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Die Stimme · 1931-05-28 · Heft 177 (28.5.1931) · page 1

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Journal
Die Stimme
Volume
4 (1931)
Issue
Heft 177 (28.5.1931)
Date
1931-05-28
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
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V. b. b. BEZUGS- BEDINGUNGEN Oesterreich monatlich S 1*50, vierteljährL S 4*20, ganzjähri. . , S 16- Deutschld. vierteljährl. RM 3'— Tschechoslowakei viertel]. Kc 24*— Jugoslawien vierteljährl. Din. 40*— Polen vierteljährlich . . Zloty 6*50 Ungarn Vierteljahr lieh . Pengö 4'20 Rumänien viertelehrl. Lei 120*- ebriges Ausland vierteljährL Schw Pranken 4*50 4. Jahrgang Wien, Donnerstag, 28* Mai 1931 (12* Siwan 5691) Nummer 177 Preis 35 g Erscheint jeden Donnerstag Red undA <rt n si.«u. Tel. R-2 -P - Postspar’ L konv h r Oeeterr. Dj T' Polen . . Tschechoslowakei .500.230 Jugoslawien 40.879 Jüdisthe Zeitung ln Basel wird si(h das Schicksal d« jüdischen Volkes entscheiden Wählet die Liste der Allgemeinen Zionisten! Wer gegen unproduktive Kritik und f ü r ernste Aufbauarbeit in Palästina ist; wer g e g e n die Zerklüftung der zionistischen Organisation und für ihre Stärkung sich einsetzen will; wer gegen die Verunglimpfung der besten Söhne unseres Volkes: der palästinensischen Pionierschaft, und für den Ausbau ihres wunderbaren Siedlungswerkes ist; wer gegen die Kampfmethoden der Opposition und für sachliche, ernste Ausetnandersetzurg der Meinungen ist; wer gegen ständige Herabsetzung der zionistischen Exekutive und für Subordination und Kräftigung der Organisation sich einsetzen will; wer gegen die weitere Verstmipfung des zionistischen Lebens in Oesterreich und f ür die Gesundung der Bewegung in unserem Lande ist, der wählt zum XVII. Zionistenkongreß die Liste der Allgemeinen Zionisten! Listenführer: Dr. Oskar Grünbaum TELEFON:B 24-5-2 GROSSBITRIEB FÜR HflCJSWBSCHE Verhandlungen abgeschlossen Eine aufsehenerregende Mitteilung Dr. Shiels’ im britischen Unterhaus. Die jüdische Telegraphenagentur meldet: L o n d o n, 20. Mai. (J. T. A.) Auf eine Anfrage des Abg. Howard Bury teilte der Unterstaatssekretär für die Kolonien, Dr. Drummond Shiels, im Unterhause mit, daß die Beratungen mit den jüdischen Führern faktisch beendet sind. Die von den Arabern gestellten Bedingungen, sagte Shiels weiter, hätten es zwar unmöglich gemacht, formelle Beratungen mit ihnen zu führen, doch habe der High Commissioner in persönlicher Eigenschaft mit den arabischen Führern Besprechungen gepflogen, um ihre Gesichtspunkte kennenzulernen. . Dr. Shiels kündigte schließlich an, daß Vorschläge, die sich aus den Verhandlungen mit den jüdischen Führern ergeben, binnen kurzem dem Parlamente unterbreitet werden würden. * Die vorstehende Nachricht ist wohl geeignet, in weitesten jüdischen Kreisen Befremden und Erstaunen. hervorzurufen. Sollten die Verhandlungen tatsächlich endgültig abgeschlossen sein, oder kommt morgen wieder ein Dementi? Erst kürzlich erfuhren wir, daß die Kunde vom Abbruch der Besprechungen, bezw. ihr Anlangen am toten Punkt, nicht den Tatsachen entspräche. Diesmal scheint es jedoch mit dem Schluß der Verhandlungen Ernst zu sein. Man muß allerdings noch eine gewisse Zeit abwarten, um anläßlich der Parlamentsdebatte nähere Details über das Resultat der Verhandlungen p erfahren. Nichtsdestoweniger darf man wohl schon heute , behaupten, daß bezüglich der Verwirklichung des englischen Landentwicklungsplanes kein Anlaß zu übertriebenem Pessimismus bestehe. Wir haben die Partie nicht verloren. Wir hätten wohl gewünscht, daß die Verteilung der 2,500.000-Pfund-Anleihe zwischen Arabern und Juden nach einem festen Schlüssel schon jetzt bestimmt werde. Dies war anscheinend nicht möglich. Was die jüdischen Unterhändler jedoch erreicht haben, ist folgendes: die britische Regierung verlangte ursprünglich, daß die Palästinaadministration in ihrem Wirkungsbereiche auch die Angelegenheit des Landentwicklungsplanes führe — die Vertreter der Jewish Agency haben es durchgesetzt daß ein besonderer britischer Kommissär, von der Zentralregierung ernannt, diese Angelegenheit innehabe. Diesem Kommissär soll ein jüdischer und ein arabischer Beirat zugeteilt werden, und er soll in seinen Entschlüssen und Beschlüssen von der Palästinaadministration unabhängig sein. Ferner verlautete es ursprünglich, daß Sir John Hope Simpson zu diesem Kommissär ernannt werden würde. Auch diese Gefahr — bekanntlich ist Simpson kein allzugroßer Freund unserer Sache — gelang es den Vertretern der Jewish Agency, abzuwenden. Allerdings bleibt die Frage des Schlüssels für die Verteilung der Gelder vorderhand unerledigt. Unsere Forderung nach dem 50:50-Prinzip ist unberücksichtigt geblieben. Wie wir jedoch aus autoritativer Quelle erfahren, wird das jüdische Palästina zu 30 bis 40 Prozent aus den Landentwicklungsfond*- geldern profitieren. Dies ist an und für sich ein sehr Werdende Alütter müssen jegliche Stuhlverhaltung durch Gebrauch des natürlichen «Franz-Josef»- «Bitterwassers zu vermeiden trachten. In Apoth. erh. Zionistisches Landeskomitee für Oesterreich Die Zionistische Exekutive in London teilt mit, daß der Besuch des Herrn Prof. B r o d e t s k y infolge unvorhergesehener wichtiger Ereignisse derzeit nicht erfolgen kann. Aus diesem Grunde entfällt das mit Herrn Prof. Brodetsky angesagte Meeting am 31. Mai 1931. Passfield tritt nicht zurück Wie das Organ der Labour-Party «Daily Herald» und andere Londoner Zeitungen berichten, hat Lord Passfield auf eine Anfrage über die Gerüchte bezüglich seines Rücktritts erklärt, daß alle derartigen Meldungen frei erfunden seien. Seit dem Amtsantritt sei er genötigt gewesen, fast jeden Monat solche Nachrichten zu dementieren. Der Präsident der arab. Exekutive zieht seine Demission zurück Jerusalem, 18. Mai. (J. T. A.) Der Präsident der palästinensisch-arabischen Exekutive Muza Kazim Pascha hat sich auf die dringenden Bitten der arabischen Exekutive hin entschlossen, seine Demission zugroßer Betrag, der für unsere Siedlungsarbeit neue große Aspekte eröffnen kann. Mit diesem Kapitalsoll eine große jüdische landwirtschaftliche Kreditbank eröffnet werden. Die Verwirklichung des Landentwicklungsplanes wird für jeden Fall von großer Bedeutung für unsere Palästinaarbeit sein, sowohl direkt, da wir aus den für unsere Landwirtschaft bestimmten Geldern direkten Nutzen ziehen werden, wie auch indirekt, da durch die Hilfe für die arabische Landwirtschaft die Atmosphäre wenigstens teilweise gereinigt werden wird. Wenn wir uns auch nicht elnreden dürfen, daß die Araber dankbar sein werden, so werden sie doch jetzt wenigstens schweigen müssen. Wie dem auch sei, der Kongreß wird in vieler politischer Hinsicht gewichtige Entscheidungen zu rückzuziehen. Er erklärte, er habe sich hauptsächlich darum zur Zurückziehung seines Demissionsgesuches entschlossen, weil die Juden behauptet hätten, sein Rücktritt sei auf eine Spaltung im arabischen Lager zurückzuführen gewesen. Motzkin Vertreter Palästinas auf dem Kongreß der Völkerbundligen Paris, 18. Mai. (J. T. A.) Der Präsident des zionistischen Aktionskomitees und der Exekutive des Komitees für jüdische Minderheitsrechte, Leo Motzkin, begibt sich demnächst nach Budapest, um als Vertreter ’ der palästinensischen Vötkerbundsllga an den Bera-' 1 tungen des Kongresses der Völkerbundsligen teilzu-vi? nehmen. ,, m KA/5ER5TR. m K ÄLSERSTR. 6 treffen haben. Abgesehen vom Landentwicklungsplan wurde wieder die Einwanderungsfrage aktuell. Die — jüngste Ohrfeige, die wir von der Palästinaadmini* stration bekommen haben — keine Chaluzimzertifiv kate; Auswahl der Einwanderer nicht durch die Je-,^ wish Agency, sondern durch die Palästinaregierung — bedeutet wiederum einen schweren Rückschlag , in unserer lebenswichtigsten Frage: der der Immigra-^ tion. In Basel wird das jüdische Volk durch seine berufenen Repräsentanten in all diesen Fragen seine Stimme erschallen lassen müssen. Je lauter diese. Stimme sein wird, desto erfolgreicher wird ihr Echo! sein. Wenn wir uns aber in unfruchtbaren inneren - Streitigkeiten gegenseitig aufzehren werden, ist es; mehr als wahrscheinlich, daß die Außenwelt, von * der wir abhängig sind, nach wie vor unsere Inter#^., essen beiseiteschieben wird« C jy, fr 1 V"!

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