Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 3 (1930)
- Issue
- Heft 117 (13.3.1930)
- Date
- 1930-03-13
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 20 DIE STIMME Nr. 117 Grabsteine Friedländer & Deutsch Wien, I 'Selteostettengasse Nr. 2 Tel. U 28-1-28 XI., Zentrnlfricdhof, neben dem I. Tor, Tel. U 18-0-85 Löwinger tat sein möglichstes, hatte aber zwischen diesen Flügelläufern einen schweren Stand. In der Verteidigung brillierte Oppenheim und auch Feldmann bot eine ansprechende Leistung. Amster ist für ein derartiges Spiel noch nicht reif. Schiedsrichter Goebel amtierte im allgemeinen gut, hatte aber beim Stande 2:1 anscheinend nicht den Mut, ein klares und absichtliches Hands eines Sportklubverteidigers im Strafraume mit dem gebührenden Elfmeter zu bestrafen. Er pfiff zwar ab, verlegte aber den Tatort außerhalb des Strafraumes und brachte die Hakoah so um die letzte Erfolgchance. Hakoah beginnt mit schönen Angriffen, doch fällt Stern stets im entscheidenen Moment. Auch Mausner kann, knapp vor dem gegnerischen Tore stehend, die Chance nicht ausniitzen. Sportklub gelangt durch den linken Flügel in Führung, doch kann Molnar nach einem Gedränge ausgleichen. Hakoah bedrängt heftig und das Resultat ist ein zweites Tor für den Sportklub. Nach der Pause machen die Blauweißen einen ganz zerfahrenen Eindruck. Sportklub ist meist im Angriff, doch hat Mausner, einige Schritte seitlich vom Tor entfernt, eine Riesenchance. Sein überflüssigerweise scharf getretener Ball geht parallel zur Torstange ins Out. Die eingangs erwähnte Fehlentscheidung Göbels besiegelt das Schicksal der Hakoah und knapp vor Schluß fällt noch ein dritter Treffer. Aufstellung: Oppenheim; Amster, Feldmann; Heß, Löwinger, Nadler; Haar, Molnar, Stern, Mausner, Fischer. Hakoah spielt kommenden Sonntag im Cupbewerb gegen W. A. C. auf der Hohen Warte. Es würde sich empfehlen, eine Mannschaftsumstellung vorzunehmen. In Hakoahkreisen verlautet, daß Scheuer für die nächsten Kämpfe reaktiviert werden soll. In diesem Falle würde Stroß .Flügelhalf spielen und Heß im Angriffe Verwendung finden. Molnar wird als Zenterstürmer in Betracht gezogen, während Stern pausieren soll. H. Sp. Jüdischer Sportand Schützenverein «Menorah». Donnerstag, den 13. März, 19.15 Uhr theoretischer Boxkurs. Diesmal für alle Mitglieder obligat! Sonntag, 16. März: Wanderung der I. Kameradschaft. Gäste willkommen! Treffpunkt: 9 Uhr Sievering. Montag, 17. März, 19.15 Uhr: Regelmäßiger Boxkurs, IX., Liechtensteinstraße 20. Mittwoch, 19. März, 19 Uhr: Topographischer Kurs, gehalten von Herrn P1 a u t u s (5. Abend), XX., Jägerstraße 30. Donnerstag, 20. März, 19.15 Uhr: Regelmäßiger Boxkurs, IX., Liechtensteinstraße 20. Touristik- und Ski-Klub «Hakoah», Wien, I., Wiesingerstraße 11. Jüdische Touristik! Tourenprogramm für Sonntag, den 16. März 1930: Fußtouren: Sievering 8.30 Uhr; Skitouren: Schneeberg (Abfahrt am Vortag). Näheres Freitag von 20 bis 22 Uhr. — Jugendgruppe: Mauer, Zusammenkunft 9 Uhr. Näheres Donnerstag von 19 bis 21 Uhr. Gäste willkommen! Aufr uf des Hilfsverbandes der jüdischen Kriegsbeschädigten, Invaliden, Witwen und Waisen in Wien, VIII., Bennoplatz la. Eine große Gruppe armer Menschen, die Bedürftigsten unserer Mitglieder, der jüdischen Kriegsinvaliden, Witwen und Waisen, ist direkt dem Verhungern ausgesetzt. Es sind Menschen, welche, weil sie ehedem dem Vaterlande und der ganzen Gesellschaft ihr Leben und ihre Gesundheit opferten, heute infolge ihrer Krankheit oder auch wegen der ungünstigen wirtschaftlichen Lage schon seit langem arbeitslos sind. Wir rufen daher die Gesellschaft — sowohl die jüdisctie als auch nichtjüdische — zu deren Hilfe auf. Wir wenden uns an alle Schwestern und Brüder mit der innigen Bitte, nach Möglichkeit die notwendigen Arbeitskräfte bei uns ansprechen zu wollen. Wir verfügen sowohl über qualifizierte Arbeitskräfte aller Art als auch Hilfsarbeiter, die, fast zu jeder Arbeitsleistung fähig, zu äußerst billigem Preise jede ihnen zugewiesene Arbeit gerne leisten würden. AmtlicheV erlautbar ungen der Israelitischen Kultusgemeinde Wien Aus der Plenarsitzung desKultusvorstandes vom 27. Februar 1930: In der unter dem Vorsitze des Präsidenten Generaloberstabsarzt Universitätsprofessor Dr. Alois Pick am 27. Februar 1930 abgehaltenen Plenarsitzung des Vorstandes der Israelitischen Kultusgemeinde Wien wurde vom Vizepräsidenten Dr. Löwenherz über den Antrag der «Finanzkommission» berichtet, die «C r e d i t k a s s a für jüdische Kleingewerbetreibende» durch die Zeichnung von Anteilscheinen in die Lage zu versetzen, ihre so überaus verdienstvolle und segensreiche Wirksamkeit nicht nur aufrecht erhalten, sondern auch erweitern zu können. Der Referent wies darauf hin, daß diese Kreditkassa seinerzeit über Anregung und durch die Bemühungen des seligen Oberrabbiners Dr. C h a j e s und der Mitglieder des Kultusvorstandes, Direktor E p 1 e r s. A. und Börserat G 1 ü c k, aus den Mitteln des «American Joint Distribution Committee» begründet wurde. Seit dem Ableben des seligen Oberrabbiners steht Herr Börserat G 1 ü c k an der Spitze dieser Institution, die vorzüglich verwaltet, mit sehr geringen Regien arbeitet und im abgelaufenen Jahre allein zirka 350.000 S an 750 Parteien Kreditbewilligungen vorgenommen hat. Finanzreferent Regierungsrat Dr. Oppenheim berichtete, daß er seitens des von ihm zur Prüfung der Gebarung entsendeten Vertrauensmannes überaus zufriedenstellende Berichte erhalten habe. Mit 13 □ □ □ 0 0 0 m m □ □ 1 n □ □ □ laiaiamiGlGiapiampiaDmiGinpiaiuioiaiaiaiaiapiaiaiDiapiapiaöiaina [£i Die allelnlqe Vertragsgesellschaft des Keren Kajemeth Lejfsrael für Oesterreich Ist die Lebensversicherungs- Gesellschaft PHÖNIX GEGRÜNDET IM JAHRE 1882 Versloherungsbestand. 2000 Millionen Schilling Vollelngezahltes Aktienkapital . 4 Millionen Schilling Prämien- und Zinseneinnahmen Im Jahre 1928 . . . 97*/, Millionen Schilling Garantiemittel 1928 . 242 Millionen Schilling Auszahlungen an die Versicherten Im Jahre 1928 . . 26V, Millionen Sohllllng Die Misrachi Zentrale in Wien ist ähnlich wie der Misrachi in Deutschland dem Keren Kajemeth Vertrag belgetrelen. Die Mitglieder des Misrachi erhalten beim Abschluß von Lebensversicherungen wesentliche Begünstigungen. Tätigkeitsgebiet: Oesterreich, Deutsches Reich, Frankreich, Belgien, Holland, Italien, Spanien, Tschechoslowakische Republik, Poien, Ungarn, Jugoslawien, Bulgarien, Griechenland. Türke!, Aegypten und Palästina. Im Jahre 1929 wurden bei unserer Vertragsgesetischaft 132.680 neue Versicherungen abgeschlossen. m GGGGGG! dem Ausdruck des Dankes für die um die «Creditkassa» bemühten Funktionäre und Organe wurde beschlossen, Anteilscheine im Betrage von 20.000 S zu zeichnen, wodurch in Anbetracht der noch seitens des «American Joint Distribution Committee» zu gewärtigenden weiteren Förderung die Leistungsfähigkeit der «Creditkassa» wesentlich gehoben wird. Gleichzeitig wurde beschlossen, aus der Mitte des Kultusvorstandes zwei Mitglieder in den Vorstand und zwei Mitglieder in den Aufsichtsrat der «Creditkassa» zu entsenden. Auflegung des Rechnungsabschlusses pro 1929. Z. 1787 ex 1930. Seitens des Vorstandes der Israelitischen Kultusgemeinde Wien wird die Auflegung des Rechnungsabschlusses über die Einnahmen und Ausgaben dei Israelitischen Kultusgemeinde sowie sämtlicher unter der Verwaltung der Kultusgemeinde stehender Fonds und Anstalten für das Verwaltungsjahr 1929 gemäß § 92 des Kultusgemeindestatuts hiemit verlautbart. Einsichtnahme und Vorbringung von Erinnerungen durch Gemeindemitglieder binnen 14 Tagen vom Tage dieser Kundmachung an gerechnet in der Amtsdirektion der Israelitischen Kultusgemeinde, Wien, I., Seitensteltengasse 4, 3. Stock. Wi en, 14. März 1930. Z. 1791 ex 1930. Wien, 10. März 1930. Den Produzenten und Konsumenten von Pessach- Koschermilch wird zur Kenntnis gebracht, daß für die rituelle Verläßlichkeit nur solcher Koschermilch Gewähr geleistet werden kann, welche in Flaschen verabreicht wird, die mit einem Siegel des ehrwürdigen Rabbinates der Israelitischen Kultusgemeinde Wien versehen sind. Nähere Auskünfte werden erteilt im Kultusamte der Israelitischen Kultusgemeinde, Wien, I., Seitenstettengasse 4. Der Vorstand. Zahl 1286 ex 1930. Stipendien für Krankenschwestern-Elevinnen. Der Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde Wien hat beschlossen, an jüdische, die österreichische Staatsbürgerschaft besitzende Frequentinnen der Krankenpflegeschule der Oesterreichischen Gesellschaft vom Roten Kreuze zwei Stipendien im Betrage von je 1200 S während des ersten Lehrjahres und von je 600 S während des zweiten und dritten Lehrjahres und drei Stipendien im Betrage von je 600 S während des ersten Lehrjahres und von je 300 S während des zweiten und dritten Lehrjahres zur Verleihung zu bringen. Die Frcquentantinnen erhalten während der ganzen Ausbildungszeit freie Station in der Krankenpflegeschule. Der Bezug des Stipendiums durch die ganze Ausbildungszeit wird von den durch die vorschriftsmäßigen Prüfungen nachztiweisenden guten Lehrerfolgen abhängig gemacht. Die mit einem Stipendium Bedachten haben sich zu verpflichten, als Pflegeschwestern im Spital oder in der Versorgungsanstalt der Israelitischen Kultusgemeinde durch mindestens drei Jahre tätig zu sein. Die Israelitische Kultusgemeinde Wien wird sich unter noch näher bekanntzugebenden Bedingungen verpflichten, den mit einem Stipendium Bedachten die den Gesamtbezug des ihnen verliehenen Stipendiums übersteigenden Ausbildungskosten in der Krankenpflegeschule der Oesterreichischen Gesellschaft vom Roten Kreuze in dem Falle rückzuersetzen, daß die Stipendistinnen tatsächlich eine dreijährige Dienstzeit als Pflegeschwestern im Spital odet in der Versorgungsanstalt der Israelitischen Kultusgemeinde zurücklegen. Bewerberinnen wollen ihre mit den Personaldokumenten und der Bestätigung, daß sie um die Aufnahme in die Krankenpflegescnule der Oesterreichischen Gesellschaft vom Roten Kreuze angesucht haben, versehenen Gesuche bis spätestens 15. April 1930 in der Amtsdirektion der Israelitischen Kultusgemeinde, Wien, I., Seitenstettengasse 4, 3. Stock, einbringen. Daselbst sind die Aufnahmsbedingungen der oberwähnten Krankenpflegeschule unentgeltlich erhältlich. Der Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde Wien. Wien, 10. März 1930. Jugendgottesdienst. Am Samstag, den 15. März 1930, um 3 Ohr nachmittags, findet der Jugendgottesdienst für die israelitische Schuljugend in den Gemeinde- und Bezirxssynagogen statt. Predigten ln den Israelitischen Gemeinde- und Bezirkssynagogen. Freitag, den 14. März 1930, werden bei dem um 6 Uhr beginnenden Abendgottesdienst in nachbenannten Gemeinde- und Bezirkssynagogen Predigten abgehaltew, und zwar: I., Seitenstettengasse 4 (Rabbiner Dr. M. Grunwald); IX., Müllnergasse 21 (Rabbiner Dr. A. Z. Schwarz); XV1IL, Schopenhauerstraße 39 (Rabbiner Dr. D. Feuchtwang). Samstag, den 15. März 1930, findet beim Morgengottesdienst (Beginn 8 Uhr 30 Min.) im Gemeindetempei, XXI., Holzmeistergasse 12 (Rabbiner Dr. M. Rosenmann) ein exegetischer Vortrag statt. Austritte aus dem Judentum Buxbaum Oskar, 27. Februar 1892, I., Wipplingerstraße Nr. 22; Grätzer, geb. Lolla Tropp, 22. November 1998, I., Franz Josefs-Kai 29; Wolf, geb. Wilhelmine Paula Wagner, 26. Mai 1901, I., Graben 24; Rothkopf Anna, 29. Oktober 1904, 1., Tiefer Graben 8; Mosauer Walter, 29. Mai 1905, IV., Frankenberggasse 7; Rosenberg Adele, 24. Februar 1905, IV., Goldeggasse 9; Beck Eugenie, 1. April 1888, XX., Brigittaplatz 8; Schwitzer Georg, 29. November 1902, I., Rathausstraße 2; Kreuzer Marie, geb. Karoline Hüttl, IX., Lustkandlgasse 6. Bernhard Kohn jg» t WIEN, I., HIMMELPFORTGASSE 20 jJfflM KLAVIERE In allen Preislagen, r ü ▼ T neu von S1440 an Kinderwofieii vom .Infachatan bis zum feinsten Gsnrs beim Erzeuger M. ENGELBERG, XX., Wallensteinplatz 3 (Eingang BSusrlegesse 1) Filiale: XX., KlosterneuburgerstrsBa 9t TalsoHon A 41.406 und A 47.497 „Misrach u Maaraw“ Monatsschrift für Wissenschaft, Geschichte und Literatur. Herausgegeben von Abraham Elmaleh, Jerusalem, P. 0. B. 87. Abonnement 8 Dollar jährlich (12 Hefte mit über 960 Seiten. Soeben ist Band 11 des zehnbändigen Werkes „Enz liipnei wi Suria lieleiuej miichemeth haolam‘‘ von Abraham Elmaleh erschienen. Zu bestellen bei Abraham Elmaleh, P. 0. B. 87, Jerusalem. /.ur Goldenen Hochzeit der Eltern des Gesinnungsgenossen Simon Picker, I., Gonzagagasse 1, gratuliert Carl Heller, II., Praterstraße 13 Erfahrener deutscher Pädagoge, streng religiös, übernimmt als ■»rlvatflelirer den Unterricht in Deutsch, Jüdisch, Französisch i. lisch. Anfragen unter «Erstklassig» an die Administration des Blattes. Dem Ehepaar Feiwel und Ziporah Picker den Eltern unseres Gg. Herrn Simon Picker, gratulieren herzlichst alle Freunde und Bekannte zur Goldenen Hochzeit. ^»«.7.^.«, Herausgeber: F‘"kClS,6'n'