Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 3 (1930)
- Issue
- Heft 117 (13.3.1930)
- Date
- 1930-03-13
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 117 DIE STIMME Seite 19 legesgefang" von Franz Schubert, gelungen vom Mirjam-Chor, ntcr Mitwirkung eines geladenen Herrcn-Chores. Die Soli der. rau Dr. Adler-Ricfenfeid waren lehr gut« Leitungen. Ein Vofrag von Frl. Efti Freund „Rahel rechtet mit Gott" von Stefan iweig beendete den erften Teil. Der zweite Teil brachte Ghcttofcder in Bildern. Bcfonders erwähnenswert ift die ausgczcichete Conference des Frl. Dr. Sufi Münz —ann. Veranftaltungcn in der Trumpeldorwoche. Als Abfchluß der 'rumpcldorwochc, die vom Welt-Hechaluz für die Zeit vom 8. is 16. März proklamiert wurde, findet am Sonntag, den 16. d., rn K io Uhr vormittags im Feftfaal des Alten Rathaufe s, * Wipplingcrftraßc S, ein Jugendmaffenmeeting ftatt. - Am Montag, den 17. d., %% Uhr, in den „Kunftfpiekn", , Ricmergaffc, künftlerifche Feier unter Mitwirkung on namhaften Künftlern. Unter anderen wirken mit: Gertrud [raus, Jehuda Ehrenkranz, Dr. Scidner u. a. Karten für diele feranftaltung find zu haben: Zioniftifches Bureau „Hcchaluz", - Kärntnerftraße 28, im Sekretariat der Poale Zion, II., lumauergaile x, und an der Abcndkaffe. Abg. Dr. Osias Thon ein Sechziger Dieser Tage feierte der bekannte zionistische Führer in Polen, Abgeordneter Dr. Osias Thon, seinen 10. Geburtstag. Osias Thon, der seit beinahe 40 Jahren tu den unentwegtesten Führern der zionistischen Belegung im Osten zählt, ist neben seiner politischen Betätigung auch;in der hebräischen Literatur führend, in unserer nächsten Nummer bringen wir eine besondere Würdigung der Persönlichkeit und Leistungen unseres Freundes. Auf diesem Wege übermitteln wir dem Abgeordleten Thon unsere herzlichsten Glückwünsche. Oie englische Regierung hält an der Politik der Balfour-Deklaration fest. London. (J. T. A.) Der Unterstaatssekretär für die Kolonien, Dr. Drummond Shiels, empfing während seines Besuches in Edinburgh eine von Rabbiner Dr. Daiches geführte Abordnung der Edinburgher Zionistischen Vereinigung. Dr. Daiches unterstrich mit Nachdruck die Notwendigkeit einer rindeutigen und entschiedenen öffentlichen Erklärung seitens der britischen Regierung, daß sie bereit sei, für eine größere Sicherheit von Leben und Eigentum zu sorgen, eine größere Einwanderung ron Juden in Palästina zu unterstützen, die Polizei- Uiacht zu verstärken und zu reorganisieren, verständaisvollere Beamte zu entsenden und Staats- und Oedfend für eine zusammenhängende jüdische Siedlung, )vfe das Mandat es vorschreibt, zu bewilligen. Dr. Shiels erwiderte: Die Regierung hat bereits erklärt, daß sie in keiner Weise beabsichtigt, von der im Mandat und in der Balfour-Deklaration niedergelegten Politik abzuweichen. Er sehe vollkommen die Nützlichkeit ein, die Bestimmungen des Mandats klar und unmißverständlich zu erläutern und die richtige Beziehung aufzuzeigen, wie die Errichtung des Jüdischen Nationalheims bei gleichzeitiger Wahrung der Rechte und Privilegien der Araber zu bewerkstelligen ist. Auf jeden Fall aber wird England das Mandat zur Durchführung bringen und die Hauptrichtlinien der Politik unverändert beibehaltet). Die Palästinaregierung, fuhr Dr. Shiels fort, befasse sich gegenwärtig mit der Bodenfrage. Er glaube, es würde ein Fehler sein, eine Massenein- Wanderung zu fördern, da eine Einwanderung gemäß der Aufnahmefähigkeit des Landes . und der angemessenen Ansprüche der verschiedenen Gemeinschaften geregelt werden müsse. Was die Haltung der britischen Beamten in Palästina betrifft, so dürfe" man. nicht vergessen, daß sie recht mühsame und delikate Pflichten zu erfüllen hatten. Die Tatsache, daß sowohl Juden als auch Araber der Administration Parteilichkeit vorwerfen, deutet darauf hin, daß die beiderseitigen Anklagen ungerechtfertigt seien. Die Regierung, schloß Dr. Shiels, ergreift angemessene Schritte zur Reorganisierung und Verstärkung der Palästinapolizei. Antisemiten stören einen Paneuropa-Vortrag des Grafen Coudenhove Warschau, 10. März (J. T. A.). Der polnische Paneuropa-Vcrband veranstaltete in der Aula der Warschauer Universität eine Kundgebung, in der der Schöpfer der Paneuropa-Bewegung Graf Coudenhove- Kalerghi einen Vortrag hielt. Obwohl sich unter den Zuhörern der Außenminister Zalesky mit einigen anderen Ministern, der Rektor mit zahlreichen Professoren und mehrere Vertreter des diplomatischen Korps befanden, drangen antisemitische Studenten in die überfüllte Aula ein und schrien: «Nieder mit den Juden!», «Nieder mit den Bolschewisten und Freimaurern!»; «Solche Referate sind jüdisches Gift!». Die Schmährufe wurden in polnischer, deutscher und französischer Sprache gemacht, damit auch die ausländischen Gäste sie verstehen sollen, ln der Aula anwesende Studenten wurden attackiert. Es kam zu einer schweren Schlägerei. Schließlich wurden die antisemitischen Studenten hinausgedrängt, so daß Graf Coudenhove nach einer halbstündigen Unterbrechung seine Rede beenden konnte. Kleine Nachrichten aus * Palästina Die Leitung des Palestine Energency Fund bewilligte einen Geldbetrag zur Erbauung eines jüdischen Geschäfts- Viertels mit etwa 40 Läden in Saffed. — Die jüdischen Kolonien in der Saron-Ebene haben sich zu einem großen «Orangengürtel» vereinigt, um die wirtschaftliche und kulturelle Arbeit gemeinsam zu führen. — Das Arabiscne Hilfskomitee teilt mit, daß es während der ganzen Zeit seiner Tätigkeit im ganzen 7444 Pfund aufgebracht hat. — In Jerusalem befürchtet man als Folge des Boykotts gegen die Juden eine vollkommene Lahmlegung der Altstadt, aus der nun auch arabische Ladeninhaber wegziehen. — Die Regierung hat 2500 Fellachen zur Bekämpfung der Heuschreckengefahr bereitgestellt und 50.000 Pfund für diesen Zweck bestimmt. — Sir Chancellor und seine Gattin haben die jüdische Kolonie Nahalal besucht und wurden von den Kolonisten feierlich empfangen. — Die Jüdische Nationalbibliothek erhielt aus dem Nachlaß des Prof. Schliforowitsch (Mannheim) eine wertvolle Büchersammlung, enthaltend 1262 Bände. — Die palästinensisch-arabische Exekutive hat an die arabische Bovölkerung Palästinas eine Proklamation erlassen mit der Bitte, allen Festlichkeiten, auch denen des Ramadan- Schlußfestes zu entsagen, solange «das arabische Volk seine Rechte nicht erlangt haben wird. Die Mehrheit der Araber hat diese Aufforderung unbeachtet gelassen. — Der jüdische Polizeiwachtmeister Barshad wurde nach zehn Dienstjähren plötzlich entlassen, weil er es angeblich unterließ «jüdische Aufrührer» in Haifa während der Augustunruhen zu verhaften. — «Jamea el Arabia» behauptet, daß der jüdische Rechtsanspruch auf die Kolonie «Nataniah» nicht zu Recht besteht. Die «Ita» erfährt demgegenüber von zuständiger Seite, daß die Urkunden betreffend «Nataniah» in vollster Ordnung sind und daß keinerlei Grund besteht, diesen jüdischen Besitz anzufechten. Die Lage der Juden in Rußland Die Landwirtschaftsbank der Sowjetunion hat auf Antrag von Koipzet beschlossen, die jüdischen Kolonisten in der Krim und in der Ukraine für ganze zehn Jahre von der ratenweisen Rückzahlung der ihnen von der Bank vorgeschossenen Beträge zu befreien. Der dritte autonome jüdische Rayon,’ der in den letzten lagen im Distrikt Krivojrog ausgerufen worden ist, hat eine Bevölkerung von 13.000 Seelen, darunter 9000 Juden und 4000 Ukrainer. Er ‘vereinigt elf Dorfsowjets, unter ihnen neun jüdische und zwei ukrainische. — Moissej Lewin und Jakob Rachlin, zwei Leiter der Arbeiter-Konsumgenossenschaft in Lugansk, wurden zum Tode durch Erschießen verurteilt, weil sie Waren aus dem Läger der Konsumgenossenschaft an private Händler veräußert haben. — Gemäß einem zwischen der Vertretung des Ort-Verbandes in Weißrußland und den lokalen Hilfsorganisationen der Stadt Witebsk getroffenen Abkommen eröffnet der Ort-Verband demnächst eine neue Produktionsgenossenschaft (Artel) in Witebsk, die etwa 100 Deklassierte beschäftigen wird. Die lokalen Hilfsorganisationen tragen zur Gründung des Artels die Hälfte der erforderlichen Kosten bei. Die Behörden stellen ein gut eingerichtetes, für die Produktion bestgeeignetes Fabriksgebäude zur Verfügung. — In Riga traf die Nachricht ein, daß der in Rußland sehr populäre Oberrabbiner von Witebsk, Rabbi Medalje, plötzlich aus Witebsk geflohen ist, weil er andauernd schwersten Verfolgungen seitens der lokalen Sowjetbehörae ausgesetzt war. — Das Warschauer jüdische orthodoxe Organ «Togblatt» will erfahren haben, daß in Charkow, der Hauptstadt der Ukraine, 98 Gesetzesrollen öffentlich verbrannt worden sind. — Der Rabbiner von Neu-Slatopol, dem Häuptorte des zweiten autonomen jüdischen Rayons in der Ukraine, wurde unter der Beschuldigung, Lebensmittel gehamstert zu haben, vor Gericht zitiert; der Prozeß wird in kurzem stattfinden. — In der letzten Woche wurden in einer Anzahl Städte der Ukraine, so u. a. in Belo-Zerkow, Balta, Heisin und Qlewsk. 17 Synagogen beschlagnahmt und für weitere Andachtsübungen geschlossen. — Dem Moskauer Korrespondenten der Jüdischen Telegraphen-Agentur wird vom Auswärtigen Amt der Sowjetunion auf seine Anfrage offiziell mitgeteilt, daß ein Prozeß gegen die vor einiger Zeit verhafteten und dann wieder enthafteten Minsker Rabbiner und Gemeindeführer nicht stattfinden wird. Bericht der Untersuchung^ Kommission London, 11. März. Wie die J. T. A. erfährt, wird dor Bericht der Shaw-Kommission in den nächsten Tagen der Regierung übergeben werden. In diesem Bericht vertritt die Untersuchungskommission keinesfalls den Standpunkt, als ob die Zeit bereits jetzt für eine entschieden pro-zionistische Yerwältungspolitik in Palästina reif wäre. Die Schlußfolgerungen des Berichtes dürften für die Araber im allgemeinen günstig Ausfallen, Der Vertreter der Labour-Party Harry $nell bat dem Bericht ein Votum separatum beigefügt und dürfte voraussichtlach der Regierung einen Minoritätsbericht übergeben, Von einer anderen Quelle erfährt die J, T. A., daß es der Kommission doch gelungen sei, einen einheitlich abgeschlossenen Belacht zu verfassen. Parteisteuer Wir mactien nochmals darauf aufmerksam, daß die Frist zur Ablieferung der Parteisteuer am Montag, den 17. d. M., 10 Uhr vormittags endet. Eine Verlängerung dieser Frist wird nicht stattfinden. Parteisteuerzahlungen, die nicht zur angegebenen Stunde bei der Kasse des Zionistischen Landesverbandes, 1., Kärntnerstraöe 28, eingelangt sind, kommen für das Wahlrecht zum Delegiertentag nicht in Betracht. Zionistisches Landeskomitee für Oesterreich. Mistorisdfk Bedeutsame &age dieser Worfle. 13. März (r3. Adar) 1837: Der berühmte Violinvirtuofe Prof. Jakob Grün in Budapeft geboren. 1898 Der Klaviervirtuofe und Komponift Julius Schulhoff in Berlin geftorben. 14. „ (14. „ ) Purim. 1834: Der Nobelpreisträger Paul Ehrlich in Strehlen geboren. 1860: Gründung der Alliance Ifraclitc Uaiverfell c. 1870: Gründung von Mikweh Ifracl. 1879: Albert Einftcin zu Ulm geboren. 1899: Der bekannte Politiker Ludwig Bambcrgcr in Berlin geftorben. 13. „ (13. „ ) 1862: Der hcbräifchc SchriftftclJer Rüben Brainin geboren. 16. „ (16. „ ) 19*3: Prof. Dr. Auguft v. Waflermann, der Entdecker der Blutreaktion auf Lues, geftorben. 17. „ (17. „ ) 1838: Der bekannte jüdifchc Gelehrte Prof. O. Simonsen in Kopenhagen geboren. 1862: Der Komponift Jacques Fromental Halevy (Komponift der „Jüdin”) in Nizza geftorben. 18. „ (iS. „ ) 1863: Prediger Ifak Noah Mannheimer geftorben. Ihre Fußschmerzen quälen Sie gewiß, das ist aber überflüssig, denn wie uns bekannt ist, können Sie durch die seit Jahren bestehende Firma Bandagen-Mikolasch, Wien, H., Taborstraße 22, Spezialist in Original-«Paradruit»-Strümpfen mit und ohne Gummi (sowohl als Schutz gegen Krampfadern als auch als Abmagerungsstrumpf verwendbar), raschest von Ihren Fußschmerzen befreit werden. Ebenso Ballenschtnerzen, harte Haut, rasche Ermüdung usw. werden durch die Heilbehelfe obgenanter Spezialfirma bestimmt behoben. Auch hat dieses alte, auf eine 30jährige Erfahrung zurückblickende Unternehmen eigene Spezialmodelle in Bauchbinden mit und ohne Federn, Leibbinden für alle Zwecke, Geradehalter, Monatsbinden und alle sonstigen Bandagen. Da sich die Firma auf unser Ersuchen erbötig gemacht hat, bei Berufung auf unser Blatt 10 Prozent auf die deutlich angeschriebenen Preise zu gewähren, empfehlen wir unseren Abonnenten im eigenen Interesse von diesem Angebot recht zahlreichen Gebrauch zu machen. Der jüdische Hochschüler In den nächsten Tagen trifft in Wien Mr. James Parkes ein, der die Verhältnisse an den hiesigen Hochschulen studieren wird. James Parkes ist Sekretär des «International Student Service» (Weitstudentenwerk), der die Konferenz in Biereville, die sich mit der Frage des Antisemitismus an den Hochschulen befaßte, leitete. Um die Verhältnisse an Ort und Stelle zu studieren, bereiste er Polen und Rumänien, hat in allen Universitätszentren Besprechungen sowohl mit Juden als auch Nichtjuden abgehalten, u. a. mit dem bekannten Professor A. C. C u z a in Jassy, mit dem er eine größere Auseinandersetzung hatte. Verband zionistischer Hochschülerinnen, Wien, IX., Türkenstraße 9. Samstag, den 15. d. M., Purim-Gesellschaftsabend in sämtlichen Sälen des Niederösterreichischen Gewerbevereines, 1., Eschenbachgasse 11. Beginn: 8.30 Uhr. Mitternachtsakademie und allerlei Belustigungen. Z, M. V. Giskala. Auf der Bude der Z. M. V. Giskala, 111., Rechte Bahngasse 22, steigt, beginnend am Dienstag, den 11. März 1930, ein Seminar, gehalten von A. H. Heinrich Katz über das Thema: «Unsere Organisation.» Die Vorträge finden jeden Dienstag pünktlich um 9 Uhr statt. Verein zioiftftifcher Hochfchülcr „Theodor Herzl“; Heim: 11., Untere Augartenftraße 33. Donnerstag, 13. d„ 8 Uhr abends, hebräifche Lefegemeinfchaft; um 9 Uhr abends im Rahmen des „Antifemitismusfeminar", Referat des Bb. Fränkcl über „Die zioniftifche AuffafTung über die Aflimilierbarkeit der 'Juden”. Samstag, 15, d„ entfällt ausnahmsweise der allwöchentliche Vortrag. Samstag, 22. d., findet eine interne Purimfeier im Vereinsheim ftatt, zu der wir fchon jetzt alle Mitglieder und Freunde unferes Vereines einladen. Lese- und RedqhaUe jüdischer Ilochschüler, IX., Türkeustraße 9. Samstag, 15, März, 6 Uhr abends: 72. Qenera»- konvent. Erscheinen aller A. H. A. H. und B. B; B. B. Pflicht. Verein zionistischer Hochschüler Z. P. Chajes. Samstag, den 15. März, Heimabend. Montag, den 17. März, referiert Koll. Weinstock in der «Hebräischen Arbeitsgemeinschaft» um V29 Uhr abends über «Aktuelle zionistische Fragen», ln unserem Heirp, II., Untere Augartenstraße 35, 2. Stock, liegen ständig hebräische und zionistische Zeitungen. aus aller Welt auf.; Jüdischer Sport Hakoah klarer Lotister Wr. Sportklub schlägt Hakoah 3:1 (2:1). Die ohne den verletzten Stroß antretende H&koähroanw sehaü ipußte in.dießern entscheidenden Spiel eine'verdiente Niederlage einstecken. Der Sportklub verfügte über die bessere Halvesreihe und, was in diesem Kampfe vielleicht wichtiger war, über die besseren Nerven. In der ersten Hälfte, zu einer Zeit, da sich der meist im Angriffe befindlichen Hakoah eine ganze Anzahl günstiger Torchancen eröffnete, erzielte der Gegner aus wenigen Durchbrüchen zwei Tore. Erleichtert wurde ihm dies durch das taktisch elende Spiel der Hakoah Flügelhalyes, Insbesondere Heß schenkte dem gefährlichen Flügelmann Piliwein nicht die geringste Beachtung und trägt so ein Großteil der Schuld für diese Niederlage. Da sein Vordermann Molnar, im Gegensätze zu den gegnerischen Verbindungsstürmern, für die Entlastung der Halvesreihe nichts übrig hatte, konnte sich die linke Seite des Sportklubs ungehindert entfalten. Dennoch hätte die erste Halbzeit zumindest unentschieden enden müssen, wenn die Stürmer nur annähernd die gleiche Geistesgegenwart vor dem Tore bewiesen hätten als die Gegner. Ueberdies wurden bald nach Beginn Mausner und Haar durch die rücksichtslos spielenden Dorqbacher Verteidiger verletzt. Speziell der sonst so rührige Mausner mußte sich in der Folge sichtlich Reserve auferiegen und auch Haar war stark behindert. Stern bestätigte neuerlich seine mäßige Form und fiel durch zeitweise Ambitions- Jasigkeit unangenehm auf. Molnar lieferte ein elendes Spiel und zeigte auch keinen besonderen Eifer. Fischer gefiel in der ersten Hälfte sehr gut, wurde aber nach der Pause vollkommen vernachlässigt. Nadler konnte auch diesmal nicht die Berechtigung seines Engagements nachweisen und Heß legte, wie eingangs erwähnt, eine unglaubliche Indolenz an den Tag.