Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 36 (1919)
- Issue
- 20 (23.5.1919)
- Date
- 1919-05-23
- Page
- Seite 305 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Wt. 20 ,.Dr. Btsch'S Wschrvichnft' Mt Wohles' feines Volkes wirken Ku können! Herr v. Wassilko Lestieg hierauf die TriWne, dnnkte. .seinen Landsleuten für die spontane Kundgchung und versicherte dieselben seines ferneren Wohlwollens, aüch wenn es'sich bewahrheiten sollte, daß die Entente die ganze Bukowina an. Rumänien auGuliefern beabsichtige. Die ganze Welt weißdaß die nördliche Bukowina rein n k r a i n i s ch ist und der Schrei nach dem Recht* wird nicht ohne Wirkung Ueiotzn. Die Ausführungen Wgssilkos waren von demonstrativem Beifall begleitet. Wir Bukowinaer Juden haben diesem verdienstvollen Politiker sehr vieles tzu verdanken. Er setzte sich süberall für unsere Rechte ein '«.und stellte sich an die Spitze aller Aktionen, die für jüdische Interessen unternommen worden sind. Durch- . drangen von Güte und Liebenswürdigkeit, hat er allen, die sich an ihn gewandt, .seine Hilfe angedeihen lassen. Unvergessen wird seine Tätigkeit auf dem Gebiete der FlüchtlingsWrforge bleiben; er erwies sich hier als Helfer. und Retter von Tausenden, die durch die Flucht ihrer Existenz entwurzelt und geradezu dem .Hungertode preisgegeben waren. Wassilko hat für diese größtenteils Wischen Opfer des Krieges nahezu eine Million Kronen gesammelt,und auch aus Eigenem viel zu deren Unterstützung beigetragen. Wie sehr ihm das Schicksal seiner Bukowinaer Landsleute zu Herzen geht, beweist ferner die Tatsache, daß er erst dieser Tage wieder dem Bukowinaer Hilfskomitee namens der westukrainischen Volksrepublik den namhaften Betrag von 25.000 Kronen gespendet hat. Hoffen wir, daß das Schicksal des ukrainischen Staates sich zum Besten wenden, und daß Herr Nikolaj Wassilko, dieser ^vielfach bewährte- Volksmann und Judenfreund, uns' Bukowinaern nicht entfremdet? werden wird! _ I. O. - Anerkennung. ' ■ r - Die Oesterreichische Gesellschaft vom Roten Kreuze. Wien, 1. Bezirk,. Milchgasse 1, sandte nachstehendes An erkennungsschreiben an den Herrn Mckbbiner Bela Fischer. ' Sr. Ehrwürden dem Herrn Bela Fischer, Rabbiner Wien. ' Mit Schreiben vom 5. d. M haben Euer Ehrwurden dem Bundesprasidenten «über den Abschluß der Arbeiten der Bücher- und Zeitungsabgabestelle berichtet. Mit großer Befriedigung hat das Bundesprasidium wahvgenommen, ^daß die Wirksamkeit der von.Ihnen geleiteten Stelle eine äußerst ersprießliche gewesen ist: dieselbe hat gewiß vielen Verwundeten und Kranken freudige Stunden bereitet und dem Namen des Roten 'Kreuzes allenthalben, wohin Sendungen ab'gegangen sind, Ehre gemacht. .; . Das ‘ Bundesprasidium gestattet sich Euer Ehrwürden für Ihre uneigennützige, Jejt 1914 entfaltete Mitarbeit den wärmsten und aufrichtigsten Dank mit dem Ersuchen auszusprechen, die Führung des Kataloges .und her Kartothek der Gesellschaftsbibliothek weiterhin bei behalten zu wollen. . Mit dem. Ansdrucke der-vorzüglichsten Hochachtung zeichnet für das Bundespräsidium: , St. Traun m. p. „Jesfod HathüM", Schnkvercin der „MEisroel." Der Vorstand teilt mit, daß die Jahresprüfungen der Schüler und Schülerinnen der „Jessod - Hathora", Sonntag, Seder-Ba- Midbär, 25. Jjar (25. Mai), im .Schulgebäude, 2. Bezirk, Matzgasse 16, Zimmer Nr.- 14, für Knaben von 9 _ bi» 12 Uhr vormittags, für Mädchen wm 3 M 5 tthr nachmittags stattsinden. Die Eltern der Schüler und Schülerinnen, Mitglieder des Vereines und Gäste werden chrezu höfiichst eingeladen. Mädchen-Unterftützungsvettm. Von dem Wunsche geleitet, dem drückenden Mangel und den unerschwinglich hohen Preisen für Fußbekleidung nach Möglichkeit zu.steuern, richtet der Verein in der Zeit vom 26. Mai Vis 15. Juni 1010 einen Kurs für Herstellung von Hausschuhen ein. > - Der Unterricht findet am Dienstag und Donnerstag von 8 bis 8 Uhr abends, und Mar wie an allen Schulen diesks Vereines, vollständig unentgeltlich statt. Das Material muß von den Teilnehmerinnen teiüvcise beigestellt werden. Einschreibungen am Montag, und- Mittwoch von 11 Uhr vormittags bis 1 Uhr nachmittags unter Mid° bringung von E>eburts- oder Schulzeugnis. Auttion einer Mischen BMiochek. Anfangs Juni findet im Dorotheum die erste Auktion der Arbeitsgemeinschaft für Wische Kunst und Kultur- „Die Arche" statt. Es gelangt eine-größere Bibliorhe? aus dem Nachlaß eines Wiener Juden zur Versteigerung, darunter wertvolle alte 'Drucke, Erstausgaben, Judaika, Hebraika, Orientalin und Antisemitika. Der Iuktionskatalog erscheint in den nächsten Tagen und lvird von der „Arche" Wien, 1. Bezirk, Fleischmarkt 1, an Interessenten kostenfrei versendet. Witt», (Goldene Hochzeit.) Samstag, den 10. Mai, feierte der Chef der Firma Philipp Weisg & Söhne, Herr Philip» Wrisz und feine Gattin Berta das Fest der goldenen Hoheit und zuglekh den 40jährigen Bestand ihres Eroßhandlungs- und Fabrikshauses. Die Feier gestaltete sich zu einem Feste des Josefstädter Tempel- Vereines, dessen verdienstvolles Vorstandsmitglied Herr Weisz A. Int festlich geschmückten Reudeggertempel, den Freunde und Verehrer des Jubilars dicht füllten, ging die solenn- Feier vor sich, zu der sich nebst den Familienangehörigen, Gemein'vemjkgliedern zahlreiche Vertreter der verschiedensten Korporationen, Tempel? vereine, Wohltätigkeitsanstalten eingefunden haben. Sr. Ebrrüürden Herr Rabbiner Dr. Bauer hielt an das Jubilpaar eine überaus herzliche Ansprache, in der er die Bedeutung des io seltenen Festes auseinandersetzte, die schöne echtjüdische Wirksamkeit de» Ehepaares schilderte und den Segen des Allmächtigen für dasselbe anflehte. Herr Gemeinderat Dr. Schrvarz-Hiller überbrachte dir Glückwünsche des Bürgermeisters, Herr Obmann Adolf Brck gratulierte im Namen der Vorstandskollegen. Herr Kultusporstrher % Steinet beglückwünschte das Jubilpaar namens des Kultus- Vorstandes, Herr Dr. Mar Bernhard namens der jüdifchnationalen Partei. Der Jubilar Herr Philipp Welsz -wurde mit einem feierlichen Echod juchid zur Thora gerufen, machte namhafte Spenden für verschiedene wohltätige Zwecke, wir auch seine Söhne die,WohktätigkeUsinstitu:ionen des Vereines mit größeren Beträgen bedachten. Herr Rabbiner Dr. Bauer verfaßte für das Jubilpaar einen Mifchiberach. den der Kantor stimmungsvoll oortrug, der verstärkte Chor intonierte das Hallelujah, womit die Temprlstier ihren Abschluß fand. Rabbiner. Kantoren, Vorstände und Brr-, treter begaben sich hiemit in die Wohnung des Jutrlpaarrs. wo der Vizepräses, Herr Wichrlm Freund, eine Adresse des Vorstandes in Begleitung ciiet gehaltvollen Ansprache überreichte.'. Es sprachen dort ferner: Herr Architekt Fuchs für den Mariahilfer Tempelvere'rn, Herr Hoffman« für den Tempelverein Wirden- Margaceten. Herr M. Felsendurg und Rabbiner Flefch für den Verein Ctumpergasss, Herr S, Bernhard. Fünfhaus, Herr M. Fkeischnrr B'nei B'rith, Herr Spider. Margaretener Krankenvrrein, Dr. KsrZ L3wy vom Nachlath Jeschurun, Vertreter des Favoritener Tempels, der Philantropia, Brockensammlung für jüdische Arme: Einheit, Nachlath Jeschurun. Die Herren Hosrat Dr. Frankfurter, Rabbiner Dr. Drabinsli. Dr. TaMhi, Kantor Vatzk u. xt. a. gratulierten schriftlich dem würdigen Jubilpaare. - ' IG. Akrstritte aus dern IudmittM. ' Vom 11. bis 17. Mai 1919. Arczel gch. Herzfeld Anna, geb. 7. September 1336 in Wien. 1. Bchirk, Bauernmarkt 10. Dr:, Auze! Eduard. Fabriksdirektor, geb. 15. Juni 1830 in .Budapest. 1. Bezirk, Bauernmarkt 10. Banaschet Karl. geb. 8, September 1893 in Wien. Band Htkda, geb. 19. September 1694 in Wien. 7. BeFjrk, Mariahilfcrftraße 94. . Bardach Haus, geb.- 21. Moornhder .1994 in Wien. Vsst Dri. Alfred, geb. 1. .August 1867 ist Linz, 6. Bezirk, Marmhilferstraße^Sö. SKEKZSSi: