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Die Stimme · 1930-05-15 · Heft 126 (15.5.1930) · page 10

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Journal
Die Stimme
Volume
3 (1930)
Issue
Heft 126 (15.5.1930)
Date
1930-05-15
Page
– (sequence 10)
Language
German
Belongs to
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DIE STIMME Nr« m zioiisflsdics Leben in Wien Verlautbarung des Landeskomitees Der ordentliche Delegiertentag der österreichischen Zionisten wird hiemit für den 14. Juni (abends) und 15. Juni cinberufen. Ort und Tagesordnung wird später bekanntgegeben. Zionistisches Landeskomitee für Oesterreich Die Arbeit des Keren Kajemeth Balfour-Band des Goldenen Buches: Der Balfour-Band wird in 2 Exemplaren hergestellt. Der eine wird im Britischen Museum in London auf liegen, der andere in Jerusalem. Erste Eintragung in Wien durch Prof. Josef Frank (Betrag von S 750.— übergeben). Hauptmann-Hain: Neu eingegangener Betrag S 666.—. (Insgesamt bisher auf diesen Hain S 6.628.—). Prof. Artur Wolf-Garten: Durch Erlag des Restbetrages von S 51.— ist dieser Garten komplettiert. Jetti Mamber-Garten: Weiter auf diesen Garten eingegangen S 84.— (Bisher insgesamt S 594.70). Keren Kajemeth-Spendeneingange im Jahre 5690: S 105.000.— d. s. über 2/3 des Jahreskontingentes. Mai-BiichsenJeerung: Die nächste Bücbsenleerung findet in der Zeit vom 18. Mai bis inkl. 1. Juni statt. Es wird gebeten, von den Leerem die Vorweisung der Legitimationen zu verlangen. Diese gelten nur für die laufende Leerung! Der Jüdische Hochschulausschuß, IX., Zimmermannplatz 8, veranstaltet Donnerstag, den 15. Mai, um 8 Uhr abends, im Cafe Josefinum, IX., Währingerstraße 33, einen Vortrag über das Thema: lonan-FiguFBn um Theodor Herz] Referent: HERR DR. TULO NUSSENBLATT. Emlrilt frei. Gäste herzlich willkommen. Uv zahlreiches und pünktliches Erscheinen wird gebeten. PSn& des Keren Kajemeth: Viktor Bauminger «pendet S 2.— und ruft zu Spenden auf: Simon Mayer, Bernard Niwes, Schafom Lilienfeld, Dr. Mendel Rosenberg, Dr. Samuel Rappaport. Simon Gaspard spendet S 2.— und ruft zu Spenden auf: Prof. Dr. Albert Batscha, Benno Deutsch, Ing. Viktor Gehler, Ing. Gustav Wolf, Prof. Dr. Josef Sübiger, Prof. Artur Freud. Ignatz Gutmann spendet S 2.— und ruft zu Spenden auf: Dir. Friedrich Grübel, Kamm.-Rat Moritz Kohn, Dr. Huscher, Dr. Noah Wetdenfeld, Hermann Greif. Stelle Hochstimm spendet S 2.— und ruft zu Spenden auf: Frau Holzer, Rudi Krakauer, Frl. Ella Hahn, Pinchos Sorokin, N. Silber, Julius Hoctetimm, Martin Hochstimm, Karl Rosenzweig. Jugendver«:inErezlsrael spendet S 2.— und ruft zu Spenden anf: Zion. Sektion Leopoldstadt, Zion, demokr. Jugend, Israel Müller, Isidor Lebensohn, Gebrüder Teich, Eduard Mandelbaum, Hermann Grünwald, Mair Pais, Eisig Blei. Z. M. V. N e h e m i a spendet S 2.— und ruft zu Spenden auf: A. V. Libanonia, J. A. V. Emunah, Walter Peizels, Erwin Rosenberg. Sophie Löwenherz spendet S 2.— und ruft zu Spenden auf: Sabine Paßweg, Martha Bondy,, Fanni Weiß, Josefine Rothblum. Adolf Böhm spendet S 2.— tmd ruft zu Spenden auf: Dr. David Rothblum, David Nebenzahl, Dr. Hermann Ebner, Chanina Verständig, Ing. B. Baumann, Saul Weinreb. Frau Perl Greif spendet S 2.— und ruft zu Spenden auf: Frau Erna Guttmann, Rosl Kohn, Minna Sinnreich, Rosa Mehler, Lotte Katz, Frau Adlersberg, Frau Groß. Hermann Greif spendet S 2.— und ruft zu Spenden auf: Leo Seemann, Herrn Barbak, Jakob Groß, Dr. Kart Jellinek, Viktor Adlersberg, Zacharias Katz, Hermann Schwan. H1TACHDUTH-POALE ZION-LINKSKARTELL Heute Donnerstag, den 15. d., 8 Uhr abends, im Alten Rathaus, I., Wipplingerstraße: Große «ersammlong Tagesordnung: Die Vorfälle ln Kfar Saba und ihre Lehren. 000BBBBBBBB0BBBBBBE Ankündigungen und Mitteilungen Chajes-Realgymnasfum, IL Gastellezgasse 35. Aufnahmen in die 1. bis 8. Klasse täglich von 12 bis 1 Uhr in der Direktionskanzlei. Misrachl-Zentrale, Wien, II., Praterstraße 11, Sonntag, den 18. <1. M. 11 Uhr vormittags findet im großen Misrachi- Saale eine Volksversammlung statt, bei der Herr Prof. Dr. Aleszkowskii, gewesener Obcrrabhiner von Kiew und gegenwärtig Professor in Tel-Aviv eilten Vortrag über die Misrachi-Tätigkeit in Palästina halten wird. Alle Mitglieder und Gesinnungsgenossen werden höflichst eingeladen. Misrachi-Zeutrate, Wien, II., Praterstraße II. Aus Anlaß des 50jährigen Jubiläums des Präsidenten der Misrachi- Weltzentrale, Herrn Raw Meir Berlin, findet Dienstag, den 27. Mai 1. J. im großen MisrachKsaale eine Vollversammlung statt, wozu alle Mitglieder und Gesinnungsgenossen höflichst eingeladen werden. Die Tätigkeit des Hechaluz Hamlsrachi Wien. Es gibt in Wien eine Organisation, die sich erfolgreich auf dem Gebiete des Chaluziuth betätigt. Der Hechaluz Hamisrachi verfügt über eine stattliche Anzahl junger Menschen, die bereit wären, nach Erez Israel zu gehen. Es dürfte wenig bekannt sein, daß diese Chaluz-Organisation auch zur letzten Alijah einen Chaluztransport nach Erez Israel, den sie aus eigenen Mitteln, fast ohne jedwede Hilfe von außen, ausgerüstet, ja sogar mit Reisespesen versehen, geschickt hat. Leider mangelt es ihm an den erforderlichen Mitteln, um seinen Mitgliedern eine entsprechende Hachscharah bieten zu können. Aber nicht dies allein ist das Hindernis, sondern auch der Mangel einer geeigneten Hachscharahstätte. Der Hechaluz Hamisrachi wendet sich daher auch auf diesem Wege an die breite jüdische Oeffentlichkeit, seine chaluzistischen Bestrebungen zu unterstützen und hofft, daß es ihm vielleicht durch diese Zeilen ermöglicht werden wird, seinen Mitgliedern eine gute chaluzistische Ausbildung durch eine entsprehende Hachschara zu geben. Die Adresse des Hechaluz Hamisrachi ist Wien, II., Praterstraße 11, Tel. R 45-6-25. Die Z. P. O. «Jordania» erlaubt sich mit zu teilen, daß ihre Adresse nicht mehr VIII., Auerspergstraße 21, sondern VIII., Lerchenfelderstraße 120 ist und erbittet alle Zuschriften dahin zu senden. Die Herzl-Feier des «Rahmenverbandes der Zionistischen Mittelschüler-Verbindungen und -Vereine Oesterreichs», bei der Herr Oberbaurat Ingenieur Robert Stricker die Festrede hält, findet am Donnerstag, den 15. Mai 1930, an der Bude des «Technischen Kartells», Wien, VIII., Lerchenfelderstraße 120, pünktlich um 8 Uhr abends statt. Die Feier des 100. Geburtstages. Vor einigen Tagen beging Frau Karoline Schulhof im Kreise ihrer Kinder, Enkel und Urenkel die seltene Feier ihres 100. Geburtstages. In Vertretung des Vorstandes der Israelitischen Kultusgemeinde Wien hatte sich ein Delegierter desselben in der Wohnung der Jubilarin eingefunden und überreichte ihr das von der Kultusgemeinde gewidmete Ehrengeschenk. Tief gerührt dankte die hoebbetagte jüdische Matrone, die sich noch einer seltenen geistigen Frische erfreut, den erschienenen Abordnungen vieler Vereine für die Glückwünsche und die ihr zuteil gewordenen Ehrungen. Rheuma und Gicht. Bei rheumatischen, gichtischen Schmerzen sowie verwandten Krankheitserscheinungen liegt bekanntlich eine Stoffwechselstömng infolge fehlerhafter Veranstaltungskalender Donnerstag, 15. Mai: 7 Uhr: Histadruth Iwrith, IL, Kleine Mohrengasse 3 Signon iwri. —> Danial Persky. Samstag, 17. Mai: 6 Uhr: Mischnah — Dr. N. Goldstein. 7 Uhr: Dikduk — Prof. A. Wiesen. 8 Uhr: Golah wanechar (Fortsetzung). — Doktor Chaim Tartakower. Sonntag, 18. Mai: 2 Uhr: Tijul. Treffpunkt: Stadtbahnhaltestelle Schottenring. Dienstag, 20. Mai: 149 Uhr: Bezirkssektion 1, Caf6 Altes Rathaus, I., Wipplingerstraße 24. — Vortragsabend. Mittwoch, 21. Mai: 8 Uhr: Bezirkssektion 6/7. Cafe Mariahilf, VI., Mariahilferslraße 89. — Vortragsal ,id. Dr. Chaim Tartakower. — Was verdanken wir schon heute dem neuen jüdischen Palästina? Blutbeschaffenheit vor. Zur Ausscheidung der schädlichen Bestandteile im Blute ist nun Togal in hervorragender Weise geeignet. Togal hemmt die Ansammlung der harnsauren Salze und vermehrt ihre Ausscheidung. Streng orthod. Selchwarenbuffet in der Hauptallee. Im Cafe-Restaurant «Praterfee—Lustige Witwe» wird am 15. Mai ein S e 1 c h w a r e n b u f f e t, beliefert von der bestrenommierten Selchwarenfabrik Petyan & Co., eröffnet. Dasselbe steht unter strengster Aufsicht und ist für volle Einhaltung der -Vorschriften Vorsorge getroffen. Der herrliche Garten und die erstklassige Qualität aller Erzeugnisse obiger Firma bieten die Gewähr für einen angenehmen Aufenthalt für alle unsere Gesinnungsgenossen. Erste medizinische Autoritäten, wie Prof. Dr. med. His, Prof. med. Lazarus, Prof. Dr. med. v. Noorden und viele andere bestätigen, daß Radium eine außerordentlich günstige Wirkung bei Adernverkalkung ausübt, indem es be- OCOOCOOQOOQOOOOOOOCOCCOCQOCOCOOOOOOOOO Die Wiener Hitachduth gratuliert herzlichst ihrem Obmann Chawer Dr. Josef Gelbard zu seiner Verlobung mit Fräulein Mag. Pharm. Rosa Bannet (Berlin). OOCOOOOQQOOOOCOSOOOOOOOQOCX)QGOOOOOOOOO lebend und anregend auf den Organismus und vor allem lösend auf alle Ablagerungen wirkt. Radium in feinstverteilter Form befindet sich in den Radiosklerin- Tabletten, welche die Blutzirkulation fördern. Radiumgehalt ' wird amtlich überprüft. Depot und Auskünfte: Apotheke Bayer, Wien, I., Wollzeile 13. ■ .. ... 1.. J 11BBBBHBH!.!' literatur Das Gastspiel der Wilnaer «Komödie des Glückes» (Der Iker) von N. Evrelnow. Dem <lker» oder wie der deutsche Titel des Stückes lautet «Komödie des Glückes» von dem russischen Schriftsteller und Regisseur Evreinow, liegt, halb reflektierend, halb spielerisch die Idee zugrunde, die die leitende Figur des Stückes, Dr. Fregoli, in dem Satze zusammenfaßt: «Lieber eine schöne Lüge, als eine häßliche Wahrheit» die Idee, daß den vielen Menschen, deren Leben dürftig und armselig im Alltag versandet, mit dem Bringen von etwas Licht, und sei es auch nur auf die Welse, daß man sie ein wenig hinters Licht führt, weitaus mehr gedient sein kann, als wenn man sie dem realen Ablauf Ihres bereits bestimmten Schicksals ganz überließe. Wer wäre nun berufener dazu, Illusionen zu schaffen, als der Künstler, der Schauspieler, dem die Welt des Scheins — Leben bedeutet? Warum sollte auch nicht einmal umgekehrt Im Leben gespielt, die breite und zugleich tiefe Bühne des Lebens zum Schauplatz erhoben und damit schließlich auch das Theater von seiner starren Pose befreit, seines gespielten Pathos entkleidet werden? Dr. Fregoli, in seinem Wunsche Monschennot zu lindern, verfällt auf den originellen Einfall, Schauspieler in das Leben einiger bei ihm rat- und hilfesuchender Geschöpfe eingreifen zu lassen, und ihnen so die Illusion des Glückes zu schenken. Wie wird aber nun die kalte, unbarmherzige Wahrheit wirken, wenn der trügerisch sanfte Schleier der Illusion reißen wird? Dr. Fregoli überläßt dem Publikum die Lösung dieser Aufgabe: als Harlekin stellt er es ihnen anheim, sich einen tragischen Ausgang oder ein happy end oder gar einen heroischen Schluß: «Sieg der Kunst über das Leben, Kapitulierung des Lebens vor der Größe der Kunst» zu wünschen, um schließlich dann das Spiel in Farben, Tanz und Faschingsscberz aufzulösen. Tja, die Kunst hat es eben um so viel leichter als das Leben, Lösungen berbeizuführen, Akte zu schließen, Katastrophen zu vermeiden. Der Schriftsteller Evreinow hat uns seine Ueberzeugung, daß die Beseitigung der zahlreichen Schwierigkeiten, die sich dem Menschen In seinem Streben nach Glück und Lebensfreude entgegenstellen,, mittels Illusion, Täuschung und Spiel zum Teil möglich wäre, nicht ganz gegeben — der Regisseur und Tbeatermanu Evreinow dagegen hat ein spannendes, originelles Theaterstück geschaffen. Die Wilnaer brachten das Stück mit Spielfreudc und jenem Zusammeuspiel, das sie so besonders auszeichnet, zur Aufführung. Allen voran Alex Stein, in Maske und Spiel gleich hervorragend, immer über, der Situation stehend, sie leitend. Seine Hilfsbereitschaft kommt aus kühler, überlegener Höhe, entströmt dem Hirn und nicht dem Herzen, ist vo.n einer, fast könnte man sagen, kühler Wärme. Eine abgerundete ganz hervorragende Leistung. Fräulein Walter als Lydia findet beängstigend echten Ausdruck einer vom Glück Vergessenen; Fräulein Pikus als Dienstmädchen, urwüchsig und ganz erfüllt von der Aufgabe ihrer in den Dienst der Menschlichkeit gestellten Kunst; I. K a m a y, ein charmanter Liebhaber; Schigpr i n als Militärarzt überaus drastisch. Ganz ausgezeichnet in ihrer sittlichen Entrüstung die Klassenlehrerin Frida V i t a 1 i n s. Die Pensionsinhaberin Sonja A11b a u m s, S. Scheffel und M. Schneider als Vater und Sohn sowie alle übrigen Mitwirkendeii, sehr verdienst voll. Nicht zu vergessen der überaus sympathische im Theateriebeu wurzelnde; lebensnahe Theaterdirektor Adam Dombs. Das Publikum, dem der letzte Akt sichtlich am besten gefiel, applaudierte stürmisch. Es gab unzählige. Hervorrufe und einen großen wohlverdienten Erfolg. Das Stück bleibt weiter auf dem Repertoire. Dr. Jakob Rosenthal. Chorkonzert der Schüler des Cha]es-Realgymnasiuni. Das Chajes-Realgymnasium veranstaltet Mittwoch, den 21. Mal uni halb 8 Uhr abends Im kleinen Konzerthaussaal ein Chorkonzert der Schüler der unteren Klassen unter Leitung Dr. Berthold Löwenfelds. Dieses Konzert Ist das erste Auilrcten eines jüdischen Kinderchores in Wien; das Programm, das hebräische und deutsche Chorgesänge enthält, wird sicher das Interesse breiter zionistischer Kreise wecken. Der Kartenverkauf findet in der Buchhandlung Rath, II., Taborstraßc 20 a, und an der Abendkasse statt. Das Reinerträgnis fließt der Ferienkolonie der Schüler des Chajes-’Realgymnasiums zu. Die Direktion, das Personal und die Zöglinge des Lehrlingsheimes „Zukunft7* gratulieren ihrem Präfekten Herrn Dr. Wilhelm Schor anläßlich seiner Vermählung mit Frl. Ada Stark und wünschen ihm ein herzliches jfiö bta

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