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Die Stimme · 1932-02-18 · Heft 215 (18.2.1932) · page 9

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Journal
Die Stimme
Volume
5 (1932)
Issue
Heft 215 (18.2.1932)
Date
1932-02-18
Page
– (sequence 9)
Language
German
Belongs to
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Nr. 215 — 18. Februar 1932 DIE STIMME Seite 9 Sprechsaal der Stimme Für die Mitteilungen, die in dieser Rubrik erscheinen, übernimmt die Redaktion keine Verantwortung. Sehr geehrter Herr Redakteur: lö der Nummer von 11. d. Ihre« geach. Blattes melden Sie unter „Austritte aus dem Judentum“ einen Leo Könlgaßerger, mit welchem ich weder identisch nochverwandt bin. Da Ich diesbezüglich bereits von einigen meiner Bekannten interpelliert wurde, wäre ich Ihneh für eine diesbezügliche Mitteilung ln einer der nächsten Nummern Ihres Blattes sehr verbunden. Hochachtungsvoll Leo Königsberger, Inhaber der Knopffabrik Filipp Vogl, Funktionär diverser jüdischer Vereine. Jüdisdkew fport FuAball Frem-Crieket-i— Hakoah '2:1 (1:1, 0r1) Im Nachspiel Kewonfteni ~ KeTÜmautt ycrscl\ul.det tihd ver-r gibt eilten1 Eifer. . Hötve Warte. Die Hakoalmer haben dieses Spiel mit. viel Pech, aber dennoch verdient verloren. Das Pech, bestand darin, daß zahlreiche,, sonst unhaltbare Schüsse entweder knapp daneben oder an die gegnerischen Torstangen gingen. Weiters Sophiensäle darin, daß die Sieger 7 Minuten vor Schluß der regulären Kampfzeit mit sehr glücklichem Weitschuß auaglelchen und gleich Zu Beginn des Nachspieles durch einen Elfer die Führung erringen konnten, während Feldmann die gleiche Chance vergab. . Verdient haben, die Blau-weißen ihre Niederlage aber doch, .da Sie mit 1:0 in der'Führung so sorglos Spielten, läls pb sie ausgesorgt hätten. Als. sie dann' dien Ernst der Situation erfaßten,. war. es. zu. spät' udd außerdem War die ÖÜfensIvkraft durch Verletzungen Büdäii.'; uä<if.'Diaenhofers arg geschwächt Vielleicht hätte die Trdnsferierung Heß* ln den Angriff und die Zurückziehung Mausners, der Ira Sturm unmöglich war, eine Wendung herhelfiihren können. Die Verteidigung konnte entsprechen, obwohl Feldmann durch die eingangs erwähnten Elfipeter letzten Endes die Niederlage horbeiführte. Als Half war Stroß hervorragend Uöd auch die Flügelhalves konnten gut gefallon. Der Angriff hatte seinen besten Mahn in Welßköpf. Die Verbinder Büdal und Mausrior sind die Hauptschuldigen an der Niederlage. Eisenhofer, der noch nicht1'völlig geheilt antrat, ieglo sich große Reserve auf und fiel im Nachspiel ganz um. Reich legte eine Talentprobe ab. Die Crlcketer sind züerst in Front aber schon in der 8. Minute Ist Weißkopf nach schönem Sololauf erfolgreich. In;.der 15. Minute wurde eine Trajuorminute für das verstorbene Ausschußmitglied,’ Herrn Kann, eingeschaltet Elsenhofer schloßt zwelmaf'an die'Querlatte. In der zweiten Hälfte beginnt Hakäah rfrli’elfter großen Offensive.* Eipenftpifer bombardiert wieder nur^kuf - 'die' Stänge.* Zahlreiche Cbtüicen; Wrfläft'' tietir'düf'.cfi uÄd'^lii düfdfi^äfäKigi kelt vergeben; 7 Minuten. vor Schluß gleichen die Crlcketer durch einen Weitschuß, des rechtes Halft, äus. Im Nachspiel verSchuldot Feldmann in .der 2. Minute einen Elfer, der verwandelt wird. Einige Minuten vor Schluß vergibt Weidmann die gleiche Chance, da er den Penalty an die Torstange schießt Hakoah: Löwy; Feldmann, Amster; Heß, Stroß, Piaczek; Reich, Mausner, Elsenhofer, Budai, Weißkopf. H. Sp. ' Rinden' ' Der Kampf der Meister Klubringkampf Hakoah (Wien) gegen U. T. E, (Budapest). Samstag, den 20. d. M., um 22.3Ö Uhr, findet im' Zirkus Zentral ara Praterstern eine -äußerst'• interessante Rift görveranetaltung statt U.' T. E. (Budapest) wurde von den Wiener Hakoah-Ringern - «Ingeiaden, ' hier'• elhfeö -Klubrlngkarnpf zu absolvieren;: ■ ■ Wenn auch die Ungarn als Favorit» - stärten; Werden die' BJäü-weißen dennoch all©5 Kräfte daransetzen müssen, um gegen das „W ü n d e r t e a m“- aufzukommen. Speziell im Leicht-, Mittel- und Schwergewicht sind ungemein spannende Kämpfe zu erwarten, da die Ungarn in ihrer jetzige!) Aufstellung zu einer der besten kontinentalen Mannschaften gehören.' Der Führer .der Budapestfer. ist der bekannte Weltmeister Ing. ft a d v ä.n y,. welcher derselben Schule entstammt wie Ernö Markus, der allseits beliebte Trainer der Wiener jüdischen Athleten, dem diese ihre führende Stellung im Kraftsport zu verdanken haben. Die Aufstellung lautet: Bantamgewicht: Flttcaup (Batch)’ gegen Imrlk (U. T. EL); Federgewicht; B. Gottlieb (H) gegen Totb (D); Leichtgewicht: Schianger (H) gegen Bake (fJ): .'Weltergewicht: Bergmann (H) gegen K&rpäti (Ü); Mittelgewicht: Birnbaum (H). gegen Proka (U) : Halft. Schwergewicht: Miiller (H) gege|i^«Wtt|^.":^)f.'...BQW«rT gewicht: Hirsch! OH) .gegcn Horlfhg- XlJj» 'Du-—Nek. :.■ /; ...; ■ \ Jüdischer 8port* und Sqliützehvereln „Menorah“, IX., Nüßdorferstraße lg, Auskünfte unÖ-Anmeldungen in den Amtsstünden; ’ Mittwoch voti jio bis; 32 Uhr. Jene ondeptlichen; Mitglieder, dft’ slbh ttöehWicht iip; neuen Helm gemeldet .habbn,. itiögen dles imv eigenen Interesse ehestens nachiuilen. — Studentenkorps „Haganaft". Anmeldungen Montag und Mittwoch, 20 bis 22 Uhr, Nüßdorferstraße 16. Togal-Tabletten sind ein hervorragend bewährtes Mittel hei rheumatischen und gichtischen Schmerzen, Nerven- und Kopfschmerzen, Glieder- und Gelenkschmerzen und Erkältungskrankheiten. Auf Grund der zweckmäßigen Zusammensetzung und der vorzüglichen Erfolge, welche von namhaften Aerzten und in zahlreichen Kliniken und Krankenanstalten mjt Togal erzielt wurden, hat dieses Präparat in kurzer Zeit allgemein« Anerkennung gefunden. Qrazer jüdischer Sport Wohl selten hat die Graser Hakoah in allen ihren Sektionen den Sportbetrieb so früh eröffnet. Fast in allen Sportsweignn ist bereits regste Arbeit festzustejlcn. Di<> Fußballsektion hatte vergangene Woche bereits ein Cupspiel zu absolvieren. Dieses Spiel brachte bei dauernder Ueberlegenbeit der Hakoahner einen einwandfreien und sicher erfochtenen S:2-81eg gegen den Sportklub Vorwärts. Auf dem vollkommen durchweichten Sportplatz war natürlich von einem regulären Spiel keine Rede, trotzdem erwiesen sich die Hakoahner ihrem Gegner ln allen Belangen überlegen. Hakoah—0. A. K. 0:1 (0:0) Diesen Sonntag kam bereits dieser für die Grazer .Sportwelt als Schlagerspiel qualifizierte Wettkampf zwischen den beiden alten Rivalen, dem steirischen Meister und der Grazer Hakoah, zur Austragung. Der G. A K, der bereits eine Reihe von Spielen hinter sich hatte, erfocht gegep die erst zum zweitenmal antretenden Hakoahner einen dem Spielverlauf keineswegs entsprechenden Sieg. Die Blau-weißen gaben einen durchwegs gleichwertigen Spielpartner ab und hätten bol etwas mehr Glück sicherlich ein Remis erreichen müssen. Insbesondere das Hinterspiel erwies sich als sicheres Bollwerk. Von den Stürmern gefielen insbesondere die Flügelstürmer, während das Jnnentrlo durch allzu langes Kleben am Ball eine schlechte Taktik verfolgte. Mit großem Interesse sah inan dem Debüt de« Wiener Spielers Adolf FiBcher entgegen, der, wenn er den richtigen Anschluß an seine Nebenspieler erhalten haben wird, sicherlich eine wesentliche Verstärkung der Grazer Mannschaft darstellen dürfte. Grazer Hakoah, Schachmeister von Steiermark Einen gewaltigen Erfolg konnte die 8chachsektlon der Graser Hakoah am vergangenen Sonntag verbuchen. Gelang es ihr doch gegenüber alten und routinierten steirischen Schachvereinen ungeschlagen die Landesmeisterschaft des Jahres 1931/32 an ihre Farben zu heften. In einem glänzenden Siegeslauf wurden alle Gegner geschlagen. Die Schachmannschaft ln der Aufstellung: Rosenrauch O., Weiß O., Reichmann, Btrmann, Rosenrauch J.( Weiß S., Singer, Wagner, JelUnek und Prucker hat sich jedenfalls Purim-Hadit in Tel-Jhriv aSBasaHHBBMBBMBHBMHMSBBBHHBMBMnnHni ein Ruhmesblatt in die Geschichte der Grazer Hakoah geschrieben. Vor allem ist es ein Verdienst des Sektionsleiters Oswald Weiß, der durch aufopferungsvolle Tätigkeit sich der Sektion zur Verfügung gestellt hat und den Löwenanteil für sich ln Anspruch nehmen kann. Die Schachsektion hat weiters au,ch bei dem letzten großen Thaiiaturnier die beiden ersten Plätze durch die Spieler Reichmann und O. Weiß an «Ich gebracht. Einer Einladung des benachbarten Marburger Schachkluba folgend, spielte die Grazer Mannschaft auch am letzten Sonntag gegen die Jugoslawen in Marburg und konnte trotz der schärfsten Konkurrenz, es saßen Insbesondere fünf jugoslawische Olympiäspieler an den Brettern, einen ehrenvollen (2%:4%) Achtungserfolg erringen. ..... Kultursektion der Grazer Hakoah .Ki^tursekÜop. der. Orazer .Hakoah fcfe\t def Präsident der 'Grazer Kultusgemeinde, Herr Dr. Robert Sönnehwaid, einen vielbeachteten Vortrag mit dem Thema „Das Judentum als geistiges und kulturelles Phänomen". Eine große Anzahl begeisterter Zuhörer lauschte den glänzenden Ausführungen des Redners, der durch seine packende Vortragsweise das vollste Interesse der Zuhörer für sich in Anspruch nahm. Es konnte daher nicht wündernehmen, wenn der Referent am Schlüsse seines Vortrages für stürmischen Beifall danken mußte. Donnerstag, den 1L d. M., fand im Klübheim der Hakoah die Abschiedsfeier für den nach Palästina auswandernden Spieler Josef Burstin statt. Mit dem Namen Burstin ist ein großes Stück Grazer Hakoah verquickt und konnte es nicht wündernehmen, daß die gesamte sporttreibende Jugend sowie eine große Anzahl der treuen Anhänger des Vereines sich zu dieser Abschiedsfeier eingefunden hatten, um noch einmal einem Spieler, der Jahre hindurch sich aj8; ehrlicher und treuer Hakoahner bekannt bat, zu verabschieden. Die Feier eröffneto der Sektionsleiter der Kultursektion, Herr Lehrer Hermann, mit einem Vortrag über die Makkabia. In glänzendster wie auch temperamentvollster Welse entwickelte der Vortragende die Bedeutung dieses jüdischen Sportfestes und wußte so eindringlich sieb in die Herzen der Zuhörer zu sprechen, daß wohl die meisten den abschiednehmenden Josef Burstin beneideten, an dieser Veranstaltung teilnehmen zu können. Als nächster nahm der Präsident des Vereines Abschied von Joschu Burstin, bat ihn, dan Verein auch in der Ferne nicht zu vergessen und zu versuchen, die nationalen Interessen auch ln Erez zu hegen und zu gelegen. Als Andenken wurde ihm ein in großzügigster Welse gespendeter Hakoah-Hing übergeben- Die Verdienste des Burstin wurden nun vpn den Vertretern der Sektionen, den Herren SL Weiß und Fürst, näher, beleuchtet und ihm der Dank der Aktiven für seine treue Kameradschaft ausgesprochen. Gerührt ergriff nun der -Geehrte dos Wort, bedankte sieh für die ihm zuteil gewordenen Ehrungen und versprach, in der Ferne dem Verein Anhänglichkeit und Treue zu bewahren. Is. Bu. GroSNeisclmauerei SIEGM. KORN MEHL Zentral» IX» Bgrggßwc IV. Tgu A ll-ö-ühu. A16-9-34 Lieferant für Heilanstalten Abtellunpnn <0r ^Fleltch unter Aufsicht des Ehrwürdigen tfaobmats der israelitischen Kultusgemeinde Wien äuiesasteiiuns ^es «n*o* IX, Bervgasse 1 XVHi Wihrin^erstrafle KONZERTDIREKTION DR. MENDELSSOHN, W!EN, I. Einziges Konzert J. Sesal Rosenbodi-Tenor Samstag, den 5. Mörz 1932, 8 Uhr abends, im Kammerkonzertsaal 1., Singerstraße 16 Programm: Palästinensische (hebr.-jemen.-arab.) Ostjüdische und italienische Gesänge, populäre jiddische Volkslieder. Karlen ron S!*— hip 9’—, Bücherstube Rath, Wien, II., Tahorptr&Be 20a Heitere £tfte Wie heißt Bialik mit dem Vornamen? Zwei Juden sitzen im Kaffeehaus. Der eine sagt: «Also schön hat Chaim Nachman Bialik gestern gesprochen.» «Wieso Chaim Nachman? Er heißt doch Baruch Haba!y>??? «Natürlich, Bartich Haha und nicht Chaim Nachman. Es war doch schwarz auf weiß im Leitartikel der «Stimme» geschrieben: «Baruch Haba Bialik»/ Amtliche Verlautbarungen der Israelitischen Kultus* gemeinde Wien Z. 6S8 ex 1932. Konkur»«us8chreibung. Im Spitole der iorael. Kultusgemeinde Wien, XVIII., Währinger Gürtel 97, gelangt an der chirurgischen Abteilung eine Asslatentenstelle zur Besetzung. Zur Anstellung sind erforderlich: die österreichische Staatsbürgerschaft, lediger Stand, die Berechtigung zur Ausübung der Heilkunde in der österreichischen Republik, die körperliche Eignung (nachgowiesen durch ein von einem der Vorstände der medizinischen Abteilung des eigenen Spitales ausgestelltes Zeugnis) und ein Alter von. unter 35 Jahren. Mit der Stelle ist nebst dem in der Besoldungsordnung für die Abteilungsärzte des Spitales der israel. Kultus- 19. M8rz 1932 gemeinde fixierten Barfceaue-difti Benützungeiner möblierten Naturalwohnung 'samt Beleuchtung, Beheizung^;, und- - Bedienung, sowie die volle Verköstigung verbunden. Für dl© letztere werden die; Eigenkosten.-, von dem Monatspezuge in 'Abzug gebrächt, wobei der Abzug ein Viertel der Bezüge nicht überschreitet. Mit den Personaldokumenten (Geburtsschein, Helmatsschein, Diplom, Nachweis der Zugehörigkeit zum Judentum, Zeugnisse über die bisherige fachliche Verwendung) belegte Gesuche sind an den Vorstand der Israel. Kultusgemeinde Wien, I., Seitenstettengasse 4, bis längstens 15. März 193 2, lt Uhr mittags, zu überreichen. Wien, 15. Februar 1932. Der Vorstand der israel. Kultusgemeinde Wien. * Z. 6S8 ex 1932. Könkursaussebreibung. Im Spitale der israel. Kultusgemeinde Wien, XVIII, Währinger Gürtel 97, gelangt am Röntgeninstitute eine Sekundararztstelle zur Besetzung. Zur. Anstellung sind erforderlich: die österreichische Staatsbürgerschaft, lediger Stand, die Berechtigung zur Ausübung der Heilkunde in der Österreichischen Republik, die körperliche Eignung (naebgewiesen durch ein von einem der Vorstände der medizinischen Abteilung des eigenen Spitales ausgestelltes Zeugnis) und ein Alter von unter 25 Jahren. |dit der Stelle Ist nebst dem in dar Besoldungsordnung für die Abteil ungsärzte des Spitales der Israel. KultUsgemelnde fixierten Barbezug die Benützung einer möblierte« Naturalwohnung, samt Beleuchtung. Beheizung und DedlOnung, sowie die volle Verköstigung verbunden. Für dl« letztere werden die Eigenkosten von dem Monatst.ez jge m Abzug gebracht, wobei der Abzug ein Viertel der Bezüge nicht überschreitet Mit den Personaldokumenten (Geburtsschein, Helmutsschein; Diplom, Nachweis der Zugehörigkeit zum Judentum, Zeugnisse Uber die bisherige Sachliche Verwendung) belegte Gesuche sind an den Vorstand der israeL Kultusgemovnüe Wien, L, Seitenatettengasse 4, bis längstens 15. März 19 32, 12 Uhr mittags, zu überreichen. Wien, 15. Februar 1932. Der Vorstand der israel. Kultusgemeinde Wien. Wien, den lfl. Februar 1932. Verlautbarung! Fleischhauer L Hoffmann, VL, Liniengasse 34, Geflügel-, ßelchwaren- und Weinhändler, gibt in einer Gesohäftsanzeige bekannt daß sein Betrieb unter meiner Aufsicht steht März — m für „Die Stimme“?

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