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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1917-12-07 · 47 (7.12.1917) · page 1

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
34 (1917)
Issue
47 (7.12.1917)
Date
1917-12-07
Page
– (sequence 1)
Language
German
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fix. 47 Iayrganz XXXIV Zentcalorgan für die gesamten Unter essen des Jubentums : K, k. Postsparkassenamt - Clearing-Verkehr: 810.976 . 00 . Redaktion und Administration: - Wien II/i, Praterstrafie 9 Telephon: 45*359 AD Ci O Q—-- o o - . - -— -ooo-^—- Wien, 7. DczcMcr! 9! 7 »:« Ers6eint jedien Freitag.»:» Brief-Adresse: Wien. II/i, Pratcrstraße 9 Telegramm-Adresse: Bloch's Wochenschrift Wien OU-- -7-oo' o e I Bezugspreis: Halbjährig 10 Kronen Ganzjährig 30 Kronen Einzelexemplare 50 Heller Q oQz Anzeigen: Die 2 mal gespaltene Petitzeile 60 Heller lOO Inhalt: Leitartikel: Wir müssen von dcn.anderen lernen. — Ans der Woche. — Ter Wiederausbau des Leopoldstädter Tempels. — Kriegsdekorationen - jüdischer Offiziere und Sold tcn —'Indische Soldaten ciues Infanterieregimentes während unseres--Durchhrucheq an'der Jsonzofront.. — Auszeichnung'zweier-Söhne eines'Wiener - jüdischen Lehrers. — Ans dem . Feldpostbriefe eines Ariers. — Korrespondenzen: Wien. — Soldatengrüder auf deM Ziousberge. — Der Zwiespalt im Londoner Judentum. — Amsterdam. — Vermischtes. — Fenillet'on: Ans dem Leben des hohen Rabbi Löw. — Literatur. —Briefkasten. — Inserate. - An llnskrc Alionucntcn! . Am 1. Oktober 1 u i 7 waren es vierunddreifzig Jahre, daß die erste Nummer der „Oesterreichischcn Wochenschrift'' ausgegeben wurde. Der Bezugspreis des Blattes hat im 'Laufe der nahezu dreiundeinhalb -Jahrzehnte eine Blenderung nicht erfahren. ’ Während des nun schon mehr als drei Jahre wii* tenden Weltkrieges hat . die ungeheuere Verteuerung der Arbeitskräfte, der Rohstoffe und, insbesondere die Papieruot alle Zeitungen gezwungen, mit Preiserhöhungen für Abonnement und Einzelexemplare vorzugchen. Die „Oesterr. Wochenschrift" war bis heute bemüh ohne solche, Maßnahmen durchzuhalten. Indessen , hat in den letzten Wochen neuerdings eine derartige heitere Preissteigerung für Druck und Papier Platz gegriffen, daß auch wir nunmehr.- um das Weitererscheinen des Blattes zu ermöglichen -— gegen unsere Absicht gezwungen find, den Abvnnernen'.spreis um K. 2.— halbjährig oder K. 4. - ganzjährig zu erhöhen, so daß ein Abonnement der „Oesterr. Wochenschrift" canzjähri. K. 20.—, halbjährig K. 10.— beträgt. . - ' - Die "Redaktion ' -. :' der . : - „Hesterr. WochensHrifl". 0W0D0G0U0O0O< Wir muffen non den andere» Lernen. Je naher der Krieg seinem Ende zuneigt, desto größer wird die Nervosität in den Kreisen jener jüdischen Zentren und Persönlichkeiten, denen das Geschicks des Judentums in. unserem Reiche während des Krieges überantwortet blieb, oder die es sich in der einen oberanderen Form anm atzten, die Geschicke des Judentums zu . leiten. Diese Unruhe ist in der Besorgnis begründet, daß der Friede der Staaten für sie erst den Beginn jenes zermürbenden, den Körper und die Seele in gleichem Maße an-' greifenden Kampfes bedeuten könnte, den die Beruss¬ und Geschästsnntisemiten, die vom Kampf und Haß ihr nichrswürdiges, aber einträgliches Leben fristen, für die Zeit des. Friedens fürsorglich vorbereitet haben. Diese Besorgnis ' ist allerdings" berechtigt. Denn alle diese Herren wissen wohl am besten, daß alles Verabsäumt wurde, was geeignet gewesen-wäre, zu verhindern, daß die giftige Saat des Antisemitismus so üppig ausreife. Man hat es eben übersehen, daß die Antisemiten, so rückschrittlich sie in chrer Lebensauffassung, in ihrem politischen Denken auch -sein mögen; in ihren Methoden zur Verhetzung der Massen sich der modernsten Mittel und Wege bedienen, um ihre verwerflichen Ziele um so sicherer und nachhaltiger zu erreichen. Wir hingegen haben das. gerade Gegenteil von dem getan,: Die Lenker unserer Geschicke huldigen für /ihre Person den. modernsten Anschauungen, können sich-aber nicht ausrafsen, von den alten, schädlichen Methoden der Rechtsvertretung des. jüdischen Volkes zu. lassen und-den modernen Angriffsmethoden unserer Feinde moderne Selbstw ehrmethod en entgegenzusetzen. ä Als der Krieg ausbrach und im Lause der drei KriegsMre zogen unsere Jugend und unsere gerHften Männer von dannen, um ihre Pflicht in der Verteidigung ' des Vaterlandes zu erfüllen. Christen und Juden, radikale Deutschnativnale, Üerikale Antisemiten aller Ratio- Wer treu zu Kaiser und Reich steht, zeichnet die 7. Kriegsanleihe

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