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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1918-01-04 · 1 (4.1.1918) · page 16

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
35 (1918)
Issue
1 (4.1.1918)
Date
1918-01-04
Page
– (sequence 16)
Language
German
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Seite lä Äri i Dr. BkM's Wochenschrift Wenden. Bei Herrn Rabbiner Dr. Grunwald gingen für den Wiederaufbau des Leopoldstädter Tempels ein: > Bon Herren Max Scherer & Co. K 300.--, von Herrn Dr. Karl Mangold (zum Andenken an Frau Betti Mangold) L 50,—: ferner: öon Herrn N. N. K 100.— für den Monat Jänner d. I. zugunsten Leopold Hilsuers. Für jüdische humanitäre Zwecke durch Herrn Professor Nascher von Herrn Adolf Raab, 9. Bezirk 20 Kronen, von Herrn Merander Reumann 5 Kronen, zusammen 25 Kronen. Für das Komitee für „Jüdische Waisenkinder Galiziens" von Frau Berta Fischmann, Jglau 25 Kronen. Mfsaklian zur SchMversorgrmg für dir Armen Wiens, Bureau: IX, Türkenstraße 17. Seine Exzellenz der Statthalter von Niederösterreich Dr. Oktavian Freiherr Regner von Bley leben zeichnete in der Weihnachtswoche die von Frau Sofie G r ü nfeld ins Leben gerufene „Hllfsaktion zur 'Schuhversorgung für die Armen Wiens" durch seinen Besuch aus, wohnte dortselbst einer Schuhoerteilung an die Armen bei, besichtigte die Schuhflickwerkstatte und sprach seine vollste Befriedigung über das Gesehene aus. PortraMbend der „Oesterr.-Kaelitifchen Union". _ Ter günstige Fortgang der Friedensberatungen in Brest-Litowsk hat die Wiederaufnahme des Handelsver- "kehres der österreichisch-ungarischen Monarchie nach Rußland und den Balkanländern in nahe Aussicht gerückt. An diesem Handelsverkehre haben unsere Kaufleute jüdischer Konfession, trotz mehrfachen Ableugn ungsversuchen mangelhaft informierter Kreise, einen sehr hervorragenden' Anteil genommen, und sie werden auch 'bei der Wiederherstellung der wirtschaftlichen- Verbindung mit dem Osten eine bedeutende Rolle spielen. Zu rechter Stunde veranstaltet daher die „Oesterreichisch-Jsraelitische Union" eine Vereinsversammlung, .in welcher der Direktor des Wiener Kreditorenvereines, Herr! Tr. Hermann Oppenheim, einen Vortrag unter dem Titel ,,U n se r e Handelsbeziehungen nach dem Kriege" halten wird. Der Vortrag findet Donnerstag den 10.'Januar, präzise halb 8 Uhr, im Festsaale des Mederösterreichischen.Gewerbevereines, 1. Bezirk, Eschenbachgasse 11, statt und ist jedermann frei zugänglich. Wlgemeiner jüdischer Arbeiterverein »Poale Zion",. Samstag den 5. b. M.. uml 8 Uhr abends, findet im Cafe Rembrandt ein Vortrag des Herrn David «über „Der jüdische Kongreß" statt. ___ Zionistisches! Zentmikomitee für Westöstrrrrich, Wien, 2. Bezirk, «Zirkusgasse 33. Samstag den 12. Januar 1918, halb 8 Uhr abends, findet eine Versammlung des Zionistischen -Zentralvereines im Hotel „Bayrischer öof",. Wien, 2. Bezirk, Tabörstraße.39, statt. Herr Löbl Taubes wird über „Palästina und!der Krieg" referieren. Toynbechalle (Josefine Mendl-Wohlsahrlshaus), 20. BHirk, Denisgasse 33. Das Konzert am 26. Dtzember veranstaltete Herr Martin Klein mit glücklichstem Erfolge. Die reizvollen Violinvorträgr des Meisterschülers Herrn P lascht es, die kraftvollen 'Rezitationen des Herrn Walter Hoch, die schönen Liedergaben der geschulten stimmfrischen Sängerin Frl. Freund und «des Herrn, Schönderov bildeten ein künstlerisches Ensemble geschmackvollster Art. Die heiteren Borträge des Herrn Klein bildeten einen angenehmen Abschluß. Das Konzert am 30. Dezember stand unter der Führung .der bekannten. Gesangspädagogin Frl. Freystädt. Gut studierte, mehrstimmige Damenchöre, vortrefflich ausgeführte Klaoiervorträge ' der Frln. Markus und Schulhof und reiche Liedervorträge von 'Frl. Klein, dem Schwesterpaar «Finster, Frln. Spitzer und Etzlaü ganz charmant vorgetragen, wurden lebhaft akklamiert; ebenso di: Rezitationen von Frln. Weiß und Berkovitz. Frln. F r e y st ä d t hat sich den lebhaften Beifall, der ihrem vorzüglichen Arrangement galt, vollauf verdient. Samstag den 5. Januar.findet ein Konzert statt; Sonntag spricht Herr Reichsratsabgeordneter Dr. I. Ofner über das Thema: „Die neue Weltordnung". Sowohl das Thema als die Persönlichkeit des Redners werden nicht verfehlen, «weitere Kreise für den Abend zu interessieren. Die Karten «für den Besuch der Lesehalle, die an Wochentagen von 6 his 8 Uhr 'geöffnet sein .wird, werden in der Kanzlei der Toynbee-Halle am Samstag und Sonntag Mend 6 Uhr ausgegeben. Austritte aus dem Judentum. vom 16. bis 30.. Dezember 1917. Bardas LiHi, geb. 16. März 1893, Wien, Prag. ■ „ Benesy Arpad, Reservekorporal, t u. t. J.-R., geb. 21. .August 1891. Wien, derzeit Graz. Binder Aloisia, geb. Beständig, geb. 22. Juli 1883, Wien, 20. Bezirk. Brigittaspital 17. Grünfeld Irma, geb. 13. . März 1697/ Schönwald bei Karlsbad; 9. Bezirk, Berggasse 29. ' ' ' Guttmann Theresia, geb. 24. Juli 1383, Fahndorf (Niederösterreich). 4. Bezirk. Große Neugasse 31. Kiebler Anna Franziska, geb. (Fischet, -Advokatensgattin, «geb'. 14. Januar 1891, Wien. 8. Bezirk. Albertgasse 39. Koditschei Hugo, Ingenieur, geb. 6. -September 1662 Wien. 3. Bezirk, ^Adamsgasse 13. " Mayer Frlicie« geb. 19. Mai 1897. Wien. 19. Bezirk, Döblinger Hauptstraße 17. Mogan Margarete,- Lyzealschülerm, geb. 7. Dezember 1903 Gablonz a. d. Reiße, 8. Bezirk, Blindengasse 7. Neustädte! Ernst, Kaufmann, geb. 10. Februar 1895, Wien, 3. Bezirk. Reudeggergasse 5. , Ortner Henriette, rekte Schimmel, geb. 25. April 1897, Wien, 13. Bezirk. Staudgasse 13. - Schönberg Josefs Beamter, geb. 23. Oktober 1884, Wien, 3. Bezirk, Reisnerstraße 42. > Thür Lina, geb. 17, Februar 1882, Wiener-Neustadt, Egrr. Ungar Eateb, Fahrer " der städt. Straßenbahn, qeb. 12. Jmri 1892, Wien. 14. Bezirk, rPinz Kärlgasfe 36. Weiß Richard, Prioatbeamter, geb. 16. Februar >1878, Wien, 4. Bezirk, Margarethenstraße 34. Brzesko. Tank dein unermüdlichen patriotischen Bestreben unseres Küttnspräsidenten, Herrn Ch. M. Seelengut, hat die Zeichnung! auf die siebente Krie^- anleihe seitens der hiesigen Judenschast die Summe von 300.000 Kronen erreicht. . - Zuuz-Stistrmg. : Die Zunz-Stiftung unterstützt nur diejenigen ^ungedruckten Arbeiten durch eine Beihilfe zu den Druckkosten, welche in philo-» logisch-historischer Methode die Wissenschaft des Judentums fördern. Die Äntragsbriefe sind in deutscher Sprache und begleitet von der ganzen Arbeit oder von einem für eine Beurteilung ausreichenden Teile nur im Monat Februar 1911 dem Schriftführer einzureichen. Gesuche um Manuskripte sind zu richten: Zu Händen des Herrn Dr. Sußnitzki, Artilleriestraße 14. Für 1918 sind 1600 Mark verfügbar. Berlin, im Dezember 1917. Direktor Oskar W a f s e r m a n n, Direktor Dr. G. M i n d e n.. Vorsitzender. __ Schriftführer. Opfer des ärztlichen Berufes. / Dr. Aron Miller, einer der gesuchtesten und tüchtigsten Aerzte in Lemberg, ist vor kurzem einem typhösen Leiden, das er sich bdi Ausübung seines Berufes geholt hat, nach kurzem Krankenlager erlegen. Der Verewigte, dessen Hingang nicht nur die Bedauernswerte Familie, sondern auch die jüdische Bevölkerung, unter der er viele Jahre hindurch segensreich gewirkt, mit Trauer erfüllt, war ein , in religiöser und nationaler Hinsicht gleich begeisterter, opferwilliger Jude.

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