Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 4 (1931)
- Issue
- Heft 158 (8.1.1931)
- Date
- 1931-01-08
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Pfg STIMME Seite 11 Nr. 158 — 8. Jänner 1931 »-...—.... ' V Palästinareisen der „Stimme“ Eine Reise nach Palästina und Aegypten 28. April 1931: Ab Wien um 19.10, Ostbahnhof. 20.: An Triest 8.17. Einschiffung. Ab Triest 13.00 mit dem Dampfer der Palä3tina-Linic des Lloyd Trlestino. 30.: ln Brindisi von 16.00 bis 17.00. 1. Mai: Seefahrt. 2. : Seefahrt. 3. : In Larnaca auf Cypern von 13.00 bis 16.00. Möglichkeit zur Besichtigung der Stadt. 4. : Ankunft in Jaffa um 5.30. Ausbootung. Besichtigung von Jaffa und Tel-Aviv. 5. : Fahrt nach Petach Tikwa, Magdlei, Kfar Saba, Herzlia. 6. : Vormittag frei. Nachmittag von Tel-Aviv über Rechobot, Rischon le Zion, Klrjat, Anawlm, Moza nach Jerusalem . 7. : Besichtigung von Jerusalem. 8. : Ausflug nach Jericho, zum Toten Meer und Jordan. 9. : Fr$er Tag in Jerusalem. 10. : Ausflug nach Bethlehem und auf den Oelberg. Nachmittag von Jerusalem nach Afule Uber Nablus lind Dschenin. 11. : Von Afule über En Charod, Bet Alfa, Tel Josscf zum Ruthenberg-Slauwerjr, nach Degania, Kineret und nach Tibcriaa. 12. : Von Tiberias über Nazareth, Balfouria, Kfar Jeladlm, Nahalal nach Haifa. Besichtigung von Haifa. 13. : Ausflug nach Sichron Jaakon und Atllt. Zinück nach Haifa. f4.: Von Haifa nach Tel-Aviv Uber Chedera, Benjamina. 15. : Freier Tag ln Tel-Aviv. 16. : Bahnfahrt von Tel-Aviv nach Kairo. Spät abends Ankunft ln Kairo. 17. u. 18.: Besichtigung von Kairo, alle Sehenswürdigkeiten, einschließlich Moscheen und Museum, 19/. Ganztägiger Ausflug nach Memphis, Sakkarah, Cizeh und Pyramiden. 20. : Kairo. 21. : Kairo. 22. : Kairo. 23. : Früh ab Kairo nach Alexandrien. Einschiffung und 12.00 Abfahrt von Alexandrien mit dem Luxusdampfer des Lloyd Triestlno. 24. : Seefahrt. 25. : ln Brindisi von 11.30 bis 13.00. 26. : In Venedig von 11.00 bis 13.00. Ankunft in Trie3t 17.00. Abfahrt nach Wien 20.00. 27. : Ankunft in Wien 9.30. Preis der Reise: 1680 Schttllflg. Leistungen: Bahnfahrt von Wien nach Triest und von Triest nach Wien ln der IH. Klasse. Bahnfahrten in Palästina und Aegypten in der II. Klasse. An Bord III. Klasse mit Kabine und Verpflegung. Gepttcktran8port. Aus- und Einbootung. Unterbringung in guten Hotels. Essen im Speisewagen in Aegypten, Besichtigungen, Führung, Beförderung in Autos laut Programm, Trinkgelder in den Hotels und an Bord. Obige Preise sind für eine Mindestanzahl von 25 Teilnehmern gültig, NB. Die Verpflegung beginnt mit der Abfahrt von Triest bei der Hinfahrt und endet mit der Ankunft in Triest bei der Rückfahrt. Eine andere Version dieser Reise beinhaltet nur den Besuch von Palästina. Das Programm ist gleichlautend bis zum 13. Mai, An diesem Tage findet in Haifa die Einschiffung statt und um 22.00 die Abfahrt mit dem Dampfer des Lloyd Triestino. 14. Mai: In Larnaca auf Cypern Aufenthalt von 9.00 bis 13.00. 15. : Seefahrt. 10. Seefahrt. 17. : In Brindisi von 6.00 bis 7,00. 18. : Ankunft in Triest 11.00. Ab Triest 20.00. 19. : Ankunft in Wien 9.30. Preis dieser Reise: 950 Schilling, Leistungen: Dieselben wie bei der anderen Reise, nur schon bei einer Mindesttellnahme von 15 Personen. Sprechsaal der „Stimme“ iFUr die Mitteilungen, die ln dieser Rubrik erscheinen, Übernimmt die Redaktion keine Verantwortung.) Hulda und Borus Der in der Nr. 156 der «Stimme» unter obiger Ueberschrift «nach einer hebräischen Erzählung» erschienene Aufsatz, der ohne nähere Quellenangabe und"durch manche Umschreibung gekennzeichnet ist, erheischt folgenden Vermerk: Die Erzählung hat ihren Ursprung im Talmud, Traktat Tnnltli P. 8, und die Kommentare Rasciii und Tossofoth berichten darüber sehr schön und ausführlich. Allerdings ist dort nicht von Hulda und Borus, einem Mädchen und einem Fürstensohn, die Rede, sondern von «Chtilda und Bor»; ferner von einer Katze und einem Brunnen, die Zeugen des Schv/urcs waren, um nicht erst einen «Wiese!» vorspringen zu lassen. Moses Laski, Warschau 1840, Moses Isachar Landau., Lemberg, und E. M. Werbei, Odessa 1852. verarbeiteten diesen Stoff zu Epen in hebräischer Sprache. Abraham Goldfaden, der Schwiegersohn des letzteren und Begründer des jüdischen Theaters, nahm diese Erzählung als Sujet für seine Oper «Sulamith», die fast ln der ganzen Welt nicht mir in indischer Sprache, sondern auch in vielen anderen seit 70 Jahren mit Erfolg gespielt wird. Wien, den ’21. Dezember 1030. E. Torczyner. Sehr geehrter Herr Redakteur! Ich erlaube mir, Sie höflichst zu ersuchen, eine unliebsame Verwechslung richtigzustellen, die die Nummer vom 29. Dezember der «Stimme» in ihrem Berichte Über die Sitzung des Vorstandes der Kultusgemeinde enthält. Ich bin Beamter (Kontrollor) der Adas Jisrocl, Schiffschul, und nicht der Agudns Jisroel. Die Adas Jisroel, Schitfschul — und nicht die Agudas Jisroel, wie cs in Ihrem Berichte heißt —, hat mich mit der Kommission zum Studium des Niederlegeapparates entsendet. Ich danke Ihnen im vorhinein für die Aufklärung dieses Irrtums. Mit vorzüglicher Hochachtung Pinkas Grünhut. Erklärung ich bedaure es auf das tiefste, gegen den Jüdischen Schauspielerverein beleidigende Ausdrücke gebraucht zu haben, die ich hiermit zurückziehe. Adam Domb, Mitg' H der Wilnaer Truppe. Aus der Provinz Schüler-Chanukkahfeler in Misteibach. Im Tempel von Mistelbach veranstaltete der Frauenverein unter Führung seiner Präsidentin Frau Th ein er Sonntag, den 21. Dezember, eine Chanukkähfeicr. Vom Religionslehrer Herrn Arie G e I b a r t glänzend vorbereitet, nahm diese einen schönen Verlauf. Die Festrede hielt Herr Joachim Me Ion aus Wien, der allgemein die nationale Bedeutung des Chanuklcahfestes und besonders seine heutige Aktualität, die nationale Verpflichtung für jeden Juden, namentlich aber für die jüdische Jugend, in der nationalen Not seinen Mann zu stellen, hervorhob. Kultuspräsident Herr Dr. Schmitz und Herr Kohn zeigten in ihren Reden während der Feier ihr wahrhaft jüdisches Empfinden. Makkabäerleier in Graz. Die Zionistische Ortsgruppe Oraz veranstaltete am 20. Dezember ihre Makkabäerfeier. Nachdem Herr Landesrabbiner Universitätsprofessor Doktor David Herzog die Chanukkalikerzen entzündet und der «Jüdische Gesangverein» sehr stimmungsvoll die Festgesänge zum Vortrag gebracht hatte, hielt Herr Professor Dr. Wilhelm Stein eine eindrucksvolle Festrede. Der jüdische Pfadfinderbund «Haschomer Hazair» trug einen Sprechchor vor. Herr med. Joszy Silberstein erfreute die zahlreich erschienenen Zuhörer durch den Vortrag einiger jüdischer Lieder. Bei geselligem Tanz blieb man noch lange in froher Festesstimmung beisammen. Sportklub «Hakoah», Graz. Der Sportklub «Hakoah» nimmt wieder sc’ne frühere kulturelle Tätigkeit auf und veranstaltet jeden Donnerstag von halb 7 bis 8 Uhr abends in seinem Klublokal, Cafe Rosegger, Graz, Annenstraße 23, einen Vortragsabend. Der erste Einführungsvortrag findet Donnerstag, den 8. Jänner, statt. Salzburg. Frau Dr. Martha Hofmann aus Wien hat hier nm 20. Dezember namens des Arbeitenden Palästina und namens der Wizo für den Schekeldrive gesprochen und sehr gute Erfolge erzielt. Radioprogramm der Woche Donnerstag, den 8. Jänner. 19.35 Mandolinenorchesterkonzert. 20 30 Europäisches Konzert. Uebertragung. aus Hamburg. 22.35 Abendkonzert. Uebertragung aus dem Leharsaale des Hotel Krantz. Fi eitag', den 9. Jänner. Verein für jüdische Geschichte und Literatur ln Wien, JI., Ferdinandstraße 23/8. Montag, den 12. Jänner 1931, findet im Klubsaalc der «Hakoah», 1., Wiesingerstraße 11 (Caf4 Atlasl'.of, eigener Eingang, Souterrain), ein Vortrag des Herrn Dr. Leo Deutschländer über «Die talmudischen Lebensideale in der Weltliteratur» statt. Beginn %8 Uhr abends. Eintritt frei. Gäste willkommen. abMtlte Abonnemente (teilen als Verlängert! jKictit ausdrücklich 19.30 Rechtsschutz für Bedürftige. 20.00 Richard Strauß-Abend. Uebertragung aus dem Großen Konzerthaussaal. Samstag, den 10. Jänner. 19.40 Harfenvorträge. 20.00 Karl Farkas dreht einen Tonfilm. •—Anschließend: Abendkonzert. Sonntag, den 11. Jänner. 19.00 Deutsche Kultur ln Nordamerika. 19.25 Libussa im* Lichte moderner Frauenprobleme. 19.40 «Libussa». 22.10 Abendkonzert. l.OB.DON.U.t.5301 AN ABAD”'» ULtF r^5oOT Montag, den 12. Jänner. 19 35 Szenen aus alten Spielopern, 22.10 Abendkonzert. Dienstag, den 13. Jänner. 20.55 Uebertragung aus der Staatsoper «Hoffmanns Zahlungen». —.— Anschließend: Abendkonzert. Mittwoch, den 14. Jänner. 19.35 Oottes eigenstes Land (eine Plauderei über die Vereinigten Staaten). 20.00 Gitarremusik. 21.00 Symphoniekonzert. Uebertragung aus London. 23.20 Konzert. Uebertragung aus dem Lehnrsaal des Hotel Krantz. AmtlicheVerlautbarungen der Israelitischen Kultusgemeinde Wien Z. 8931 ex 1930. Adolf und Tiierese Stern-Wohltätlgkeltsstlftung. Verleihunsbetrag: Zusammen S 120.—. Bewerbungsberechtigt sind: Würdige bedürftige Personen jüdischer Konfession ohne Unterschied des Geschlechtes und ohne Rücksicht auf die Staats- und Gemeindezugehörigkeit. Bevorzugt sind: Von allen anderen Bewerbern solche der Unterstützung würdige und bedürftige Einschreiter, welche die Verwandtschaft oder Schv/ägerschaft mit dem am 14. April 1899 verstorbenen Stifter, Herrn Adolf Stern, oder dessen Gattin, Frau Therese Stern geb. Kanitz, nnchzuweisen vermögen. Verleihungstag: 14. April 1931. Gesuchsbeilagcn: Geburtsschein, bezw. Trauungsschein, Armutszeugnis, eventuell Verwandtschaftanachweis. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31, Jänner 193t. Einreichstelle: Fürsorgezentrale der Israelitischen Kultusgenieinde, Wien, I., Seitenstettengasse 2, 1. Stock. Wien, 1. Jänner 1931. Der Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, Z. 8933 ex 1930, Jakob Luxenburg-Stiftung. Oesamtverleihungsbetrag: S 350.—. Bewerbungsberechtigt sind: Hilfsbedürftige jüdische Witwen, welche im 3. Wiener Gemeindebezirke wohnhaft sind. Bevorzugt sind von den oben bezeichneten Personen: Beamtenswitwen galizischer Herkunft, wenn ihnen durch die Verleihung eines Beitrages zu einer Existenz verholten wird und clie Erziehung der verwaisten Kinder ermögiieht, resp. erleichtert wird. Einreichungsfrist: 1. bis 31. Jänner 1931. Gesuch sbeilagcn: Geburtsschein, Totenschein des Gatten, eventuell Geburtsscheine der Kinder. Einreich stelle: Füreorgezentrale der Israelitischen Kultusgemeinde, Wien, L, Seitenstettengasse 2, 1. Stock. Wien, 1. Jänner 1931. Der Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde Wien. Z. 8932 ex 1930. Karoline Güterbock-Stiftung. Gesamtverleihungsbetrag: S 300.—. Bewerbungsberechtigt sind: Arme kranke Frauen und Mädchen mosaischer Konfession. Bevorzugt sind: Solche arme, kranke Frauen und Mädchen mosaischer Konfession, welche in Holitsch leben oder daselbst zuständig sind, Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, ärztliches Zeugnis, Mittellosigkeitszeugnis. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 31. Jänner 1931. Einreich stelle: Fürsorgezentrale der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, I., Seitenstettengasse 2, 1. Stock. Wien, 1. Jänner 1931. Der Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde Wien. Israel. Kultusgemeinde Wien. Zur Z, 3373 ex 1930 Personalveründerung im Rabbinats-Kollegium. Wien, 5. Jänner 1931, Der Vorstand der Israelitischen Kultusgenieinde Wien bringt zur Kenntnis, daß das Mitglied des Rabbinats-Kollegiums der Israelitischen Kultusgenieinde Wien, Herr Rabbiner Mayer Mayersohn, mit 31. Dezember 1930 in den dauernden Ruhestand getreten ist. Demgemäß ist mit diesem Tage die Befugnis des genannten Herrn Rabbiners namens oder in Vertretung des Rabbinates der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, Amtshandlungen welcher Art immer vorzunehmen, erloschen. In Gemäßheit der Bestimmungen des § 39 des Kultusgemeinde-Statutes wurde vom Vorstande der Israelitischen Kultusgenieinde Wien mit Plenarbeschluß vom 29. November 1930 Herr Rabbiner Josef B a b a d zum Mitgliede und ständig fungierenden Obmann des Rabbinats-Kollegiums ernannt. Der Vorstand der Israeltischen Kultusgenieinde Wien ersucht bei diesem Anlässe, Zuschriften in Rabbinatsangelegenlieiten nicht an einzelne Mitglieder des Rabbinats-Kollegiums, sondern auschließlich an das Rabblnat der Israelischen Kultusgemeinde, Wien, I., Seitenstettengasse 2, zu adressieren. Gesucht wird Martern (Marie) Gloger rekte Blitz, geboren 1910 in Gwozdziec, Polen, von ihren Verwandte.: in Amerika. Das Mädchen, welches 1917 nach Wien in ein Kriegskinderheim gekommen war, wurde 1918 mit einem Kindertransport in das Barackenlager Ungarisch-! lradisch (C. S. R.) geschickt. Personen, die Näheres über den Verbleib des Mädchens wissen, werden gebeten, dies der Für* sorgezentralc der Israelitischen Kultusgemeinde, Wien, L« Seitenstettengasse 2, mitzuteiien. i