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Die Stimme · 1936-02-28 · Heft 527 (28.2.1936) · page 7

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Journal
Die Stimme
Volume
9 (1935-1936)
Issue
Heft 527 (28.2.1936)
Date
1936-02-28
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Na 627 ~ 28. Februar 1936 DIE STIMME Seit# 7 'tfei'Stifi'Mtidsh Vahes f^WÄRNEft BRÖIÄ -1 SCHWEDEN KINO Jüdische Künstlerspiele II., Praterstraße 34. Telephon R 45-4-94. Das lustigste Stück der Saison ist die Novität der Jüdischen Künstlerspiele: „Liebe zu verkaufen“, das einen gewaltigen Erfolg errungen hat. Sevilla Pastor spielt wieder in einer Hosenrolle und hat alle Lacher auf ihrer Seite. Die Novität geht Freitag, den 28., Samstag, den 29. Februar, und Sonntag, den 1. März in Szene. Auf allgenieinen Wunsch wird Sonntag, den 1. März, nachmittags und %4 Uhr, bei ermäßigten Preisen der Saisonschlager: „Tanzt Jiidelach, tanzt“ mit Sevilla Pastor in der Hauptrolle aufgeführt. Das weitere Programm lautet: Montag, den 2. März: „Unser Rebbcniu“; Dienstag, den 3. März: „Masitow“; Mittwoch, den 4. März: Sondervorstellung: „Pojazzenliebe“; Donnerstag, den 5. März: „Duwidl“. Mittwoch, den 4. März, geht zum erstenmal in dieser Saison „Pojazzenliebe“ mit Sevilla Pastor und Simon Fostel in Szene. Weiters wirken mit die Meloparodieten, Hilde Dultzkaja und Mundi Hausknecht. Konzert Wanda Zachra-Stadler In einem „Sonaten unserer Zeit“ betitelten Klavierabend im Kleinen Konzerthaussaal, hatte es Frau Zachra-Stadler weder sich noch ihren Zuhörern durch die Wahl des Programms leicht gemacht. Sie spielte drei Sonaten zeitfenössischer Komponisten, darunter sogar zwei rstaufführungen von Wilhelm Groszmund Jaromir Weinberger. Sie begann mit der Sonate von Grosz, einem technisch ungemein schwierigen Werk, in dem melodische Einfälle, die nicht ganz den Reiz der Neuheit besitzen, mit gewollt atonalen Teilen alternierten. Wesentlich erfreulicher wirkte eine Sonate des großen Könners Hans Gäl. Ein ma.rschartiger Teil im Geiste der modernen russischen Meister sowie die epische _ Breite. des dritten Satzes brachte der Pianistin einen schönen Erfolg, der eich bei der wirklich inspirierten Sonate des Schwanda-Komponisten Weinberger noch steigerte. Frau Zachra-StadleT besitzt eine ansehnliche Fingertechnik, die namentlich im Piano gut klingt und wußte die Zuhörer auch durch ihr mätzchenfreies, natürliches Spiel zu gewinnen. Es gab viel Blumen und Beifall. Ernst Winkler. Palästina-Reisen Ab 1. April stark reduzierte Preise z^Ostern,Hesse und zu Pfingsten TRIEST-HAIFA-TRIEST, Touristen-Kl. ca. S 250.- „ , „ I-Kl.. S590, Palesiine ft Orient-Lloyd Gen.-Vertr. Nord« RelsebUro (Reisoleitung j N. M. Racker), Wien, I., Graben 10. Tel. 24-2-31 Silberne Hochzeit. Kürzlich feierten Herr Rudolf und Frau Gisela Böhmor die silberne Hochzeit, die zu zahlreichen Ehrungen des Ehepaares Anlaß bot. Herr Böhmer ist Vizepräsident der „Hakoah“ und hat sich u. a. um die Errichtung der Hakoah-Hiitte auf dem Semmering besondere Vordienste erworben. Zahlreiche Freunde des Hauses überbrachten dem Ehepaar Böhmer, das sich allgemeiner Wertschätzung erfreut, ihre Glückwünsche, darunter der Präsident dor jüdischen Gemeinde Staatsrat Dr. Friedmann, der Präsident des Zionistischen Landesverbandes Dr. Grünbaum und der Präsidont der Hakoah Glücksmann, dor Herrn Böhmer namens der Hakoah eine silberne Plaketto überreichte. „Das Land der Verheißung" Vielfachen Wünschen des Publikums entsprechend, findet d’ie nächste Aufführung des großen Palästina-Tonühns dor Fox: „Das Land der Verheißung“, wieder im Imperial-Kino, I., Rotenturmstraße, am nächsten Sonntag, den 1. März, vormittags 11 Uhr, statt. Im Beiprogramm wird die hochinteressante Tonfilmreportage „Rund um den Luzerner Zionistenkongreß“ gezeigt. Es wird besonders darauf verwiesen, daß trotz des enormen Andranges nur noch aigsuaijos wenige Sonntags-Aufführungen des Films stattfinden werden. Wer also den Film „Das Land der Verheißung“ noch nicht gesehen hat und ihn sehen möchte — und welcher Jude möchte wohl nicht diese herrlichen Bilder aus Palästina in sich aufnehmen? — möge die Gelegenheit nicht versäumen, eine der noch stattfindenden Vorstelilungen baldigst zu besuchen. Amtliche Verlautbarungen der Israelitischen Rultusgemelntfe Israelitische Jugendgottesdienste. L Jugend gottesdienst für V olks-, Haupt- und Mittelschüler (-Schülerinnen). Samstag, den 29. Februar, um 3 Uhr nachmittags in allen Gemeinde- und Bezirkssynagogen. — 2. Besondere Jugendgottesdienste für Mittelschüler und -Schülerinnen fürünterklass e n i m II., IX. und XX. Bezirk. Samstag, den 29. Februar, um Uhr nachmittags im Leopoldstädter Tempel, II., Tempelgasse 5, und in den Bezirkssynagogen, IX., Müllnergasse 21, und XX., Kluckygasse 11. G. Szelinskl &Co. Buchhandlung u. Antiquariat Wien, 1. Bezirk, Schotkengasse Nr. 9 bietet dem Interessierten Leser reichste Auswahl In- und ausländischer Llteralur. Alle Werke von Kastein und Herz! lagernd. Predigten in den Gemeinde- und Bezirkssynagogen. Freitag, den 28. Februar 1936, werden bei den um 5.35 Uhr beginnenden Abendgottesdiensten in nachbenannten Gemeinde- und Bezirkssynagogen Predigten abgehalten, und zwar: II., Tempelgasse 5: Oberrabbiner Nr. I. Taglicht; VI., Schmalzhofgasse 3: Rabbiner Dr. J. Drobinsky; VUI., Neudeggergasse 12: Rabbiner Dr. M. Bauer; IX., Müllnergasse 21: Rabbiner Dr A. Z. Schwarz; XVI., Hubergasse 8: Rabbiner Dr. J. M. Bach; XIX., Dollinergasse 3: Rabbiner Dr. A. Frankfurter; XX., Klucky gasse 11: Rabbiner Dr. B. Murmelstein. Samstag, den 29. Februar beim Vormittagßgottesdienste Schrifterklärungen: XX., Kluckygasse Nr. 11: Rabbiner Dr. B. Murmelstein; XXI., Holzmeistergasse 12: Rabbiner Dr. M. Rosenmann. JÜDISCHER KALENDER 28. Februar bis 5. März 1936 . . 5. bis 11. Adar 5696 Freitag (28.) Sabbath-Eingang.53B Uhr Samstag (29.) Sabbath-Ausgang . . . - . . 6“ Uhr Wochenabschnitt: Teru m a h. Donnerstag (5.); . . . . .FastenEsther. Todesfälle. Sofie Levy (66), Katharina (78), Rosa Sei kowitsch (86), Dr. Leopold Skrainka (72), Rudolf Fischer (62, Sara Gerstenblüth (72), Re gine Klinger (83), Helen'e Padawer (67), Leopold Geiringer-(64), Saul Zauderer (65), Isidor Mandel (73), Max Königeberger (78), Rosa Zelmanovits (58), Lemel Berlstein (86), Katharina Moses (86), Ernestine Brod (84), Salomon Bernhard Fellner (22), Jakob Ehrenfekl (81), Berthold Weiß (73), Johanna Rok (77), Regina Polatsohe’k (74), Therese Heimann (79), Regime Tauber (68), Betti Wollner (85), Moriz Fraberger (66), Anton Reiobsfeld (66), Direktor Dr. Wilhelm Berliner (54), Elsa Lemberger (55), Philippine Adler (84), Felix Glaser (11), Klara Schreiber (61), Klara Herschdörfer (Lindner) (Chaje) Klara (70), Sigmund Braun (64), Louis Rosset (75), Salomon Steinhart (74), Peter Grünfeld (6), Leo Rokotnitz (82), Ernestine Sternschuß (66), Mayer Parnaß (86), Fanny Kolm (72), Sofie Roth (72), Fanny Schwarz (77), Regine Fuchs (93), Heinrich Bauer (78), Herrmann Kohn (72), Georg Sonderling (55), Jeanette Spitz (75), Geza Halbrohr (52), Eva Engel (77), Josef Spitzer (73), Samuel Parnaß (78), Albert Obiger (56), Rachel Weinbaum (25). Das ungesäuerte Brot Herr Nathan Brodetzky, der bekannte Philanthrop und Industrielle, hat in der Mazzothfahrik Schmidl seit langem bereits mit den Arbeiten begonnen. Alles strahlt in Reinlichkeit. Blitzsaubere Räder drehen sich, funkelnde Apparate stehen bereit. Von der Siebung des Mehl es bis zur Verpackung des Fabrikates steht jeder kleinste Vorgang des Erzeugerngeprozesses unter peinlicher Kontrolle. Alle Vorschriften dor Religion, der Hygiene, des guten Geschmackes und der Herrichtung zum Transport werden streng eingehalten. Modern© Spülapparato und Rieselanlagen sorgen für eine ausgiebige und zweckentsprechende Säuberung der Fabriksräume, die Zeugnis ablegen für tüchtigen Geist, für wirtschaftliches Können und für Übersichtliche Anordnung. Jüdische Arbeit und jüdischer, praktischer Sinn haben hier Ansehnliches und Wertvolles geschaffen, dessen Bedeutung über den Tag hinaus reicht. Heiteres jüdisches Qnartett des Wiener jüdischen Gesangvereines. Der Leiter der heiteren Abende des Wiener jüdischen Gesangvereines bearbeitete einige unserer schönen jüdischen Volkslieder und studierte sie mit den vier bestgeeigneten Herren ©in. Das war nur für den Verein gedacht; wuTde aber ein gewaltiger Erfolg. Die Zuhörer waren bisher stets voll Begeisterung und verlangten stürmisch die Wiederholung der Gesangstücke. Heute, nach kurzem Bestände, ist das Heitere jüdische Quartett eine Standardnummer aller jüdischen Veranstaltungen geworden. „Verein zur Versorgung hilfsbedürftiger Israelitischen Waisen in Wien.“ Die diesjährige Generalversammlung (Bericht über das 7 5. Verein s j a h r) findet Sonntag, den 8. März, u m %ll Uhr vormittags, IX., U n i v e rsitätsstraße 4, statt, und sind die Mitglieder und Gönner höflichst eingeladen, recht zahlreich zu erscheinen. Jüdlsch-akadenifsclier Juristenverein. Am 3. März findet im Zentralheim der „Judäa“ (Wien, IX., Aleerstraße 26) die Generalversammlung statt. Beginn ^8 Uhr (pünktlich!). Um yiO Uhr spricht Dr. Karl Ettinger über: „Die Berufswahl der jüdischen Juristen.“ Gäste willkommen! Jüdisches Volksbildungsheim „Biallk“. Wochenprogramm vom 1. bis 7. März 1936. Mon-1 Tartakowers, des Sohnes von Dr. Chaim und tag, den 2. März 1936, um. 8 Uhr abends:'” ' *’* ‘ 4 ’ ' " Seminarvortrag: Heilige Schriften, Buch Ijob. Vortragender Dr. Benjamin Klar. — Dienstag, den 3. März 1936, um 148 Uhr abends: Seminarvortrag: Talmud Traktat Bawa Mezia Vortragender Dr. 0. J. Glaser. — Donnerstag den 5. März 1936. ]/4 9 Uhr abends: Vortrag über: Palästina-Gedanken in der jüdischen Geschichte. Referent: Prof. Dr. Leo Menczer. Freitag, den 6. März 1936, um 8 Uhr abends: Onegg-Sabbath. — Hebräischkurse: Montag %1 Uhr abends, für Erwachsene (Anfänger) — Dienstag, Uhr abends, für Anfänger (Erwachsene). — Mittwoch, %5 Uhr nachmittags, für Kinder (Anfänger). — Donnerstag, 7 Uhr abends, für Fortgeschrittene. — Am Samstag den 7. März, J49 Uhr abends, Purimfest. PEHH ECKSTEIN- Hug Akademi Ivri des Gesamtverbandes jüdischer Hochschüler Österreichs „Judäa“. Freitag, den 28. d., spricht Dr. Heindel im Cha.jes-Saale der „Judäa“, IX., Alserstraße 26, über das Thema „Erziehung und hebräische Sprache“. Beginn 8 Uhr abends. Gäste will kommen! Histadruth Ivrith. Samstag, den 29. Februar, ki 9 Uhr abends, hält Oberkantor E. Fränkel im Heime, II., Kleine Mohrengasse Nr. 3, einen Vortrag über: „Mekor trangina haivrit“ (Urquellen jüdischer Musik) mit Ge sangsillustrationen. Misrachi-Landesverband für Österreich, Wien, II., Praterstraße 60. Am Freitag, den 28. d. M., um ^9 Uhr abends, findet ein großer Onegg- Sabbath statt, bei welchem der Rabbiner der Kaschl-Schül, Seine Ehnvürden Dr. David Ochs sprechen wird. VERLÄSSLICHE AUSKÜNFTE über Kreditwürdigkeit, Vermögen, Geschäftslage und Geschäftsgebarung von Firmen und Einzelpersonen in PALÄSTINA erteilt Goldsmith's Inkasso- und Informations - Büro, Haifa, P. O. B. 321 „Erez Israels Aufbau im Liede.“ Sonntag, den 8. März d. J., 8 Uhr abends, im Konzertsaalo „Post“, L, Fleischmarkt 24, findet ein Konzert neuhebräischer, neupal ästiuensischer Kunst- und Volkslieder des bekannten jüdischen Liederinterpreten, Konzert- und Radiosänger J. S e g a 1- Rosenbach (Tenor) statt. Jüdische Kulturstelle. Samstag: Konzert Dr. Otto Kaperl (Violine). — Sonntag: Führung ins Schubert-Museum; Treffpunkt: Schubert- Museum, Nußdorferstraße 54/56, 11 Uhr. — Sonntag*, 4 Uhr nachmittags, bei kleinen Preisen: „Höre Israel.“ Chorschule der Kulturstelle. Im Rahmen ihrer Musikbestrebungen gründet die Jüdische Kulturstelle eine Chorschule, wodurch allen Stimmbegabten Gelegenheit geboten wird, einen Blattsingekurs mitzumachen. Die erste Probe findet Montag, 2. März, 19 Uhr, im Thea- SIE werden viel mehr SEHEN und auch viel BESSER mit einer Brille aus den optischen Spezial-Geschäften: 1., Tuchlauben 12 11., Taborstraße 5 11., Aspernbrätkengasse 1 111., Landstr. Hauptstr. 2 VI. , Mariahilferstr. 33 VII. , Schottenfeldg. 79 OPTIKER VIII., Wickenburggasse S KLEEMANN Familiennachricht. Sonntag, den 1. März, um 4 Uhr nachmittags findet im Stadttempel in der Seitenstettengasse die Trauung Dr. Theodor Tartakowers, des Sohnes von Dr. Chaim und Frau Alja Tartakower, mit Frl. Gertrud Neumann statt. — Herr Otto Richter und Frl. Fanny Rosenfeld (VH., Lerchengasse 25) Vermählte. Jüdischer Angestelltenverband „Emunah“, II., Praterstraße 11. Anfangs März beginnen neue Hebräischkurse für Anfänger sowie für Vorgeschrittene, ferner Kurse in Englisch und Französisch für Vorgeschrittene (Konversation und Lektüre) unter Leitung bewährter Lehrkräfte. Mäßiger Kursbeitrag . Keine Massenkurse. Einschreibungen an Wochentagen von 3 bis 9 Uhr im Sekretariat. JÜDISCHER SPORT Nach den Winterspielen Die zweiten Makkabi-Winterspiele sind zu Ende! Äußere Einflüsse, wie di© ungünstige Witterung, Regen und Tauwetter, hatten ihre Durchführung erschwert, einzelne Konkurrenzen, wie Eisschnelläufen und Eishockey, mußten sogar abgesagt wenden, aber trotzdem wird die Winter-Makkabiiah allen Teilnehmern als unvergeßliches Erlebnis im Gedächtnis bleiben. Dieses große Erlebnis der Gemeinsamkeit, des großes Zieles, nach dem wir. alle streben, dieses gewaltige. Gefühle der Brüderlichkeit, da« uns alle verband, das war Sinn und Zweck und letzten Endes auch Erfüllung dieser trotz ihrer Interna tionaiität, nationalen jüdischen Veranstaltung. Und für .die Makkabim aus Deutschland war es sogar mehr als das! Hatten ihnen doch die Kerkermeister des Dritten Reiches ein paar Tage Urlaub gegeben, in denen sie die frische Luft der Freiheit atmen durften. Kein Konzentrationslager, kein© Demütigungen,, keine Beschränkungen drohten hinter ihrem Rücken, Freundschaft und herzliches Entgegenkommen umgab sie, Fahnen und Flaggen wehten auch ihnen zu Ehren von den Dächern der Häuser, auch ihnen galten, die-Begrüßungsreden der Vertreter der Regierung und. des Heeres,- sie waren plötzlich für eine kurze Zeit wieder Menschen geworden, freie Menschen, die so reden durften, wie sie dachten und die neben, der Trauer auch die Freude und das Lachen kannten. Denn das war entscheidend, unsere armen Brüder aus Deutschland lernten wieder lachen. Man mußte sie nur beobachten, krampflg und mühsam waren ihre ersten Versuche, der bittere Zug wollte nicht aus ihrem Gesicht» schwinden, dann hellte sich ihr Antlitz immer mehr auf, bis sich endlich ein befreiende«, herzliches Lachen Bahn brach. Mit Ausnahme der Langlaufstaffel, wo ein: Mann der Streckenbesetzung frühzeitig seinen Posten verließ, klappte die Organisation der einzelnen Konkurrenzen bis ins kleinste Detail, da das Divisionskommando Banskä Bystrica den größten Teil seiner Mannschaft zur Verfügung gestellt hatte und die tschechoslowakischen Soldaten uneigennützig und hilfsbereit überall mitarbeitoten. Sanitätsdienst, Telephonleitungen, Streckenbesetzung, Streckensäuberung, ja, eigentlich die ganze wichtige Außeuarbeit wurde vom Militär geleistet, das aber auch mit Freude und Vergnügen am Werk war. Die zahlenmäßig stärkste Mannschaft stellten natürlich die Tschechen, die nach den Österreichern auch am besten absohnitten. Der Langlauf und Sprungsieger Kürti, die Schi- HVflUIHfld waiuimauii 9£6l ZIEH *n Lese- und Redehalle jüd. Hochschüler IX. Samstag, den 29. Februar 1986, spricht in unserem Heim, IX., Türkenstraß« 9, Josef Fränkel über d&s Thema „Vierzig Jahre Judenataat“, Beginn 8 JJhr 15, Gäste willkommen. tersaal der Jüdischen Kulturstelle (I., Franz- Josefs-Kai 8, R 28-2-86) statt. „Mathilde“, Verein zur Bekleidung armer jüdischer Sohulkinder, veranstaltet am Samstag, den 29. Februar d. J., um 8 Uhr abends, im Festsaal des Hotel Continental, II., Taborstraße Nr. 6, seine diesjährige Künstlerakademie mit Tanz, Juxbazar, Prämiierung der drei schönsten Kostüme und diversen Überraschungen. — Das Reinerträgnis dient zur Bekleidung armer jüdisches Kinder. läufer Weider, Kraus, Peinl, Bardo«'und Patrias waren die besten Patrias, der wild« Mann, war wohl der populärste, denn er war absolut der unvorsichtigste und mutigste Fahrer der ganzen Konkurrenz. Er kann wenigstens den Ruhm für sich in Anspruch nehmen, den tollsten Stern gekauft zu haben; beim Abfahrtslauf war er nämlich in wilder Schußfahrt den letzten Hang beruntergesaust, wollte absohwingea, stürzte und Ubersohlug sioh ungefähr sechsmal, rutschte dann noch zehn Meter weiter, sprang wieder auf und. fuhr vergnügt weiter. Auoh Fräulein Abeies, die beste tschechische Dame, ist ein poßes Talent. Die Eishockeyspieler der Prager Ragibor, fast lauter große,-fesohe Burschen, konnten wir leidet nur gegen sUa Beutaohen an

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