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Die Stimme · 1932-03-10 · Heft 218 (10.3.1932) · page 11

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Journal
Die Stimme
Volume
5 (1932)
Issue
Heft 218 (10.3.1932)
Date
1932-03-10
Page
– (sequence 11)
Language
German
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Kf. 218 — 10. März 1932 DIE SUMME Seite 11 |. | 4*1 I I VIII U II ■ Auskünfte und Anmeldungen äjiMBt StiKwmenl Treiel der Haganali bei! 9., Nußdorferstraße Nr, 16 * -- - - ---‘ — — — —"— —'- — ' •-“- - läßlich seiner Ernennung «um Fllloldlrektor der Verstehe» rungsgcsellschaft „Phönix“. Aus diesem Anlässe wird Herr Wlttlln auf Beschluß des Ausschusses in das Silberne Buch des Keren Kajemeth eingetragen. Zionistische Bezirkesektion innere Stadt. Donnerstag, den 17. d., Generalversammlung der Sektion. Erscheinen der Mitglieder Pflicht. Zelt: 20.30 Uhr. Ort: Cafd „Exzelsior“, f., Rotcnturm straße 24. Dsr Israelltisohe Frauenwohltätlflkeltsvereln für den 4, und 6. Bezirk ln der Siebenbrun ne ngasse U (Tempelgebäude), bittet um Spenden fUr die unglückliche Gattin und die beiden minderjährigen Kinder —■ der Knabe ist fünf», das Mädchen elfjährig — des am 2. d. M. in Simmering ermordeten Bürstenbinders Leo Spritzer. Die Familie Spritzers, der bekanntlich lungenkrank war, mußte schon früher unterstützt werden; nun, da ihr der Ernährer ganz fehlt, ist rasche Hilfe notwendig, um sie wenigstens vor Hunger zu schützen. Bund ehemaliger Zöglinge des Badner Waisenhauses in Wien. Wir ersuchen alle ehemaligen Zöglinge su den Jeden Mittwoch, 20 Uhr, stattflndenden Zusammenkünften bestimmt zu erscheinen. Zuschriften an Leo Gelles, II., Volkswehrplatz 10/5, Zeire Misraohi — Brüh Hanoar Hamisrachi. Samstag. 12. d. M., 20 Uhr, Diskussionsabend. Einleitende Worte: Ch. Markus Türkl. Erscheinen aller Chawerim Pflicht. Purimfeier der Zeiroth Hamisraohi. Sonntag, 20. d. M., 19.20 Uhr, findet tm Festsaal des Misracht, II., Praterstraße 11, eine große Purimfeier mit reichhaltigem Programm statt. JUdisoher Angestslltsnverband „Emunah“, Wien. Samstag, 12. d. M., 20.15 Uhr, lm Mirjamhelm, 1„ Jordangasse 7, Vortrag des Herrn Jakob Freundlich über „Spinoza als Mensch, Denker und Jude“. Eintritt frei. Gäste willkommen. — llibllotheksstundcn bis auf weiteres Dienstag und Samstag von 19.15 bis 20.15 Uhr. ' Verein der Tluster. Samstag, 12. d. M., 19.80 Uhr, im Lokal der Zion. Bozlrkssektlon II., Praterstraße 12, Mitgliederversammlung. Tagesordnung: Statuten und Eventuelles. Haschomer Hadati, II., Praterstraße 11. Der 11. Jom- Brith findet am 18. d, M., 17.30 Uhr, statt. — Diesen Sonntag halb!) Uhr vorm, treffen wir uns vor dem Holm ln Tracht. Ausflug: Dreimarkstein. — Am 20. d. M. Plugahsichah der Kwuzoth „Nescher, Gallll, Atld und Tlkwah“. — Am 27 d. M. Llcbtblidervortrag „In unserem Lagor — Erez Israel“. — Am Schuschan Purim (23. d. M.) Purlmfeler tm Helm. — Wir teilen mit, daß soeben ein Chumasoh- und Talmudkurs eröffnet wurde. Schulgemeinde des Chajes» Realgymnasiums. Große Purimakademie im Hotel „Post“, I.. Drachengasse 1, Mittwoch, 23. d. M., 19.30 Uhr. Reichhaltiges Programm. Karten zu 80 g, 1.50 und 2.— S ln der Direktion sowie bei den Schülern der Schule. Generalversammlung des „8ehomre Schabbos“. Sonntag, 1. d. M., fand im große Saale des Hotel „Bayrischer Höf“ unter Vorsitz des Herrn Moritz Fclsenburg die Generalversammlung des Verbandes der Sabbathfreunde „Schomre Schabbos“ statt. Mehr als 1000 Personen waren anwesend, als der Vorsitzende die Versammlung eröffnete und Herrn Generalsekretär David Türkl das Wort zur Erstattung des Tätigkeitsberichtes erteilte. Die Stellenvermittlung, Gewerbeförderung, Rabattaktion, Interventionen, Rcchtsberatung, Wlnterhilfeaktlon wurden mit Rücksicht auf den vorliegenden gedruckten Tätigkeitsbericht nur kurz gestreift. Der Referent richtete einen dringenden Appell an die jüdische Bevölkerung, die Arbeiten des „Schomreßclmbboa“, die lediglich den Wlrtschoftsinteressen der strenggläubigen Judensohaft dienen, auf das kräftigste zu unterstützen und die Stellenvermittlung des „Schomre Schabbos“ in jedem Bedarfsfälle ln Anspruch zu nehmen. In geistreicher Welse verstand es Oberrabbiner Dr. H, Carlebach, den Zuhörern einen Begriff der belügen Scliabbosldeo zu vermitteln. Der Halacha, der praktischen Seite der Arbeit für den Schabbos, folgte die Agada, die Aufklärung Uber Sinn und Größe des Schabbos. Der Schabbos als Kern des strenggläubigen Judentums, der Schabbos als Mittelpunkt, um den sich das jüdische Familienleben konzentriert, der Schabbos, als der von Gott gegebene und gesegnete Ruhetag, muß houte mehr denn Je mit aller Kraft verteidigt und mit aller Macht der nächsten Generation erhalten bleiben. Wie jener Fahrgast, der dem Fuhrmann zuliebe seinen Rucksack auf den Schultern behalten wollte, um dem Zugpferd die Arbeit zu erleichtern, machen es jene, die nicht stets der Allmacht des Ewigen sich bewußt sind und nicht wissen, daß der Allmächtige durch den Sabbath, für den Sabbath und wegen des Sabbath, dem Menschon mit seinem unfaßllchen Gottessegen Brocho und Parnoßo ins Haus bringt. Der Vortrag hat bei sämtlichen Zuhörern »tärksten und nachhaltigsten Eindruck hinterlassen. Es waren anwesend: Oberrabbiner-Stellvertreter Dr. Feuchtwang, die Gemeinderabbiner Dr. Lewln, Dr. Mehrer, Doktor Rosemann, die Rabbiner Schenk, Dr. Benedikt Pollak, Herr Dir. Dr. Deutschländer und als Vertreter der Kultusgemeinde Herr Viktor Bauminger. Klub jütliaoher Frauen, Caf6 „Colonnaden", 1., Rathausplatz 4, Mittwoch, 16. d„ 16.80 Uhr: Vortrag Frau Margit Ornsteln: Poppcr-Lynkeus’ „Bismarck und der Antisemitismus“. (lüste willkommen. Oie Schmiedl-Mazzoth werden von aller Welt sehr gerühmt. Auch wir wollen uns überzeugen, ob dazu eine Berechtigung voriiegt. Wir haben uns entschlossen, dis Schmledl-Mazzothfabrlk ln Floridsdorf unangesagt durch unseren Berichterstatter besuchen zu lassen. Derselbe suchte dort den Eigentümer der SchnihtU lizzothfabrik, den aus der Fürsorge und ■ 'bekannten Großkaufmann, Herrn Nathan Brodetzkl, auf, den er Inmitten einer Schar ihm sehr zugetaner Arbeiter und Gehilfen antraf, Ihm zur Seite bei seiner mühseligen und verantwortungsvollen Leitung die vom Rabblnat der Wiener Israelitischen Kultusgemeinde unter Vorsitz Sr. Ehrwürden Rabbiner Babad bestellten Maschgichlm (Aufseher). Erfreut von der peinlichen Sauberkeit, die dort überall herrscht und ln jeder Beziehung die Hygiene wahrt, wurde unser Berichterstatter von dem äußerst liebenswürdigen Herrn Brodetzkl durch den ganzen Betrieb geführt, damit er sich durch Augenschein von der modernsten Technik auf diesem Gebiete selbst überzeugen könne. Wegen Platzmangel folgen weitere Berichte ln der nächsten Nummer unseres Blattes. Klub dsr Palästinenser in Wien, I., Jordangasse 7. Bamstag, 12. d., findet eine dringende Assefath-Chawerlm Statt. Sonntag, 18. d.: Tlul. 8amstag, den 12. d.f begeht Herr Gabriel Dukes, der langjährige und segensreich wirkende Obmann der Bezirkskommlsslon, des Bethausvorstandea und der Chewra- Kadlacha für den 21. Bezirk der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, seinen 8 0. Geburtstag. Aus diesem Anlaß findet Bonntag, den 18. d., halb 4 Uhr nachmittags, Im Tempel, XXI., Holzmeistergasse 1, ein feierlicher Gottesdienst statt. Gleichzeitig feiert derselbe sein GOjährlges Geschäfts- Jubiläum. Unser Gg. Herr Natan 8pindel, der sich seit vielen Jahren ln selbstloser Welse und mit großen Opfern ausschließlich dem Vertrieb von Palästina-Produkten (Tozereth Haarez) lm großen widmet, stellt uns in liebeswürdiger Welse, behufs Einsichtnahme mit Bezug auf seine Palästina» Wein-Aktion für die herannahenden Ostern, ein Originalschreiben der alt- und weltberühmten Frledmannschen Weinkellereien, Marke Karmel Original, In Petach-Tlkwa, zur Verfügung. Wir entnehmen demselben, daß die Inzwischen oingetroffenen acht der besten und erprobtesten WeInsort.cn seiner Karmel-Original »Weine von Attesten und Hechscharim von Weltruf genießenden Chefrabblnorn, Ihrer Ehrwürden Abraham Jtzchok, Hakohan Kuk und Chalm Sonnenfeld, beide ln Jerusalem, begleitet sind. Allen Freunden und Gönnern Palästinas sei der Bezug von Palästina-Welnon mit der Marke Karmel »Original, die einzig und allein unser Gg. Herr Natan Spindel auf den hiesigen Markt zu bringen berechtigt ist, bestens empfohlen. Das neueste Buch in hebräischer, jüdischer und deutscher Sprache finden Sie in der Jüdischen Volksbibliothek „Zion“, Wien, II., Kleine Mohrengasse 8. Leihgebühr 80 Groschen (für Jugendliche 40 Groschen) pro Monat (keine BandgcbUhr). Blbllothoksstunden: Montag bis Donnerstag von halb 7 bis halb 9 Uhr abends; Sonntag von halb 11 bis halb 1 Uhr mittags. * Das Zionistische Landeskomitee für Oesterreich gratuliert herzlichst seinem Mitgliede, dem bewährten Gg. Herrn Gerson W i 11H n zu seiner Ernennung zum Direktor der Lebensversicherung «PhöniJc». Zionistische Bezirkssektion Wieden-Margareten Mittwoch, den 16. März 1932, l/29 Uhr abends, Zirenu- Heim, V., Wiedner Hauptstraße 130 GesprocheneZeitnng Referenten; Dr. Sal. Wolf, Dr. Z. F. Finkeistein, Bruno Rabinowitsch, Arthur Holzer, Pia Klein» Norbert Hochstim, «Benjamin». Jüdisthet fpowt VuOboll Hakoah—B. A. C. 1:1 (0:1). Hohe Warte. 8000 Zuschauer. Schiedsrichter Czerny. Die Hakoahner traten zu diesem Spiele unter den denkbar ungünstigsten Vorbedingungen an. Der grundlose Boden ließ die leichteren und technisch ausgezeichneten Briglttenauer als Favorits erscheinen. Außerdem mußten die Blau- Weißen auf den verletzten Amster verzichten. Es zeigte sich wieder, daß die jüdische Mannschaft ln einer ausgesprochenen Pechserle Ist, es zeigte sich aber auch, daß bet ehrlichem Kampfeswillen, der diesmal reichlich vorhanden war, auch das Glück erzwungen werden kann. Löwy und Feldmann, die gemeinsam das Verlusttor verschuldeten, boten, von diesem Lapsus abgesehen, ausgezeichnete Leistungen. Stroß 2 rackerte sich mit großer Aufopferung ab und konnte auch hübsche Teilerfolge erzielen. Die Halvesrethe hatte in Heß ihren weitaus besten Mann. Stroß hatte in der Platzmitte besonders unter den elenden Bodenverhältnissen zu leiden und machte, obwohl er auch auf dem Centrehalfposten sein Möglichstes tat, nach seinem gegen Schluß der zweiten Halbzeit mit Heß durchgeführten Platzwechsel als Flügelläufer viel bessere Figur. Placzek konnte seine sonstige Form nicht erreichen. Der Angriff verrichtete keine Heldentaten, die Spieler kämpften aber mit großer Aufopferung und speziell Mausner „zerriß“ sich. Im Anfang sind die Briglttenauer überlegen. Im Gegenstoß vergibt Mausner, als der Tormann gerade das Tor verließ, eine glänzende Chance. In der 16. Minute verschulden Feldmann und Löwy gemeinsam auf lächerliche Art ein Tor. Die Hakoahner lassen sich nicht entmutigen, haben aber unter großem Schußpech zu leiden. In der zweiten Halbzeit sind sie auch klar Überlegen und stellen ln der 25. Minute durch einen Elfer Feldmanns, wegen Foul an Eisenhofer, das Spiel ein. Vorher hatte 'Eisenhofer, nach glänzendem Durchbruch, wenige Schritte vor dem leeren Tor das Ziel verfehlt Trotz Ueberlegenheit der unglücklich kämpfenden Hakoahner bleibt es bei 1:1. — Hakoah: Löwy; Feldmann, Stroß 2; Heß, Stroß 1, Placzek; Mausner, Donnenfeld, Eisenhofer, Budai, Weißkopf. H. Sp. Schneider für feine Herrengarderobe Jakob Örnslein j Ip iinimuiHMiimiiihiiiitiiiiuiiiiiiiiiiiiiii.iiit iiiiimiiiiiiiiiiiminiimiiiiimii'imiiiiiiiiiiniiiimiiHiiii j Wien, 8, Bezirk, ßiltenbpurwgaste D/p 2 (bei der Tiaeienbt liehe) Telephon tl*. A hb-h-lh Nach dem Siege Hir*chls Ober den Cuiopameistei üehting Unser Sportberichterstatter hatte Gelegenheit mit dem gewesenen Leiter der Hakoah-Ringsektion Oskar GUnser über „Mikl“ Hirschl und seinen letzten Erfolg zu sprechen. Oskar Günser, nach wie vor der sportliche Berater Hlrschls, erklärte, da für ihn nur die Zelt lm Kampfe gegen Gehring eine Ueberraschung war. FUr ihn stand fest daß der Hakoahner an Technik allen europäischen Ringern zumindest gleichwertig ist Jedoch keiner von diesen imstande ist der Schnelligkeit von Hirschl annähernd Gleichwertige« entgegenzusetzen. Der Niederlage gegen Klapuch mißt GUnser gar keine Bedeutung bei. Er selbst war es, der Hirschl den Auftrag gab, mit dem ersten Platz In der Tasche, nichts zu riskieren. Und auch dann, als sich Hirschl verletzte, verbot er Ihm strenge, auf einen Sieg hinzuarbeiten, well ja auch eine Punkteniederlage Hirschl« zu seinem Siege genügte. Es sei dies nur ein Schönheitsfehler, der in Kürze ausgebessert werden dürfte. „Hat Hirsch Platzchancen bei der Olympiado ln Los Angeles?“ „Jawohl, Mlki Hirschl hat Chancen auf den ersten Platz, denn gerade ein Feld von hochklassigen Gegnern, die nicht ängstlich nur auf Ihre Verteidigung bedacht sind, sagt dem Hakoahner zu!“ „Wird eine Entsendung Hlrschls nach Los Angeles er« folgen?" „Das Ist eine heikle Frage. Für seine Entsendung hätte in allererster Linie der österreichische Hauptverband für Körpersport aufzukommen. Und einzelne der dortigen Vertreter sind der Hakoah nicht gerade günstig gesinnt. Da dürfte wohl alles Können Hlrschls nichts nützen. Die Hakoah selbst ist aber nicht ln der Lage, das notwendige Geld aufzubringen. Ein Hoffnungsstrahl ist, daß Hirsch! selbst ungeheuer populär ist und daß es vielleicht möglich sein wird, einige großangelegte sportliche Veranstaltungen zu organisieren. Sache des jüdischen Publikums wird es dann sein, diese Veranstaltungen durch lebhafte Propaganda zu unterstützen. Wir bereiten uns auf jeden Fall für eino eventuelle Entsendung vor. Hirschl ist zwar Jetzt wegen seiner Verletzung gezwungen, drei bis vier Wochen zu pausieren, aber sofort nach seiner Wiederherstellung beginnt der Ernst des Trainings. Meister Ernö Markus hat schon eine lange Liste vorbereitet, w’as Hirschl alles machen muß* und ich eine halb so lange, was er nicht machen darf. Wenn also Hirschl zur Olympiade fahren könnte (für even* tuelle Tips, wie es zu machen sei, wären wir sehr dankbar)* wird er dem jüdischen Sport gewiß keine Schande machen!* dunek. Jüdischer Sport- und Schützenverein „Menorah“, IX.* Nußdorferstraße 16. Auskünfte und Anmeldungen ln den; Amtsstunden, Mittwoch von 20 bis 22 Uhr. Jene ordentlichen Mitglieder, die sich noch nicht im neuen Helm gemeldet haben, mögen dies im eigenen Interesse ehestens nachholen* — Studentenkorps „Haganah". Anmeldungen Montag und Mittwoch von 20 bis 22 Uhr im Heim, IX., Nußdorferstraß® Nr. 16. Amtliche Verlautbarungen der Israelitischen Kultusgemeinde Wien Lieferungsvergebung. Seitens der Israelitischen Kultusgemeinde Wien gelangen im Laute der nächsten Zeit die nachstehend genannten baulichen Arbeiten zur Durchführung: 1. II., Tempel: Instandsetzung der seitlichen Abortvorbauten. 2. II., Floßgasse 14: Rituelles Bad — Instandsetzung der Damenbäder 1. Klasse und Llchthofverputz. 3. II., Rauscherstraße 16: Instandsetzung der Baracken für die Sonnentagsheime. 4. XI., Neuer Friedhof: a) Herstellung von vier Reservegrüften und Lieferung von Granitbelagen; b) Herstellung eines Straßenbahnsteiges vor dent 4. Tor; c) Instandsetzung und Oberflächenteerung von Straßen lm Friedhofsgelände. Hlefür gelangen zur Vergebung die: Baumeister-* Straßenbau-, Steinmetz-, Tischler-, Schlosser-, Anstreicher-* Glaser-, Maler-, Asphaltierer- und Installationsarbeiten. Jene Firmen, welche zur Offertstellung herangezogen werden wollen, werden eingeladen, dies bis längstens Mittwoch, den 16. März 1932, dem Technischen Amte der Israelitischen Kultusgemeinde, I., Seitenstettengasse 2, 4. Stock* bei welchem auch während der gewöhnlichen Amtsstunden (Samstage ausgenommen) alle näheren Auskünfte erteilt werden, schriftlich bekanntzugeben. Die freie Auswahl unter den sich meldenden Firmen zwecks Heranziehung zur Offertstellung für die einzelnen Arbeiten behält der Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde ausdrücklich seinem alleinigen Ermessen vor. Fortsetzung des Auszuges aus dem Verwaltungsberichte für das Jahr 1931 D. Fürsorgewesen. Die Gesamtausgaben des Kapitels „Fürsorgewesea** haben im Jahre 1931 S 2,015.184 (1,993.076) betragen. Ueberdies wurden aus Sammlungen und an Spenden für Vereine und wohltätige Zwecke durch die Israel. Kultusgemeindo Wien S 189.159 ihrer Bestimmung im Fürsorgewesen zugeführt. — Die Gesamteinnahmen dieses Kapitels (Spenden* Stiftungszinsen, Verpflegskostenrückersätze) einschließlich der durchlaufenden Posten, beliefen sich auf S 1,249.166 (1,188.842). Nicht einbezogen in diesen Ziffer ist die Aktion „Winterhilfe“, welche erst im Jahre 1932 zur Verrechnung gelangt. Bis zum Jahresabschluß waren hlefür S 69.506 eingegangen. In der Versorgungsanstalt der Kultusgemeinde waren 867 Betten belegt, ferner stand dieser Anstalt ein Saal im Spital der Kultusgemeinde mit 23 Betten für chronische Kranke zur Verfügung. Von den Insassen waren 181 Männer und 259 Frauen, 145 Pfleglinge waren ohne Jedes Entgelt untergebracht. Die Zahl der Verpflegstage hat 156.079 (148.407) betragen. Die Gesamtkosten der unentgeltlich Verpflegten allein beliefen sich auf S 181.935 (158.537); Insgesamt wurden für die Anstalt im Jahre 1981 S 487.635 aufgewendet (460.082). Die Einnahmen beliefen sich auf S 337.001 (325.194), so daß der Zuschuß S 150.638 (134.867) betragen hat. Der LebenBmlttelkonsum weift 10

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