Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 1 (1928)
- Issue
- Heft 21 (24.5.1928)
- Date
- 1928-05-24
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/3053752-3053753-3053773--0348-3055619- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Nf. 21 DIE STIMME Seite 15 Zwei Stars: Andy Cohen« der neue Star der bekannten New Yorker Fußballmannschaft „Giants“, begrüßt einen ,»alten" New Yorker Star« den populären Jüdischen Operettenkomponisten Joseph Rumschinsky. stenz für die Ausübung des Sportes zu erlangen, kommt der sozialdemokratische »Vafö« in weitem Maße entgegen und die von den Vereinen unter großen persönlichen Opfern einzelner Klubmäzene bezahlten Spieler haben jüngst durch Anschluß an eine sozialdemokratische ’ Gewerkschaft starke, für den Sport nicht gesunde politische Momente in den Betrieb gebracht. Man merkt die Absicht und ist verstimmt. Geheime Sitzungen der Vereine finden jetzt öfter statt, es rieselt im Gemäuer des Professionalismus und die Rückkehr zum Scheinamateurismus wird ernsthaft erwogen. Wie stellt sich nun der jüdische Sport auf diese Bewegung ein? Wie verhält sich das jüdische Publikum dazu, was gedenkt der führende jüdische Fußballklub, die Hakoah, für die Zukunft zu tun? Das Um und Auf bei der Hakoah ist jetzt freilich die Frage der Erhaltung der Erstklassigkeit, die sich infolge des ständigen Punktegewinnes der übrigen Bedrohten für den jüdischen Verein immer problematischer gestaltet. Die Entscheidung über die Erstklassigkeit der Hakoahmannschaft, die jetzt auffallende Konsolidierungsmerkmale aufweist, wird in der allernächsten Zeit fallen. Das Verbleiben in der ersten Klasse ist vom Standpunkt des Prestiges des jüdischen Sportes und des jüdischen Erfolges, soweit es sich um die Erkämpfung der Position auf dem grünen Rasen handelt, eine eminente Notwendigkeit, Aber haben die Führer des jüdischen Vereines, dessen Schrittmacher seinerzeit mit in das Horn des Professionalismus stießen und in alle Welt hinaus posaunten, daß es kein Zurück mehr gäbe, den Zug der Zeit und die Stimme der ehrlichen jüdischen Sportbewegung verstanden? In Aufrufen wird für die Unterstützung der Hakoah- Fußballsektion Propaganda gemacht und für die Zukunft werden bereits Projekte einer Neuorganisierung — im Rahmen des Professionalismus — entworfen. Wir wünschen nicht, daß der Gedanke des Professionalismus bei der Hakoah durch beschämenden Abstieg aus der ersten Liga von selbst zusammenbrechen möge. Jeder Jude will die Sicherung der durch Kämpfe einer Generation errungene Position. Aber dann erwartet das nationale Judentum von den Führern der Hakoah die große Geste, den freiwilligen Verzicht auf einen des nach Geltung ringenden Judentums nicht würdigen Ideengang. »Wir haben bewiesen, daß wir es auch können, wir danken, meine Herren!« Das wäre die folgerichtige Konsequenz für die jüdische Sportbewegung. Wenn die Führer der Hakoah den Augenblick des Ueberganges versäumen, könnte es leicht geschehen, daß die gegenwärtig im allgemeinen österreichischen Fußballsport wirkenden Kräfte selber die Hakoah zum Rückzug, wenn auch nur im Sinne des Scheinamateurismus, zwingen. Und das wäre für das Judentum sicherlich sehr beschämend... Simmering mit 14 Punkten an vorletzter Stelle, hat aber noch vier Spiele auszutragen. Am kommenden Sonntag findet der Kampf gegen Simmering statt, dann folgen die Spiele gegen A d - m i r a, WAC. und Slovan. Im jüdischen Lager und eigentlich auch im Kreise der Fachleute ist man bezüglich entsprechenden Punktegewinnes der Blau-Weißen optimistisch gestimmt, da die Mannschaft in der letzten Zeit bemerkenswerte Erstarkungserscheinungen gezeigt hat und neulich zum Beispiel gegen die Austria in einem Freundschaftsspiel 1 :1 unentschieden abschneiden konnte. Fritzi Löwy stellt zwei neue Schwmunrekorde auf Die bekannte Meisterschwimmerin Fritzi Löwy von der Wiener Hakoah konnte bei dem vom jüdischen Verein veranstalteten großen Schwimmfest im Dianabad zwei neue österreichische Bestleistungen aufstellen. Auch der zweite weibliche Schwimmstar des jüdischen Vereines, Hedy Bienenfeld, stellte ihren über 100 Meter Bruststil bestehenden Rekord wieder ein. Das Meeting, bei dem die Teilnehmer |ps Deutschland, R. Rademacher, Küppers und Frl. Erkens dominierten, brachten der Hakoah auch sonst noch schöne Erfolge. Die Wasserballmannschaft gewann durch einen 3 :0-Sieg gegen den WAC. das Cupfinale und den Silberball. Hechawers zehnjähriges Bestandjubiläum Der jüdische Amateursportverein Hechawer wird in der letzten Juniwoche sein zehnjähriges Bestandsjubiläum durch Abhaltung einer großen Sportwoche feiern. Zur Teilnahme an der Sportwoche sind der Sp. C, Hakoah, ein Amateurverein des Wiener Fußballverbandes, eine j ü - dische Auswahlmannschaft und ein Team der Bühnenkünstler verpflichtet worden. Außerdem hofft Hechawer, daß noch einige erstklassige Vereine bei der Festveranstaltung mitwirken werden. Alle Wettspiele gelangen auf dem Hakoah-Platze zur Austragung. Des weiteren veranstaltet der Verein ein großes Tischtennis-Jubiläumsturnier, das im Freien durchgeführt wird. Den Abschluß der Sportwoche wird ein großes Gartenfest bilden, bei dem die Preise verteilt werden. Außer verschiedenen Ehrenpreisen erhalten sämtliche Mitwirkende an den Fußballspielen und dem Tischtennisturnier schöne Erinnerungsmedaillen. Das Arrangement der ganzen Jubiläums Veranstaltung liegt in den Händen des verdienstvollen früheren Präsidenten des Sp, C. Hechawer, Siegfried T e i c h t a L Leichtathletik-Klubkampi Hakoah (Wien) — Hagibor (Prag) Im Rahmen eines von der Hakoah in Wien am letzten Sonntag veranstalteten leichtathletischen Meeting standen einander auch die Vertreter der Blau-Weißen und des Prager Brudervereines Hagibor in einem Klubkampf gegenüber. Hakoah gewann mit 64 :44 Punkten. Im Dr.-Körner-Wanderpreis placierte sich die Hakoah hinter*'dem WAC. an zweiter Stelle. Emst Stern, der bekannte jüdische Dauerschwimmer, ist der Manager der Wiener Langstreckenschwimmerin Paula Frantzl, die den Versuch unternehmen will, die Straße von Gibraltar schwimmend zu durchqueren. Mitteilungen des Keren Kajemefh Wien, I.« Kärntnerstr. 28« Tel, 77-4-85/86, II. Jahrg, Mai 1928 — Ijar 5688 * Ausweis Nr. 18 Summe der Eingänge vom 8. bis 15. Mai 1928 . . . S 2.673.65 Summe der Eingänge von Rosch Haschanah 5688 . S 85.164.35 Spezifikation der Eingänge nach Spendenarten Büchsen 1948.57; Baumspenden 152_; Allgemeine Spenden 16.—; Imitaschen 74.—; 10 Prozent von Veranstaltungen 106.25; Sammlungen bei Familienfeierlichkeiten 300,—; Sammlungen bei Veranstaltungen 66.—; Tempelspenden 66.81, Spezifikation der Eingänge nach Bezirken a. Gruppen geordnet Zentrale 715.91; IL Bez. 28.94; Prater 16.80; HI. Bez. 233.45; IV/V. Bez. 6.—; IX. Bez. 10.—; X/XI. Bez. 66.81; XIII. Bez. 79.41; XIX Bez. 35.—; XXI, Bez. 115-—; Lese- und Redehalle 20.—; VZH. Theodor Herzl 11.92; ZMV. Balfoura 33.09; ZMV. Jedidäa 84.31; ZMV. Massadah 32.64; Blau-Weiß 251,40; Brith Hamischmar 135.—; Brith Hanoar Hamisrachi 5.—; Brith Trumpeldor 19.08; Jugendverein Erez Israel 49.65; Frauenorganisation 216.67; Mädchengruppe Gordoniah 57.—; JSAJ. 2.66; Jüd. Realgymnasium 7.40; Makkabi IX. 123.30; Mirjam 32.62; Verband d. ZSJ. 10.—; Verband der radikalen Zionisten 15.92; Lehrlingsheim Zukunft 103.27. Provinz: Baden 95.40; St. Pölten 60.—. Büchsen S 1948,57 I. Bez.: Jenö Brill 3.50; Anna Schauer 14.—; Lazar Krestin 3.—; Brüder Ernst 5.32. II. Bez.: Hersch Kerzner 3.60; lila Kohn 3,34; Josef Stahl 4.50; Georg Helwing 3.74; Elias Blumenfeld 5.—; Josef Lemberger 5.—; Naftali Gronich 4.—; Hans Kamm 6.50; Isidor Schweizer 4,50; Feuer 3.37; Stella Werdesheim 3.50; Eliser Stockmann 8.—; Sophie Temmel 3.05; Gisela Borg 3.—; Max Schrötter 4.30; Ing. Guttmann 10.68; Gittel Breinin 3.82; Dr. Moritz Rosen 10.—; Theodor Tropp 20,—; Salo Gelband 4.10; Dr. Siegfried Seidner 5,—; Salomon Drimmer 10.—; Max Heftmann 4.49; Otto Pickholz 9.77; Dr. Fleischmann 4.08; VI. Bez,: Klara Wiener 3.25; Jakob Tauber 5.76; S. Treibei 5.—. IX. Bez.: Dr. Max Margulies 5.—; Gustav Horn 3.—; Dr. Isidor Schalit 3.—; Akad. Verein jüd, Mediziner 3.06j Blau- Weiß 3.—; Dr. B, Mautner 6.—■; Dr. Max Stryer 6.48; Leopold Käsz 3.—; Bergrat Max Meller 9.12; Ludwig Hofstätter 5.—; Doktor Alfred Löwy 5.60; Karl Liebei 5.—; Dr. Josef Nobel 23.17; Dr, W. Goldschmiedt 21.—; Dr. Isidor Sadger 33.—; Dr, Adolf Leifert 10,—; Dr. N, M. Gelber 4.43; Nathan Malamad 5.—; Sigmund Katz 4.—; Dr. Arnold Mandel 4.—; Sala Hirschhorn 13.06; Sigmund Grünfeld 3.60; Simon Gang 5.46; Nathan Bernstein 5.43; Karl Schloß 3,60; Anna Ornstein 6,54; Gisela Sonnenschein 3.—; Max Maier 11.—; Jetti Zipper 5.70; Rudolf Rudinger 12.10; Josef Rath 4.—; Kamillo Glaser 3.—; A. Metzger 5.—; Ob.-Rabb. Israel Friedmann 31.42; Karoline Bondy 5.86; Sabine Moses Roth 4.59; Adolf Bartfeld 3.70; Glaser 5.—; Max Guttenberg 6.22; Dr. Josef Löwenherz 5.—; Dr. Alex Schapiera 3.14; Dr. Josef Alt 3.—; Abr. Singer 6.—; Dr. Nahum Blauer 3.—; Artur Löwy 4.24; Leopold Morgenstern 5.61; Anna Fastmann 3,—; Hermann Gottesmann 4.18; Hugo Beck 7.50; Leo Holdengräber 3.06; M. Braslawsky 3.12; Dora Diamant 3.—; Samuel Steiner 3.—. XII. Bez.: Oskar Rosenrauch 6.06; Robert Feldmann 4,63; Max Weiß 3.96; Julius Frank 4.—. Chajes-Wald (XIV. Liste) * Dr. Hermann Popper 10,—; Berta Kanel, Budapest 10.—; Resel Friedmann 20,—; Benno Deutsch 10.—; Dr. Isidor Sadger 10.—; durch Blau-Weiß 12.—; Dr. Hugo Benedikt 10,—; diverse 2.—; Brith Trumpeldor 1 Baum a. N. Anna Jagid 10.—. Chajes-Baumspenden anläßlich des •«Muttertages'* Josef Rothfeld a. N. seiner Eltern Abraham und Klara Rothfeld zum Geburts- und Muttertag 10.—; Sulamith und Lea Bauer a. N. ihrer Mutter 1 Baum zum Muttertag 10.—; Samson Stein a. N. seiner Mutter Jetti Stein 1 Baum 10.—; Israel Heit> ner a. N. seiner Mutter Sali Heitner 1 Baum 10.—; 2 Bäume a. N. Fr. Sabine Paßweg von ihren Kindern Benno, Sunia und Fritzi 20.—; 1 Baum a. N. Chaja Reich von ihren Kindern Joel, Esther, Gisela, Minna und Cilli 10.—. Allgemeine Spenden S 16.— Z. Tupi 15.—. Imitaschen S 74.02 Durch Frau Paula Stern 28.94; Gerschon Wittlin 1.80; durch Simon Gaspard 3.20; Ing. Nathan Engelberg 2.66; Jüd. Realgymnasium 7.40; Makkabi IX. 2.06; Dr. Plaschkes 4.45; Frau Dr, Wechsler 2.17; Rudolf Klumak 5,30. 10 Prozent von Veranstaltungen S 106.25 Durch Simon Gaspard 10 Prozent von Purimkarten der Sektion III 20.25; Makkabi IX 10 Prozent bei Jugendakademie am 6. Mai 1928 30.—; Abgabe von Kinoaufführung des IV/V. Bezirkes 6.—; St. Pölten: Anteil an Purimball 60.—, Sammlungen bei Familienfeierlichkeiten S 300.— Sammlung bei Hochzeit Frl. Frieda Zeitlin — Ing. Anton Lourie durch Frau Dr. Minna Halpern 200.—; Leopold Lourie 100.—, E. Eliasberg 80.—, Minna Halpern 20.—; Saqjmlung bei Hochzeit Brandstätter durch Frau Wurmbrandt — Frau Andermann 100.—. Tempelspenden S 66.81 Isr. Tempelverein X. 66.81. Zuschriften und Manuskripte, die für unser Blatt-bestimmt sind, mögen nicht an einzelne Personen sondern a n s - schließlich an die Redaktion (I., Rauhensteingasse 1) gesendet werden, da nur so rechtzeitige Erledigung bezw. Veröffentlichung gewährleistet ist Perfekte Stenotypistin mit Buch* haltunsskenntnissen von jud. verein gesucht. Offerten unter „halbtägig“ bis 31. Mai 1. J. an die Administration dieses Blattes. Die jüdischen Amateurvereine Wiens schnitten am letzten Sonntag ungünstig ab. Hasmonea unterlag gegen Hac. Nordstern 1:4 (1:2), Hagibor wurde von Ostmark 0 :5 geschlagen, M e n o r a h verlor gegen Alexandria 1:2 (0:1). Jüdische Ringererfolge bei den Wiener Gaumeisterschaften. Bei den am letzten Sonntag veranstalteten Gaumeisterschaften im Ringen holten sich die Vertreter der Hakoah die traditionellen Siege. Im Mittelgewicht A wurde Müller Erster, im Schwergewicht siegte H i r s c h 1. Die Grazer Hakoah spielte am Sonntag gegen Sturm 2:2 (1:1) unentschieden. Wird die Hakoah die Erstklassigkeit behaupten? Die Fußballmeisterschaft der Wiener Vereine tritt in ihre Schlußphase. Die Frage nach den zum Abstieg verurteilten zwei Vereinen ist zu einem Teile gelöst. Der S. C. Simmering hat nach der sonntägigen Niederlage gegen FAC. nach ehrenvollem Kampfe auch theoretisch keine Möglichkeit, mehr als den vorletzten Platz zu erreichen und muß aus der ersten Klasse ausscheiden. Die Lage der Hakoah, die nun schon einige Wochen hindurch in der Meisterschaft pausieren mußte, hat sich in der letzten Zeit durch überraschenden Terraingewinn ihrer Konkurrenten ungünstiger gestaltet. Namentlich das Emporschnellen des S. C. Slovan, der aus zwei schweren Spielen überraschenderweise drei Punkte herausholen konnte, hat die Aussichten des jüdischen Vereines erheblich beeinflußt. H a k o a h figuriert gegenwärtig vor niHIIIHIillllimillllllHIlIHlllltllllHIHHIIIIlHIIIIIIIHIIIllllllHlllllllllllllllllllIHHIlllllillllillllHIHIIlllllinilllllllllllinHIIIHIIlM LEBENSVERSICHERUNGS-GESELLSCHAFT P H ö N I X GEGRÜNDET!M JAHRE 1882 Versicherungsbestand am Ende 1927 Garantiemittel Ende 1927 1 Milliarde, 500 Millionen Schilling 190 Millionen Schilling Prämien- und Zinseneinnahmen im Jahre 1927 70 Millionen Schilling Tätigkeitsgebiet der Gesellschaft: Österreich, Deutsches Reich, Tschechoslowakische Republik, Belgien, Holland, Frankreich, Spanien, Italien, Ungarn, Polen, Jugoslawien, Bulgarien, Griechenland, Rumänien, Palästina, Syrien, Türkei, Ägypten Die Gesellschaft schließt zu billigen Prämien und günstigen Bedingungen Kapitals- und Rentenversicherungen jeder Art ab Neueingeführt: Kinder-Versorgungs-Versicherung (Auszahlung eines Kapitals bei Verheiratung, Studienbeitrag, Rückerstattung der eingezahlten Prämien bei Ableben des Kindes) I nva I i d itätsv e r sic h eru ng (Zahlung einer Rente bei Eintritt der Erwerbsunfähigkeit und Auszahlung des versicherten Kapiials nach dreijähriger Dauer der Invalidität.) sa sss El 9999999999999999999999999999999999999999999999999999 020223234853234823535348234853535323235353232323532323232353