Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 9 (1935-1936)
- Issue
- Heft 523 (14.2.1936)
- Date
- 1936-02-14
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Itlt» 8 Dil tTIMMI Kf. 528 — f4. Felnui* WM Amtliche Verlautbarungen der Israelitischen Kultus* gemeinde Israelitische Jugendgottesdienste. 1. Jugendgottesdienst für Volks-, Haupt- und Mittelschüler (-Schülerinnen). Samsta», den 15. Februar, um 3 Uhr nachmittags in allen Gemeinde- und Vereinssynagogen. 2. Besondere Jugendgott e ß d i e n s t e für Mittelschüler und -Schülerinnen für Unterklasse n i m 2., 9. und 20. Bezirk. Samstag, den 15. Februar, um H5 Uhr nachmittags, im Leopoldstädter Tempel, II., Tempelgasse 5, und in den Vereinssynagogen, IX., Müllnergasse 21, und XX., Kluckygas'se 11. 3. Gottesdienste für dre reifere Mittelschuljugend (vierte bis achte Klasse). Freitag, den 14. Februar, um %7 Uhr abends, im Stadttempel, I., Seitenstettengasse 4. (Ansprache Dr. Emil Lehmann über: „Was bedeutet der Dekalog für unsere Kultur.“) Predigten in den Gemeinde- und Bezirkssynagogen. Freitag, den 14. Februar, werden bei den um 5 Uhr 10 Minuten beginnenden Abendgottesdiensten in nachbenannten Gemeinde- und Bezirkssynagogen Predigten abgehalten, und zwar: II., Tempelgasse 5: Oberrabbiner Dr. I. Taglicht: VI., Schmalizhoteasee 3: Rabbiner Dr. J. Drobinsky; VIII., Neudeggergaese 12: Rabbiner Dr. M. Bauer; IX., Müllnergasse 21: Rabbiner Dr. A. Z.. Schwarz; X., Humboldtgasse 27: Rabbiner Dr. A. Weine r; XVI., Hubergasse 8: Rabbiner Dr. J. M. Bach; XIX., Dollinergasse 3: Rabbiner Dr. A. Frankfurter; XX., Kluckygasse 11: Rabbiner Dr. B. Murmelstein Samstag, den 15. Februar, beim Vormittagsgottesdienet Schrifterklärungen: XX., Kluckygasse 11: Rabbiner Dr, B. Murmeletein; XXI., Holzmeistergasse 12: Rabbiner Dr. M. Rosenmann. Chamischo-Osspr-Feiern der Schuljugend. Am Samstag, den 8. d, M. (Schabbae Scbiro), wurden in sämtlichen 18. Synagogen, in derien allwöchentlich . der Jugendgottesdienst stattfindet, Chainiseho-Ctesor-Feiern abgehalten, die sowohl von Kindern als auch von ihren Angehörigen sehr zahlreich besucht waren. Zur Erinnerung an diese Feier erhielten sämtliche Schulkinder ein vom Jugendreferat verfaßtes und vom Kultusvorstand gewidmetes Gedenkblatt. Auch an sämtlichen Bibelschulen der Kultusgemeinde wurde Cbamisoh-Ossor gefeiert und fasst überall erhielten die Kinder die zur Feier dieses Tages üblichen Baumfrüchte. Es ist sehr erfreulich, daß eich auch im dieser schweren Zeit opferfreudige Menschen fanden, die gerne und reichlich für diesen Zweck spendeten, um den Kindern eine Freude zu bereiten. So war es durch die von der Kultusgemeinde getroffenen Maßnahmen gelungen, nahezu die gesamte jüdische Schuljugend zu erfassen und eie mit einem schönen uralten Fest, dem Neujahr der Bäume, vertraut zu machen. Kundmachung. Das Rabbinat der Israelitischen Kultusgemeinde Wien gibt folgendes bekannt: Von den zuständigen Behörden, ist eine Verordnung an die Bäcker ergangen, daß ab ^Februar 1936 Kaisersemmeln und Kipfeln mit Milch hergestellt werden müssen. Das rituell lebende Publikum wird hiemit aufmerksam gemacht, daß daher die obembezeichneten Gebäcksorten milchig sind und zu fleischigen Speisen nicht verwendet werden dürfen. Auch zu milchigen Speisen dürfen nur solche Kaisersemmeln und Kipfeln benützt werden, die -mit Koechermiilch zubereitet wurden. Die jüdische Bevölkerung wird ersucht, im Hinblick auf obige Verfügung eich durch persönliche Nachfrage bei den Bäckern, von welchen sie ihr Gebäck bezieht, die Sicherheit zu verschaffen, welche Semmeln nur mit Wasser unter Ausschluß jeden Milch- oder Fettzusatzes erzeugt werden. Wien, 4. Februar 1936. Moritz Vortrefflich. II., Obere Augarten-straßo 52, zu decken. Es wird gleichzeitig darauf hingewiesen, daß von den Mazzoth der obigen Firmen bereits Challah genommen ist. Das Rabbinat der Israelitischen Kultusgemeinde Wien. FILME Filme ohne Arierparagraph „Anna Karenina“ — „Fräulein Josette — meine Frau“ — „Das Haus des Grau ens“ — „Casino de Paris“ — „Sommer nachtstraum“ — „Informer“ — „Schwarze Augen“ — „Falsche Gesich ter“ — „Die ganze Stadt spricht davon“ — „Es geschah in einer Nacht“ — „Die Nacht vor dem Ultimo“ — „Der Ruf der Wildnis“ — „Der Polizeibericht meldet“ — „Lady für einen Tag“ — „Die Jungen von der Paulstraße“ — „Moskauer Nächte“ — „Die letzten Tage von Pom peji“ — „Les Miserables“ — „Bezaubern de Augen“ .Das letzte Fort“ — „Lustige Scheidung“ — „Die klugen Frauen“ — „Sequoia“ — „Kleines Mä del“ — „Katharina die Letzte“ — „In timitäten“ — „Schiff des Satans“ — „Der bunte Schleier“ ■— „In den Opiumkellern von Schanghai“ — „Hoheit tanzt Wal zer“. „Land der Verheißung" im Stafa-Kino Sonntag, den 8. 'März, halb 11 Uhr vor mit tags, findet im Stafa-Kino die Aufführung des Füm-s „Laad der Verheißung“ als Sondervorstellung statt. Im Beiprogramm „Rund um den Luzerner Kongreß“. Der Kartenvorverkauf hat bereiis begonnen. Karten an den Kassen des Stafa-Kinos, VII., Mariahilferstraße 120, und Schäffer-Kino, VI., Mariahilferstraße 37. Zwei Al-Jolson-Filme. Der berühmteste und am besten bezahlte Jazzsänger der Welt hat nach seinem so erfolgreichen Filmdebüt in „Singing Fool“ nur mehr zwei Filme gemacht, deren einer, „Casino de Paris“, in dieser Woche erscheint und der andere, „Die Wunderbar“, kommt erst in der nächsten Saison Das Rabbinat macht darauf aufmerksam, daß die Bereitung von einwandfreien koscheren Mazzofh und Mazzothprodukten, angefangen von der Beschaffung des Mehlet» bis zur Fertigst oll 1117g-, große und schwierige rituelle Anforderungen stellt, die eine besonders strenge Aufsicht erforderlich macht. Daher kann das Rabbinat für Mazzotherzeugnisse, welche vom Ausland eingeführt werden, keine Verantwortung übernehmen, weil das Rabbinat keine Gewähr hat, ob dieselben tatsächlich den rituellen Anforderungen entsprechen. Das Rabbinat fühlt sich dadurch veranlaßt, dem auf koschere Mazzoth und Mazzothprodukte reflektierenden Publikum zu empfehlen, meinen Mazzothbedarf nur bei den unter Aufsicht des Rabbinats stehenden Mazzothfabriken, und zwar: Nathan Brodetzky, II., Leopoldsgasse Nr. 43; Hermann Strum, II., Robensterngasse 11; JUBISCHER KALENDER 14. bis 20. Februar 1936 21. bis 27. Schwat 5696 Freitag (14.) Sabbath-Elngang .5*° Uhr Samstag (15.) Sabbath-Ausgang.6 Uhr Wodienabsdinltt: Ithro Seine Partnerin ist seine Gattin Ruby Keeler, Die übrigen Hauptrollen spielen Glenda Farell und Helen Morgan. Die Wiener Uraufführung findet Freitag im Schweden-Kino statt. Heute „Schwarze Augen“. „Schwarze Augen“, der große neue Harry-Baur-Fiim, erscheint heute in Wien, und zwar im Elite- und Schottenring-Kino, die diesen Film in Ur- und Allein auf führung spielen. Harry Baur spielt hier die Rolle eines Maitre d’hotel, der seinen Beruf vor der geliebten Tochter verheimlicht. Diese Tochter wird von Simone Simon, der reizenden französischen Schauspielerin, dargjstellt, die diese Rolle vor Antritt ihres ollywooder Engagements spielte. Heute: „Informer“ im Kreuz-Kino. Im Kreuz- Kino findet heute die Uraufführung des Films „Informer“ statt, eines Werkes, dem bekanntlich ein ganz großer Auslandsruf vorausgeht und der zu den erfolgreichsten und meistaus- »ezeichnetsten Filmen der Saigon gehört. „Informer“ behandelt eine Episode aus der jüngsten Vergangenheit Irlands und spielt in dem Zeitraum einer einzigen Nacht. Die Hauptrolle dieses Films spielt Viktor MacLaglen. „Informer“ läuft in Wien im Kreuz-Kino in der englischen Originalfassung in Ur- und Alleinaufführung. „Die Nacht der Liebe.“ In diesem Film spielt als Partner Anna Stens Gary Cooper, den unser Publikum besonders aus dem Film „Bengali“ schätzen gelernt hat. Anna Sten selbst spielt diesmal ein bereits amerikanisiertes Mädel, das mit ihren Eltern aus Polen nach Amerika eingewandert ist und mit einem amerikanischen Schriftsteller einen Liebesroman erlebt. Heute:. „Falsche Gesichter.“ Burg- und Rotenturm-Kino spielen ah heute den amerikanischen Sensationsfilm „Falsche Gesichter“, das spannendste Kapitel aus dem erbarmungslosen Kampf der G-Men gegen das Gangstertum. Die Hauptrollen spielen Richard Arien und Virginia Bruce, der sensationelle Höhepunkt des Films ist die auf chirurgischem Wege erfolgte Schaffung eines „falschen Gesichtes“ durch einen verfolgten Gangster, , GoIdsniit!i8 Informations- und Inkasso-Büro in Haifa erteilt verläßliche Auskünfte über Kreditwürdigkeit, Geschäftslage und Geschäftsgebarung von Firmen und Einzelpersonen in Palästina. Haifa P. 0. B. 321. „Schlummere, Emek, herrliches Land Wir wachen für dich!“ Dies ist der Refrain des Emek-Liedes, welches in dom Tonfilm „Land der Verheißung“ so oft zu hören ist. Die Emek- Liedplatbe und noch viele andere herrliche Neuaufnahmen, die zu Purim und besonders zum Herzl-Gedenktag in keinem jüdischen Hause fehlen sollen, erhalten Sie nur im Gram mophon haus E x c e 1 s i o r, Wien, I., Franz Josefs-Kai 15. Auch die lang erwartete Hatikwa mit der Teehesaknah ist, auf einer Platte ge koppelt, erschienen. Bruchleidende sind meistens mit ihren Bebel fen (Bruchbändern, Bandagen) nicht zufrieden und suchen etwas Neues. Das Institut B s t. ä n d i g, Wie n, I., Freyung 5, Ecke Teinfaltstraße 1, bringt auf diesem Gebiete stets das Neueste. Die federn- und pelottonloseu Bruchbandagen nach Dr. Borrere, Paris, bewähren sich auch in den schwersten Fällen. Sie sitzen unverrückbar fest am Körper und halten den Bruch sich zurück. Jeder sollte es wissen, daß er sich heute schnell und billig von seinen rheumatischen und gichtischen Beschwerden oder Kopfschmerzen befreien und gesund werden kann, wenn er Togal nimmt. Togal löst die Harn säure, das Selbstgift des menschlichen Kör pers, wodurch ebenso rasche wio oft dauernde Wirkung erzielt wird. Achtung, Achtung! Die geehrten Leser werden auf die heutige Kundmachung auf der Titelseite aufmerksam gemacht. Der Redaktion ist es gelungen, mit der Firma Bandagen Mikolasch, Wien, Taborstraßo 22, eine für un sere Leser äußerst günstige Abmachung zu treffen, und können wir dem Publikum nur bestens empfehlen, von den Bonifikationen recht ausgiebigen Gebrauch zu machen. Die Firma ist ja allgemein als äußeret solid be kann! und besteht seit über 30 Jahren. Kinoprogramme vom 14. bis 17. Februar KREUZ- KINO **™““*” r«i. r 24-2-ie 9V URAUFFÜHRUNG Viktor Mc. Laglen in INFORMER („Die Nacht vor dem Verrat“) Beginn: 4. %6. La8. 1 /*!0 Uhr ü ROTENTURM URAUFFÜHRUNG Richard Arien in Falsche Gesichter Beginn: l/*4. 7*6. “'*8. ‘'*10 l„ Elisabethstr. 3 Tel. B 27-4-47 Opem-KIno URAUFFÜHRUNG Greta Garbo, Frederlc March in Anna Karenina Beginn: 4, 7*6. */a8. 9a" LEOPOLDSTfiDTER VOLKS-KINO n. Rotensterngasse 7a Telephon R 49-0-23 Maria Eggerth, Philipp Holmes in Bezaubernde Amen Wochentage '/48, 7*10 Uhr, Sonn- und Feiertage ‘/ä4 Uh1 KRYSTALL-K I N O „ Prater, StraBa des 1. Mai Nr. 40 lalaphon R 4B-2-76 Die letzten Tose von Pompeji Wochentags: 6, 7, 9 Uhr, Sonn- und Feiertags: B/*4, 7.6, 7*8, 7*10 Uhr Schweden - Kino URAUFFÜHRUNG AI lotsen, Ruby Realer in Casino de Paris Beginn; ‘/,4, Yfi, 7,8, */,10 Uhl KINO KERN im Prater Dir. Kern A Perlmann -- Telephon R 40-0-49 Maureen O’Sulllvan in in « 1 a Wochentags: 5, 7, 9 Uhr, Sonntags: 2, 3 Ul */»? 7*8, 7*10 Uhr KINO TEGETTHOFF Im Planetarium am Praterstern Telephon R 41-0-26 Max Reinhardt’« Eid S1BMS1I Beginn nur bei diesem Film: Wochentags: V»5, 7*7, 7*10 Uhr. Sonntags: ab 2 Uhr fWAEEED.HItin VI., Mariahilferstraße 37 ainJtlTLltmilU Telephon B 20-203 Max Reinhardt’s EIN Sommetnothtdroum Beginn: Wochentags V,5, 7, 7J0: an Sonntagen 7,3, 7-5, 7, 7,10 Uhr. fTAEA WIHfl VIL, Mariahilferstraße 12Q JIHIA lUllU Telephon B 33-0-68 URAUFFÜHRUNG Greta Garbo. Frederlc March in Anna Karenina Beginn: 7*4, V»6, 7, 9 Uhr fTAEA VINA VH., Mariahilferstraße 12Q i 1 Al A Ainu Telephon B 33-0-68 Sonntag 8. März 7-11 Uhr vorm. HinPalöstina -Tonfilm. m Beiprogramm: Rund um den Luzerner Zionistenkongreß. VoNvpork-Kino '^Telepho^8^ 18-^96^ URAUFFÜHRUNG Greta Garho, Frederlc March in Anna Karenina Beginn: 4, 7*6, 7*8, 7*10 Uhr KRISTALL-KINO Prater, Telephon R 48-2-75 Großmutters Kino Filme von gestern und vorgestern Massenaufmarsch von Prominenten Größter Heiterkeitserfolg der Saison. Ab 14. Februar an Wochentagen Nachtvorstellung 11 Uhr am Sonntag, 16. Februar, 7*11 Uhr vormittags. Jugendverbofc aufgehoben. Bezugsbedingungen: Monatlich S 1-50, vierteljährlich S 4.20, ganzjährig S 16.—. Für das Ausland: Deutschland vierteljährlich RM 3.—, Tschechoslowakei vierteljährlich Kö 24.—, Jugoslawien vierteljährlich Dinar 40.—» Polen vierteljährlich Zloty 6.50, Ungarn vierteljährlich Pengö 4.20, Rumänien vlertel- , ährlich Lei 120.—, Übriges Ausland vierteljährlich Schweizer Franken 4.50, Postscheck Konti: Österreich Nummer D 113.546, Polen Nr. 191.190, Tschechoslowakei Nr. 500.230, Jugoslawien Nr. 40.879. Eigentümer, Verleger und Herausgeber: Zionistischer Landesverband für Österreich, Wien, l., Marc-Aurel-Straße 5. — Verantwortlicher Redakteur: Pinkas Singer i. V., Wien, I.a Marc-Aurel-Straße 5. — Druck: Vernay A. G., Wien, IX., Canisiusgasso 8—10.