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Die Stimme · 1935-07-02 · Heft 462 (2.7.1935) · page 1

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Journal
Die Stimme
Volume
8 (1934-1935)
Issue
Heft 462 (2.7.1935)
Date
1935-07-02
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Preis dieser Nummer 20 g v- ■' ■*y V. b. b. Allgemeiner Zionismus ist Volkszionismus I Dein Stimmzettel lautet: Liste des Weltverbandes der Allgemeinen Zionisten UstenfQhrer Dr. Oskar Grünbaum JÜDISCHE ZEITUNG NACH PALÄSTINA zudenbesondersverbllllgtenSOMMERPREISEN I. Klasse Hin- und Rückfahrt Jetzt nur S 986’-1 DIE PALXSTINA-EILLINIE DES „LLOYD TRIESTINO“ Ist seit einem Jahrzehnt die Linie des jüdischen Einwanderers und Touristen 1 Touristenklasse einfache Fahrt nur. . S 246-50 Hin* und Rückfahrt nur . . . ... S 4»J-— alles in zwei* und vlerbettigen AuSenkablnen mit reichlicher und schmackhafter Verpflegung (4 Mahl* zelten täglich). 6 Abfahrten im Monat mitden großen Schiffen jOALILEA', .OERUSALEMME', .PALESTINA' Ge 12.500 Tonnen Deplacement) auf der direkten Pajästinalinie, außerdem dichter Verkehr via Ägypten, Gelegenheit zu herrlichen Rundfahrten im Mittelmeer. Lloyd Trlastino, Wien, I., Kärntnerring 6. Tel. U 47*5*60 Nr. 462 I Wien, 2. Juli 1935 Redaktion und Administration > Wion, L, Marc-Aural-StriB« S. Tel.: U 22-3*91. .TedaktionssehluB Montag und Mittwoch vorm. I (1. Tamtis 5695) I 8. Jahrgang Heute Dienstag finden folgende Vorträge statt: Heute Dienstag finden folgende Vorträge um /9 Uhr abends statt: Zionistische Bezirkssektion Landstraße, Wiener Ring-Cate, I., Stubenring 18: Dr. Oskar Grünbaum, Präsident des Zionistischen Landesverbandes, Frau Doktor Henny Rappaport-Lichtenstein und Doktor Leo Blum: „Die Bedeutung des 19. Kongresses." In der Zionistischen Bezirksorganisation Prater im Restaurant „Zum Radfahrer“, II., Ausstellungsstraße, um Vs9 Uhr abends: Dr. Oskar Grünbaum, Präsident des Zionistischen Landesverbandes, Frau Sophie Löwenherz, Präsidentin der WIZO Österreichs, und Dr. N. Frey über: „Die Bedeutung des XIX. Kongresses." Zionistische Bezirkssektion Döbling, XIX., Billrothstraße 49, Cafd Döblingerhol: Dr. Jakob Ehrlich, Rat der Stadt Wien: „Die Bedeutung des XIX. Kongresses." Dr. E. M. Zweig (Palästina): „Gehört Palästina allen Juden?" Zionistische Bezirkssektion Brigittenau, XX., Jägerstraße 30: Prof. Dr. Leo Menczer, Dr. A. Groß und Kultusvorsteher Dr. Michael Steinberg: „Der XIX. Kongreß.“ An die Allgemeinen Zionisten! Am Wendepunkte der jüdischen Geschichte, im Augenblick, in welchem die Aufmerksamkeit des ganzen jüdischen Volkes sich dem Wiederaufbau der jüdischen Heimat in Palästina zuwendet, im Augenblick, in welchem die Spaltung der zionistischen Organisation die Schwächung unserer Front nach außenhin verursacht und die Steigerung des Klassenhasses sowie die Erziehung der jungen Generation im Geiste dieses Hasses das Wiederaufbauwerk in Erez Israel gefährdet, — wenden wir uns an euch, Allgemeine Zionisten, mit der Aufforderung, sich um unseren Verband zu scharen und die Reihen zu schließen. Seit vier Jahren bemüht sich unser Verband um die Erstarkung des Allgemeinen Zionismus. Wir erweckten bei den breiten Massen der zionistischen Bewegung das Selbstbewußtsein der Allgemeinen Zionisten. In vielen Ländern, wo der Allgemeine Zionismus upter dem Drucke der Fraktionen zu verschwinden drohte, gaben wir die Initiative zur Neubildung der Organisation. Von unserem Geiste beseelt, entstanden neue Jugendgruppen, welche heute bereits über 60.000 Mitglieder zählen. Wir haben der Parole der Partei- und Klassenchaluziuth die Volkschaluziutft' entgegengestellt. Wir schufen den neuen Typus eines allgemein-zionistischen Arbeiters in Er©z Israel. Wir rissen die Fahne des Allgemeinen Zionismus empor und gaben ihm wieder die Mission und das Ziel in der zionistischen Arbeit, in den Galuth-Ländern und in Palästina. Allen, die das Lager der Allgemeinen Zionisten durch Schaffung von Splitterparteien zu schwächen versuchten, stellten wir zielbewußt und unerschüttert die Parole des Allgemeinen geeinigten Zionismus entgegen. Unter schweren Kämpfen bestellten wir unser Haus, um dem Allgemeinen Zionismus zu dienen. Im August 1934 schufen wir ln Krakau die ideelle Plattform unseres Verbandes: Primat des Volkes vor der Partei — das ist der Inhalt und Sinn unserer Ideologie. Dieses Prinzip müssen wir durchführen. Wir erstreben die Selbständigkeit und Unabhängigkeit des Allgemeinen Zionismus und dessen Vereinigung in einem disziplinierten, von gemeinsamen Ideen getragenen Verbände, da sonst der Allgemeine Zionismus keine ausschlaggebende Kraft in der zionistischen Bewegung bilden kann. Das Kapital und die Arbeit wollen wir dem jüdischen Volke dienstbar machen. Wir wollen nicht zulassen, daß der Klassenkampf dje Energien und Kräfte des Volkes vernichtet, wir wollen eine Palästina-Verwaltung, welche Gerechtigkeit allen Gruppen des Aufbaues angedeihen läßt. Arbeiter und Arbeitgeber sollen gemeinsam die Idee der harmonischen Einigkeit aller schöpferischen Kräfte des Volkes verwirklichen. Im Verlaufe der letzten vier Jahre konnten wir vieles leisten. Die IV. Konferenz der Allgemeinen Zionisten, welche in Krakau tagte, hatte die Aufgabe, das begonnene Werk zu Ende zu führen, uuseren Verband auszugestalten und ihm alle Gruppen, welche sich zum Allgemeinen Zionismus bekennen, .einzuordnen. Wir wußten, dpß die Schwierigkeiten groß waren, daß Kräfte außerhalb des Verbandes der Idee des Zusammenschlusses der Allgemeinen Zionisten sich widersetzten. Wir hegten jedoch die Hoffnung, daß "der Allgemeine Zionismus, Patriotismus und Verständnis für die schwere Lage unseres Volkes alle destruktiven zentrifugalen Einflüsse überwinden werden. Es kam anders! Mit ruhigem Gewissen können wir feststellen, daß wir im Vollbewußtsein unserer Verantwortung die Hand zum Frieden reichten! Unsere Gegner schlugen in die ihnen d^rgebotene Hand nicht ein! Die Zerstörer der Einigkeit und Unabhängigkeit des Allgemeinen Zionismus schenkten ihr Gehör den abseltsstebenden Gruppen und wollen jetzt: glaubhaft machen, daß verschiedene Ideelogien des Allgemeinen Zionismus vorhanden sind. Unser Verband hat nichts mit den sogenannten progressiven allgemeinen Zionisten, aber auch nichts mit dem rechtsradikalen Zionismus zu tun. Wir repräsentieren vom ersten Augenblick an den reinen, unabhängigen, integralen und einzigen Allgemeinen Zionismus und werden für den Sieg dieses Zionismus unablässig kämpfen! Knapp vor dem XIX. Kongreß hat man unsere Bemühungeu um die Vereinigung unserer Reihen zerstört. Unser Verband wird jedoch auch diese Spaltung überdauern. Gestützt auf die ideellen Prinzipien der 11. Weltkonferenz der Allgemeinen Zionisten, unterstützt von der in unseren Reihen organisierten Jugendverbände, Akiba Hanoar Hazioni, Acbwah, Verband der jüdischen Akademiker HAZ. und anderer Vereinigungen, wird unser Verband für die Verwirklichung des Allgemeinen Zionismus den Kampf weiterführen. Wir müssen unsere Reihen schließen! Diejenigen, welche unsere Front verließen, werden zur Überzeugung gelangen, daß sie einen falschen Weg gehen. Wir werden von unserem Wege nicht abweichen. Unser Verband strebt den Frieden an, der dem Aufbau dient, und wird diesem Friedensgedanken treu bleiben. Allgemeine Zionisten! Bleibt unserem Verbände treu! Schließet die Reihen und scharet euch um die Fahne des Allgemeinen Zionismus. Sichert unserem Verbände am Vorabend des XIX. Kongresses die Kraft und den Sieg, damit unser Ziel erfüllt werde: Der Dienst für das ganze jüdische Volk, für den gesamten Zionismus und für das große jüdische Palästina! Krakau, 27. Juni 1935. Das Präsidium des Wettverbandes der Allgemeinen Zionisten: Zionistischer Landesverband für Österreich: Dr* Schwarzbart Dr« Oskar Orünbaum Dr« Paul Bargar Sabina Paßwag ¥ * * Die Unlerzeldinei« bitten Sie, Ihre Stimme flirdie „LI st e des Welf verbände s der Allgemein en Zionisten" —. Listenführer Dr. Oskar Grünbaum — abzugeben. Kommerzialrat Artur Alber« Direktor Hermann Apfcer Dr. Paul Berger, Vizepräsident des Zionistischen Landesverbandes Dr. Jakob Ehrlich, Rat der Stadt Wien Frau Blanka Federn, Vizeprä&identin der WIZO, Österreich Staatsrat Dr. Desdder FÄedanarm, Präsident der Israelitischen Kult/usgeraelnde, Wien Dr. Oskar Griinbaum, Präsident des Zionistischen Landesverbandes Dr. Josof Grünberger Mordecbai Hager, Bundesleiter des Heebaluz Haklal Zioni Frau Dr. Amalia Kantor, Mitglied des Präsidiums der WIZO Dr. Isidor Klaber Dr. I, H. Körner Akim Lewit Dr. Joge! Löweuherz, Vizepräsident der Israelitischen Kultusgemeinde Wien Frau Sophie Löwenherz, Präsidentin der WIZO Österreichs Ignaz Müller Frau Sabine Passweg, Vizepräsidentin des Zionistischen Landesverbandes Ing. Dr. F. Pickholz Prokurist Ludwig Planier Dr. Philipp Rezek Dr. Dagobert Rybaczeweki Dr. Alois Rothenberg Dr. Michael Steinberg J. H. Wal tu oh Frau Baurat Sabine Weiß, Mitglied des Präsidiums der WIZO Bernhard Abend, Kaufmann Ignatz Abraham, Kaufmann Ilona Abraham, Private Stefi Abraham, Private Paula Achtentucb, Arztensgattin Helene Adler, Errate Isak Adler, Kaufmann Viktor Adlersberg, Kaufmann Siegmund Alexandrowiibsch, Kaufm. Karl Alt manu Dr. Siegfried Altwann, Direktor Isr. Blindeainstitutes Fritz Bachrach, Bankbeamter des Dr. Siegfried Bader, Rechtsanwalt Benzion Randler, Kaufmann

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