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Die Stimme · 1930-05-08 · Heft 125 (8.5.1930) · page 10

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Journal
Die Stimme
Volume
3 (1930)
Issue
Heft 125 (8.5.1930)
Date
1930-05-08
Page
– (sequence 10)
Language
German
Belongs to
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Seite 10 DIE STIMME Nr. 125 ZlonfcoOfö Leben in Wien Die Arbeit des Keren Kajemeth Kontingenterfüllung 5690 (Fortsetzung und Schluß von Nr. 124 der „Stimme“. Gdud Zirim, 63 Prozent von S 2000.—; Histadruth Gordonia 93 Prozent von S 1200.—; Klub junger Zionisten 106 Prozent von S 400.—; Makkabi Hazair 77 Prozent von S 1500.—; Mirjam 62 Prozent von S 2000.— : Organisation Zion. Frauen („WIZO“) 76 Prozent von S 6000.—; Poale Zion 46 Prozent von S 1000.—; Verband demokratischer Zionisten 76 Prozent von S 2000.—; Vereinigung der Zion, demokr. Jugend 43 Prozent von S 2000.—; ..Zirenu“ 94 Prozent von S 5000.—: Graz 91 Prozent von S 2500.—; Hohenau 126 Prozent von S 250.—; Innsbruck 48 Prozent von S 2000.—; Klagenfurt 63 Prozent von S 400.—; Klosterneuburg 99 Prozent von S 400.—; Krems 128 Prozent von S 500.—; Leoben 69 Prozent von S 400.—; Linz 44 Prozent von S 5000.—; Mödling 51 Prozent von S 1000.—; Salzburg 72 Prozent von S 2000.—; St. Pölten 41 Prozent von S 500.—. Sammlung beim Herzl-Grabgang. Die Z. M. V. „Mirjam“, Verein „Erez Israel“, Histadruth Gordonia, Ziroth Misrachi, Gdud Zirim, Haschomer Hazair, Mädchengruppe Gordonia, Makkabi Hazair arbeiteten mit Hingebung und erfolgreich. A. D. Gordon-Hain. Auf diesen Hain gingen neuerlich S 106.10 ein. Keren Kajemeth-Abgaben. „WIZO“ XX von Theateraufführung S 110.—. Außerordentliche Aktion. Haschomer Hazair brachte für diese Aktion weitere S 103.94, Poale Zion S 103.— auf. Bleistifte des Keren Kajemeth, a 20 Groschen, sind im Keren Kajemeth-Bui ad bei den KK-Kommissären erhältlich. Ring des Keren Kajemeth. Paul Kreppei spendet S 2.— und ruft auf: Dr. Abr. Frey, Dr. Siegmund Huscher, Dr. Moses Jacob, Doktor Ernst Pins, Wilhelm Singer, Dr. Zwi Wieselberg; Friedrich Lederer, Korneuburg, spendet S 2.— und ruft zu weiteren Spenden auf: Osias Reig, Mährischl & Klaber, Max Hoffmann, Oskar Sofer, Korneuburg, Philipp Hauser, Korneuburg, Ignatz Beinhacker, Wien; „Brith Mischmar Owdi m“ spendet S 2.— und ruft zu weiteren Spenden auf: Mendel Singer, Zwi Gelles, Saul Weinreb, Erni Welt, Sektion Prater, Hitachduth, Poale Zion, Heinrich Goldberg, Theodor Kollek; Dir. Josef Weide n f e 1 d spendet S 2.— und ruft zu weiteren Spenden auf: Salomon Körner, Bernhard Körner, Israel Bauer, Dr. Johann Hellmann; David K o f f 1 e r spendet S 2.— und ruft zu weiteren Spenden auf: Saul Oppermann, Leo Friedmann, Hersch Zauderer, Dr. Adolf Tompa, Adolf Kupferberg, Leiser Presser, Gedale Komarin, Josef Blatt, Juda Löw, Emil Nimmhäuser; Frau Henny J e k e 1 spendet S 2.— und ruft zu Spenden auf: Frau Dr. Taussig, Frau Seemann, Frau Kretschmer, Frau Bardak, Frau Lipschütz, Frau Greif; V. Z. M. spendet S 2.— und ruft zu weiteren Spenden auf: Z. M. V. Balfoura, Z. M. V. Giskalah, Z. M. V. Hasmonea, Z. M. V. Hyrkania, Z. M. V. Jedidäa, Z. M. V. Jung-Juda, Z. M. V. Massadah, Z. M. V. Mattatia, Z. M. V. Nehemia, Chajes-Piealgymnasium, Insp. Oehler; Brith Hanoar Hamisrachi spendet S 2.— und ruft zu weiteren Spenden auf: Misrachi Jugend-Zentrale, Zirej Misrachi, Ziroth Misrachi, Chaluz-Misrachi und Misrachi; T. u. Sk. „H a k o a h“ spendet S 2.— und ruft zu Spenden auf: Tennissektion des Sportklubs Hakoah, Ringsektiön, Schachsektion, Schwimmklub Hakoah, Boxklub Hakoah; Jugendgruppe des T. u. Sk. „Hakoah“ spendet S 2.— und ruft zu Spenden auf: Sport- und Schützenverein Menorah, Handballsektion des Sportklubs Hakoah, Z. M. V. Nehemia, Z. M. V. Massadah; Walter Gersten leid spendet S 2.— und ruft zu Spenden auf: Siegmund Hillmann, Sam. Löw, Ernst Schweiger, Mödling, Walter Brückner, Blau-weiße Zünder. In nachstehenden zwei Trafiken sind blau-weiße Zünder zu haben, Trafik VI., Mariahilferstraße 47, und Trafik VIII., Skodagasse. Herzl-Feier der Jüdischen Volksbifbfiothek «Zion». Die am 6. Mai in der Jüdischen Volksbibliothek «Zion» im intimen Rahmen veranstaltete Herzl-Feier hatte einen äußerst sympathischen Charakter. Nach der hebräischen Eröffnung des Herrn Dr. Birnbaum sprach Dr. Dawid Rothblum eingehend über Herzl als Mensch, in seiner formvollendeten Rede brachte W interessante anekdotische Einzelheiten aus Hcrzls Leben und erntete lebhaften verdienten Beifall. Nach k-i sprach in jiddischer ° 'reiche der Nestor der hebräischen v-iiriftstelier in Wien, A. D. Siiberbusch, der ebenfalls interessante Einzelheiten aus Herzls Leben erzählte. Hierauf las Dr. Z. F. Finkeistein ein Essay über Theodor Herzl als Philosoph. Zum Schluß wurde auch ein Feuilleton Herzls von Dr. S. Wolf vorgelesen. Die Feier hinterließ bei allen Anwesenden einen sehr angenehmen Eindruck. Teilnahme des Zionistischen Jugendverbandes Oesterreichs an der Konferenz der Zionistischen Jugendverbände in Budapest. Anläßlich der Tagung der zionistischen Jugendverbände in Budapest, die zu Pfingsten stattfindet, veranstaltet der Zionistische Jugendverband in Oesterreich eine Jugendreise, die sich so preiswert stellen wird, daß sic vielen Teilnehmern die Mitfahrt ermöglicht. Das Arrangement dieser Reise hat der Jugendvercin Erez Israel übernommen. ln Budapest hat sich bereits ein Komitee gebildet, das für den angenehmen Aufenthalt Sorge tragen wird. Auskünfte sowie Anmeldungen erteilt der Jugendverein Erez Israel, II., Zirkusgasse 33, in der Zeit von 7 bis 10 Uhr abends. Tel. Nr. R 49-8-98. Vereinsnachrichten Die Hitachduth Poalei Zion und Linkskartell veranstalten nächsten Donnerstag, den 15. d. M., 8 Uhr abends, im alten Rathaus ©ine Versammlung mit dem Thema: „Die Vorfälle in Kfar Saba und ihre Lehren“. Große Gedenkfeier für Baruch Schorr. Unter dem Protektorate des Herrn Dr. Josef Löwen-herz, Vizepräsident der israe.1. Kwltusgemeinde Wien, findet Donnerstag, den 15. Mai 1930, 8 Uhr abends, im Festsaale des Hotel Continental, II.. Taborstraße 4, eine große Gedenkfeier für Oberkantor Baruch Schorr statt. Festrede: Herr Dr. Josef Löwenherz. Gedenkrede: Herr Oberkantor Isidor Löwit, Präsident des österr. Kantorenverbandes. Mitwirkende: Herr Oberkantor Emanuel Frankel, Herr Oberkantor Gerson Margolies samt dem gesamten Tempelchor. Karten im Vorverkauf rm Hotel Continental, II., Praterstraße 1, in der Bücherstube M. Rath, II., Taborstraße 20, und im Caf6 Rajppaport, I., Franz Josefs Kai 43. Voranzeige. Am 19. Juni 1930 veranstaltet die Jüdische Volksbibliothek «Zion» ein großes Gartenfest im Kasino Zögernitz. Bei schlechtem Wetter findet das Fest in den Barräumen des Kasinos statt. Der Humanitätsverein der westlichen Bezirke Wiens eröffnet auch heuer, wie alljährlich, seine Ferienkolonie in Vöslau, Florastraße 15, und sind diesbezügliche Anmeldungen und Auskünfte beim Präsidenten Karl Fröhlich, Wien, VI., Mollardgasse 85, Tel. B 29-1-65, und bei Frau Helene Kanitz (Mensa judaica), Wien, IX., Zimrnermannplatz Nr. 8, Tel. A 25-2-28, vorzunehmen. An unsere verehrten Leser und Leserinnen ergeht hiemit auf (diesem Wege die Bitte, eines armen, schwer lungenkranken Juden, dessen einzige Rettung die Unterbringung in einer Heilanstalt wäre, zu gedenken. Wir wenden uns an die Leser und hoffen, daß sie nicht zögern werden, durch Spenden das Leben dieses Menschen zu retten. Jede, auch die kleinste Spende wird in der Administration unseres Blattes entgegengenommen und in der nächsten Nummer der «Stimme» unter «Schwer lungenkrank» ausgewiesen. «Nimm mich mit» ist das neueste Wunder der Phonokunst. Jedem Freund von Musik, Gesang und Tanz, besonders zu Weekend und Urlaub, zu empfehlen. Ein kleiner Kofferapparat der englischen weltbekannten Firma Columbia, in allen Farben, zierlich in Stahlgehäuse, mit neuestem Der jüdische Hochschüler Denkschrift des Wiener Jüdischen Hochschulausschusses an das Rektorat der Universität Vom jüdischen Hochschulausschuß erhalten wir nachstehende Denkschrift an das Rektorat der Universität, in der der Standpunkt der jüdischen Studentenschaft zur Bildung von Studentennationen dargelegt wird: «An das Hohe Rektorat der Universität Wien. Der Jüdische Hochschulausschuß Wien als Exekutive des Gesamtverbandes jüdischer Hochschüier Oesterreichs, «Judäa», sieht sich veranlaßt, iin Vertretung der akademischen Interessen der im Gesamtverbande organisierten jüdischen akademischen Hörer der Universität Wien, zu der am 8. April 1930 erschienenen, die Bildung von Studentennationen behandelnden Kundmachung folgende Erklärung abzugeben: Der jüdische Hochschulausschuß steht nach wie vor auf dem nationalen Standpunkte. Der jüdische Hochschulausschuß gibt der Meinung Ausdruck, daß sämtliche jüdische Studenten durch ihr Bekenntnis zum jüdischen Volke ihre Organisierung in diesem Gesamtverbande finden können. Nur der Gesamtverband jüdischer Hochschüler Oesterreichs stellt daher die legale Vertretung der jüdischen Studentenschaft dar, insbesondere auch dem hohen Rektorat gegenüber, von welchem er als Vertreter dieser Studentengruppen auch anerkannt worden ist. Was nun die in der Kundmachung vom 8. April 1930 ui gesehene Bildung von Studentennationen anlangt, möchten wir vor allem teststellen, daß diese ohne vorherige Anhörung der jüdischen Studentenschaft erlassen worden ist, so daß wir keine Möglichkeit hatten, unsere Stellungnahme insbesondere unsere Bedenken dem hohen Rektorat bekanntzugeben. 1. Grundsätzlich wollen wir erklären, daß wir für die Zugehörigkeit, respektive Zuweisung zu einer jüdischen Studentennation stets das Bekenntnis zu dieser als maßgebend und auch entscheidend ansehen und daß diese Zugehörigkeit an eine bestimmte Muttersprache nicht gebunder *, Veranstaltungskalender Samstag, 10. Mai: 8 Uhr: Histadruth Iwrith, 11., Kleine Mohrengasse Nr. 3. Sifruth Iwrith — Daniel Persky. Samfltag, 10. Mai: 6 Uhr: Mischnah — Dr. N. Goldstein. 7 Uhr: Dikduk — Prof. A. Wiesen. 8 Uhr: Kabalath panim 2u Ehren des hebräischen Schriftstellers Jakob Horowitz aus Palästina. Sonntag, 11. Mai: 2 Uhr nachm.: Tijul. Treffpunkt Stadtbahnhaltestelle Schottenring. Dienstag, 13. Mal: y29 Uhr: Beziirkssektion 1, Cafö «Altes Rathaus», I., Wipplingerstraße 24. Vortragsabend. Mittwoch, 14. Mal: 8 Uhr: Bezirkssektion 6/7, Cafi Mariahilf, VI., Mariahilferstraße. Vortrag des Herrn Dr. Z. F. Finkeistein — Die chassidische Bewegung. Selbstabsteller versehen, ist dieser mit herrlichem Ton ausgezeichnete Apparat auch auf bequemste Teilzahlung durch das Musikhaus Excelsior, Wien,!., Adlergasse 5, zu beziehen. Bekannt ist das große Plattenlager dieser Firma insbesondere in jüdischem und hebräischem Genre. Alle Rundfunkgeräte usw. Eine Wiener Aktion für die deklassierten Juden in Rußland Im Aufträge der Federation of Jewish Relief Organisation (Föderation der jüdischen Hilfsverbände in London) weilt zurzeit in Wien Z. H. Wachsmann, ein in der holländisch- und belgisch-jüdischen Presse bekannter Journalist. Herrn Wachsmann ist es gelungen, namhafte prominente Herren der Kultusgemeinde und der Alliance Israelite für die Arbeit der Federation zu interessieren. Kommenden Sonntag wird eine Besprechung in der Kultusgemeinde zwecks Konstituierung eines Komitees zur Durchführung einer großen Aktion zugunsten der deklassierten Juden in Rußland stattfinden. Auch mit der Großloge der B’nei Brith ist Herr Wachsmann in Verbindung getreten, wo er warmes Entgegenkommen gefunden hat. Die oben genannte Federation blickt auf eine segensreiche Tätigkeit von zehn Jahren in Osteuropa und Rußland zurück. Herr Wachsmann gedenkt auch in den benachbarten Staaten Jugoslawien, Tschechoslowakei und Ungarn ähnliche Komitees zu errichten. Zionistische Sektion Prater und Frauengruppe Prater gratulieren herzlichst ihren Ausschußmitgliedern Herrn n. Frau Ing. Markus und Anna Mühlbauer zur Geburt ihrer Tochter RUTH Weiters jedoch stellen wir fest, daß Personen, welche aus der jüdischen Volksgemeinschaft ausgetreten sind, mit' Rücksicht auf die anormale Lage unseres Volkes damit ihren Willen bekunden, sich von der jüdischen Gemeinschaft zu lösen und ihr Schicksal von dem der Gemeinschaft zu trennen. Aus leicht verständlichen Gründen nationaler Ehre kann’ die jüdischnationale Bewegung solche Personen unter keinen Umständen als Angehörige des jüdischen Volkes gelten lassen. Eine jüdische Studentennation kann also aus dem Judentum Ausgetretene nicht aufnehmen, kann für sie keine Verantwortung tragen und kann ihnen keinen Schutz angedeihen lassen. Wir begehren daher als ersten Punkt die authentische Feststellung im Gegensatz zu Punkt 1, Absatz 1, daß die Zugehörigkeit zur jüdischen Studentennation nicht nach «Abstammung und Muttersprache», sondern auf Grund der obigen prinzipiellen Ausführungen festgestellt werde. 2. Die vorliegende Studentenordnung läßt jeden Hinweis darauf vermissen, daß die Studentennationen gleiche Rechte uncl Pflichten haben. Hievon spricht lediglich die Kundmachung des akademischen Senats, die gleichzeitig mit der Studentenordnung erschien. Wir verstehen diese Kundmachung vom 8. April dahin* daß die sich zur jüdischen Nation bekennenden Hörer das Recht erhalten, sich als jüdische Studentennation zu konstituieren, die mit gleichen Rechten und Pflichten zusammen mit den anderen Nationen die akademische Bürgerschaft bildet. Gleiche Rechte und Pflichten bilden für uns die selbstverständliche Voraussetzung für die Bildung der jüdischen Studentennation. Zu diesen Rechten gehören insbesondere: a) Die Einräumung und der ungestörte Besitz geeigneter Räumlichkeiten an der Universität für unsere Fachorganisationen (jüdisch-akademischer Juristenverein, akademischer Verein jüdischer Mediziner, jüdisch-akademischer Philosophenverein), die Einräumung und der ungestörte Besitz entsprechender Räumlichkeiten für die zentrale Wirtschaftsstelle (Fürsorge- und Wirtschaftsamt des jüdischen Hochschu(ausschusscs) sowie die Zuweisung und der ungestörte Besitz der erforderlichen Anschlagkasten und eines Werbetisches in der Aula. In diesem Zusammenhänge sei die Notwendigkeit von wirksamen Maßnahmen betont, durch welche die Beschimpfung und Verhöhnung der Juden in Yei'sehiedenett

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