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Die Stimme · 1931-12-03 · Heft 204 (3.12.1931) · page 12

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Journal
Die Stimme
Volume
4 (1931)
Issue
Heft 204 (3.12.1931)
Date
1931-12-03
Page
– (sequence 12)
Language
German
Belongs to
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12 DTE STIMME Nr. 204 — 3. Dezember 1931 finflhcfpillP Friedländer & Dentsc1' III UUulvlllU Wien USHtensiettengasse Nr. Tel. ü -8»1*28 fl., Zentralfriedhof. neben dem I. I'ot Tel U 18-0-8S Jüdisdket Spott fuflball Hakoah—Austria 3:1 (2:0). Verdienter Sie". — Löwy hält einen Elfer. Hohe Warte, 1000 Zuschauer, Schiedsrichter Haviicek. Die Hakoahner konnten dieses Freundschaftsspiel gegen die bis auf Biliich und Sindelar komplett antretenden St. Veiter für sich entscheiden, wobei mehr noch als das ziffernmäßige Ergebnis der zeitweise ausgezeichnete Kampfstil der Hakoahner erfreulich ist. Löwy bot eine Tormannleistung, die eines Fabian in Hochform würdig gewesen wäre. Nebst einem scharfen und placierten Elfer Viertels wehrte er noch einige äußerst schwierige Bälle sicher ab. Er war gegen das verunglückte 1:6-Match nicht wieder zu erkennen. Die Backs lieferten bis auf einige taktische Schnitzer in der zweiten Spiolhälfte ein gutes Spiel. Placzek war bis Mitte der zweiten Halbzeit ein guter Zenterhalf, während die Seitenläufer nicht immer entsprechen konnten. Speziell Stroß hatte einen sehr schwachen Start, wurde aber dann zusehends besser. Im Angriff brillierte das Innentrio, während Fischer und Ehrlich stark abfielen. Der beste Mann überhaupt war Eisenhofer, der ein blendendes Spiel lieferte. Grünwald lieferte durch 30 Minuten während der ersten Halbzeit ein Spiel wie in seinen besten Tagen und fand sich besonders mit Eisenhofer oft zu wirkungsvollem Zusammenspiel. Der neue Mann Buchhalter deutete durch einige glänzende taktische Züge und durch fein tempierte Paßbälle den Klassespieler an. Mit einem besseren Flügelstürmer zur Seite wird er seine diesmal gezeigte Leistung sicherlich noch wesentlich verbessern. Seine Ruhe, Uebersicht und Balltechnik lassen das Beste erwarten. Schiedsrichter Haviicek benachteiligte beide Parteien durch manchmal unverständliche Entscheidungen. Im Anfänge ist Austria im Angriff, Hakoah findet sich aber bald und Eisenhofer gibt die Initiative zu einigen kraftvollen Vorstößen. Das fnnentrio kombiniert zeitweise ausgezeichnet. In der 9. Minute bringt Budai durch einen ausgezeichneten Frontaldurchleger Eisenhofer in Schußposition. Eisenhofer zögert ein wenig und gibt dadurch Najemnik Gelegenheit, einzugreifen. Eisi bemächtigt sich aber nochmals des Balles und schießt scharf ein. Ein Bombenschuß Placzeks geht knapp über die Latte. Hakoah ist in Schwung und Angriff auf Angriff geht gegen das Austriator. In der 23. Minute gibt Heß einen Ball hoch vors Tor. Kovar verfehlt das Leder und Grünwald köpft ein. Es folgen einige brenzliche Situationen vor dem Hakoahtor, einmal verschießt Molzer fast im Tore stehend. Ohne Pause geht es in die zweite Halbzeit. Hakoah kann ihre Ueberlegenheit noch vergrößern, die Backs rücken zeitweise bis über die Mittel- Knie auf. In der 4. Minute macht Nausch Hands im Strafraum und Feldmann verwandelt den Elfer. Hakoah ist weiter Überlegen, ein schöner Schuß Buchhalters geht knapp daneben. Dann vergibt Ehrlich eine wunderbare Torchance. Austria kommt jetzt stark auf und erzielt in der 20. M:nute durch Mock den Ehrentreffer. Löwy zeichnet sich einige Male aus und wehrt auch einen Elfer wegen Hands bravourös ab. Schreiber und Grünwald stoßen beim Köpfein zusammen, beide sind groggy, während Grünwald aber am linken Flügel weiterspielt, wird Schreiber durch KI?witsch ersetzt. Löwy hält eine Bombe des rechten Flügelmannes. Hakoah kommt wieder in Front, die Backs rücken zu stark auf und Viertel erhält nach der Patzmitte freistehend den Ball. Löwy läuft weit aus dem Tore, um Viertel am Torschuß zu verhindern und hat auch Glück, da der Ball danebengeht. Zum Schlüsse ein Bombenschuß Eisenhöfers, der gehalten wird. Hakoah: Löwy; Feldmann, Amster; Heß, Placzek, Stroß- Ehrlich, Budai, Eisenhofer, Grünwald, Fischer. Austria: Kovar; Nausch, Najemnik; Gail, Wsolek, Schreiber (Kliwitsch); Lang, Molzer, Mock, Spechtl, Viertel. Sp. Rinden Die Hakoah-Rlnger bei den «Jüdischen Künstlerspielen». Wie wir bereits in unserer vorigen Nummer mitgeteilt haben, findet im Theater Reklame, II., Praterstraße 34, am Dienstag, den 8. Dezember 1931 (Halbfeiertag), um %9 Uhr abends eine Vorstellung des bekannten Künstlerensembles: Gisa Heiden, Salo Prisament, Max Z e I n i k e r, M. Bernstein, statt. Zur Aufführung gelangt: «Am Wege nach Buenos Aires» («Die rote Gasse»), ein Lebensbild in 3 Akten und Prolog von Nozik, Musik von S. Prisament. Die Ringsektion der Hakoah will versuchen, den Kontakt mit ihren Freunden persönlicher zu gestalten uno* hat zu diesem Zwecke die «Jüdischen Kiinstlerspiele» gewonnen, um ihrem Anhang einen genußreichen und künstlerisch hochstehenden Abend zu bieten. Die schwere wirtschaftliche Krise zwingt die Biau-weißen von größeren Veranstaltungen Abstand zu nehmen und ihre Getreuen auf diese Art zu sammeln. Die Hakoah-Ringsektion hofft, daß durch diese Veranstaltung nicht nur dem Ensemble der «Jüdischen Künstierspiele» an die Hand gegangen wird, sondern daß auch ihr eigener Anhang vollzählig anwesend sein wird, um den jüdischen Athleten seine Anteilnahme auch außerhalb der Matte zu dokumentieren. Du-Nek. Touristik* und Ski-Klub «Hakoah», Wien,!., Wie* Singerstraße 11. Skikurse 1931/32. Für unsere diesjährigen Kurse wurde überall nur eine beschränkte Anzahl von Quartieren sichergestellt und empfehlen wir daher rascheste Anmeldung. Infolge der Wirtschaftskrise wurden die Standorte fiir alle Kurse so gewählt, daß dieselben ohne Sehnellzugszuschläge leicht erreichbar sind. Günstigste Preise für Quartier und Verpflegung wurden vereinbart. 1. Spital am Semmering. Skikurs für Anfänger und Vorgeschrittene. Kursdauer: vom 25. bis 27. Dezember, bei genügender und rechtzeitiger Anmeldung bis 3. Jänner 1932. 2. Annaberg. Skikurs für Anfänger, Vorgeschrittene und Tourenfahrer. Kursdauer: vom 25. Dezember bis 1., beziehungsweise 3. Jänner 1932. 3. Schladminger Tauern. Skikurs für Tourenfahrer. Kursdauer: vom 25. bis 27. Dezember, beziehungsweise 3. Jänner 1932. 4. Wölzer Tauern. Achttägiger Skikurs für Anfänger, Vorgeschrittene und Tourenfahrer. Kursdauer: vom 25. Dezember bis 3. Jänner 1932. Für die Mitteilungen, die in dieser Rubrik erscheinen, übernimmt die Redaktion keine Verantwortung. Sehr geehrter Herr Redakteur! Ich bitte höflich um gefl. Aufnahme folgender Zeilen in Ihrem gesch. Blatt: An Herrn Jakob Kalich! Entschuldigen Sie, daß ich Ihnen auf diesem Wege einige Fragen stelle: Als Sie nach Wien kamen, da ireuten wir uns, die jüdischen Schauspieler, denn wir hofften, daß Ihr Gastspiel uns ein wenig in unserer Notlage helfen wird. Wir, die in Wien ansässigen Schauspieler, sind Platzhalter für das gute jüdische Theater, das von Zeit zu Zeit Wien besucht. Wie werden wir aber dafür belohnt? Niemand kümmert sich um uns. Als wir erfuhren, daß Sie sich entschlossen hatten, mit Ihrer geschätzten Gattin, der großen Künstlerin Mally Picon, in Wien zu gastieren, war unsere Freude groß. Doch was ist geschehen? Sie wußten von der Existenz eines jüdischen Sehauspielervereines und Sie nahmen, geschätzter Herr Kalich, Sie, der Vertreter der amerikanischen Schauspielerunion, keine Notiz von unserer Organisation. Sie setzten sich über unsere Köpfe hinweg, ohne sich zu kümmern, daß Sie die Existenz Von 40 jüdischen Familien aufs Spiel setzen. Ich schätze die große Kunst Ihrer werten Gattin, ich achte Sie persönlich als Schriftsteller und Regisseur, ich weiß auch den großen moralischen Wert Ihres Gastspieles zu würdigen, und frage Sie deswegen, was Sie zu tun gedenken, um Ihren, wahrscheinlich nicht absichtlichen Fehler wenigstens einigermaßen gutzumachen? In großer Verenrung zeichne ich A. Meiseis. Ans der Provinz Graz. Aus dem Bericht über die Generalversammlung der Zionistischen Ortsgruppe Graz ist versehentlich folgender Passus entfallen: „Der Vorsitzende, Herr Ing. Jonas Landau, eröffnete die Versammlung und stellte den Antrag, den früheren langjährigen und verdienstvollen Vorsitzenden der Zionistischen Ortsgruppe, Herrn Karl Schwarz, Vizepräsident der Israelitischen Kultusgemeinde, zum Ehrenvorsitzenden zu wählen. Der Antrag wurde einstimmig mit lebhaftem Applaus angenommen.“ Amtliche Verlautbarungen der Israelitischen Kultusgemeinde Wien Z. 6027 ex 1931, Wien, 29. November 193t. Chanukkah-Gottesdlenste für die Schuljugend. An'äß'ich Chanukkah finden für die Schuljugend besondere Festgottesdienste in den Gemeinde- und Bezirkssynagogen nach folgender Einteilung statt: Samstag, den 5. Dezember d. J. um 4 Uhr nachmittags: I. Seitenstettengasse 4, II. Tempelgasse 5, II. Sebastian-Kneipp-Gasse 14, III. Untere Viaduktgasse 13, * V. Siebenbrunnengasse 1 a, VI. 'Schmalzhofgasse 3, VIII. Neudeggergasse 12, IX. Müllnergasse 21, X. Humboldtgasse 27, XV. Turnergasse 22, XVI. Hubergasse 8, XX. Kluckygasse 11. Samstag, den 5. Dezember d. J. und 3 Uhr nachmittags. XIII Eitelberggasse 22. Samstag, den 5. Dezember d.!. um %5 Uhr nachmittags: XVIII. Schopenhauerstraße 39, und XIX. Dollinergasse 3. Sonntag, den 6. Dezember d. J. um 4 Uhr nachmittags: XXL Holzmeistergasse 12. Die P. T. Eltern werden eingeladen, ihre Kinder zu diesem Gottesdienst zu begleiten. Der Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde Wien. * Aus Anlaß des Chamikkah-Festes werden Festpredigten abgehalten Samstag, den 5. Dezember 1931, beim Abendgottesdienst, Beginn 4 Uhr 45 Minuten: XVIII. Schopenhauerstraße 39, Rabbiner Dr. Feuchtwang. XIX. Dollinergasse 3, Prediger Dr. A. Frankfurter. Sonntag, den 6. Dezember 1931, beim Abendgottesdienst, Beginn 4 Uhr: XXL Schloßhoferstraße 12, Rabbiner Dr. M. Rosenmann. Dringende Bitte. Die Fürsorgezentrale der Israelitischen Kultusgemeinde Wien bittet für eine Kranke um Ueberlassung eines Rollstuhles. Herr Bernhard Maiameth, geboren 22. April 1901 in Bojan (Bukowina) wird von seiner Gattin um Nachricht gebeten. Zweckdienliche Mitteilungen an die Fürsorgezentrale der Israelitischen Kultusgemeinde erbeten. Predigten ln den Israelitischen Gemeinde* und Bezirkssynagogen. Freitag, den 4. Dezember 1931, werden bei dem um 4 Uhr beginnenden Abendgottesdienst in nachbenannten Gemeinde- und Bezirkssynagogen Predigten abgehalten, und zwar: I. Seitenstettengasse 4, Rabbiner Dr. Feuchtwangj II. Pazmanitengasse 6, Rabbiner Dr. Taubes; III. Untere Viaduktgasse 13, Prof. Dr. Kupfer; V. Siebenbrunnengasse 1 a, Rabbiner Dr. Mehrer; VI. Schmalzhofgasse 3, Rabbiner Dr. J. Drobtnsky; VIII. Neudeggergasse 12, Rabbiner Dr. M. Bauer; IX. Müllnergasse 21, Rabbiner Dr. A. Z. Schwarz; X. Humboldtgasse 27, Rabbiner Dr. A. Weiner; XIII. Eitelberggasse 22, Rabbiner Dr. M. Lewin; XV. Turnergasse 22, Rabbiner Dr. I. Taglicht; XVI. Hubergasse 8, Rabbiner Dr. 1. M. Bach. Bibelvorträge. Beim Vormittagsgottesdienst Samstag, den 5. Dezember 1931, XX. Kluckygasse 11, Rabbiner Dr. Murmelstein. Beim Nachmittagsgottesdienst Samstag, den 5. Dezember 1931, XIII. Eitelberggasse 22, Rabbiner Dr. M. Lewin; XIX. Dollinergasse 3, Prediger Dr. A. Frankfurter. Midrasch - Vortrag: II. Pazmanitengasse 5, Rabbiner Dr. Z. Taubes, Sam» tag, den 5. Dezember, %4 Uhr nachmittags. Austritte aus dem Judentum Menkes Siegmund, 27. Februar 1903, IX., Glasergasse Nr. 14. — Fellner Mare Anna, 1. September 1904, XV., Hackengasse 2. — Kramer Otto, 24. Februar 1903, IX., Liechtensteinstraße 61. — Mayer, geb. Rosa Reitler, 17. Oktober 1893, XVI1L, Pötzleinsdorferstraße 56. — Gelringer Martha, 18. August 1912, XX., Rauscherstraße 14. — Heitner, geb. Hilda Freud, 23. August 1896, I., Reichsratstraße 11. — Reiner Karla, 1. Juli 1909, I., Postgasse 14. — Weinberger Emma, 18. Mai 1902, VIII., Schlösselgasse II. — Wahrlnger Margarete, 24. Oktober 1909, II., Taborstraße 43. — Steiner Paul, 21. September 1886, VIII., Hamerlingplatz 9. — Freiberger Wllhelmlne, 15. März 1888, V., Amtshausgasse 1. — Melcher Angele, 8. Mai 1894, V., Schönbrunnerstraße 95. — Rosenbaum Olga, geb. Dawid, 15. März 1896, XIII., Jenöllgasse 5. — Beer Bernhard, 13. Juni 1872, XIII., Hellmesbergergasse 14. — Beer Klotllde, geb. Steiger,, 30. April 1866, XIII., Hellmesbergergasse 14. tWIr machen allen unseren Gesinnungsgenossen zur Pflicht, anläßlich des Chanukkah festes ausschließ- Friedmanns iDorahlichter anzuzünden, weil dieselben mit Keren Kajemeth-Marken versehen sind. Beide „Gebote“ werden dadurch gleichzeitig erfüllt. 0 0 0 0 0 0 0 V—» 1 ■ 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 Lebensversicherungs- Gesellschaft PHÖNIX GEGRÜNDET IM JAHRE 1882 Versicherungsbestand per Ende Juni 1980 . . . GarHnfiemittei pei Ende 1929 . . . .. Prämien and /hnuenmnriahnien im Jahre 1929 . Anszahlungen an die Versicherten un Jahre 1929 TürigkHitKßehiei der (Sweilschatt: 2560 Millionen Schilling 878 Millionen Schilling 160 Millionen Schilling 85'/, Millionen Schilling Oester re ch. Deutsches Reich. Tschechoslowakische Republik, Belgien. Holland. Krankreich. Spanien. Italien. Ungarn. Polen. Jugoslawien. Bulgarien. Griechenland. Rumänien. Palästina. Syrien, Türkei, Aegypten. Die Gesellschaft schließt za billigen Prämien und günstigen Bedingungen Kapitals* und Rentenversicherungen jeder Art ab Hensingefflhrt: kinder-versorgungs-versicherung (Auszahlung eines Kapitals bei Verheiratung. Studienheitrag. Rückerstattung der eingezahlten Prämien bei Ableben des Kindes) tnvaliUitätsversu'tieriing (Zahlung euiei Rente bei Eintritt der Erwerbsunfähigkeit und Auszahlung des versicherten Kapitels nach reijäbrtgei L>auei der Invalidität) innnr, tr-': ,.,-y 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 •rTnrrsmrnrnpT K. K. L. Eigentümer, Verleger um! Herausgeber: ZixnihtisOui 1 amks>v» iDand lui Oean-neuh, Wu-ii, I., KhniiiivrstrnlW Nr 28. - Verantwortlicher Redakteur: Dr. Sigmunc* Kinkels teui, Wien.!.. Kärtnersiraße Nr, 28. — Druck: «inva». Wien. VII., Lerchentelderstraöe Nr. 1. 1

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