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Die Stimme · 1930-05-08 · Heft 125 (8.5.1930) · page 11

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Journal
Die Stimme
Volume
3 (1930)
Issue
Heft 125 (8.5.1930)
Date
1930-05-08
Page
– (sequence 11)
Language
German
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Nr. 125 DIE STIMME Seife fl Grabsteine Friedländer * Deutsch Wien, L.Seltenstettengagge Kr. 2 Tel. V 28-1-28 XI., ZentTftlfrledhof, neben dem t. Tor. Tel. U 18-0.86 Anschlägen verhindert werden sollen, b) Die Anteilnahme an allen Fürsorgeaktionen (z. B. Dotierung unserer Wirtschaftsstellen sowie unserer Fachorganisationen, aus den für Wirtschaft und Fürsorgezwecke bestimmten Fonds), c) Die Benützung der dem Sport gewidmeten Räume (Fecht- und Turnsaal, Schießstätte), d) Die Möglichkeit der Gründung von bisher afu akademischem Boden bestehenden wirtschaftlichen Institutionen im eigenen Rahmen, e) Die Gewährung des Farbenrechtes an die wehrhaften jüdischen Verbindungen, wie auch die Sicherung ihres Bummels an der Universität, f) Die Mitwirkung und Mitbestimmung in allen Angelegenheiten analog den Rechten der Deutschen Studentenschaft. 3. Nach diesen für uns selbstverständlichen Feststellungen ergibt sich die Notwendigkeit, die ohne Anhörung der jüdischen Studentenschaft erlassene Studentenordnung auch in folgenden Punkten zu beleuchten: a) Fragen des Glaubensbekenntnisses (II c) kommen für eine jüdische Studentennation nach' den Ausführungen zum vorstehenden Punkt I. nicht in Betracht, b) Punkt HI der Studentenordnung könnte uns die Möglichkeit nehmen, unsere Beziehungen zu unseren Konnationalen aufrecht zu erhalten und könnte den Anlaß zu einer Auflösung der jüdischen Studentennation bilden. Zu diesem Punkte ersuchen wir um rechtsverbindliche Erklärungen. c) Zu Punkt V der Studentenordnung ersuchen wir lim die taxative Aufzählung der Auflösungsgründe. Insbesondere wäre eine Definition darüber zu geben, was unter «Bestrebungen, die den deutschen Charakter der Hochschule beeinträchtigen», zu verstehen ist. Wir erklären, daß niemals von seiten jüdisch-nationaler Hörer etwas unternommen werden kann, was als Beeinträchtigung des deutschen Charakters der Hochschule gelten könnte. Die Anlage des Hochschulwesens, die Sprache und der Lehrbetrieb sind durch die geltenden Gesetze genügend geschützt und es liegt der jüdischen Studentenschaft vollkommen ferne, sich gegen die Gesetze zu vergehen. Schließlich erscheint es uns als notwendig, Punkt V der Studentenordnung dahin zu ergänzen, daß eine Auflösung einer Studentennation nie ohne vorherige Anhörung der Vertreter der betreffenden Nation und Prüfung der von derselben vorgebrachten Gründe in einem ordentlichen Verfahren erfolgen soll. 4. Wir haben die Ehre, Eurer Magnifizenz zu versichern, daß uns die Wahrung der Disziplin und Ordnung ein selbstverständliches Gebot ist, das für jeden gelten muß. Wir wünschen nichts sehnlicher, als daß jeder Anlaß zu Reibungen beseitigt wird. Wjr erachten es aber im Interesse eines gedeihlichen Wirkens der Studentenordnung als notwendig, daß die jüdische Studentenschaft, bevor sie sich zur Bildung der jüdischen Studentennation entschließt, auch mit der übrigen Studentenschaft über die hier vorgebrachten Bedenken ein Einvernehmen herstellt. Dies liegt im Interesse eines ruhigen Studienbetriebes und auch im Interesse der gesamten Studentenschaft. Die jüdische Studentennation wird, wenn sie sich konstituiert, die zweitstärkste Nation an der Universität sein. Wird sie nicht geschaffen, dann ist die Studentenordnung nicht das, was der akademische Senat mit ihr ins Leben rufen wollte. Um nun Konflikten vorzubeugen, bitten wir Euere Magnifizenz, eine Aussprache unserer Vertreter mit den Vertretern der übrigen Studentenschaft herbeiführen zu wollen. Wir sind davon überzeugt, daß eine derartige Aussprache, fern von allen publizistischen Erörterungen, Ersprießliches für alle Teile und damit für die Universität schaffen kann. Wir sind auch gerne bereit, vom akademischen Senat gewünschte weitere Aufklärungen mündlich oder schriftlich zu erteilen. Genehmigen Euere Magnifizenz den Ausdruck unserer Hochachtung. Für den Jüdischen Hochschulausschuß: cand. phil. D e s z ö W ei s s, J. U. Dr. David B u k s p a n, M. U. Dr. SiegmundSchargl. Maimonldes-Instltut. Sommersemester 1930. Der mit Genehmigung des Rektorates der Universität Im Hörsaal 3 7 der philosophischen Fakultät (in diesem Jahre jeden Mittwooh, abends halb 7 Uhr) vom Institut veranstalteten Vorträge aus dem Gebiete der Wissenschaft des Judentums werden für das Sommersemester Mittwoch, den 14. Mai wiedereröffnet. Rabbiner Doktor A. Kaminka wird «Erklärung der jesajanischen Reden» vortragen. — Die Vorträge im Institut Darwingasse 21 finden täglich weiter wie im Wintersemester statt, mit der Aenderutig daß jeden Samstag 4 bis 6 Uhr zwei Vorträge abgehalten werden: Dr. Kaminka «Sprüche der Väter»; Dr. Goldstein «Midrasch». Jeden Montag 6 Uhr: Psalmen: 7 Uhr: Saadja, Emunoth wedeoth. Jeden Dienst tag, 6 Uhr: Midrasch; 7 Uhr: Jad Chasaka. Jeden Donnerstag, 6 Uhr: Psalmen; 7 Uhr: Talmud Sanhedrin. Verband jüdischer Hochschüler polnischer Staatsbürgerschaft Donnerstag, den 15. Mai 1930, II. Generalversammlung. Ort:. Lese- und Redehalle jüdischer Hochschüler, IX., TUrkenstraße 9. Beginn: 8 Uhr abends. Jüdisch-akademischer Jurirtenverehi. In der am ververgangenen Samstag stattgefundenen Generalversammlung wurde neuerlich Herr Dr. Jakob Hirm zum Präses gewählt, des weiteren zu Ausschußmitgliedern die Kolleginnen Horowitz und Ohrenstein sowie die Kollegen Jupiter, Margulies, Inibermann, Sonnenschein, Sternlieb, Gold, Engel, Schönfeld, Orubcr, Jakob und Brauner. Es wird abermals bekanntgegeben, daß Anmeldungen zu den Vorbereitungskursen allabendlich zwischen 8 und 10 Uhr erfolgen können. Jüdisch-akademischer Jurlsteuvereln. Am vergangenen Sonntag leitete die reorganisierte AusHugssektlon des Vereines in re Tätigkeit durch Veranstaltung eines ganztägigen gelungene« Ausfluges ln den Wiener Wald ein. — Nächste .Woche beginnt unter Leitung des Kofi. Dipl. Kaufen. FriecU ler ein Vorbereitungskurs für die I. Staatsprüfung (Juli- und Oktober-Termin). Die Kurse aus römischem Rbcht (Dr. Hirni) sowie aus Strafrecht und bürgerl. Recht (Dr. Hirm und Dr. Zimmer werden zu den bekannten Stunden fortgeführt. Verein zionistischer Hochschüler 1* P. Chajes. Samstag, den 10. Mai, findet um hatb 8 Uhr eine Plenarversammlung statt. Zur Beratung stehen wichtige reorgan.isatorische Fragen des Vereines. Es ist unbedingte Pflicht aller Mitglieder, pünktlich und vollzählig zu erscheinen. Internationaler Kongreß der jüdischen Studenten. Antwerpen. Auf der letzten Sitzung des Zentralkomitees der «Föderation des Etudiants Juifs en Belgique» ist beschlossen worden, im Laufe des Sommers 1930, während der internationalen Ausstellung von Antwerpen, hier den zweiten jüdischen Studenten-Weltverband-Kongreß abzuhaiten. Jüdischer Sport Hakoah In Preßburg Bratislava rauft gegen Hakoah 2:1. In einem äußerst derben Spiele mußte die zeitweise mit 9 Man« spielende Hakoah-Mannschaft eine knappe Niederlage einstecken, doch kann dieser Schlacht kein sportlicher Wert beigetttessen werden. Der parteiische tschechische Schiedsrichter benachteiligte die jüdische Mannschaft in unerhörter Weise und weigerte sich, obwohl er die deutsche Sprache beherrschte, dieselbe im Verkehr mit den Spielern zu gebrauchen. Hakoah gelangte in der 26. Minute durch Molnar in Führung, die Preßburger erzielten jedoch in der 32. Minute aus einem durch Feldmann verschuldeten Elfmeterstoß den Ausgleich. Als der Schiedsrichter in der 44. Minute ein schweres Foul an Donnenfeld (Im Strafraume) nicht ahndete, protestierte Hess energisch gegen die einseitige Wettspielleitung und wurde ausgeschlossen. Da die Heimischen sich bei diesem Schiedsrichter alles erlauben konnten, wollten die Hakoahner im Gefühle ihrer Schutzlosigkeit abtreten, ließen sich jedoch dann zur Fortsetzung des Kampfes mit 10 Mann bewegen. Nach der Pause erhielt Stroß von Priboi einen derben Tritt mit den Fuß und mußte mit einer schmerzhaften Lippen Verletzung ins Spital geführt werden. Die Einheimischen erzielten gegen den geschwächten Gegner in der 29. Minute den «Siegestreffer». Bald darauf sprang der ordinär spielende Bulla, ohne daß der Ball in der Nähe war, dem nach einer Abwehr auf dem Boden liegenden Feldmann absichtlich mit dem Absatz ins Gesicht. Feldmann mußte ebenfalls ins Spital geführt werden. Nun wendeten sich selbst die tschechischen Zuschauer gegen die niederträchtige Kampfesweise der Bratislava-Leute und versuchten den Platz zu stürmen, doch machte die Polizei Ordnung, Damit fand das Spiel ein unrühmliches Ende. Stroß und Feldmanti wurden noch am selben Abend ins Spital nach Wien überführt. Bei Stroß wurde eine Operation an der Oberlippe vorgenoromen. Sp. Schwimmen. Das zweitägige internationale Schwimmfest der Hakoah brachte bei schwacher Beschickung und schwachem Besuche nebst dem Siege der Hakoah-Mannschaft in der Wasserballkonkurrenz nachstehende Erfolge der jüdischen Schwimmergarde: 1. Tag: Damen-Brustschwimimen 100 Meter: Weisselberg (Hakoah) 2. PI. (1:42,4); Damen-Freistil 200 m: 1. Löwy (Hakoah) 3-02,2; 2. Toth (Budapest) 3:16,4; HerrenrFreistil 200 m: 1. Meszöly (Budapest) 2:33; 2. Goldberger (Hakoah) 2:33,4; Herren-Rücken 100 m: 3. Otto Goldberger 1:19; Freistil-Staffel, 3mal 100 m: 1. Iwask 3:24; 2. Hakoah 3:39,4; JüngJings-Brustschwimmen 100 m: 1. Müller (Hakoah) 1:25,2. Der Abend wurde durch ein Aufschwimmen der Hakoah-Jugend eröffnet, den Abschluß bildete das Wasserballsplel Hakoah gegen Austria, das durch das unsportliche Verhalten der Austria-Mannschaft einen irregulären Verlauf nahm. Hakoah siegte 10 :0 (3 : 0), da einige Austrianer, mit dem Schiedsrichter unzufrieden, passive Resistenz leisteten. Tore: Flesch 5, Rosenblatt 2, Ehrenkraut 2, Goldschläger. 2. Tag. Rückenschwimmen 200 m: Otto Goldberger 2, PL 3:02,8; HerrenrFreistil 100 m: Hans Goldberger 1. PL 1:04; Damen-Freistil 100 m: Fritz! Löwy 1. PI. 1:19,6; Datrwn-Biustschiwimmen 200 m: Weisseiberg 3. PI. 3:48; Damon-Jugendstaffel, 3mai 100 m: Hakoah 2. PI. 5:22. Im Wasserballfmale um den Holub-Gedenlcpreis siegte die mit großer Aufopferung kämpfende Hakoah-Mannschaft in einem fairen Spiele über den W. A. C. 4:2 (2:0). Der beste Mann im Felde war der Hakoah-Torwart Kiefer. Tore: Beck (2), Flesch, Bhrenkranz. Sp. Makkabi Palästina — Makkabiah Dr. A. Rosenfeld, der im Aufträge des Makkabi-Weltverbandpräsddiutns zum Zwecke der Vorbereitungen der Makkabiah 193 2 ln Palästina weilte, besuchte aui seiner Rückreise auch den Wiener Makkabi. Unser Mitarbeiter hatte Gelegenheit einige sehr interessante Details über die palästinensischen Makkabi-Vereine und die Vorbereitungen zur Makkabiah zu erfahren. Der Beschluß der MakkabHWeltverbandstagung, ein großes alljüdisches Turn- und Sportfest in Palästina durchzufübren, hat in den Kreisen der palästinensischen Turner und Sportler große Genugtuung hervorgerufen. Die Beteiligung von 1800 aktiven Turnern aus Palästina ist bereits gesichert. Die gemeinsamen Uebungen werden bereits ln nächster Zeit ausgeschrieben werden. Die Stadtgemeinde Tel Aviv, besonders Ihr Bürgermeister, Herr Disengolf und Vizebürgermeister Rokach haben weitestgehende Unterstützung zugesagt. So wird der Bau eines Stadions in Aussicht genommen. Auch ln allen Galuthländern Ist das Interesse für die Makkabiah sehr groß, so daß das Problem der Transportfrage sehr aktuell wird. Das Chartern einiger Sonderschiffe, die Von Konstanza, Triest und Genua gelten sollen, wird unbedingt notwendig sein. Dadurch werden auch die Spesen bedeutend geringer. Der Spesenbeitrag wird pro Teilnehmer ungefähr 15 bis 17 Pfund Sterling betragen. Die Beteiligung aus aller Welt, wie aus China, Südafrika, Nord- und Südamerika, den nordischen Ländern und in ganz besonderer Höhe aus Mitteleuropa und den Mittelmeerläudern Ist bereits gesichert. In Palästina übernimmt dte Makkabi-Bewegung die Aufgabe einer Organisation der nationalen Masse, wie es auch die Teilnehmer der Makkabier an der Abwehr bei den August-Unruhen bewiesen hat. Ein Zusammenschluß des Makkabi mit den Sportverbänden soll in nächster Zeit durchgeführt werden. Palästina hat jetzt, wie andere Küstenländer, eine maritime Jugend, <Lc in eigenen Jugendverbänden besonders Wassersport, wie Rudern und Schwimmen, betreibt und ihr 1 1 Streben auf Ausbildung im Sctöffahrtewescn richten. Dec JCistortstfk bedeutsame Hatte dieses IlZotlke 8. Mai (10. Ijar) 1843: Rudolf Mosse, der Begründer des bekannten Berliner Zeitungsveriages, in Graetz (Posen) geboren. 8. „ (10. „ ) Nathan Birnbaum geboren. 9. „ (11. „) 1802: Der berühmte Orientalist Salamon Munk in Glogau geboren. 13. „ (15. „ ) 1873: Der deutschböhmische Dichter Moritz Hartmann gestorben. 1900: Der berühmte Dirigent Hermann Levy, Vorkämpfer der Wagner- Musik, in München gestorben. 14. „ (16. „ ) 1868: Der Sozial-Hygieniker Magnus Hirschfeld geboren. 1886: Dawid Gordon, der Herausgeber des «Hamaggid», gestorben. sportliche Geist ist in den Makkabi-Verbänden ein äußerst hoher. Es beweisen dies die vielen Zusammentreffen mit englischen Mannschaften. Professionalistische Bestrebungen sind verpönt, besonders seit dem kläglichen Scheitern einer Amerika-Reise des Makkabi Haifa. Dr. Rosenfeld war am Sonntag Gast des Wiener Makkabi Hazair, wo er einen Bericht über die Makkabi-Bewegung in Palästina gab. Dr. Rosenfeld schied mit den besten Eindrücken voil der Wiener jüdischen Jugend. Auf Grund der Berichte über die Makkabiah nimmt die Makkabi-Kreisleitung für Oesterreich alle Arbeiten in Angriff, um eine recht zahlreiche Beteiligung seitens det österreichischen Sport- und Turnvereine zu erzielen. Um weiten Kreisen eine Teilnahme zu ermöglichen, wird schon jetzt ein Sparkonto bei einer Wiener Großbank eröffnet werden. Boxklubkampf Wieden—Makkabi 9 :5. Der erste Klubkampf des Sp. C. Makkabi, der am 4. Mai in der Sportklubhalle durchgeführt wurde, endete mit einer Niederlage des Jüdischen Klubs. Makkabi hatte das Pech, daß sein bester Mann, Lindenheim, nicht antrat und Wagschal verletzt in den Ring ging. Die Ergebnisse der einzelnen Kämpfe waren: Fliegengewicht: Jaro 1 (Wieden) wurde Sieger über Kinberg, da dieser in der zweiten Runde aufgab. Leichtgewicht: Schiffmann (Makkabi) schlug Eiler (Wieden) nach Punkten.' Weltergewicht: Kaßner (Makkabi) gegen Jaro 2 (Wieden) unentschieden. Mittelgewicht: Wagschal (Makkabi) wird von Gudenus (Wieden) nach Punkten besiegt. Im Halbschwergewicht schlägt Laub (Makkabi) im schönsten Kampf der Veranstaltung seinen Gegner Priem (Wieden) nach Punkten. Im Schwergewicht erleidet Mayer (Makkabi) gegen. Havlicek eine Niederlage nach Punkten. Der Kampf wäre richtiger als unentschieden zu geben. E. M. Makkabi-Turntag 1930. Das diesjährige Kreis-, Turn-und Sportfest des Deutschen Makkabi-Kreises wird am Sonntag, den 24. August 1930 nach langer Zeit wieder einmal in Hamburg veranstaltet werden. In den Rahmen dieser Veranstaltung fällt das zwanzigjährige Ve r ein sj ubil äum des Hamburger «Bar K o c h b a», das durch einen besonderen Festakt begangen werden soll. Touristik- und Ski-Klub Hakoah, Wien, I., Wiiesiger-i straße 11. Programm für Sonntag, den 11. Mai 1930: Fu ßtouren: a) Tafelberg, Zusammenkunft 8 Uhr 30 Minuten Neu waldegg; b) Unterberg. — Kurse: Kictterkurs: Hoho Wand. Näheres Freitag von 20 bis 22 Uhr. — Jugendgruppe: Wienerwald nach Vereinbarung. Näheres Donnerstag von 19 bis 21 Uhr. Klubheim, Wien, I., Wieslngerstraße 11 (Telephon R 25-0-10). Alle Auskünfte täglich zwischen 19 und 20 Uhr unter R 43-9-97. Die französische Fliegerin Lina Bernstein — eine Jüdin — hat einen neuen Weltrekord für Damen auf gestellt Sie ist nach einem Flug von 35 Stunden 46 Minuten 55 Sekunden auf dem Flugplatz de Bourget gelandet und hat damit den Weltrekord für EinzelfHeger, den bisher Lindberg inne gehabt hat, an sich gebracht. Sprechsaal der Stimme ’ (Für die Mitteilungen, die in dieser Rubrik erscheinen, übernimmt die Redaktion keine Verantwortung.) Vom Dozenten Dr. B. Gottlieb erhalten wir folgenden Brief mit interessanten Anregungen, die wir hiemit zur Diskussion stellen: Sehr geehrte Redaktion! jetzt, da fast alle Kultusgemeinden und ähnlichen Korporationen sich der Agency abgeschlossen halben, wäre es vielleicht an der Zeit, folgendes Projekt dturchzuführen: Sämtliche jüdischen Waisenhäuser der Welt werden nach Palästina verlegt. Aus dem Erlös der freigewordenen Waisenhäuser wird ein Zentralheiim als Zentrum einer Kolonie errichtet. Alle Korporationen, die Waisenkinder zu versorgen haben, überstellen diese an das Heim in Palästina und zahlen den Betrag, den sie in den letzten Jahren für ein Kind durchschnittlich aiuszugeben pflegten, solange, als sie ihre Kinder gewöhnlich zu versorgen pflegen, d. i. meist bis zu ihrer Erwerbsfähigkeit. Durch diese Aktion bekäme man ein beständiges EimvanderungsmaterlaJ außer der Quote, da ja nach den letzten Berichten Waisenkinder freie Einwanderung genießen. Je jünger ein Einwanderer ist, desto besser akklimatisiert er sich. Bei diesem Material käme außerdem eine Rückwanderung überhaupt nicht in Frage, es wäre sehr wertvoll und verläßlich und das ganze Unternehmen würde die bestehenden Institutionen Palästinas nicht belasten. Für den Fall, daß Sie diesen Vorschlag für diskutabel halten, bitte ich Sie, ihn zur Diskussion zu steilen und an die maßgebenden Persönlichkeiten weiter zu leiten. Uhr sehr ergebener De. Bk

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