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Die Stimme · 1932-02-18 · Heft 215 (18.2.1932) · page 8

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Journal
Die Stimme
Volume
5 (1932)
Issue
Heft 215 (18.2.1932)
Date
1932-02-18
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Seite 8 DIE STIMME Nt. 118 — 18. Februar 1831 Ankündigungen und Mitteilungen Zionistisch« Jugendgemeinschaft „Brlth-Hsrzl“, Wien. XX.. Jägerstr&ße 30. Wochenprogramm: Donnerstag, den 18. d. M., hält Herr Dr. I. Waldmann im Rahmen der Stchah Klalith einen Vortrag über „Zionismus und Sozialismus'*. Beginn halb 8 Uhr abends. — Samstag, 20. d. M., Sichoth. Kindergruppe (4 Uhr), Kwuzah „Dror“ (5 Uhr), Kwuzah „Achwah" (6 Uhr), Kwuzah „Tikwah“ (halb 7 Uhr). Um halb 8 Uhr abends: Vortrag des Herrn S. Weinreb über „Die jüdische Arbeiterbewegung in Palästina". — Sonntag. 8 Uhr früh, Wanderung ab Schwedenplat*. Um 7 Uhr abends Heimabend. — Montag, 8 Uhr: Hebräisch für Anfänger. — Dienstag und Mittwoch: Sichoth. — Donnerstag: Führerkurs (halb 8 Uhr), Chug Iwri (halb I Uhr). Dia zionistisch« Sektion Prater hält Freitag, 19. d. M., halb 8 Uhr abends, im eigenen Helm, II., Jungstraße 8, ihren Oneg-Schabat ab und bittet um zahlreichen Besuch. Zionistisch« Sektion Zwiachenbrüoken, XX., Leystraße Nr. 81. Samstag, 20. d. M., findet um 8 Uhr abends ein Vortrag von Dr. Michael Steinberg statt Die Mitglieder werden zu diesem Vortrag eingeladen. Gäste herzlichst willkommen. Freitag wie gewöhnlich Bibelzyklus. Beglfln 8 Uhr abends. Das Heim ist gut geheizt Verein zion. HochschUler „Z, P. Chajes“. Der nächste Abend der hebr. Arbeitsgemeinschaft unter Leitung von Herrn Prof. Kästenbaum und Schlomoh Auerbach findet am Freitag, 19. d. M., präzise 8 Uhr, ln unserem Helme, II., Praterstraße 13, statt Es wird ersucht pünktlich zu erscheinen. Blalik (Schirim) und „Ejn Jaakow (Brachoth) sind mitzubringen. Zionistische Sektion und Tischgesellschaft Landstraße. Dienstag, 23. d. M., spricht Im C&fö Lovrana, 20.45 Uhr, Herr Dr. Z. F. Finkeistein über das Thema „Die geistigen Strömungen des Judentums Im 19. Jahrhundert“. Hebräischer Kurs Uber Bialik. Im Heim der zionistischen Bezirkssektion Leopoldstadt wurde ein Blallk-Kurs zu Anfang des laufenden Jahres begonnen und erfreut sich durch die gründliche und anregende Methode Professor Raths immer größeren Interesses und steigender Teilnehmerzahl. Der Kurs ist frei zugänglich und wird jeden Samstag um 18.45 Uhr, II., Praterstraße 18, abgehalten. Voraussetzung ist, daß die Teilnehmer im Hebräischen etwas vorgeschritten sind. Gleichzeitig sei auf den ebenfalls Samstag, um 17.45 Uhr im selben Lokal abgehaltenen hebr. Konversationskurs für etwas Vorgeschrittene unter Leitung des Herrn Donner hingewiesen. Makkabi-Hazair-Brith-Ziranu, Wien. Unser Bund hält seine diesjährige Akademie am 20. d. DL ab. Beginn 8 Uhr abends, Hotel „Post“, I., Fleischmarkt 24. Bezirksselction Innere 8tadt. Montag, 23. d. M„ 20.45 Uhr, Vortrag des Herrn Prof. Julius Wolfsolm: „Juden in der Musik". Vortragsort: Cafö Exzelsior, I., Rotenturmstraße. Gäste herzlich willkommen. V. Z. H. „Theodor Herzl“, II., Krummbaumgasse 10. Samstag, 20. d. M., findet in unserem Heim, 30.80 Uhr, ein Vortrag und Bb. Michael Patrons statt. Thema: „Soziale Schichtung und wirtschaftliche Lage der Ostjuden in der Blütezeit des Kapitalismus". Zionistische Hochschüler als Gäste willkommen! Zion. Bezirkeeektion Leopoldstadt. Wochenprogramm: Donnerstag, 18. d. M-, 20 Uhr, Vortrag Dr. Hans Wachtel: „Die Grundzüge des nationalsozialistischen Programms" mit anschließender Diskussion. — Samstag, 20. d. M., 17.45 Uhr, hebr. Konversationskurs, Leiter: Herr Donner; 18.46 Uhr, hebr. Literaturkurs (Blalik), Leiter: Heqr Prof. Rath. — Sonntag, 21. d. M., 5-Uhr-Tee. — Mittwoch, 24. d. M., 30.15 Uhr, Hebräisch für Anfänger. — Donnerstag, 25. d. M., 20 Uhr,. Vortrag. Oberrabbiner Dr. Cariebach über den Schabbos. Im Rahmen der Generalversammlung des Verbandes der Sabbatfreunde „Schomre Schabbos“, die am Dienstag, den I. März, 19 Uhr, im Festsaal des Hotel „Bayrischer Hof'*, II. , Taborstraße 89 (Eingang Obere Augartenstraße) stattfindet, hält Herr Oberrabbiner Dr. H. Cariebach, Baden bei Wien, einen Vortrag über das Thema „Die heutige Zeit und der Schabbos". Rabattaktion des „Schomre Schabbos“. Wenn auch die Entscheidung über die Bezeichnung, die die vom „Schomre Schabbos" Ins Leben gerufene Rabattaktion führen wird, noch nicht gefallen ist, sei zur Aufklärung über den Sinn und Zweck der Rabattaktion schon heute folgendes gesagt: Jeder Groschen spielt eine Rolle. Man versucht zu sparen, wo man nur kann. Dies unseren jüdischen Brüdern und Schwestern zu ermöglichen und gleichzeitig jüdische Kaufleute zu fördern, ist der Zweck der Rabattaktion. Trotz ohnedies niedriger Preise, erhalten die Kunden von den der Ra-battaktlon angeschlossenen Firmen bei jedem Einkauf für einem Schilling eine Marke in ein Büchlein eingeklebt. Der „Schomre Schabbos“ zahlt für das vollgeklebte Büchlein (hundert Marken) 6 Schilling ln barem aus. Wir empfehlen unseren Gesinnungsgenossen, ihre Einkäufe nur gegen Erhalt von Rabattmarken des „Schomre Schabbos“ zu tätigen. Jüdischer Angestelltenverband „Emunah.'4 Samstag, 20. d. M., im Mlrjamhöim, I., Jordangasse 7, Vortrag des Herrn Bruno Rabinowltz über: „Phänomen Palästina“ (Eindrücke von einer PalästinareiseX. Beginn 20.15 Uhr. Eintritt freL Gäste willkommen. — Gratis-Hebräischkurs. Wir eröffnen Donnerstag, 25. d. M., einen Gratiskurs ln Hebräisch für Anfänger, um auch Unbemittelten die Möglichkeit zur Erlernung unserer Nationalsprache zu geben. Einschreibungen werden Montag, Dienstag und Donnerstag von 7 bis 8 Uhr abends entgegengenommen. Zaire Misrachi-Brith Hanoar Hamiarachi, II., Prateratraße 11. Samstag, 20. d. M., 20 Uhr, findet in unserem Heim ein Vortrag Herrn Rabb. Dr. Murmelsteln über das Thema „Antisemitismus im Mittelalter“ statt. Gäste willkommen. Vereinigte zion.-soz. Arbeiterorganisation Poale Zion- Hitachduth. Donnerstag, 18. d. M., 20 Uhr, findet im Borochowheira, II., Blumauergasse 1, ein Diskussionsabend statt mit dem Thema „Probleme der Kultusgemelnde“. Verein für jüdische Geschichte und Literatur. Montag, 32. d. M., findet im Klubsaal der Hako&b, I., Wleslnger- •traße 11 (Caf6 „Atlashof", eigener Eingang. Souterrain), ein Vortrag des Herrn Hofrat Dr. Siegmund Fuchs über „Aberglaube bei den Juden“ statt. Anschließend Rezitationen von Fräulein Margarete Bach. Beginn 19.80 Uhr. Eintritt freL Gäste willkommen. Frauengruppe Mariahilf, Donnerstag, 18. d. M., findet im Cafö Mariahilf, 20 Uhr, der Vortrag der Frau Cylla Waldmann über „Ethik und Hygiene ln der jüdischen Ehe" statt Makkabl Hazair-Brlth Zirenu. Akademie am Samstag, 20. d. M., 20 Uhr, Hotel „Post“, I., Fleischmarkt 24. Karten su 8 1.50 und 1.—, Jugendlich« 50 Groschen. JOdisehe Moderne. Dr. Oskar Karb&ch spricht am 28. d. M. im Cafö Dobnef, VI., Getreidemarkt 11, 20.80 Uhr, Über „Die politische Lage der Juden in Europa". Gäste willkommen! Organisation zion, Frauen Oesterreichs. Dienstag, den 2t. d. M., 20 Uhr, Vortrag der Frau Cylla Waldmann über daa Thema „Einiges Uber Ethik und Hygiene in der jüdischen Ehe“. Ort: T., Jordangasse 7 (Mirjamhelm). Zionistische Bezirkssektion Wieden-Margareten. Mittwoch, den 2. Marz, um halb 9 Uhr abends hält der Direktor des landesgerlchtllchen' Gefangenhauses in Wien, Herr Max Birnstein, lm Zirenu-Heime, V., Wiedener Hauptstraße Nr. 130, einen überaus Interessanten Vortrag: „Die kriminelle Frau.“ Gäste willkommen. Histadruth ivrith, II., Praterstraße 13. Samstag, den 21. <L, pünktlich 8 Uhr abends, lm Saale der zion. Bezirks- Sektion n, Praterstraße 13, außerordentliche Mitgliederversammlung. Tagesordnung: Awodath Snlf hebrith haivrlth haolamit b* austrla. — Sonntag, den 22. d., 8 Uhr abends, im Herzel-Saale, II., Augartenstraße 3S, Abend der junghebräischen Literatur. Es sprechen die hebräischen Schriftsteller aus Palästina E. Steinmann und M. Schlonsky Uber „Strömungen der Junghebriiischen Literatur ln Palästina". Zionistische Sektion, XVIII. Dienstag, den 23. Februar, 8 Uhr abends, lm Cafö Währlngerhof, XVIII., Aumannplatz, Vortrag des Herrn Dr. Chaim Tartakower über „Mittelstandskolonisation in Palästina“. Volkbibliothek „Zion44. Bei der letzthin stattgefundenen Generalversammlung der Volksblbliothek „Zion“ wurde nachstehender Ausschuß gewählt: Präsident: Dr. Leo Goldhammer; Vizepräsidenten: Siegmund Haber und Gerson Wittlin; Sekretariat: Sonja Brandstädter und Dr. Körner; Bibliothekare: Jlzchok Gel and er, S. Picker und Dr. Schlomoh Horowitz; ferner Doktor Flnkelsteln, Frau Günsberg, Isidor Lebensohn, Mermelsteln, Dow Rosenblum und S. Weinreb. Zweite Matinee Sarah Osnath Halevy Sonntag, den 14. d., fand im Theater in der Josefstadt die zweite Matinee der jemenitischen Künstlerin Sarah Osnath Halevy statt. Vor einem auserlesenen, kunstverständigen Publikum brachte diese junge, äußerst begabte Künstlerin ihre orientalischen Lieder in hebräischer Sprache zum Vortrag und erntete verdienten, lebhaften Applaus. Zum Schlüsse der Matinee war die Begeisterung des Publikums so groß, daß Sarah Osnath Halevy manche Lieder wiederholen mußte. Jüdisches Jahrbuch für Oesterreich Unter diesem Titel erscheint in Bälde ein Almanach für das kommende jüdische Kalenderjahr 5693 (1932/33), herausgegeben von Löbel Taubes und Chajim Bloch. Dieses Jahrbuch soll das Sinnbild friedlichen Schaffens des österreichischen Judentums sein und keiner Sonderpartei dienen. Es soll das Leben der österreichischen Juden und deren geistige Interessen veranschaulichen. Neben einem Kalendarium wird das Jahrbuch ein ausführliches Verzeichnis aller jüdischen Gemeinden Oesterreichs sowie deren religiösen, sozialen, kulturellen und gesellschaftlichen Körperschaften bringen. Wertvolle literarische Beiträge namhafter Vertreter des jüdischen Schrifttums, der Kunst und Wissenschaft bilden den weiteren Inhalt des Jahrbuches. Das «Jüdische Jahrbuch für Oesterreich» wird zu einem unentbehrlichen Familienbuch für das jüdische Haus sowie zu einem wichtigen Handbuch für die jüdischen Gemeinden, Institutionen und Vereine ausgebaut werden und so einem längst fühlbaren Mangel abhelfen. Adresse: «Jüdisches Jahrbuch für Oesterreich», Wien, IX., Liechtensteinstraße 60. Jlotizen Gastspiel Dr. Paul Baratoff* Ben Zwi in den Jüdischen Künstlerspielen, II., Praterstraße 34, Tel. R 40-0-94. Infolge des großen Interesses, das dem Schauspiel „Hinkemann“ von Ernst Toller mit Dr. Baratoff ln der Hauptrolle entgegengebracht wird, verbleibt das Stück von Freitag, den 19. d. M., bla Montag, den 22. d. M., auf dem Spielplan. Es wirken die Damen Ola Schlifkowltz, Frau Mira Floren, bekannt unter Magda Carmen von den Jarno-Bühnen, und die Herren Zelnlker, Sigal, Preis usw. mit Die Direktion des Theaters bereitet derzeit die Aufführung von Strlndbergs „Vater“ mit Dr. Paul Baratoff in der Hauptrolle vor. Kartenbestellungen werden auch telephonisch unter Nummer R 40-0-94 entgegengenommen. Die Wiener Rezitatorin Margarete Baeh veranstaltet ihren diesjährigen Vortragsabend Donnerstag, den 25. d. M., tm kleinen Konzerthaussaal. Mitwirkend Prof. Josef Zimbler. Karten bei Konzertdirektion Gronner, I., Graben 28. Chawer Krybus — bei einem Paläatinaabond. Die J. S. A. J. veranstaltete am 12. d. M. einen Palästinaabend, der insbesondere durch das Auftreten des Chawer Krybus, der ln wundervoller Welse hebräische und Jlddtsche Lieder Interpretierte, erfolgreich war. Besonders stürmisch akklamlert wurden die Lieder „Mlnhag chadasch“ (Blalik-Engel) und „Gamal“ (Gorochon). Herr Krybus wurde von Fräulein Paula Haar ausgezeichnet begleitet. Großer Erfolg von Frl. Renee Gugik, Gelegentlich des Wiener Gastspieles von Molssls Ensemble, das sich auf einer mitteleuropäischen Tournee befindet, konnte man die jugendliche Schauspielerin Renda G u g i k, Mitglied der Münchner Kammersplele, eine Tochter deB Mariahilfer Zio¬ Jüdischer UniersiUfzumjsvereln Der Obmann, Herr Jacob Heliczer, dankt dem gesamten Ballkomitee, insbesondere der Leiterin, Frau ADELE LUPU für ihre aufopfernde Tätigkeit bei dem Elite-Ball Der Reinertrag ist zur Gänze für humanitäre Zwecke verwendet worden. Die Generalversammlung des „Vereine» der Kaluacar in Wien*4 findet .Sonntag, 28. d. M., 10 Uhr vormittags, lm Lokal des Vereines der Stanlslaucr Freunde, IT., Prater - sträße 11, statt Lebende Zeitung der Wizo und der Sektien VII 1/IX» Diese Veranstaltung nahm einen äußerst gelungenen Verlauf. Alle Vortragenden faßten sich kurz und erzielten hiedurch um so größere Wirkung. Insbesondere ragte Frau Blanka Federn-LdpschUtz durch Ihre geistreichen Apercus hervor, die es verstand, ln Versform eine nützliche Reklame mit überaus gelungenen Blitzlichtern echten Humors zu verbinden. Auch , alle übrigen Teilnehmer dieses Abends» u. zw. Herr Dr. Alfred Löwy, der als verantwortlicher Redakteur zeichnete, Frau Dr. Gisela Blauer, Frau Doktor Sala Hirschhorn, Dr. Desider Friedmann, Frau Dr. Martha Hoffmann und Dr. Isidor Klaber ernteten beim zahlreich erschienenen Publikum lebhaften Beifall. Klub dar Palästinenser, I., Jordangasse 7. Am 18. d. M» fand die Gründungsversammiung des Klubs der Palästinenser lm Heim, I., Jordangasse 7, statt Es wurde ein zeitweiliger Ausschuß gewählt der die ersten Arbeiten, dia sich der Klub zur Verwirklichung gestellt hat, durchführt Die Aufgaben des Klub der Palästinenser bestellen darin: 1. Treffpunkt der palästinensischen Chawerim und Chaveroth, die sich ln Wien zeitweilig aufhalten; 2. der Klub erteilt jede Art Informationen und Ratschläge ln allen Angelegenheiten; 8. der Klub ist geöffnet Montag, Dienstag, Mittwoch und Donnerstag von 4 bis 7 Uhr abends, wo auch palästinensische und inländische Zeitungen und Zeitschriften den Chawerim« zur Verfügung stehen. Am Samstag, 20. d. M., 20 Uhr, findet eine allgemeine Versammlung statt,• zu der alle palästinensischen Chawerim und Ch&weroth höfllchst eingeladen sind. Auch ander« hebräisch, sprechende Chawerim und Chaweroth sind will« komraene Gäste.' nisten David Gugik, in zwei großen Rollen als Zigeunerin in Tolstois „Lebender Leichnam“ und als Buhlschaft ln „Jedermann“ bewundern. Die junge schöne Künstlerin konnte in dieser Rolle ihr eminent starkes Theatertalent« ihre große Darstellungsgabe und ihre Gesangskultur zeigen» Fräulein Gugik konnte neben Molssl und Stuckering einen großen Erfolg erringen. Lieder- und Volksliederabend. Konzertsänger J. Segal- Rosenbach (Tenor) singt Samstag, den 5. März d. J., um 8 Uhr abends, im Kammerkonzertsaal, L, Singerstraße 18, palästinensische (hebräische), ostjüdisclie (Jiddische) und Italienische Lieder. Eintrittspreise von 1 bis 3 S. Zeitschrift „Palästina“. Redigiert (ln E. A.) von Adolf Böhm, Wien. — Nr. 1/2 des XV. Jahrgangs ist soeben erschienen. — David Horowitz, Tel-Aviv, schreibt über die „Agrarfrage". Diese Abhandlung hebt einige grundlegende Momente dieses wichtigsten Problems hervor, indem sie zeigt, daß durch die Wirtschaftsverhältnisse eine sukzessive Verdrängung des arabischen Mittelbesitzes stattfindet, da eine Verwendung von Lohnarbeitern unrentabel ist und daß auch die Kleinwirtschaften zusammenschrumpfen. Eine Vergrößerung der Bodenfiächen per Wirtschaft,. wie Simpson sie vorschlägt, wäre daher kein Heilmittel. Auch ln Syrien und Aegypten zeigt sich dieselbe Entwicklung. Ein« Besserung kann nur durch Intensivierung der Landwirtschaft . erfolgen. — Michael Assaf, einer der besten Kenner der arabischen Frage, schreibt über „Muselmanische Konferenz und Panislamismus“. In einem großangelegten Referat mit historischem'Rückblick zeigt er, daß der Panislamismus heute keine wirkende Macht mehr sei, daß aber die islamischen Völker zu politischem Leben erwacht seien» — Dr. Artur Ruppin schreibt über „Die Volkszählung“ und untersucht speziell das Wachstum der jüdischen Bevölkerung, Dr. Walter Preuß über „Drei Zählungen der Jewish Agency" (Landwirtschaft, Industrie und Gewerbe, Arbeiterschaft), aus denen' interessante Schlüsse gezogen werden. — Weiters wird eine Publikation über „Die Ernährung der Bevölkerung Palästinas" im Auszug wiedergegeben, welch« zeigt, wie die arabische und wie die jüdische Bevölkerung lebt, wobei günstige Resultate zutage treten. — Der „Bericht des Handelsdepartements“ wird in den Hauptzügen wiedergegeben. — Von Dr. Robert Weltech wird die Rundschau „Jewish Agency" bearbeitet und u. a. die neueste Wendung bezüglich der Verhandlungen über die Konstitution behandelt. —„Nachrichten und Daten" sowie „Bücherbesprechungen" schließen das ungemein reichhaltige und instruktive Heft. — Jahresbezugsgebühr für Oesterreich: 12 Schilling: Ausland: 2 Dollar. — Verlag: Josef Hayeks Nachf., Wien, XVII., Kalvarlonberggasse 32. Ein Werk A. L. Zissus Uber jüdisohen Nationaliemue» In Bukarest ist soeben eine Reihe von Aufsätzen des bekannten Schriftstellers und nationaljüdischen Führer« A. L. Zlssu unter dem Titel „Wir. — Ein jüdisches Brevier* tn Buchform erschienen. Die rumänische Presse würdigt di« hohe literarische und ethische Bedeutung dieses Buches. „Indreptateä“, däs Organ der Volkspartel (Averescaner), schreibt: Zissu verknüpft in diesen Aufsätzen eine Rothe heutiger Tatsachen mit Vergangenheit und Zukunft... Er bekennt sich mit Ueberzeugung, mit hohem Enthusiasmus, mit messlanlscher Exaltation zu seiner Nationalität, für dt« er mit'bitterem Sarkasmus kämpft und an deren Unantastbarkeit und Unveränderlichkeit er mit einer Intranslgenz glaubt, die starken Eindruck macht. Die Jüdische Bühne, 11., Praterstraße 60, kann auf eine erfolgreiche Saison zurückblicken. Die erfolgreichsten Stücke, die aufgeführt wurden, waren «Ich will ein Kind» und «Gaüzianer Chasene». Auf vielfache* Verlangen wurden die beiden Stücke neuerlich lm Spielplan aufgenommen. Freitag, 19., wird das historische Lebensbild «Die Opferung Isaaks» aufgeführt, Samstag und Sonntag wird die Komödie «I c h w i 11 e 1 n K i n d» gespielt, während für Sonntag nachmittags die Operette «Di« uahzlaner Chasene» angesetzt wurde. Kinder zahlen bei dieser Vorstellung 50 Groschen und werden außerdem mit Geschenken bedacht. Levftnte-Messe in Tel-Aviv Vom 7. bis 30., April 1932 findet in Tel-Avlv die Levante- Messe statt Die Messeleitung hat von verschiedenen Schifffahrtsgesellschaften und Bahnverwaltungen bedeutende Fahrpreisermäßigungen für Messebesuciier erlangt. Messe« karten sind im Palästina-Amt, Wien, L, Kärntnerstraße 28» erhältlich. LiSer aiur / Kunst / THeaier

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