Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 6 (1933)
- Issue
- Heft 289 (6.7.1933)
- Date
- 1933-07-06
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Pie heutige Nummer ist 14 Seiten stark n V. b. b. BEZUGS¬ BEDINGUNGEN Oesterreich monatlich S 1*50, vierteljtthrl. S 4 20. ganz* ehr). . . . 8 16 — eutachld. viertel- Vhrl.. . . RM 3 - schechoslowakei viertel}. . Kc 24'— Jugoslawien vierteljSnrl. . Din. 40 — Polen vierteljShrlicb . . Zloty 6*50 Ungarn vierteljährlich . . Pengö 4'20 Rumänien viertelfährt.. . Lei 120 — Uebrigea Ausland vierteljährl. Schw. Franken 4*50 WERTBESTÄNDIGES WJENJ.GUJCXGASSE2.T£LR2a-3-92 Jiidisthe Zeitung rmr> Preis 35 g Erecheiiit jeden Donnerstag Redaktion und Administration Wien, L, Kärntner» atraÄe 28 Tel. R-27-4-85 Postsparkassenkonti: Oesterr. D 113.546 Polen . . 19U99 Tschechoslowakei .500.230 Jugoslawien 40.879 6« Jahrgang Wien, Donnerstag, 6. Juli 1933 (12. Tham. 5693) Nummer Heute: Ton 5 Uhr nachmittags i Bis 10 Uhr abends W Wühlern fie die r Wahltag! n Listenführer: Dr. Oskar GrQnbaum Präsident des Zionistischen Landeskontitees in Oesterreich u Für die Organisation! Wir Allgemeine Zionisten gehen zum Kongreß vor «illem mit einer Parole: Zurück zur Organ isation, zurück zum integralem Zionismus! In dieser Parole ist die Totalität all unserer Bestrebungen und Wege enthalten, die wir in den letzten Jahren in sträflicher Weise im Kampfgewühl der Parteien außer acht gelassen haben. Wir übersahen, daß wir eine allumfassende nationale Bewegung mit dem Endziel einer politischen und geistigen Erneuerung eines ganzen Volkes sind und verloren uns in Zerklüftungen von Parteien und Gruppen, die Sonderinteressen Über'Volksinteressen stellten. Mit dem will und muß der Allgemeine Zionismus radikal auf räumen. Es ist bereits kein Geheimnis mehr, daß die Stärke und Straffheit der zionistischen Organisation keinesfalls den gewaltigen Fortschritten entspricht, die unser Aufbauwerk in Erez Jisrael errungen hat. Man übersah, daß die Organisa-» tion das Rückgrat unseres nationalen Kampfes in der Diaspora und das wichtigste Instrument im Aufbauwerk bildet. Wir können eine starke und einheitliche Organisation weder entbehren noch zu einem Tummelplatz von Parteiinteressen herabsinken lassen. Man sage nicht, daß hiezu keine programmatische Einstellung notwendig ist. Das Gegenteil ist wahr. Wir Allgemeinen Zionisten gehen zum Kongreß mit einem festumrissenen Programm, das sich sowohl auf die Propaganda wie auch auf die Kolonisation bezieht und ohne Rücksicht auf die Flügelparteien einzig und allein das Gesamtinteresse zu vertreten versucht. Unser nationaler Organismus blutet aus tausend Wunden. Wir sind als Volk auf dem Wege der Die Freude an der Leinenmode wird durch keine Waschsorgen getrübt! Alles, was Leinen ist, zur «H a b s b u r g». Kostüm «auf neu“ gewaschen und gebügelt ab S 1.20. Die neue Habsburg-Nummer U 35-5-65. E V Staatlichkeit, dürfen uns daher keinesfalls, diesen Luxus von Parteikämpfen gestatten, die auch bereits bestehende Staaten in den Abgrund stürzen können. Der Zionismus bedeutet eine radikale Abwehr vom Assimilantentum. Die Methoden jedoch und Parolen, der sich bislang im Zionismus bekämpfende Parteien bedienen, sind nichts anderes als eine Nachahmung fremder, politischer Methoden und schädlicher unjüdischer Lebensformen. Wir sind eine freiwillige, auf der Grundlage eines gemeinsamen Ideals aufgebaute Organisation und nur diejenigen können und dürfen dieser Organisation angehören, die sich bedingungslos den Interessen der Gesamtheit und der vorbehaltlosen Disziplin unterwerfen. Nur auf diese Weise kann diese Organisation zum wertvollen, schlagfähigen Instrument unsres nationalen Willens werden. An eine solche Organisation dachte H e r z 1, als er sie geschaffen hat, Die „Stimme“ bringt Heute eine HERZL-BEILAGE mit folgenden Beiträgen: Z. F. Finhetstein: Herzls letzter Frühling• Dr. Jakob Rosenthat: Theodor Herzl — Ein Heidenleben. Dr• Henrieite-Rappaport: Herzl und wir• Dr. T.Nussenblatt: Domherr Bärries, Freiherr von Münchhausens Erinnerungen an Theodor Herzt Ein Stammbuchvers Theodor Herzls• David Neumann, Tel-Awiw: in Memoriam Arlosoroffs. Univ.-Prof. Dr• Maier B al ab an CWarsehau): Verbrennungen hebräischer Bücher• und all die Jahre seiner genialen Wirksamkeit galt seine größte Sorge der ungeschmälerten Erhaltung dieser Organisation. Dieses Erbe Herzls haben in arger Weise gerade diejenigen verraten, die stets seinen Namen als Lippenbekenntnis auf den Markt der Versammlungen und demagogischer Extratouren hinaustrugen. Von dieser Zerklüftung und diesen Bruderkämpfen führt der e i n z i g e W e g in die Reihen der Allgemeinen Zionisten. Nur die Zusammenfassung aller zionistischen Kräfte kann uns vor dem Untergang retten. Wir Allgemeine Zionisten tragen keine Parteifahne, wir tragen die Fahne des ganzen jüdischen Volkes. Wir lehnen den marxistischen Zukunftsstaat ebenso ab wie den faschistischen Staat. Wir legen die Grundmauern, schaffen Werte, die anderen streiten über Fassade und Dachstuhl. In einer Zeit, wo es keine Kunst ist, seiner Unzufriedenheit durch scharfe Attacken gegen die Exekutive oder durch Gründung neuer Parteien Ausdruck zu verleihen, wollen wir Allgemeine Zionisten der Organisation bedingungslos treu bleiben und ruhig, trotz aller Anfeindungen, weiter an unserer Zukunft arbeiten. Wir predigen nicht der Judenstaat, wir erwarten ihn als Krönung unserer Arbeit und nicht als Ergebnis von Revolutionen, Petitionen und Deklarationen. Wir bauen Palästina nicht als Klassenstaat, wir wollen Mittler sein zwischen recht? und links. Aus Palästina muß neues Licht für die Welt kommen durch einen neuen Typus sozialer Gerechtigkeit, der da basiert ist auf dem sozialen Gerechtigkeitsideal unserer Propheten. Dafür wollen wir kämpfen. Telephon U 29-4-51 u. U 23-1-81 Michael Schaum Wien*!♦, Hoher Markt Nr. 12 Speziatverkehr: Wen—Palästina. Gewissenhafte Beratung, Kulante Bedienung Achtung! Wähler des XX. Bezirkes! Das Wahllokal für den XX. Bezirk befindet sich nicht XX., Kluckygasse 7, sondern XXa« JäflQrstraße 30 (Zion. Bezirkssektion)