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Die Stimme · 1934-08-10 · Heft 377 (10.8.1934) · page 5

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Journal
Die Stimme
Volume
7 (1934)
Issue
Heft 377 (10.8.1934)
Date
1934-08-10
Page
– (sequence 5)
Language
German
Belongs to
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Nr. 67 — 10. 'August, 1934 Off STIMME Seife ff ■na Palästina meldet: Agency-Exekutive verkleinert ihr Defizit Jerusalem, 6. August. (Palcor.) Der finanziellen Leitung der Exekutive der Jewish Agency ist es gelungen, die Schulden der jetzigen Exeluitiye im Laufe der ersten neun Monate des laufenden Jahres 5694 um 59.678 Pfund zu verringern. Die Einnahmen der Exekutive in diesen neun Monaten betrugen 107.567 Pfund, die Ausgaben 67.889 Pfund. Der Überschuß der Einnahmen über die Ausgaben diente z-ur Herabsetzung der auf der Jewieii Agency lastenden Schulden. Nach genauen Berechnungen wird die Exekutive in den nächsten drei Monaten ihre Schulden um weitere etwa 10.000 Pfund verringern. Auf diese Weise wird das Defizit der Ägency-Exekutive im ganzen Jahre 5694 um annähernd 50.000 Pfund verringert werden. Die Einnahmen des Keren Baje&sod in den ersten neun Monaten 5694 betrugen 115.000 Pfund, biß zum Ende des Jahres werden die Einnahmen -des Keren Hajoasod schätzungsweise 150.000 Pfund betragen. Die Leitung des Keren Hajeseod wird aus ihren laufenden Einnahmen iin Laufe dieses Jahres neben dem Ausgabenbudget der Exekutive der Jewish Agency auch ihre Schulden aus früheren Jahren in Höhe von zirka 20.000 Pfund decken. Die Gesamtschulden der Exekutive der Jewish Agency und des Keren Hajessod werden also im Laufe des Jahres 5694 um mehr alß 70.000 Pfund vermindert werden. Bei der gegenwärtigen katastrophalen Lage der Judenheit dev ganzen Welt und hei den schwierigen inneren Verhältnissen der Zionistischen Weltorganisation, bei dem Boykott und der Sabotage der zionistischen Fonds durch die Revisionisten und angesichts aller anderen Störungen und Schwierigkeiten dürfen die Erfolge des Keren Hajessod als sehr zufriedenstellend angesehen werden, und als neuer Beweis für die Treue, die daß jüdische Volk in der ganzen Welt gegenüber dem Aufbau Palästinas und den zionistischen Fonds beweist. i neuen Urteils des Kongreßgerichtes den Palästinaämtern die Weisung zu erteilen, daß sie den Mitgliedern des Bethar Zertifikate nur in dem Falle gewähren, wenn sie ihre Haehaschara bereits beendet hatten, bevor die Rechte des Bethar als Organisation aufgehoben worden sind. Die Palästinaämter dürfen auch die Listen der Chaluzim des Bethar, die sich auf Hachsohara befinden, nicht erneuern, und haben ferne die Palästinaamtskontrolle über die Hachschara- Stellen des Bethar zurückzuziehen. PALÄSTINA- UND MITTELMEER-GESELLSCHAFTSREISEN 28. August „Vulcanla“ * 3. September „Roma" Zu SuSerst günstigen Bedingungen. Klfizalrelsen allwöchentlich zu Orlginalpralsan NORDISCHES REISEBUREAU Wien, l., Seilergasse 3. PalSstina-Refseleltung N. M. Sacker, Tel. R 24-2-31. Verhandlungen mit der Aguda In Palästina Jerusalem, 6. August, (Palcor.) Wie wir aus sicherer Quelle erfahren, wurden in der letzten Zeit die Verhandlungen zwischen der Leitung dee Waad Leumi und der Leitung der Agudas Jißroel über diie Schaffung eines einheitlichen Rahmens für die Organisation des ganzen palästinensischen Jischuw einschließlich der extremorthodoxen Kreise, die bisher außerhalb der Knesset Jisroel standen, erneuert. Die Verhandlungen werden jetzt über zwei konkrete Vorschläge geführt, die durch die Agndas Jisroel außgearbeitet worden sind und in der Richtung der Schaffung einheitlichen Vertretung ganzen palästinensischen 60'huw liegen. dern. Die Freiwilligen müssen arabisch verstehen. Die hebräischen Zeitungen mißbilligen zwar diese Maßnahme, meinen aber doch, daß keine andere Alternative möglich war; sie weisen darauf hin, daß die Regierung diese jüdische Maßnahine abwenden könnte, wenn sie die Hauptursache des Übels, die arabischen Freiwilligentrupps, ausheben würde. einer des Ji- 50.000 organisierte Jüdische Arbeiter in Palästina Jerusalem, 6. August, (Palcor.) Nach den Ziffern der Hißtadrufch betrug die Zahl der organisierten jüdischen Arbeiter in Palästina im Juni d. J. 50.500. Einschließlich Frauen und Kinder .umfaßt die jüdische Arbeiterschaft Palästinas jetzt nicht weniger ale 95.000 Personen. Von den mehr als 50.000 jüdischen Arbeitern sind 30.000, daß heißt 59-41%, in den Städten beschäftigt; 15.000, das heißt 29*7%, arbeiten in den jüdischen Siedlungen; 5500, da£ heißt 10-89 %, sind angesiedelt und arbeiten in den selbständigen Arbeitersiedlungen Kiwn zot, Moschawe Owdijn usw.). Zählung 4er ausländischen Arbeiter in Palästina Jerusalem, 8. August. (Z. T. A.) Der High Commissioner hat eine Zählung der in Palästina arbeitenden 1 a ndesfreraden Araber, die yerdächt i g sind, in den letzten Monaten eingewandert zu sein, angeordnet. Die Presse von Damaskus veröffentlicht Berichte über die ernste W i r tschaftslage im Hauran und stellt in diesem Zusammenhang fest, daß 30.009 bis 35.000 Einwohner dieses Gebietes nach Palästina gegangen sind, wo sie soviel verdienen, daß sie im Lauf der letzten Monate an ihre zurückgelassenen Angehörigen etwa 40.000 Pfund senden konnten. Viele haben übrigens Frauen und Kinder mit sich gebracht. Auch unter den Bauern des Dschebet Drus-Gebietes herrscht große Not. Es beißt, daß rund 10.000 von ihnen nach Palästina gegangen sind. Zu dieser Einwanderung von Arabern aus Syrien und dem Hauran kommt noch diejenige aus Ägypten und Tr an s Jordan i e n, von wo ununterbrochen neue Einwanderer unbemerkt die palästinensische Grenze über, schreiten. ienin Die richte imrfuui^i'-TTr.wUi.mfg PALÄSTINA, AEGYPTEN, GRIECHENLAND Abfahrt: 2. September morgens mit der |nRQMAft (36.QQ0 t) Preis für die Schiffahrt: Ne^pel-hleappl, aufwärts von S IX., Spifalgasse 3, Tel. B A2i*5*38 Bethar gegen Jerusalem, 6. August. (Palcor.) Wie bereite mitgeteilt, hat es die Leitung der revisionistischen Jugendorganisation „Brith Trump eldor“ abgelehnt, sich dem Spruch des Zionistischen Kongreßgerichtcs zu unterworfen, das beschlossen hat, den Bethar in seine ßechto als phaluzisclio Organisation und hinsichtlich der Verteilung der Ehiwaiulerurigszertifikate nur unter der B e cl i n g u g einzusetzen, daß sich der Bethar verpflichtet, den schädlichen Wog einer separaten Aktion mir Erlangung von Zertifikaten außerhalb der Jewish Agoney nicht weiter zu beschreiten. Als Antwort auf dieses Urteil des Kongroßgorichtes hat die Bethar-Leitimg einen neuen „B e f e li 1“ an ihre Organisationen erlassen, in dem sie wieder betont, daß ßie den jetzigen politischen Status der Jewish Agency und deren Rechte bei der Regelung der Arbeiferoinwanderung nach Palästina bekämpfen werdo. Riehei zieht die Leitung des Bethar das von ihr früher an ihre Mitglieder erlassene Verbot zurück, sich direkt an die Palästinuämtor hinsichtlich ihrer Bestätigung für dio Palästinawandorung zu wenden. Die Mitglieder des Bethar müssen jedpeh in jedem einzelnen Falle von den lokalen „Befehlshabern“ des Bethar dio besondere Erlaubnis erhalten, sich wegen ihres Zertifikates an iclie Palästiuaäinter zu wenden. Die Zionistische Exekutive hat beschlossen, die Weigerung der Leitung des Bpthar, sich dom Gerichtsbeschluß zu unterworfen, d e nx K o n g r o ß g e r i c h t zu übergeben. Die Exekutive hat gleich? zeitig beschlossen, bis aum Erlaß eines Arabischer Geheimdienst gegen nillegale*1 jüdische Einwanderung Tei-Aviv, 7. August. (Z. T, A.) Die Arbeiterzeitung „Davar“ wendet sich sohärfßtens gegen die yon den palästinensischen Behörden geduldete Tätigkeit eines arabischen „Geheimdienstes“, der aus Jugendlichen besteht, die freiwillig die Grenzen bewachen, um alle als „illegal“ verdächtige Personen anzuzeigen Diese meist ungebildeten Jugendlichen ver? suchen auch, die Bewohner der Grenzgebiete zu überreden, sieh der Menpchenjagd anzusqhließen. Die Duldung' dieser Aktion seitens der Behörden könne die unliebsamsten Folgen hßrvorrufpn, Die Tätigkeit dieses arabischen „Geheimdienstes“ entwickelt sich zu einem regelrechten Geschäft für seine Mitglieder, Kürzlich wurden 75 Juden, die in der Nähe von Wadi Hawarith yon einem Segelschiff aus landeten, von Beduinen in Begleitung von Küstonpolizei gefangen genommen, An einigen Stollen des Landes sind die Behörden bereits gegen die „arabischen Wachen“ eingosohritten. Als Gegenmaßnahme gegen den arabischen „Geheimdienst“ wurden jüdische Jur g-endiiehe ersucht, im ganzen Lande ein FrciwIUigonkorps zusammenzustellen, um die große illegale arabische Einwanderungzu verhüten. Jtjdiscjio Sportler ohne Unterschied der Partei wurden aufgofprdort, dem jüdischen Dienst beizutreten, der die Aufgabe hat, die Grenzen zu bewachen und die „beunruhigend hohe unerlaubte arabische Einwanderung“ zu. vorhin? Jerusalem, 6. August. (Palcor.) jüngst veröffentlichten offizielen Be der Palästinaregierung über ihre finanzielle Lage und ihre Steuereinnahmen bieten die Möglichkeit, sich ein klares Bild über den außerordentlichen wirtschaftlichen Aufstieg und das finanzielle Aufblühen Palästinas im Laufe der letzten Jahre zu machen. Während im Jahre 1931 die Einnahmen der Regierung (die Einnahmen aus der Eisenbahn und die Subvention der englischen Regierung für die Unterhaltung des Grenzkorps nicht mit einige rechnet) 2.110.986 Pfund betrugen, sind ihre 'Einnahmen im letzten Budgetjahr 1933/34 (ohne die Einnahmen aus der Eisenbahn und die Subvention für das Grenzkorps) auf 3,823.727 Pfund gestie gen. Die Steigerung der Regierungseinnahmen in den letzten drei Jahren beträgt insgesamt 81%. Vor zehn Jahren, im Budgetjahr 1923/24, betrugen die Einnahmen der Palästinaregierupg nur 1,319,439 Pfund. Im Vergleich zu den Einnahmen dee letzten Budgetjahres beträgt die Steigerung nicht mehr und nicht weniger als 189%. Eine so schnelle Steigerung der Einnahmen hat kein einziges Land in der Welt zu verzeichnen, besonders in diesen Kri&enjuhren, wo die Einnahmen fast aller Regierungen im Zeichen fortgesetzten Sinken® stellen. Auch unter den Ländern des Nahen Ostens ist Palästina mit seinen regelmäßig wachsenden Einnahmen die einzige glückliche Ausnahme. In S y r i e n sind die Regierungseinnahmen im Laufe der letzten drei Jahre, 1931 biß 1984, um mehr als 17 % g e s u m k e n. Sogar im Irak, das mit seinen großen Petroleumquellen gesegnet ist und von den internationalen Petroleumgesellschaften jedes Jahr größere Beträge erhält, sind die Regierungsömnahmen von 1931 bis 1934 nur xim. 8% gestiegen. Noch deutlicher wird der Kontrast zwischen Palästina und allen Nachbarländern, wenn man die durchschnittlichen Steuereinnahmen pro Kopf der Bevölkerung vergleicht. In Palästina betrugen die Regierung-seinnahmen 1931 pro Kopf 2-04 Pfund, in Transjordanieü. betrugen sie im selben Jahre 0*77 Pfund pro Kopf, in Syrien 1-57 Pfund und im Irak 1-01 Pfund. Im Jahre 1933 betrugen die Reg-ierungseinnahmen in Palästina pro Kopf der Bevölkerung bereits 3-35 Pfimd, in Transjordanien 0'81 Pfund, in Syrien 1*7 Pfund, : im Irak 1*15 Pfund. Durchschnittlich bringt also jeder Einwohner ■ Palästinas' dem Staatsschaite 313% mehr ein als jeder Einwohner Transjordaniens, 100% mehr als jeder Einwohner in Syrien umd 191% mehr als jeder Einwohner im Irak, Die durchschnittliche Einnahme der Regierung pro Kopf der jüdischen Bevölkerung ist aber noch b e d e ut e n d g r ö ß e r als die oberwähnteii Ziffern zeigen. Die durchschnittlichen Regierungsr einnahmen pro Kopf der arabischen Bevölkerung Palästinas sind nach Berechnungen nicht höher als 1*6 bis 1*7 Pfund jährlich, während gleichzeitig die Regierungseim nahmen Palästinas pro Kopf der jüdischen Bevölkerung etwa 9 Pfund jährlich betragen. Pension Eckstein - Siirii Die gewaltige Steigerung der Einnahmen der Paläßtinaregienung ist nicht das B*-gebi nis einer Änderung des Steuersystems oder einer Vermehrung der vorhandenen Steuern. Die Regierung hat umgekehrt in den letzten Jahren Jen arabischen Fellachen regelmäßig die B p de ne t euer geschenkt, hat auf einen großen Teil der Darlehensschulden verzichtet. Um 4*n Frieden ln der zionistischen Organisation Jerusalem, 7. August. (£, T. A.) ‘ Wie „Iton Mejuchad“ mitteilt, ist dieser Tage in T e 1- A v i v eine Besprechung der in Palästina wohnhaften Mitglieder des zionistischen Aktionskomitees, die dem Misraoljj, dop Allgemeinen Zionisten, dem Paolo Mlgrachi und der Judßpstaatspartei angeboren, abgehalten worden. Die Beratungen galten der Frage, wie der Friede Innerhalb der zionistischen Reihen wieder bergosteilt und den scharfen Auseinandersetzungen im palästinensischen Jischuw ein Ende bereitet werden könnte. Nach längerer Aussprache wurde beschlossen, sieh an dio Zionistische Exekutive mit dem Ersuchen zu wenden, eine gemeinsame Beratung über diese Fragen zu arrangieren. Erhöhte Eingänge des Keren Käfer meth Eefisrnel Wie das Hauptbüro des Jüdischen Nationalfonds hier mitteilt, beliefen sich die Eingänge für die ersten neun Monate des laufenden Finanzjahres (Oktober 1933 bis Juni 1934) auf 180.410 Pfund gegenüber 129.528 Pfund während der gleichen Periode im Finanzjahr 1932/33. REIIEN DER J-KA Wien—Varna—KonstantlRopel—Athen—Belgrad—Wien 2*/a Wodien / Abfahrt 19. August / Fahrt S119*— / Fahrt usw. mit Verpflegung von Varna-Belgrad Sato’- / ßadeaufenthalte ip Varna und Galata. Palästina ab 1. September. Fahrt Wien—Haifa—Wien S 280*— Auskünfte; Jüdische Kuhurstejle, II., Aspernbrüdteng. * Tel* K 48-^31, TP—W und $—6 Uhr

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