Meistei yop, SYien, IX., Canisiuegasse .8—10, I ßalästiaa m werden.

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