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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1919-05-30 · 21 (30.5.1919) · p. Seite 320

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
36 (1919)
Issue
21 (30.5.1919)
Date
1919-05-30
Page
Seite 320 (sequence 12)
Language
German
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Sette f'' „ ,&t. Blvjch's.Wochenschrift" Nr. LI Gpenden. Bei der „Wochenschrift" eingelaufen: ", Für „Hilfskomitee für Palästina" ^ivon Herr Schulim 'Singer, Men, anstatt (in Nr. 20 ausgewiesen) 10 >'K. soll es richtig lauten 50 Kronen. - , Für den Leopoldstädter Tempelbau: von Herrn Philipp Meist & Söhne, Wien. 500 fttonen. Für, eines ihres Gmühers beraubten Familie: von lI. A. 1492 zu Händen Prof. Nascher 25 ft. f Spenden für den Verein werden entgegengenommen von mnserem Kassier Herrn Bernhard Kleinmann, I., Tiefer Graben 36, und von unserem Obmann Herm Jakob Mürz, I.,'Augustengasse 2, in bar oder durch Posterlagschein Nr. 106.310. ‘ Wien. (Prvmotion.) Herr Leo Nasch ist .am 23, Mai 1919 an der Wiener Universität pin Doktor der Philosophie promoviert worden. Wien. Herr Kultusvorsteher Samuel Steiner beging letzten Samstag in sehr feierlicher Weise seinen 80. Geburtstag. Er wurde zur Thora gerufen, wobei Seiner Ehvwürden Herr 'Rabbiner Dr. Taglicht eine schöne herzliche Ansprache .an ihn richtete, .seine vielen Verdienste mm Kultusgemeinde und Chewra Kadischa pries und Herr Erster Kantor 'S' ch l e i f e r einen für ihn komponierten MischeVerach in erhebender Weile vortrug. Bon sämtlichen Anwesenden erfolgten damr herzliche Gratulationen. .. WlM. Sonntag den 1. Iuni 1919, präzise halb " 9 Uhr vormittagshalt der Mater Bethausverein „Tefilath Ieschurun", Wien, 2. Bezirk, Sebastian Kneippgasse 14, in Schönhofers Restauration, 2. Bezirk, Mater, Meine Zufahrtstraße 175, seine vierte ordentliche Me-- nerakversmmnlung ab. Mech (Silberne HochAeit.) Samstag, den 31. Mai!l. jJ. begcht Herr .Karl Kalman« mit seiner Gattin Jeanette das Fest der silbernen Hochzeit, Gleichzeitig feiert Herr Kalman«, der sich seines humanitären Wirkens allgemeiner Beliebtheit erfreut, . an diesem Ärge seinen fünfzigsten Geburtstag sowie -sein 25jähriges ^,'AW^erjubWuA.^ .; . Wien. (Todesfall.) Am 19. d. M. ist hier Frau Ernestine Kunstadt, Gattin des Kaufmannes Herrn Michael Kunstadt und eine Tochter des verewMen Rabbiners Markus Pollak, nach schwerem Leiden im 47. Lübensjahre verschieden. Mit ihr ist eine der allerbesten und trefflichsten Fragen aus dem Leb'en geschieden, die mit dem Adel der Gesinnung und Vornehmheit in ihrem ganzen Wesen eine Herzensgute verband, die sie in der Uebüng des Guten und Förderung edler und schöner immer in wahrhaft vornehmer und ^freigebiger Weise betjätigte- Mit inniger Wiebe und Zärtlichkeit UM sie am Gatten, an ihren Kindern, Geschwi- - stern und. Verwandten, deren. „Fam i l i e n mut t er" sie mit Recht genannt wurde. Denn wann und wo immer es notig war, mit Rat und Tat zu helfen und .Zu nützen, da suchten alle bei ihr,, die.',LMnserHchiruM und Weltklugheit in reichstem Maße besaß, Hilfe und .Unterstützung, da sie Mr.sü>en und Lir alle bilMereit' und opferwillig eintrat. Me' Gesundheit und..Persönlichkeit immer Zurücksetzend. Für sich bescheren und ansprüchslvs, Wte sie in großzügiger Weise Wohltaten, die sie immer — ihrem Wesen entsprechend — aus ganzem Hertzen und mit Pollen Händen im Stillen \ und mü tzarter Schonung und Rücksichtnahme auf den Gchrßnger spendete und Mrin ihre wahte Befriedigung urrd höchste Befeligpng suchte und fand.' 'Was sie als gut; Ä ztäfi erkannte, dem wußte sie auch entsprechend Mchdruck Zu geben und besaß die Energie, es auch durchzuZWen. Im Verkehre mit Wermann war .sie von gewinnender LieÄestsWÄÄigkeit und Zuvorkommenheit, immer mit eurem gewissen holdseligen Lächeln auf dm Kippen, dgs sie auch auf ihrem Schmcr- Zenslager bewahrte. Ihrem Wunsche gemäß sollte das Leichenbegängnis in 5aller Einfachheit und Schlichtheit erfolgen, darum auch jede Leichenrede unterblieb. Nun hat die teure und allseitig" beliebte Frau ausgelitten, aber leider damit.ausgelebt'; sie hat für alle gelebt und darum ist sie allen , gestorben. Ihr Namewird hei denen, die - sie gekannt und gewiß geschätzt und verehrt haben,, unvergessen sein und ihr Andenken gesegnet bleiben- ‘ —-n — Wien- E 0 ml e C h e s e d (Wohltätigkeit und Pietät) . Die kürzlich abgehaltene Generalversammlung . dieses Krankenunterstützungs- und Humanitätsvereines, deren Tagesordnung die regulären Verhandlungsgegenstände enthielt, - brachte dem Vereinsobmann, Herrn <5* Weist, 'eine wohlverdiente Ehrung. Vorstandsmitglied Herr Glück gedachte der unermüdlichen Arbeitslust und Fürsorge des Obmannes, der vor kurzem auf-seinen 80. Geburtstag in vollster Frische zurückblicken konnte, worauf die Generalversammlung einstimmig die Wähl des Herrn Weist zum Ehrenmitglied e des Vereines beschloß. ' Wien. Am 6. Mai d. I. wurde der gewesene Feldrabbiner Michael Leopold Gold st ein, der in der Talmud-Thvrja-iSchule, 2. - Bezirk, . Malzgasse, als Talmudlehrer ersolgreich wirkte. Zu Graste getragen. Geboren den 22. September 1879 Zu Preßstnrg, wirkte er nach W-o.lviernng der Preßbürger iRabbinerschule in Stampfen und Tirnau in den Schulen, von wo er nach Wien ging, Zunächst, als Rabbinerin der Halnmerpurgstallstraßen-Synagoge, dann als Lehrer des Talmuds^ in der obigen Schule. Als' Feldrästbiner wirkte er in Serbien, erkrankte daselbst und kam nach Wien Zurück-, wo er hie VerwundetenspiMer besuchte und .in der Schule mit sehr gutem Erfolge weiter wirkte.. — Bor Jahresfrist erkrankte lRa'bbürer Gold st ei n ernstlich und "am 4. Mai erlöste ihn der Tod Von seinen schweren Leiden.. Bei seinem LücheMMngnisse am . 6. Mai sprachen an seiner Bahre im Hause sein Bruder Herr Rabbiner Simon Gold st ei n aus Neukirchen, Herr Rabbiner' Joses Baumgarten und am Friedhof die Herren Rabbiner Schenk, Schlächter und Oberlehrer Kohn, alle widmeten warme Abschiedsworte dem Verewigten, der eine Witwe, die ihn in seiner Krankheit unausgesetzt gepflegt hatte, und einen Knaben Zurückließ, Der Verewigte gab ein Heft „Go ttesdienstliche Vorträge" heraus und beteiligte, sich auch an den populärwissenschaftlichen Vorträgen im Bethamidrasch „Talmud-Thora". Ehre seinem Andenken! Wien. (Trauung.) 'Sonntag, den 1. Juni, 1{?2 Äht nachmittags, findet in Wien, 2. Bezirk, (Große Schiffgasse 8, die Trauung von Fräulein Lola Hofib'auer, Tochter des Herrn Bernhard Hofbauer, mit dem Ingenieur Ludwig Kritzler' statt. . Wiener KomödienhWs, H. Bezirk, MMorferstrMe 4—6, Um breiten Schichten das mit großem Erfolg auf- - genommene jüdische Atbeiterdrama Eisik ,S ch eftel von David Pinski Zugänglichizu machen, wirb dasselbe Sonntag, den 1. Juni um 3 Uhr nachmittags bei ermäßigten Preisen wiederholt.' Karten im Vorverkauf an den Tageskassen. (Nußdorserstraße 4 und Bazar, 1^ B^irk, Rotenturmstraße) und bei der Filiale des Jüdischen Rationalsonds, 2. Bezirk, SchmeWasse 7. _.; v ' Organisation der TempelvereiNchnMsteltzew Djas vorbereitende Aktionskonlitee ist eifrig an der - Arbeit und hat den sorgfältig durchberatenden Stg- . tutenentwurf bereits vor 14 Tagen der Landesregierung vo.'.'gelegL. Große Schwierigkeit verursacht die Sammlung und Sichtungdes umsäng^eichen„Materials, dasals Grundlage für t-:-as Aktionsprogramm dienen soll und werden die geehrten Herren Kollegen ersucht, (die ihnen, zugegangenen Wagchögen tunlichst rasch und genau aüA t

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