Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 4 (1931)
- Issue
- Heft 162 (5.2.1931)
- Date
- 1931-02-05
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 162 — 5. Februar 1931 DIE STIMME Seite 11 Jüdischer Sport Eltern Versammlung des Makkabi Hazair. Laut Beschluß der Elterhversammlung vom 11. Dezember 1930 finden einmal monatlich Elternabende statt, die den Eltern Gelegenheit zur Aussprache mit den Führern und Vorturnern geben sollen. Bei der letzten Versammlung am 22. Jänner wurde beantragt, immer einen Referenten einzuladen. Die nächste Zusammenkunft findet am Montag, 9. Februar (verschoben von Donnerstag, 5. d. M.) um 8 Uhr im Vereinsheim, IX., Liechtensteinstraße 20, statt. Frau Doz. Dr. Olga W i I h e i m spricht Uber «Jugendbund und Elternhaus». Fortschreiten der Makkabl-Bewegung. Die Makkabi- Bewegung hat in der letzten Zeit — wie von der J. T. A. mitgeteilt wird — in mehreren Ländern Fortschritte gemacht. Bulgarien: Am 17. Jänner fand im festlich geschmückten Saale des Beth-Am in Sofia die feierliche Eröffnung der 10. Landeskonferenz des Bulgarischen Makkabi- Kreises in Anwesenheit von 80 Delegierten, die 23 Makkabi- Vereine vertraten, und zahlreicher Gäste statt. Am 18. Jänner begann die Konferenz mit Referaten über Makkabiah und Makkabiweltverband. Danach hielt Friedenthal ein ausführliches Referat über Arbeit und Ideologie des VVeltverbandes, über Makkabiah und Ozar Hamakkabiah. Unter großer Begeisterung wurde einstimmig der Anschluß des Bulgarischen Kreises an den Makkabi-Weltverband beschlossen. Ungarn: Auf seiner Rückreise von Sofia besuchte Friedenthal Budapest und hatte dort mit den Vertretern des Vivo es Athletikai Club und der neu gebildeten Makkabi- Touristilc-Sektion ausführliche Aussprachen über eine Reorganisation der Makkabi-Arbeit in Ungarn. Von Budapest fuhr Friedenthal nach Wien, wo er an einer Sitzung der Oesterreichischen Makkabikreisleitung teilnahm. Rumänien: Die Exekutive der Zionistischen Organisation in Transsylvanien hat innerhalb des engeren Aktionskomitees des Jüdischen Nationalverbandes für Transsylvanien eine Makkabi-Sektion gegründet, deren Leitung Herrn Ludwig Löbl anvertraut wurde. Skandinavien: Am Sonntag, den 25. fänner, fand in einem der grüßten Säle Kopenhagens die Aufführung des Films «Makkabäer» unter starker Anteilnahme der jüdischen Jugend Kopenhagens und der Zionisten statt. Dr. Rosenfeld vom Präsidium des Weltverbandes in Berlin sprach ausführlich über die Arbeiten des Makkabi-Weltverbandes und über die Makkabiah. Seine Ausführungen wurden mit großer Begeisterung aufgenommen. Boxsektlon der I. J. W. T. V. «Makkabi IX». Bei der am 22. Jänner stattgeuiiulenen 1. ordentlichen Generalversammlung der Boxsektion wurde folgende Sektionsleitung gewählt: Sektionsle.iter Herr Dollinger, Schriftführer Dr. Fried, Kassier Herr Gruber, Sportliche Beiräte Laub, Maver, Beisitzer, die Herren Oberinspektor Mannheimer, Dr. Breitner, Taussig und Trainer Kraus. Amtliche Verlautbaru ngen der Israelitischen Kultusgemeinde W.en Die Bewcgu.ig ln der jüdischen Bevölkerung Im Jahre 1930. Aus dem vom Matrikenamt der Israelitischen Kultusgemeinde Wien vorgelegten statistischen Ausweisen über die Bevölkerungsbewegung im Jahre 1930 ergeben sich die folgenden Ziffern, bezw. Gegenüberstellungen: 1920 1929 1930 1. Sterbefälle. 2709 2597 2. Geburten. 1344 1214 3. Trauungen. . . . 2955 1246 1244 4.' Austritte ...... . . . 1271 893 742 5. Eintritte, bezw. Rücktritte ... 376 305 286 ad 1. Von den 2597 Sterbefäüen des Jahres 1930 entfallen 54 auf Totgeburten, 1356 auf männliche und 1187 auf weibliche Personen. Es entfallen die meisten Todesfälle (473) auf Herzkrankheiten, sodann 424 auf krebsartige Erkrankungen, 400. auf Erkrankungen des Blutes und seiner Bahnen und 336 auf Erkrankungen der Atmungsorgane. Der Tuberkulose sind 164 Personen erlegen. 85 Selbstmorde weist die Statistik d,er Todesursachen auf. — Dem Alter nach sind die meisten Todesfälle (576) zwischen dem 70. und 80. Lebensjahre, 403 zwischen dem 65. und 70., 305 zwischen dem 60. und 65. Lebensjahre zu verzeichnen. Von 197 im Altsr zwischen SC-und 90 Jahren Verstorbenen waren 79 männlichen und 118 weiblichen Geschlechtes, von 23 <m Alter zwischen 90 und 100 Jahren Verstorbenen gehörten einer dem männlichen, 22 defn weiblichen Geschlechte an. Es sind schließlich zwei weibliche Personen im Alter über 100 Jahre verstorben. ad-2. Unter den 1214 Geburten des Jahres 1930 sind 14 Zwillinge und ein Drilling zu verzeichnen. Die Zahl der männlichen und der weiblichen Geborenen ist gleich hoch (607). Unter den männlichen sind 19 Totgeborene, unter den weiblichen 11 Totgeborene verzeichnet. ad 3. Gegenüber den 1244 Trauungen, die im Jahre 1930 im Wirkungsbereich der Israelitischen Kuitusgeineinde Wien vorgenommen wurden, verzeichnet die Statistik 324 in diesem Jahre vor dem Rabbinat vollzogene rituelle Elietrennungen. Von diesen sind 117 im sechsten bis zehnten Jahfe .der Ehe erfolgt, zwei nach mehr als 40jähriger Ehe. ' ad 4. Von den 742 im Jahre 1930 Ausgetretenen waren 369 männlichen und 373 weiblichen Geschlechtes, 449 waren ledigen Standes. Die Höchstzahl der Austritte verzeichnet die Altersgrenze zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr mit 202. ad 5. Unter den 286 im Jahre 1930 ins Judentum eingetretenen Personen haben 127 bereits früher dem Judentum angehört, sind also rückgetreten. Von den Eingetretenen waren 94 männlichen und 192 weiblichen Geschlechtes. Bezüglich der Gruppierung in Ansässige und Ortsfremde weist die Statistik folgendes aus: Von den 2597 Sterbefüllen entfallen 2436 auf Ansässige und 161 auf Ortsfremde, von den 1214 Geburten 1149 auf Ansässige und 65 auf Ortsfremde. In Spitälern und Anstalten sind 1589 Personen und in ihrer Wohnung 1008 Personen verstorben. Von den Geburtsfällen entfallen 1116 auf Entbindungen in Anstalten und 98 auf solche in der Wohnung. Z. &37 ex 193! Wien, im Februar 1931. Konflrmanden-Unterricht. -Der Vorstand bringt zur Kenntnis, daß der alljährlich ln den'Gememder und Vereinssynagogen stattfindenden Konfirmation der israel, Mädchen ein Konfirmanden-Unterricht voräusgeht. -Die Teilnahme an diesem Unterricht steht solchen Mädchen frei, welche im Laufe des Kalenderjahres das 14. Lebensjahr bereits erreichen- , Die P. T. Eltern oder Vormünder werden demgemäß eingeladen, ihre Töchter, bezw. Mündel zu veranlassen, sich bei ihrem Religionslehrer oder im Schulamt der Israelitischen Kultusgemeinde, L, Seitenstettengasse 4, 3. Stock, bis spä- I testens 25. Februar 1931 wegen Teilnahme an dem Konfir- I manden-Unterricht zu melden. I Mädchen, die keinen öffentlichen Religionsunterricht ge- ( nießen und über Wunsch der Eltern oder Vormünder kon-! firmiert werden sollen, sind gleichfalls im Schulamt der Israelitischen Kultusgenieinde bis zu dem angegebenen Termin anzumelden. j Der Unterricht ist unentgeltlich. | Der Vorstand der Israelitischen Kultusgenieinde Wien.! ad. Z. 55 ex 1931. Wien, im Jänner 1931. Kundmachung. Die Privatistenprüfung aus israelitischer Religion für Schüler und Schülerinnen an Volks- und Hauptschulen für das 1. Halbjahr des Schuljahres 1930/31 finden durch die zuständigen Religionslehrer in den Sammelstationen statt. Die Termine für die Prüfungen können bei den Schulleitungen oder Im Schulamte der israelitischen Kultüsgemeinde, Wien, 1., Seitenstettengasse 4, Hl. Stock, in dei Zeit von 9 bis 12 Uhr vormittags ab 1. Februar 1931 erfragt werden. Die Prüfungstaxe beträgt S 5.— pro Halbjahr und ist im vorhinein an der Kassa der israelitischen Kultusgemeind.-, '' I., Seitenstettengasse 4, 1. Stock, oder bei den Bezirksämtern, XV., Tumergasse 22, XVF., Hubergasse 8 und XXI., Holz meistergasse 12, in der Zeit von 9 bis 12 Uhr vormittags bezw. beim Bezirksamte XVIII., Schopenhauerstraße 39 von 3 bis 5 Uhr nachmittags zu erlegen. j Die Quittung ist dem zuständigen Religionslehrer vor der Prüfung zu übergeben. j Der schriftliche Bescheid des Stadtbezw. Ortschul rates über die bewilligte Dispens vom Besuche des öffent liehen israelitischen Religionsunterrichtes ist dem Prüfer vorzuweisen. Der Vorstand der Israelit. Kultusgemeinde Wien. Verzeichnis jener Kosclicrfleischbänke, welche unter Aufsicht des ehrw. Rabbinates der israelitischen Kultusgemeinde Wien stehen. Gültig ab 1. Februar 1 93 1 bis auf weiteres. 1. 'Bezirk: Schwarzbrod Josef, Seitenstetten gasse 3. 2. Bezirk: Fellner Julius, Haidgasse 7, Gerstl Ignatz, Malzgasse 5, Gerstler Leib, Schiffamtsgnsse 14, Glücksmann Jakob, Molkereistrr.ße 4, Hirschler Josef, Wolfgang-Schmälzl-Gasse 4, Kronland Michael, Herminengasse 12, Kurzrock Osias, Große Sperigasse 28, Lustig Nathan, Leopoldsgasse 49, Lubczer Kalman, Rueppgasse 27, Rüber Max, Schiffamtsgasse 19, Schönfeld Israel, Krummbaumgasse 1, Schönfeld Hirsch, Große Sperigasse 31, Schwarz Simon, Große Mohrengasse 40, Szilagyi Franz, Czerningasse 8, Täuber Michael,. Haidgasse 3, Walfisch Moses, Förstergasse 5, Wlach Viktor, Im Werd 3, Winter Moritz, .Heinestraße 9. 3. Bezirk: Hacker Paula, Dianagasse 8. 9. Bezirk: Kornniehl Sigmund, Berggasse 15. 10. Bezirk: Spuller Frieda, Planetengasse 3. 14. Bezirk: Loheit Froim, Rauclifangkehrergasse 22. 15. Bezirk: Margules Josef Leib, Oesterleingasse 4. 16. Bezirk: Melzer Simon, Friedmanngasse 29. Piontkewitz Wolf, Hofferplatz 10. 18. Bezirk: Kommehl Sigmund, Währingerstraße 97. 20. Bezirk: Eichner Heinrich, Rauscherstraße 3, Hirschl Eugen, Treustraße 1, Hornung Leopold, Jägerstraße 26, Kurzrock Osias, Mortaraplatz 4, Lederer Josef, Jägerstraße 24 (Heinzelmanng. 16), Lempert Morlz, Klosterneuburgerstraße 1, Petyan Wilhelm, Klosterneuburgerstraße 10, Rottenstreich Hermann, Hannovergasse 12. Unter Aufsicht Sr. Ehrwürden Rabbiner Dr. M. Rosenmann. Unter Aufsicht Sr. Ehrwürden Rabbiner Dr. M. Rosenmann 21. Bezirk: Käufer Aron, Schloßhoferstraße 6. Wien, 30. Jänner 1931. Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde Wien. Israelitischer Jugendgottesdienst. Am Samstag, den 7. Februar d. J., findet um 3 Uhr nachmittags der Jugendgottesdienst für die israelitische Schuljugend in den Gemeinde- und Bezirkssynagogen statt. Predigten ln den israelitischen Gemeinde* und Bezirks* Synagogen. Freitag, den 6. d. M., werden bei dem um 5 Uhr beginnenden Abendgottesdienst in nachbenannten Gemeinde- und Bezirkssynagogen Predigten abgehalten, und zwar: 1., Seitenstettengasse 4 (Rabbiner Dr. J. M. Bach); II.,Tempelgasse 3 (Rabbiner Dr. M. Rosenmann): II., Pazmanitengasse 6 (Rabbiner Dr. Z. Taubes); V., Siebenbrunnengasse Nr. 1 a (Rabbiner Dr. G. M. Mehrer): XIX., Dollinergasse 3 (Rabbiner Dr. A. Frankfurter). — Samstag, den 7. Februar: x/24 Uhr nachmittags: Religiös-populärer Vortrag (Zyklus: «Die Lehrer und Lehren der Mischnah und der Gemarah», II., Pazmanitengasse 6 (Rabbiner Dr, Z. Taubes). 4 Uhr nachmittags: Exegetischer Vortrag, Xtx., Dollinergasse 3 (Rabbiner Dr. A. Frankfurter). Jüdisdkew Malendet Februar 1931 | Schebath 5691 6 Freitag 19» 7 Samstag 20» 8 Sonntag 21» 9 Montag 22» 10 Dienstag 23» 1! Mittwoch 24. 12 Donnerstag 25» (inte nnd billige jüdische Bücher k S 2 50 Haupt mann. Fick. HDflich; Gflirelik: Scholetn Alt chem Perez: Chajim Bloch; Ismael Friedmann .Jüdi-ch<r Idealismus Plorte des jstens Neutralien Stempenjn Tawje der Milchhändler Die Zeit Adam und Eva Piager Golem Usiiü<iis>chor Humor GoHesUümpfer Heisch Ostropoler UuclihamlluDB Josef Cell, Wien, I. ttabenstoip 3 SIEGM. KORN MEHL Zentrale «X, Berg^asse 19, Te<. A 17-3-99 u. A 16-9-34 L'eier.in »iir Heilanstalten Abteilungen (ür i^^-Fleisch untei Aufsicht des Ehrwürdigen Pabbmats der Israelitischen Ku tuspemeinde Wien aulosuoteilung Kostenlos 'X, Ber passe! XV'ü. Währingerstraße 97 'tafe &üvstenftof Wien, 2. Praierstraße 25 Vornehmes Pamillencato Tieffnunki dei Zionisten Alle, orientalischen mm &?ost um. (Jftavvsmixen, Jfltisiztifi u$ir.) Re^ir3nU|||PabeU 1. 'SÜSest?., cv&asscO 35fii'p'',,ncftef SriizifteOrOAet 3SC /dir ’jr* ötjpce&iidltMng rmle Mtein "Wien fi. dBIczirA. GTfteofraSdi* aase TO. Xleixmiiu. Telephoi -Nr'. A-'.iO '.1-45 lii'lte Mi rinl'iU'erstri'Uei OymmtKtik* nnd Akrobmilt kurxe für 1 >rmeii. Herreu und K inner. Privat kur «e ond Einielunteirieht: knlte und wn rim* Du.rhen Tagen- und Abendkurse BÜCHERSTUBE M. ROTH Buchhandlung, Antiquariat, Le’hbihliothek Wien, II.,Talborstraße 20a, Tel. R-43-1-58 M. RATH’S Moderne Leihbibliothek b'etet Ihnen eine reiche Auswahl von Büchern aller Art, insbesondere von Neuerscheinungen tm Original, bzwgeschmackvollen Bildiothekse'nband. Außer den deutschen Büchern auch e n g-1 i s c h e, hebräische, jidd>sche u. Deutsch-Judaiea io. reichen- Auswahl. Täglicher Umtausch Den ganzen Tag von 8 bis 6 Uhr geöffnet Monatsgebühr null* S 3a— Keine Bandgebühr siM&xiutKuaasi uunasra Der Bethausverein Vöslau beabsichtigt, für drei Jahre (1931 —1933) die Koscher-Heischausschrolung zu vergeben. Die Person des Schlichters und Masc-hgiach stellt der Verein. Eventuelle Interessenten mögen sich bis längstens 20.Febniar IG31 an obigen Verein wenden. SUCHE KOMPAGNON MIT S 4.000.— i Kapital zwecks Eröflnung einer koscheren rnilchi- A geu Ausspeisung ivegetarische Küche). Lokal vov- M lranüen. — linier „Untere Augarlenstraße“ an die | Administration „Die Stimme“. Alleinige Anzeigenannahme für «Die Stimme» Armoncenejcp editiort P. Siljart 1 Wien, L, Schulerstraße 21 t