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Die Stimme · 1930-04-03 · Heft 120 (3.4.1930) · page 12

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Journal
Die Stimme
Volume
3 (1930)
Issue
Heft 120 (3.4.1930)
Date
1930-04-03
Page
– (sequence 12)
Language
German
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Seite 12 DIE STIMME Nr. 120 Srabsteine Friedländer & Deutsch Wien, I.,Selteastettengasse Nr. 2 Tel. V 28-1-28 XI., Zentralfriedhof, neben dem L Tor, Tal. ü 18-0.85 (VmtlicheVerlautbarungen der Israelitischen Kultusgemeinde Wien StatistischeDaten betreffend dasjahrl929 Zugleich mit dem Rechnungsabschlüsse für das Veryaltungsjahr 1929 liegen dem Vorstande der Israelitischen Kultusgemeinde die statistischen Nachweisungen der einlelnen Aemter und Abteilungen für das Jahr 1929 vor. Aus der Nachweisung des Matrikcnamtcs ist ersichtich, daß im Jahre 1929 450 männliche und 443 weibliche, lusammen 893 Personen ihren Austritt aus der israelitischen Religion bei den magistratischen Bezirksämtern rollzogen haben. Davon waren 523 ledigen Standes. Die größte Zahl der Austritte weist die Altersgruppe zwischen 50 und 40 Jahren auf. Der E i n t r i 11 in die israelitische Religionsgesellschaft, bezw. der Rücktritt hat in 305 fällen stattgefunden. Davon betrafen 111 männliche und 194 weibliche, Personen. Die Höchstzahl — 96 — weist die Mtersgruppe vom 24. bis zum 30. Lebensjahre auf. Die Zahl der Todesfälle hat 2638 betragen, davon 1295 Männer, 1241 Frauen, 61 Knaben und 41 Mädchen. Die Höchstzahl der Todesfälle entfällt auf Herzkrankheiten mit 487, dann folgen die Erkrankungen des Blutes und seiner Bahnen mit 412 und Erkrankungen der Atmungsargane mit 372 Fällen. Die Zahl der Selbstmorde hat 73 betragen. Die Höchstzahl der Todesfälle nach dem Alter ergibt sich mit 603 Fällen in der Gruppe zwischen dem 70. und 80. Lebensjahre. In 223 Fällen wurde ein Alter zwischen 80 und 90 und in 32 Fällen ein solches zwischen 90 und 100 Jahren erreicht. Die Anzahl der Geburten hat 1344 betragen, davon 570 männlich, 674 weiblich. Darunter sind 24 männliche und 18 weibliche Totgeburten verzeichnet. Insgesamt wurden im Jahre 1929 im Wirkungsbereiche der Israelitischen Kultusgemeinde Wien 1246 Trauungen vollzogen. Davon entfallen 698 auf die Gemeindebethäuser und 548 auf jene Vereinsbethäuser, in welchen ein Gemeinderabbiner seinen Amtssitz hat. Betsitze: In den Gemeindetempeln und in den von der Kultusgemeinde veranstalteten temporären Bethäusern standen insgesamt 10.065 Betsitze zur Verfügung. Davon blieben unverkauft im Stadttempel 18, im I.eopoldstädter Tempel 229, im Fünfhauser Gemeindetempel 5, im Ottakringer Gemeindetempel 38, im Währinger Gemeindetempel 1, im Gemeindetempel des XXI. Bezirkes 45. Rituelle Schlachtungen: Im Jahre 1929 wurden im Schlachthause St. Marx 16.700 Stück Großvieh geschlachtet, wovon 5243 Stück als trefe befunden wurden, ferner 12.697 Stück Kleinvieh, und weitere 4772, auswärts geschächtete rituell beschaut. Schließlich sind 103 Schafe zur Schlachtung gelangt. Im Geflügelschächtlokal der Israelitischen Kultusgemeinde wurden 54.683 Hühner und 333 Gänse geschlachtet. Rituelles Bad: Das rituelle Bad der Israelitischen Kultusgemeinde wurde im Jahre 1929 von 50.735 Personen besucht, davon 37.527 Männer und 13.518 Frauen. Unentgeltlich wurden 10.248 Bäder verabfolgt. Trauungstaxen: Von den 689 in Gemeindetempeln 1 vollzogenen Trauungen wurden 131 tax- und gebührenfrei vollzogen. Ehescheidungen: Im Jahre 1929 wurden im Rabbinate 328 Ehescheidungen vollzogen, davon 64 ohne Entrichtung irgend einer Gebühr. Beerdigungstaxen: Von 2562 im Jahre 1929 ausgewiesenen Beerdigungen wurden 743 unentgeltlich und 392 unter Ermäßigung der normierten, nicht einmal die Eigenkosten erreichenden Mindestgebühr durchgeführt. Im Krematorium der Stadt Wien haben im Jahre 1929 3378 Kremationen stattgefunden, davon betrafen 256 jüdische Leichen, was einem Prozentsatz von 7,6% entspricht. Bethausspenden: ln den 6 Gemeindebethäusern und in den von der Kultusgemeinde errichteten temporären Bethäusern wurden im Jahre 1929 insgesamt für verschiedene wohltätige Zwecke S 149.766 gespendet. Versorgungsanstalt: In derselben beträgt die Bettenanzahl 347, hievon 115 für Männer, 232 für Frauen. 117 Insassen werden ohne jede Verpflegskostenzahlung verpflegt. Die Anzahl der Verpflegstage für die Insassen und das Personal beträgt 144.910, die Ausgaben für die Anstalt haben sich auf S 493.680 belaufen. Aus dem Ausweis über den Lebensmittelverbrauch seien hervoigehoben: Milch 51.860 Liter, Eier 46.142 Stück, Kartoffel 23.831 kg, Mehl JD.614 kg, Fleisch 12.686 kg. Durch Tod abgegangen sind" Im Laufe des Jahres 35 Männer und 53 Frauen. Spital: Im Jahre 1929 wurden 2656 Patienten »ns Spital aufgenommen. Die Zahl der gesamten Verpflegstage für Patienten und Personal hat 103.659 betragen, die durclu** schnittliche Verpflegsdauer eines Kranken t3l/2 Tage. Von den Verpflegstagen entfallen 12.195 auf Patienten der I. und II. Klasse, 39.068 auf das Personal, hi.868 auf die III. Verpflegsklasse und 15.528 auf unentgeltlich Verpflegte. Die Gesamtausgaben für das Spital haben S 977.082 betragen, die Kosten eines Patienten pro Kopf und Tag S 15.12. Aus dem Lebensrmittelverbrauch seien hervorgehoben: uu:u auauauaa Die alleinige Vertragsgesell- •ohftft des Keren Kajemeth Lejlsrael für Oesterreich Ist die Lebensversicherungs- Gesellschaft GE GRÜNDET PHÖNIX IM JAHRE 1882 i i Versleherungsbestand... 2000 Millionen Schilling Vollelngezahltee Aktienkapital. 4 Millionen Schilling Pfftmlan- und Zinsenelnnahmen Im Jahre 1928 . . . 97*/* Millionen Sohilling Qdrantfemlttil 1928.. . . . 242 Millionen Schilling Auszahlungen an die Versicherten Im Jahre 1928 . . 261/, Millionen 8ohllllng Oie Misrachi Zentrale in Wien ist ähnlich wie der Misrachi in Deutschland dem Keren Kajemeth Vertrag beigetreten. Die Mitglieder des Misrachi erhalten beim Abschluß von Lebensversicherungen wesentliche Begünstigungen. Tätigkeitsgebiet: Oesterreich, Deutsches Reich, Frankreich, Belgien, Holland, Italien, Spanien, Tschechoslowakische Republik, Polen, Ungarn, Jugoslawien, Bulgarien, Griechenland, Türkei, Aegypten und Palästina. Im Jahre 1929 wurden bei unserer Vertragsgesellschaft 132.680 neue Versicherungen abgeschlossen. na S 0 OK £ isäaj 59.154 Liter, Eier 131.112 Stück, Kartoffel 28.771 kg, Mehl 6382 kg, Fleisch 15.326 kg und 460 Hühner, Zucker 7555 kg. Jugendfürsorge: Das Jugendfürsorgeam: hat im Jahre 1929 in 19.821 Fällen interveniert, die sich wie folgt verteilen: Parteien im Jugendfürsorgeamt 9778, Hausbesuche 2941, Geldbeihilfen 6133, Sachaushilfen 948, Stellenvermittlung 21. Hievon entfallen auf Jugendgerichtsfälle 1300, Vormundschaftsfälle 1011, diverse Pflegschaftsfälle i7.510 Parteien. fm Genüsse von Geldbeihilfen standen Ende 1929 472 Parteien. Davon erhielten 147 Parteien Heimbeiträge, 83 Parteien Kostgelder, 192 Pflegebeiträge, 14 Krankenaushilfen, 25 sonstige Aushilfen, 5 Arbeitsentlohnung, 4 Sachaushilfen, 2 Parteien Beiträge für kulturelle Zwecke. Allgemeine Fürsorge: Im Jahre 1929 wurden verausgabt: Für Monatsgaben S 64.818, an laufenden Unterstützungen durch das Wohltätigkeitsamt S 88.279.—, Unterstützungen aus Spenden S 13.447.—, aus dem Präsidialfonds S 25.734.—, für die Kohlenaktion S 19.584.—, für Ferienaktionen S 7500.—, für arme Bräute S 12.059.—, für Speisemarken S 3600.—. Kultussteuer: Im Jahre 1929 sind insgesamt 59.116 Kultussteuerbemessungen ergangen, hievon 4100 Fälle erstmalig. Im Jahre 1929 wurden beim Steueramte 7400 Rekurse eingebracht, wovon sich 5450 gegen die Kultussteuervorschreibung für das Jahr 1929 richteten. Die Zahl der überreichten Exekutionsansuchen hat pro 1929 8700 Stück betragen. Nach erfolgloser politischer Exekution wurde in 430 Fällen die gerichtliche Exekution durchgeführt. Gemeindeverwaltung: Der Gesamtaufwand für personelle Auslagen hat für das Jahr 1929 S 2,477.000 betragen. Am Schlüsse des Jahres 1929 waren bei der Kultuagemeinde insgesamt 522 Personen beschäftigt, davon sind 268 Pragmatisierte, bezw. nach dem Schema Besoldete, 253 nach Kollektivverträgen und Spezialvereinbarungen Angestellte. 111 Personen waren im Genüsse von Pensionen oder Versorgungsgenüssen, 58 im Bezüge von Gnadengaben, welche aus einem bestandenen Dienstverhältnis herrührten. Der Dienstbetrieb der Kultusgemeinde umfaßt 31 Aemter und Anstalten. An Postporto wurden im Jahre 1929 S 31.678 verausgabt, ln der Einlaufstelle der Amtsdirektion wurden in dem Berichtsjahre 8826 neue Einlaufstücke verzeichnet. Z. 2242 ex 1930. Wien, 27. März 1930. , Kundmachung. Der Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde hat in Gemäßheit der §§ 91 und 16 des Kultusgemeindestatuts die Voranschläge der Einnahmen und Ausgaben der Kultusgemeinde, sowie sämtlicher unter der Verwaltung der Kullusgemeinde stehenden Fonds und Anstalten für das Verwaltungsjahr 1930 in allen Einnahmen- und Ausgabeposten geprüft und festgestellt. Gemäß § 91 des Statuts liegt dieser Voranschlag durch 14 Tage vom Tage der Kundmachung gerechnet, zur Einsichtnahme der Gemeindemitglieder in der Amtsdirektion, I., Seitenstettengasse 4, III. Stock, auf. Die Gemeindemitglieder sind berechtigt, innerhalb dieser Frist Erinnerungen bezüglich des Voranschlages bei dem Kultusvorstande schriftlich zu überreichen, welcher dieselben in Erwägung zu ziehen hat. Diese Kundmachung wurde unter einem im amtlichen Teile der «Wiener Zeitung» verlautbart. Der Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde Wien. Israelitischer Jugendgottesdienst. Am Samstag, den 5. April 1930, um 3 Uhr nachmittags, findet der Jugendgottesdienst für die israelitische Schuljugend in den Gemeinde- und Bezirks-Synagogen statt. Austritte aus dem Judentum Grätzer, geb. Gertrude Lederer, 3J. März 1897, VIII., Albertgasse 26. Kraus Bozena (Beatrie), 27. März 1903, X., Pernersdorfergasse 53. Fränkl Anna, 16. März 1908, II., Wohlmutjjstrape 14. Kaiser Berta, 31. Jänner 1910, II., Ijgplatz 5. Bernhard Kohn WIEN, HIMMELPFORTGASSE 20 KLAVIERE in allen Preislagen, neu von S1440 an vom einfachsten bis zum feinsten Genre erzeugt M. EWGEI.BEI8©, XX., Wallensteinplatz 3 (Eingang Bäuerlegasse 1) Filiale: XX., KlosterneuburgeretraSe 19 Telephon A 41,406 und A 47.497 Unserer Chawera Klara Andermann wünscht anläßlich ihrer Verlobung mit Herrn Hermann Dodel einen recht herzlichen Maseltow. Jugendverein «Erez Israel». Zimmer zu vermieten bei jungem Ehepaar an alleinstehende Dame. — Zu besichtigen täglich von 9 bis 12 Uhr und 6 bis 9 Uhr Hammer, IX., Aiserbachstraße 85, 1. 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Karten zu haben bei: Frau Brandelsteln, 11., VenedJgerau Nr. 2, Frau BrUckenstein, II., VorgartenstraBe Nr. 186, Frau Windschauer, II., Obermüllerstraße Nr. 5, Frau Haber, Große Mohrengasse Nr. 3 b. Eigentümer. Verleger und Herausgeber: Zäonistascher. Landesverband für Oesterreich, Wien, I., Kärntnerstraße 28. — Verantwortlicher Redakteur: Dr. Sigmund Finkelstein, Wien, L, Rauhensteingasse 1. ««'Druck: «Inva», Wien, VII„ LeichenfeWerstraße U

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