Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 37 (1920)
- Issue
- 6 (13.2.1920)
- Date
- 1920-02-13
- Page
- Seite 83 (sequence 11)
- Language
- German
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Sait* HU M. 6 <&. Bf. Sltfolf« Unterstützung ärinSer Glaubensgenossen ln1 Wien Hat be'sChloSsbn, Holz verschämten Armen gratis' Und Trünko iHla'üs! kü verteilen. Zu diesCm! Beh'ufe feiaimmeln die Vbrstati'ds'mitgTife'd’er Spenden. Die Mitglieder nnd Gönner detz 'Vereines! Werden cllah'er ersucht, slclf (an diesem, besonders! Humanitären Zwecke zü beteiligen. Zur Bequemlichkeit können Bück Beiträge per IPostspärkäsSeHonto Nr. 109.807 überWIeSen werden. ' ■ ■ ■ '!‘ ' -i-r ■;; '! j Jugfenrfgruppeder „WäcfisiRe HacfatR". KE Anregung der Herren H. H oFb’ä'Üe r ‘tincl! Riaßb. S. ‘NeuWIrth Würde vOr wenigen Wecken In der Inneren Stladt im' BetKauSe „Machslke HädjaütK“ eine ortRödoxe JUgrendgvrUppe gegründet, die Sieh der Pflege jüdischen Wissens', Bibel ünd Ttalmüd, zür Aufgabe machte. Einer Einladung der Jugend folgend, kielt Sonntag, den 1. Februar ä. c. Herr DV. Fez'dl er über „die Bedeutung der Stadt' JaWnek für das! Judentum“ einen Vorträg. In klaren Ünd überzeugenden Worten Wied Redner nlalclf, daß für das! Orthodoxe JucfeOtüm! Palästina' nickt Selb'sfzWecIc, Sondern nür Mittel kür Erlfangü'ng fener Tugenden sei, die nläcK den Worten der Tkotai ein jeder Jude erreichen Sollte, Um den 'Völkern Sls! Müs'ter. menSek zü gelten. "Großer Beifall lohnte dem Redner Tür Seine begeisternden Ausführungen.! Freie MScbs VflHfchiifflfft ' ' Sa'ni’s'tag” ' derTl4." d." M."" wird "int^ Wiener^Bür-, gePtheafer „Bier DlOrfSji'ng“, Drämia in 4 Akten! vlon Beton Kobrfn; ztüri driiten’m'ale 'aUfgefükrt. Beginn 2 Uhr. Mitglieder erkalten zU "dieser VorStel- Inwg ütn 50 o/o ermäßigte Karlen. Säm-stag, den 21. ünd W. d. M. tzüln emtenm'afe „Bisiik SekefteT“. „Hebräische Dichtung des Mittelalters” Unter diesem Titel veranstaltet die Lese- und Redeh'alTe jüdischer Ho'chstohüler in Wien Sonntag. ddn‘ 15. Februar, präzise 11 Uhr vormittags!, im kleinen MuSikvereinsSäaTe eine M'lat Ine e, bei der nach einer Einleitung: von DP. Ernst Müller religiös'e Und weltliche DIcMüUgett von Abülaflä, Betäckja, ’Chärisi, 'CbiSdai, Ihn EsTa’, ’Gäbirol1, Hallevi, ImanüeT ü. a. durch Mirzam 8 chhahel und loset 3 Child kr au t zürn Wortrag gebracht werden. Karten an der MiisikyerelhskasSe ükd bei R. Löwit, Ti, RotehturhiStPaße 22. Jakob' ösias Mieses. Km 3. d. M. ver-ckleb. hier, eine der vornehmsten Gestalten ' der galiziScken JudenkeTt, Herr JÖkobOCTäs' Miefes. Ein Sprößling einer UPblten Familie, Abkömmling des! R. Jakob Josüe Falk (Pne Jekos'chüla} Jund 'des' R. Ela's'aP Amsterdamer, ein Verwandter der Zäddiklm-Familie von Beiz, regräSeüfierte er eine 'Syhth'eSe großen judlaistis'cken Wis!«'eüs! verbunden 'mit laUs'gedehhter eüropäfs'cher Bildung, 'dabei War ter ein bfedeütender Kaufmann. Seine ganze Muße Widmete er bis' inS Älter 'unermüdlichem Stüdiüm', wie laü’ck der mustergültigen Erziehung seiner Kinder. Es' betrauern ihn Prof Dr. Mi e sre' S fWiaPs'chaUjwie 'atoUckder SchriftstellerM a t. t hi Ätz ALI es es'. An der Bähte sprach am! Zentralfrledbofe,!aUf die großen geistigen Qualitäten des! (Verstorbenen hinweisend, wie laUck seine etk'is'cken VtoPriige' BejOüeüd' R'äbb. Dr. Grün Wal d. Der Sohn Matthias Mies'etz hielt am Grübe eine H&Tnfc empfundene Trauerrede. Der 'Verblichene wlairj in Seiner Heihi'atslstacK PrzeirrysI Gemeinde- Und KulfusPat, Präsident def Chewta Käddischä und er vermachte auch' vor dem Tode namhafte Beträge für diverse Institutionen Seiner Heimatstadt. Im Verblichenenbetrauert nicht n!ur die engere Fia.milie, stondem auch alle seine Bekannten' imcl Heimats'genossen einen edlen, hochbegabten Menschen, einen wahren, großzügigen Patrizier, aUcM einen repräsentativen' Mann des distinguierten; osteuropäischen jiddischen Bürgertums; Wien'. D er f J ü d I s1 c h e N a 11 o n a 1. F o n <3 sl Zentralstelle Oesterreich, Wien, II., Zirkusgass'e 33, hat! h der Zeit vorn' 1. bis! 7. Februar 1920 Kronen 10.963,66 vereinnahmt. Hievon entfallen a'uf B'aum. Spenden 6684,40 Kronen; Golden Buch 1120.— Kronen, Nf.-Büchsten '959,84 Kronen, Selhstbesteuerung 880,— Kronen, ABgemeine Spenden 819,42 Kronen Und Ounäüs'penden 5ÖÖ,— Kronen. Die Spenden'- 'sülmne bettug 1920 bisher 69.082,02 Kronen. < ' Ohne Religionsunterrichl Wir erhalten folgende Zuschrift: Löbliche Redaktion! Als Ihre treue Abonnentin und als! Mütter einetz einzigen Kindes wende ich mich an die löbli’che Redaktion mit dem Ersuchen, nachstehend erwähntem Uebelstände Abhilfe zu schaffen. Mein Bub besUcht das Realgymnasium im 14. Bezirk, Tiefenbächgasfete. Wähtend die Katholiken zweimal wöchentlich" ReligioUsunterricbt haben, entfällt dieser seit einem! Jahre bei den Juden gänzlich. Ich' bin altz treue AUbängerin des Judentums tim das' Wohl’meines1 Kindes! tzehr besforgt Und bitte Sie, in einer der nachstert Nümmem der „Wochenschrift“ darauf hinzuweisen.;;•;■ .. v. Kt Wir erfüllen hiermit den Wunsch' der Einsenderin, indem wir ihre Zuschrift zum Abdruck bringen Und hoffen; daßi die maßgebenden Steifen in! dieser Abgelegenheit Remedur s'chaffen werden. Bie Redaktion. Jüdisch-PalästinC Reise- und TransporfOesetlschaft. Die Jüdis'ch-Palästin. Reise- und TränsgOrt-ReselTsbhaff, die bekanntlich imi Juni v. J. gegründet Wurde, hat bereits in' den wenigen- Monaten ihretz Bestandes Ersprießliches1 geleistet. Für die vielen! Huüderte palästinenslsbh'er Flüchtlinge und auch zahlreichen Emigranten, für die durch die Pal astmiaamtey In der letzten Zeit die Einreise nach Palästina eri möglicht wurde uüd die nach Erez Israel befördert Wurdeü, war die Gesellschaft geradezu eine Notwendigkeit. Ben meist vollkommen ortsfremden Volk'slge- Uos's'en wäre die Reise ohne die Transportgesellschaft 'unmöglich oder nur mit großem Zeit- und Geldverlust Uüd nur unter den größten Schwierigkeiten möglich gewesen. Die PaSs’agiere Wurden meistens in geschlos's'eüen Transporten, in separaten Waggons1 bis zUr italieüisCh'pn Grenze, beziehungsweise bis1 nach Triest befördert, wo sie von Organen der GeSelTSchäft 'erwartet würden.. Auf der Reise durch! beigestellf«! ’Carabinieri beschützt, geleitet von gesell Schaftlichert Transportbegleitem, t verliefen die Transporte trotz: det gegenwärtig außerordentlich mißlichen Verhältnisse in größter Ordnung und erntete die Gesellschaft vfefeüi Baük Und aufrichtige Änerkerüfo^j '«'sitCWtz 'd'er PaSSan