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Die Stimme · 1929-10-17 · Heft 96 (17.10.1929) · page 8

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Journal
Die Stimme
Volume
2 (1929)
Issue
Heft 96 (17.10.1929)
Date
1929-10-17
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
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Seite- & DIE STIMME fH. 9& wurde, h'obYder .KassationsHof im Julf"19Ö6M3äS Urteil von'Rennes auf und setzte Dreyfus-in eeiT1r r . -n Rechte wieder, ein. Theater Jüdische Kütistlerspiele. Die neue-Spielzeit».wurde mit der musikalischen Komödie «A malke im a melech* von A. Fein eingeleitet, in der sich die jüdisch-amerikanischen ^tars Nina und Jakob Seheikewits dem Wiener Publikum vorstellten. Den Erfolg brachte in erster Linie die Darstelhmgskunst der Frau Seheikewits, die auch als Sängerin und Tänzerin brillierte. Die reichen Chöre und die stilvolle Ausstattung trugen viel zum Erfolg der Komödie bei, die auch weiterhin auf den Spielplan bleibt. Der neuengagierte Charakterkomiker Fostel holte sich einen separaten Applaus. Jüdische Bühne (Th’eatersaat Stefanie, II., Taborstraße 12). Die neue Spielzeit setzte mit einer Komödie ♦I t-z i k 1» von M. Wewill ein, die, mit Schwung und Humor gebracht, so durchschlug, daß das Stück weiter aui dem Repertoire verbleibt. Im Mittelpunkt standt die Soubrette Sevilla Pastor, die zusammen mit dem Gesangskomiker M. Pastor den Erfolg entschied. Die junge Erna Siegler, ein echtes Theaterkind, brillierte im Solo und im Duett als Sängerin und Tänzerin. Die Leiter des Ensembles. Rosa und M. Siegler, sorgten für eine tadellose Regie, die sich bei den anderen Mitwirkenden, den Damen Kossowsky, Valbcrg und den Herren J. Reismann, J. Valberg, Hausknecht und H. Cossowsky, dem überaus talentvollen Liebhaber, trefflich auswirkte. Die Schiagerkomödie «ItzikP bleibt bis -inklusive Sonntag, den 20. Oktober, aut dem Spielplan. Montag, den 21. Oktober, findet die Premiere «Esther Fröhlich», Komödie in 3 Akten von M. Richter mit Frau Sevilla Pastor in der Titelrolle statt. Spenden für die Opfer ir. Erez Israel Hilfe für den Aufbau. Med. Univ. Grünfeld Arnold, Gattendorf S 35.—; Däsche Cilli, Hohenau S 144.—; Div. d. N. N. S 22.—; Ing. Sa!. Lebensart S 100.—; Dir. Glaser, Floridsdorf S 40.—; Nissen Taffes (ä conto) S 40.—; Deutsch, Lederer, Hauser je S 5.—, zus. S 15.—; Dr. Erwin Weiß (für nicht angenommenes Honorar) S 12.—. Summe S 408.—. Bisher S 2533.60. Nachtrag zum Spendenverzeichnis der Sammelaktion des jüdischen Bundes «Blau-Weiß». Alfred Menzel S 50.—, Hans Menzel S10.—, Moses Menzel S 10.—, Willi Schorr S 3.—, Köser S 5.—, Etschi Stern S 5.—, Saide Kalisch S 5.—, Siegfried Kalisch S 3.—, Fritz Kalisch S 2.—, Halpern S 3.—, Katz S 10.—, Fischer Popper S 3.—, Ernestine Lieser S 2.—, Fritz Lieser S 3.—, A4. Epstein S 5.—, Adolf Epstein S 5.—, Lecker S 5.—, Gansei S 10.—, Feldmann S fj.—, Weingarten S 3.—, Berta Deutsch S 3.—, Berta Dubs S 3.—, Weiß S 3.—, Ehrlich S 3.—, Anny Großkopf S 2.—, Schoßberger S 5.—, Landwehr S 2.—, Cohoryles S 2.—, Sammlung R. O. V. S 5.—. Sammlung Alice Wellisch in Bukarest: Jean Glück Lei 5000.—, Benjamin Glück Lei 100.—, N. N. Lei 100.—, M. Fani Lei 100.—, S. Maresici Lei 100.—, Risa Adler Lei 100.—. Richtigstellung. Bei der «Sammlung des Blau-Weiß für den Palästina Hilfsfonds» ist bei der namentlichen Anführung der Spender ein Name durch einen Druckfehler entstellt worden. Statt: Aron Hauser S 40.—, gehört richtig: «Aron Langer S 40.—». YerefinscBlszeilcfiten € KDf TCf ÜPIFD r,,,hho' Mr- 3 J. UKLIJ1.II1 IK.K, Tal.phon U 26-007 Jüdischer Sport Hakoah gegen Wacker. Nach einer kurzen Pause ist die Hakoah kommenden Sonntag wieder in der Meisterschaft beschäftigt. Der jüdische Verein, der in vier Spielen nur einen Punkt erzielen konnte, tritt gegen den Drittletzten in der Tabelle, Wacker, an. Die Blau-Weißen hatten in den bisherigen Matches gegen die Meidlinger immer schwer zu kämpfen und werden Sonntag sehr gut spielen müssen, um nicht geschlagen zu werden. Voraussichtlich dürfte Hakoah folgende Mannschaft stellen:* Feigl; Scheuer, Feldmann; Fried, Löwinger, Stroß; Bader, Heß, Stern,.Mausner, Katz. Vergangenen Sonntag absolvierte Hakoah ein Freundschaftsspiel gegen die spielstarken Crlcketer und gewann 2:0. Bei den Siegern lieferten die beiden Verteidiger Scheuer-Feldmann, weiters Heß und Mausner eine vorzügliche Leistung. Ein Versuch mit dem neuen Stürmer Ralfe (Leipzig) mißlang vollständig. Stern bat seine Schußsicherheit noch immer nicht erreicht. Und gerade dieser Stürmer ist die Hoffnung seines Vereines. Versagt or in einem Match, so fallen auch die anderen Stürmer ab. Die Tore schoßen.-Stern und Mausner. Dem fair durchgeführten Kampf wohnten 1500 Zuschauer bei. Der. Hakoahner Blödy stellt einen neuen Rekord auf. Bei'den Wiener Vereinsmeisterschaften haben die Hakoah- Leichtathleten vorzüglich abgeschnitten. Blödy errang im 1500-Meter-Laufen einen neuen Wiener Landesrekord Htthsran HebrSiscH-Unterricht erteilt in eämtl. Fächern dlplom. Lehrer (Palästinenser). Briefe an die Adminlgtr. des Blattes unter „Mumcheh“. Lebensversicherungs- DU /S Kl IY Gesellschaft ■ llwImI#V GEGRÜNDET IM JAHRE 1882 Veraieherungabeetftnd Garantiemitte! Ende 1028 2 Milliarden Schilling 242 Millionen Schilling Prämien- und Zinseneinnahmen Im Jahre 1928 87*5 Millionen SohtlUng Auszahlungen an die Versicherten Im Jahre 1028 26.5 „ » Tätigkeitsgebiet der Geeeiieohaft: Oesterreich, Deutsches Reich, Tschechoslowakische Republik Belgien, Holland, Frankreich, Spanien, Italien, Ungarn, Polen Jugoslawien, Bulgarien, Griechenland, Rumänien, Palästina, Syrien Türke!, Aegypten Die Gesellschaft schließt zu billigen Prämien und günstigen Bedingungen Kapitals- und Rentenversicherungen jeder Art ab Neueingefflhrt: KINDER-VERSORGUNGS-VERSICHERUNG (Auszahlung eines Kapitals bei Verheiratung, Studianbeitrag, Rückerstattung der eingezahiten Prämien bei Ableben des Kindes) InvaHdltatsvftrsIcherunq (Zahlung einer Rente bei Eintritt der Erwerbsunfähigkeit und Auszahlung des versicherten Kapitals naoh dreijähriger Dauer der Invalidität) (4:10.8). Bemerkenswert ist der Sieg des jüdischen Vereines in der Olympischen Staffel, wo es der Hakoah gelang, den V/. A. C. und W. A. F. hinter sich zu lassen. In den erstmalig zur Austragung gebrachten Wiener Meisterschaften endete Hakoah auf dem zweiten PJatz. Bei dieser starken Konkurrenz ein großer Erfolg. Erfolge der Hakoah-Hockey-Maunschaitea. In der Meisterschaft der ersten Klasse hat Hakoah in dieser Saison bisher gut abgeschnitten. Die jüdische Mannschaft besiegte die spielstarken Vereine W. A. C„ All-round und spielte vergangenen Sonntag gegen die Arminen 1 : 1 unentschieden. Diß#Iakoahner waren stark überlegen und hätten einen Knappen Sieg verdient. Den einzigen Treffer erzielte Dr. Rbsenfeld. Die Hakoah-Rescrve siegte gegen Armin-en-Reserve 3:0, und die Damen blieben gegen V. f. B. 1:0, erfolgreich. Ida-Neumann-Gedenkpreis. Ein. Gcdenkpreis für die tödlich verunglückte Hakoahtrerin Neumaitn wurde vom Hookcy-Verband gestiftet. Die ersten Spiele beginnen bereits kommenden Sonntag. Hakoah tritt gegen die Arminen an. Die' weiteren Termine lauten: 27. Oktober: Kritzendorf; 10. November: V. f. B. und 17. November \V\ A. C. Hakoah unterlag in der Handballmcistcrschait gegen Post 3 :5. Die Hakoah-Reserve siegte gegen Post 2:0. Von der Redaktion Die heutige Nummer der „Stimme“ ist ä u's« nahmsweise bloß 8 Seiten stark. WirsaheL uns leider gezwungen, diese Maßnahme zu ergreifen, da infolge des Versöhnungstages, der auf den Montag dieser Woche fiel, die redaktionelle Arbeit im gewöhnlichen Maßstabe nicht bewältigt werden konnte. Den Schluß der Novelle „Das Badeasyl“ finden unsere Leser in der nächsten Nummer der „Stimme“. Amtliche Verlautbar ungen der Israelitischen Kultusgemeinde Wien Adolf Ignaz und Julie Marzcllina Mautner von Marldiof-Stifiungen für Wiener Waisenkinder Iu der Wasserball-Meisterschaft spielt Hakoah Sonntag gegen Austria U. Nachrichten aus der Provinz Zionistische Jugendliche gründen eine zionistische Organisation in Klagenfurt. Wir wir bereits berichteten, gelang es dem Verbände zionistischer Mittelschüler, weite Kreise der Judenschaft in Kärnten fürdas Palästina-Aufbauwerk zu interessieren. Die Klagenfurter Juden wurden für die zionistische Idee so stark interessiert, daß sie -mim selbst für die Bewegung arbeiten. Am 21. September fand im Kino der Gemeinde St.. Ruprecht bei Klagenfurt eine Vorführung des Pa-lästina-Films statt. Nach den einleitenden Worten Herrn Linkers hielt Herr Tutler aus Wien einen Vortrag über das Aufbauwerk, der lebhaften Beifall hervorrief. Die Veranstaltung war glänzend besucht. Es erschien fast die gesamte Judenschaft des Ortes, und man konnte auch zahlreiche Nichtjuden bemerken. Der Film erweckte bei allen Anwesender» helle Begeisterung, und es war auch ein schöner finanzieller Erfolg zu verzeichnen. Dann fand eine zweite Veranstaltung; in Klagenfurt statt. In einer sehr gut besuchten Versammlung sprachen Herr Karl Schwarz aus Graz und Herr Dr. Chaim Ko f ler aus Wien. Die Zionistische Organisation in Klagenfurt hat sich bereits konstituiert, und zwar wurde Herr Dir. Terner zum Obmann gewählt. Es wurde auch eine Keren-Hajessod-Aktion durchgeführt, welche sehr gute Erfolge aufwies. Wenn man bedenkt, daß es in ganz Kärnten höchstens 200 Juden gibt, die vollständig zerstreut Sind, -kann man die Tat unserer jungen Gesinnungsgenossen erst voll würdigen. Den äußerst tätigen zionistischen Organisationen in Innsbruck, Linz und Graz ist somit eine neue, starke Gruppe hinzuzufügen, und •es ist zu erwarten, daß die zionistische Bewegung in der österreichischen Provinz die ganze Judenheit erfassen wird. E. S. Linz: Weiterer Ausweis über die Spenden für die notleidenden Opfer in Palästina: S 50.— Emil Bruder, je S 30.— Emanuel Sand, Ernst Br-eth, S 20.— Adolf Hartmann (Sammlung S. Spira), je S «10.— Wilhelm Furcht, Camillo Schiller, David Hirschfeld (Letzterer Sammlung S. Spira), je S 5.— ungenannt (Sammlung S. Spira), Rudolf Keßler, Bad Ischl, Direktor Arnold Stukart, Bbensee, S 3.— Aron Basch, Bad Ischl. Summe: S 178.—. Bisheriges Ergebnis: S 2419. Zusammen: S 2597.—. Weitere Spenden werden im Sekretariat der Kultusgemeinde, Linz, Bethlehemstraße 2G, entgegengenommen. Sprechsaal der Stimme Aulruf an jüdische Künstler! Die Wiener Kunsthistoriker Professor Dr. Max Eisler und Dr. Otto Schneid beabsichtigen eine umfassende Publikation über die jüdischen Künstler der Gegenwart. Jüdische Maler, Graphikef, Bildhauer ,und Architekten, auch unbekannte, werden hiemit aufgefordert, Photographien ihrer Werke und kurze autobiographische Mitteilungen zu schicken an Dr.-Otto Schneid* Wien, V., Siebenbrunnengasse 13. Verliehen werden: 2 Stiftplätze ä 600 S, und zwar je einer an einen israelitischen Waisenknaben und an ein israelitisches Waisenmädchen. Zur Bewerbung sind berufen: Arme Waisenknaben im Alter von 12 bis 16 Jahren und arme Waisenmädchen im Alter von 10 bis 14 Jahren, die in Wien heimatberechtigt sind, Dem vom gesetzlichen Vertreter einzubringenden Gesuche sind beizulegen: Mittellosigkeitszeugnis, Geburtsschein, Nachweis der Zuständigkeit und der Verwaisung, letztes Schulzeugnis und Vormundschaftsdekret. Ein reichstelle: Magistratsabteilung 8. Einreichungsfrist bis 31. Oktober 1929. V e r 1 e i h' u n g s t a g: 6 Februar 1930. Bernhard Kohn WIEN, I., HIMMELPFORTGAsSE 20 KLAVIE RE in allen Preislagen, neu von S 1440 an Sommersprossen merln, Mitesser werden bei elnm. Behandlung u. Silva S 4.— gar. beseitigt, fiealohtt* haare in 10 Min, entfeint. Voll» ßftste durch Hygienla S 4,*» Spezialist lUr Gesldllspiletfe. Wien, IX., Liechtenstelnstraiie 2, Mezzanin. -- Wochentage 8—7, Sonntag 8—5 Grabsteine Friedländer & Deutsch Wien, I., SeitengtettengasBe Kr. 9 Tel. ü 28-1-28 XL, Zontralfriedhof, neben dem 1. Tor, Tel. 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