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Die Stimme · 1932-04-14 · Heft 223 (14.4.1932) · page 9

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Journal
Die Stimme
Volume
5 (1932)
Issue
Heft 223 (14.4.1932)
Date
1932-04-14
Page
– (sequence 9)
Language
German
Belongs to
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Ne. 233 — 14. April 1932 1ME STIMME Seite « MlefacM-Jtfgtndzentral«. Sonntag, den IS., Montag, den 16. Mai (Pfingsten), veranstaltet die Misrachijugendzentrale, Wien, II., Praterstraße 11, eine Uetellschaftsreise mittels Schiff nach Bratislava. Eine Gruppe fährt bereits am Freitag, den 13., auch mittels Schiff. Anmeldungen: Täglich im Heim, stoischen 7 und 10 Uhr abends. Jüdischer Angestelltenverband «Emunth». Am 39. Märs fand die IV. ordentliche Hauptversammlung des Angestelltenverbandes «Emunah» statt. Aus dem Tätigkeitsbericht ist zu entnehmen, daß die Vereinigung in dem abgelaufenen Jahre eine rege Tätigkeit entfaltete. Regelmäßige allwöchentliche Vorträge tourden abgehalten, Unterrichtskurse in verschiedenen Fächern wurden eingeführt, gesellige Abende veranstaltet, die Vereinsbibliothek ausgestaltet, die Stellenvermittlung errichtet. Die Mitgliederzahl stieg von 35 auf 191. Da der bisherige Obmann Ministerialrat Moses Weiner wegen Ueberbürdung eine Wiederwahl ablehnte, wurden in die Leitung einstimmig gewählt als Obmann: Bernhard G r U n h u t, Stellvertreter Chiel Zwierzynskl und Max Ku rz rock, Schriftführer: Martha Liftschütz, Hedwig Chajes, Kassiere: Moritz Klausner, Erna Klein, Bibliothekarin: Slda Gottesmann, ferner Moses Weiner, Moses Marmer und Irene Reininger. — Samstag, den 16. d. findet Im «Mirjamhelm», I., Jordangasse 7, Vortrag des Herrn Max Bim stein (Direktor des Oefangenenhauses). Thema: «Die kriminelle Frau». Mit Lichtbildern. Beginn Wa Uhr. Gäste willkommen. Verband der Sabbathfreunde. Der Verband der Safefeathfreimde «Schomre Schabbos» veriautbart: 1. Auszahlung von Arbeitslosenunterstützungen. Auf Grund eines Erlasses der Industriellen Bezlrkskommission wird jenen jüdischen Arbeitslosen, die den Nachweis streng religiöser Lebensführung erbringen, der Auszahiungstoezw. Kontrolltag von Samstag, bezw. einem jüdischen Feiertag auf einen anderen Wochentag verlegt. Das Pesaachfest fällt heuer auf Mittwoch, Donnerstag und Freitag. Jüdische Arbeitslose, die an einem dieser Tage zur Auszahlung oder zur Kontrolle zu erscheinen haben, können um die Ausstellung entsprechender Bescheinigungen im Verbandssekretariate ansuchen. — 2. Schuldispens an jüdischen Feiertagen. Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß auf Grund des Erlasses des Stadtschulrates für Wien, ZI. 1646/9—II a—1931 die jüdischen Schulkinder Anspruch erheben können, an den jüdischen Feiertagen vom Schulbesuch befreit zu werden. Demgemäß sind die jüdischen Schulkinder am Pessachfeste (21., 22., 27. und 28. April d. J.) vom Unterricht zu befreien. — 3. Leis tunen der Krankenkassen. Die Angestelltenkrankenassen gewähren jenen jüdischen Angestellten, die den Nachweis streng religiöser Lebensführung erbringen, an Stelle eines bewilligten Heimavfenthaltes einen baren Zuschuß zu einem freien Aufenthalt. Diesbezügliche Bescheinigungen und nähere Auskünfte im Verbandssekretariate. — 4. «S c h o m r a» - Konsumrabatt». Auf Grund verschiedener an uns gerichteter Anfragen, wird mitgeteilt, daß die Vorweisung der «Schomra"-Büchlein erst bei der Bezahlung der gekauften Waren zu erfolgen hat. Die vollgeklebten RabattbücMein werden im Verbandssekretariat jederzeit sofort gegen fünf Schillinge in barem Gelde eingelöst. Die Verlosung des ausgesetzten Preises von zwanzig Schillingen für Rabattbüchlein, die bis einen Tag vor Erew P-ssach eingelöst werden, erfolgt n«n Chaul Hamaued. — 5. Stellenvermittlung. Die Stellenvermittlung amtiert für die Entgegennahme von Stellengesuchen nur am Montag und Donnerstag von 9 bis 12 Uhr. In allen anderen Angelegenheiten täglich Vor- und Nachmittag. Wien, 11., Leopoldsgasse 16, Tel. A 48-4-15. Maenalk« Torah. Anschließend an die allsonntägllch von 19 bla 20 Uhr ln der „Machslke Torah“, IV., Wledner Hauptstraße 83, stattfindenden Lehrvorträge des Rabbiners Aron Jeruohem, werden dortselbat Eintragungen ln die Schtar-Mchlrah entgegengenommen. Purimfeat das Vereines „Mathilda". Sonntag, 27. Märs, veranstaltete der so ersprießlich wirkende Verein „Mathilde" sur Bekleidung armer jlidisoher Sohulklnder anläßlich dea Purimfeates Im Saale dea Hotel „Continental", II., Taboratraße 4, eine Wohltätigkeitsakademie mit anschließendem Tana. Der Festleiter, Herr Josef Stapler, begrüßte die erschienenen Gäste und wies auf die Leistungen des Vereines Im Vorjahre hin, ln dem 180 arme Jüdische Waisenkinder bekleidet werden konnten. Das Programm fand reichlichen Beifall, insbesondere das Vlolinsolo des Musikdirektors Max Geiger.. Während des Tanzes fand die Wahl einer Schönheitskönigin statt, als welche Frl. Stella Welnreb auserkoren wurde, Verein für jüdische Gesohiohta und Literatur. Montag, 18. d. M., 19.30 Uhr, im Klubsaal der Hakoah, I., Wiesingerstraße 11 (Caf6 „Atlashof“, eigener Eingang, Souterrain), Vortrag des Herrn Prof. Dr. Jakob Bronner: „Ein Famlllantenprozeß aus dem Jahre 1780". Gäste willkommen. Gremium der jüdisohen Kaufmannsohaft. Montag, 18, d. M.t 19 Uhr. 222. Gremialversammlung Im Caf4 Excelstör. A. o. Gesandter und bevollmächtigter Minister Doktor jSSarsmfmmaasaaasssssasaasKsasssaamsssaasaaasm Zion, Bezirkssektion Leopoldstadt Zion. Klub »Erez Israel« Samstag den 23. ds. M. halb 9 Uhr abds., findet i. Festsaale des Hotel Post, I. Fleischmarkt Nr. 24, eine lustige Pessach-Revue ausgeführt vom Berliner literarischen Kabarett »Kaftan« (Maxim Sakaschansky) mit anschließendem Tanz statt Jazz Tombola Büfett Karten erhältlich im Sekretariate der Zion. Bez.-Sektion, 2. Bezirk, Praterstraße 13 Eduard Ludwig hält «inen Vortrag. Pünktliches Erscheinen (um SaalUberfüllung vorzubeugen) aus Btandesrücksichten dringend geboten. Es wird um vollzähliges Erscheinen dringend ersucht. 9i1m «Der Geheimagent» Dis Flugpollsel hat den Auftrag, den Passagier des Flugzeuges, das in kurzer Zelt landen soll, su verhaften. Harry Parker scheint dies zu ahnen, denn bevor es dasu kommt, verläßt er durch Fallsohirmabsprung vorzeitig das Flugzeug. Nach der Landung auf einem Dache, findet er bei einem Freunde Zuflucht. Nun beginnt die Jagd naoh dem Flüchtigen. Harry Parker, Geheimagent der „Weltllga gegen Krieg und Kriegsbeihilfe“, lat beauftragt, die neueste Erfindung Professor Managans — Giftgas — auf jeden Fall In die Hände zu bekommen. Oberst Sallt, Chef der Kriminalpolizei, der ln Kenntnis der Absichten Harry Parkers ist, läßt kein Mittel unversucht, Parker aus dem Wege su räumen. Durch Bekanntwerden mit der Tochter des Professors gelingt es Parker endlich, mit dem Professor Managan in Verbindung zu treten. Im Laboratorium Managons, das der Oeffentlichkeit unbekannt und unaugänglieh ist, kommt es zu einem Zusammenstoß zwischen den beiden Gegenspielern Sallt und Parker. Duroh eine Unvorsichtigkeit Sallts zerbricht eine Flasche Giftgas und gefährdet alle Anwesenden. Dank der Geistesgegenwart. Managans wird die Gefahr beseitigt In einer eindrucksvollen Szane gelingt es Harry Parker, den Professor von der Gefährlichkeit der Erfindung zu überzeugen. Der Professor vernichtet das Herstellungsgehelmnis des Giftgases. Harry Plel hat wieder einmal Gelegenheit seine großen Fähigkeiten ln sympathischer Welse zu bekunden. Maria Solveg, die der Premiere beiwohnte und stürmisch bejubelt wurde, glänzte in der Rolle der Tochter dea Professors. Ed. v. W l n t e r s t e I n als Professor und Leonard Steckei als Oberst Sallt sind bemerkenswerte Figuren. Die Regle ist ausgezeichnet und gipfelt in jener Szene, ln der die grauenvolle Wirkung des Giftgases visionär demonstriert wird. d. sch. «Frankenstein.» Bin junger, ehrgeiziger Gelehrter versucht Tote auf elektrobiologlschem Wege ins Leben aurückzurufen. Er bemächtigt sich eines hlngerlchteten Verbrechers und es gelingt ihm tatsächlich während eines Gewitters, in den toten Körper Leben su bringen. In der Erkenntnis, daß die mörderischen Triebe ln seinem Geschöpfe weiterleben, beschließt er, ihm wieder das Leben su nehmen, was scheinbar auch gelingt Während der Junge Gelehrte seine Verlobung feiert erwacht der Totgeglaubte aus seinem Starrkrampf und, seiner verbrecherischen Natur folgend, verübt er die soheußlichston Greueltaten. Die Bauern machen sich unter Führung des Gelehrten auf den Weg, um den Unhold unschädlich zu machen. Dieser flüchtet ln eine Windmühle und findet dort den Verbrennungstod. Boris Karl off schuf als Verbrecher eine grauenerregende Gestalt Colin C11 v e wirkte als Gelehrter echt und überzeugend. soh. Wieder ein Riohard-Tauber-Film. Aus Berlin kommt die Naohricht, daß die Aufnahmen zu dem neuen Richard- Tauber-Film „Melodie der Liebe" soeben beendet wurden und daß die Erstaufführung bereits demnächst stattflndet Berliner Blätter schrieben anläßlich seines letzten Liederabends übereinstimmend, daß Richard Taubers stimmliche Qualitäten heute Uber die Carusos su stellen sind. „Llliom" ata Großtonfilm. Der neue Film der Fox Film Corporation „Llliom“ nach dem bekannten Bühnenstück von Frans Molnar wird demnächst in den Wiener Kinotheatern erscheinen und dürfte um so mehr Interessieren, als in Kürze Hans Albers auf der Bühne als Llliom zu sehen sein und das Publikum auf diese Welse interessante Vergleichsmöglichkeiten zwisoben Bühne und Film haben wird. Jttdistftew fporl Fußball Die jüdischen Fußballer ln Amerika. Gespräch mit Häusler. «Moschkatz», der alte Internationale der Hakoah, der die Glanzzeit der Hakoah mitmachte, ist für kurze Zelt ln Wien eingetroffen. Unser Sportberichterstatter hatte Gelegenheit, sich mit ihm über seinen sechsjährigen Aufenthalt in Amerika und über seine Pläne zu unterhalten. Seit vier Jahren spielt Häusler bei der New Yorker Hakoah. Dieser Verein wurde gegründet, um die 1,700.000 Juden der Hudson-Stadt dem jüdischen Sport näher zu bringen. Es erregte nicht geringes Aufsehen, als im Jahre 1929 die New Yorker Hakoah als erste jüdische Mannschaft die Meisterschaft von Amerika eroberte. Wer die amerikanischen Verhältnisse kennt, wer die Härte der amerikanischen Fußballspieler einzuschätzen weiß, die früher gewohnt waren, Rugby zu spielen und wer die großen Strecken berücksichtigt, die vor jedem Mesiterschaftsspiel mit allen möglichen und unmöglichen Verkehrsmitteln zurückzulegen sind, der wird auch den Erfolg der New Yorker Hakoah richtig zu würdigen wissen. In der Mannschaft spielten folgende Spieler von der Wiener Hakoah: Drucker, Eisenhoffer, Grünwald, Guttmann, Häusler und Wortmann Ferner gehörten ihr an: Mährer (D. F. C. Prag), Grünfeld (Stuttgart), Sternberg (Ujpest), Deszö Groß und Fischer (Vivo, Budapest). Die Tätigkeit eines Fußballers in Amerika ist sehr anstrengend, da wöchentlich bis zu drei Wettspielen zu erledigen sind. Amerika macht zwischen Professionals und Amateure keinerlei gesellschaftlichen Unterschied. Beide werden von der Gesellschaft anerkannt, geschätzt und geachtet. Speziell die Mitglieder der New Yorker Hakoah, deren Anhänger größtenteils Juden sind, werden in den besten Gesellschaftskreisen gerne gesehen. Die nicht-amerikanischen Fußballspieler, wie z. B. die aus Europa Eingewanderten, haben lediglich die Bewilligung, als Fußballer tätig zu sein, widrigenfalls sie, als dem Gesetz zuwiderhandelnd, ausgewiesen werden, ln New York existiert eine Organisation von 200.000 Mitgliedern, die «Young Man Hebrew Assoc», die, ausschließlich von reichen Juden gefördert, jungen Juden beiderlei Geschlechtes Gelegenheit bietet, sich sportlich zu betätigen. In Hockey, Baswall, Basket, Schwimmen, Rugbey, Soccer (Fußball) konnten die Mitglieder dieses Vereines glänzende Erfolge erringen. Anläßlich der Makkabiah wurden von der New Yorker Hakoah zwei Auswahlspiele veranstaltet, die als Wohltätigkeitsspiele einen derartigen E'folg hatten, daß ein Betrag von etwa 9000 Schilling als Beitrag zur Errichtung eines Stadions in Tel-Aviv erübrigt werden konnte. Nunmehr ist Häuslei bestrebt, eine groß angelegte Europatournee zu managen, die eine gemischte amerikanisch! Mannschaft bestreiten soll. Trotz der hohen Spesen, die diese! Projekt fast undurchführbar erscheinen lassen, hofft Häuslei zu einem günstigen Resultat zu kommen. Häusler, de« bi« August dieses Jahres in Wien bleiben dürfte, ist als Bericht* ersfatter des jüdisch-amerikanischen «Forward» und der eng* lischen «Evenlng-PoSt» tätig. D u n e k. Hakoah—Sportklub 1:1 (0:1) Stadion-Platz, 38.000 Zuschauer, Schiedsrichter Hößf. Die Hakoahner hatten weit mehr vom Spiel, konnten aber wegen des unproduktiven Spieles der Stürmer ihr« Feldüberlegenheit nicht durch eine entsprechende Trefferanzahl ausdrücken. Die besten Leute waren Feldmann, Am* Ster, Plaschek, Drucker, Fischer und Donnenfeld. Löwy Heß einen glatt haltbaren Ball passieren, schien jedoch hiebei durch die hefstehende Sonne stark behindert. Im Angriff versagten Eisenhoffer und Weißkopf vollständig. Die Dornbacher schlugen eine äußerst derbe Gangart ein. Der sonst gute Schiedsrichter Hößl war gegen die zeitweise geradezu ordinären Vergehen viel zu nachsichtig und ließ es immer nur bei Verwarnungen bewenden. Hakoah ist vom Anfang an durch das ausgezeichnet« Spiel der Halvesreihe überlegen, im Angriff brilliert Donnen* fefd, der aber weder bei Weißkopf noch bei Eisenhoffer entsprechende Unterstützung findet. In der 25. Minute wird nach Foul Druckers ein Freistoß gegen Hakoah verhängt Löwy läßt den aus zirka 15 Meter abgegebenen Schuß Sponas über seine Hände ins Netz gleiten. Nach Halbzeit vergibt Weißkopf eine ganz große Chance, sein Ball geht knapp am unbewachten gegnerischen Tor vorbei. Heß deckt den gegnerischen Flügel nicht und es folgen einige kritisch« Situationen für Hakoah, die aber teilweise mit Glück bereinigt werden. In der 32. Minute gibt Weißkopf einen scharfen Schrägschuß ab, der Ball springt von der Torlatte über die Linie. Hakoah hat ausgeglichen. Nach wechselndem Spiel vergibt wieder Weißkopf in der letzten Minute eine großartige Chance. Aufstellung: Löwy; Feldmann, Amster; Plat* schek, Drucker, Heß; Fischer, Mausner, Eisenhoffer, Donnenfeld, Weißkopf. Im Vorspiel spielten die Hakoah-Senloren gegen Po*izei«portvereinigung 1:1. Den Treffer erzielte Katz. H. Sp. Die Ergebnisse der Makkabiah Polen steht an der Spitze und erringt den Makkabiah-Pokal. Die Ergebnisse der Makkabiah für die allgemeinen Län* derkonkurrenzen sind: Polen schreitet an der Spitze mit 377 Punkten, den zweiten Platz nimmt Amerika mit 285, den dritten Oesterreich mit 254, den vierten die Tschechoslowakei mit 223, den fünften Palästina mit 218, den sechsten Deutschland mit 120, den siebenten Rumänien mit 14, den achten England mit 10 Punkten ein. Def polnischen Landesgruppe fiel als der Siegerin der erst« Makkabiah-Pokal zu. Die polnische Gruppe errang auch den Boxmeisterschafts-Pokal. * Wie aus der vorstehenden Mitteilung ersichtlich ist, haben die jüdischen Vertreter Polens, des Landes, dessen Teilnahme an der Makkabiah versehentlich nicht gemeldet wurde, schöne sportKche Erfolge errungen. Jüdischer Sport* und Schützenverein «Menorah», IX., Nußdorferstraße 16. Anmeldungen und Auskünfte: Mittwoch von 20 bis 22 Uhr. Schießzeit: Mittwoch von 20 bis 21 Uhr.’ Studentenkorps «Haganah»: Anmeldungen und Aus** künfte: Montag und Mittwoch von 20 bis 22 Uhr. Wirtschaft Nie man Orangenpflanztnpn in Erez Israel erwerben bann Der Orangenbau ist die vorherrschende Form der Kap#* talsanlage in Palästina geworden. Der durchschnittliche Ertrag war, wie S. Goldberg, Tel-Aviv, in seinem Aufsatz «Möglichkeiten der Kapitalsanlage in Palästina» (Palästina- Zeitschrift für den Aufbau Palästinas, März—Aprä 1932) schreibt, bisher 15 b's 18 Prozent. Man rechnet die Kosten für eine Dunam-Planzuftg — ein Dunam kostet je nach der Lage 4 bis 25 Pfund — bis zur Fruchttragung nach fünf Jahren mit 70 bis 100 Pfund. Das Bruttoeinkommen beträgt nach Fruchttragung durchschnittlich 25 bis 30 Pfund pro Dunam und Jahr, aber es werden in sehr guten Pflanzungen viel höhere Erträge erzielt. Da die Kosten im Durchschnitt 12 bis 15 Pfund betragen, so ergibt sich ein Nettoeinkommen von 13 bis 15 Pfund. Fruchttragende oder junge Gärten sind käuflich, gewöhnlich pflanzt man aber neue Gärten. Es gibt verschiedene gutbekannte Organisationen, welche Gärten nach einem Zahlungsplan offerieren oder Gärten vertragsmäßig anlegen. Erwähnt sei die Palestine Plantation Ltd., gegründet von Loid Melchett, die Plätze von 10 bis 30 Dunam fruchttragende Gärten zum Verkauf nach einem Zahlungsplan in ihrer Plantage in Tel Mond anbietet. Wenn die Käufer es wünschen, benält die Gesellschaft di« Aufsicht über die Gärten und den Verkauf der Früchte. Aehnlich können Orangenflächen von der «Jaffa-Plantation Ltd,» aus ihren Pflanzungen in Chedera gekauft werden. Eine andere als gutbekannte Organisation ist die «Gan Chaim“. Die Pica gibt Gelegenheit für Interessenten von Orangenpflanzungen in ihrer neugegründnten Siedlung «Pardess Chanah». Grundbesitzer, die nicht selbst in der. Lage sind, den Garten anzulegen, können sich einer Zahl von Vertragsgesellschaften bedienen, die es unternehmen, die Pflanzung bis zur Fruchttragung und auch weiter durchzuführen und dem Besitzer einen volltragenden Garten übergeben. Solche Organisationen sind «Jachin», Tel-Aviv, ein« Korporative der Histadruth und «Hanotea», die Abteilung für Pflanzung und Kolonisation der Organisation der Farmersöhne «Bnei Benjamin». Die «Hanotea“ arbeitet besonders in der neuesten Kolonie «Nathania^, wo bepflanztes und unbepffanztes OrangenJand in Einheiten von je 10 Dunam abgeteilt wird. Anfragen können an diese Gesellschaften odef an die Citrus-Sektion des jüdischen Farmerverbandes in Palästina, Rechoboth, gerichtet werden. Es gilbt auch andere Anlagemöglichkeiten in der Lami- Wirtschaft, wie Gemüse- und Milchwirtschaft sowie Hühner* Allen Freunden und Gesinnungsgenossen danken wir auf diesem Wege für die uns anläßlich de« Ablebens des Herrn Bezirksrates Norbert Rappaport erwiesene Anteilnahme Familien: Dr. Rappaport Dr. Selzer Strassmann

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