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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1917-06-29 · 25 (29.6.1917) · page 16

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
34 (1917)
Issue
25 (29.6.1917)
Date
1917-06-29
Page
– (sequence 16)
Language
German
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Seite 420 Tr Bivch ö Wochrnjchrift'' , ' Nr. 2o israelitisch-hebräische Sprache. Das älteste Denkmal dieses Dialekts ist das Lied der Debora in Richter 5, das etwa aus dem zweiten. vorchristlichen Jahrtausend stammt. ,,Dic iit Kanaan eingedrungene Israeliten waren wohl den Aramäern,verwandt, paßten sich aber in der Sprache den älteren Bewohnernjches Landes an.: Drese Mischung hat Ben Charakter des 'HcbräischLN bis in die spätesten Zeiten bedingt." — Neben dem Hebräischen war das Phönizische der bedeutchrdste kananäische Dialekt. Die jüngeren phönizischen Zuschriften zeigen ebenso wie die spätere hebräische Literatur den Einfluß des Aramäischen. Die' Aramäer nämlich waren die nächste Völkerwelle, die nach den Kananäern gegen das Kulturland im Norden anflutete. Die frühesten,uns erhaltenen Literaturdenkmäler in arämäilcher Sprache rühren von den Juden chrr. Ls sind das die aramäischen Erzählungen im Buche Lsra. Ihnen am nächsten sind die Papyri der jüdischen Militärkolonie in Elephantine aus dem vierten Jahrhundert und das- Buch Daniel. Das Verhältnis der Targmye zur Bibel ist auch durch diese Brockelmannsche Arbeit nicht klarer geworden. Die letzte Welle der semitischen Völkerwanderung waren die Araber. Auch in dem, was-Brockelmann über die arabische Sprache und ihr Verhältnis zu den anderensemitischen Sprachen sägt,. ist fein neues ethnologisches, oder, sprachwissenschaftliches Moment zu konstatieren. :;;:!J Interessant und lehrreich ist Brockelmanns Zusammenstellung über die Literatur der semitischen Schrift und die vergleichende Grammatik der. semitischen. Sprachen. Brockelmann gibt uns in vorliegender Arbeit im gewissen Sinne eine Synthese der seniitischen Sprache und Schrift. Er ist ein großer Kenner der Semitologie und mit Befriedigung und Intern esse folgen ..wir seinen-Ausführungen. Siffek. . . . Rabb. Dr. B. Heis.z. Sr-refKrALK ' K. F. Der Arbeiter- und Soldatenrat hat ein engeres Bureau gewählt, das die Aufsicht über alle Kommissionendes -Rates führen .und ihn bei der Regierung. vertreten soll. Unter den 24 Mitgliedern des Bureaus befinden sich sechs I u d e n : E h r l i ch, der frühere Dumaabgevrdnete Bramson, M. Gotz, Lieber, S ch a p i r o und I. Goldenberg. , _ Israelitische Kultusgemeiade Wrc-r._)__ Dt:. Moriz qMWLrksEjchrei l-MAMN. i Das Komitee der von Dr. Jakob R a p p a p o r t zum Andenken an seinen Vater Dr. .Moriz Nappaport errichteten Stiftung veröffentlicht hiemit folgende Preisfrage: Geschichte der Aerzte jüdische« Stammes im deutschen Sprachgebiete vom Beginn der Renaissance bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts. Es Jollen bk Jovialen Verhältnisse der jüdischen Aerzte dar- Zelegt und der Anteil nachgewiesen werden, der ihnen an den Fortschritten der medizinischen Wissenschaft zukommt. Als Preissumme für die beste Schrift, wurden Kr. 2,400.— (zWeitkAfendvierhundert Kronen) bestimmt. , Diejenigen Personen, welche um diesen Preis .zu konkurrieren beabsichtigen, haben die Preisschrist bis längstens - ' , 31. Dezember 1918, mittags 12 Uhr, .an bas Sekretariat der Israel. Kültusgemeinde Wien, 1. Bez., Seitenstettengasse 4, 3. Stock, ohne Namensfertrgung, mit einem Motto versahen,' einzusenden und in einem Kuvert, welches dasselbe Äwtto tragt, versiegelt Name und Adresse anzugeben. Bemerkt wird, daß stistbriefgemätz dem Autor das- Recht des ' Eigentums bleibt, und daß, falls der Autor die Publizierung der Preisschrist nicht selbst uornimmt, dem Vorstande der Israel: Kultusgemeinde Wien das Recht zusteht, über Vorschlag des Unterzeichneten Kuratoriums die Publizierung zu veranlassen. . W i e n, 25. Juni 1917.; . Das Kuratorium der Dr. Moriz Rappaport-Stiftung.. Zufolge der schweren Kriegsverhäl:nirse; t ehe ich mich veranlaßt, die P. T. Gäste davon in Kenntnis zu setzen, daß ichmein seit 40 Jahren bestehendes streng rituelles Koscher-Reshiuraht heuer ausnahmsweise' nicht eröffne. - ■ - Hochachtend Ijnatz Brody. Cafe und Restaurant, VösUu-Gainfarn, n«r Hauptstraße 32. ' .- Seifer Tonroh. . : Einen neuen Seifer Touröli, von einem beglaubigten' Soüfeir geschrieben, wird durch einen gewissenhaften- Soufeir zu kaufen gesucht.;.v. Offerte unter E. A. an die Redaktion des Blattes, CS es ui clit werden für. ein demnächst zlu eröffnendes Eriegswaisenheinv: 1 Leiterin für die WirtsGhaftsangelegenheiten, 1 Leiteria für den pädagogischen Teil, . - ' ' 1 Fräulein für Kanzleiärbeiten (S!enograph:e und Muschiiv- , schreiben). Offerte sind zu richten an die Administration des Blattes unter . »Nur erstklassige Kräfte«. Für den Tempelchor in Brünn wird ein stimmkräftiger Bassist, der guter Blattleser sein muß, aufgenommen. Rellektanten ledigen Standes werden bevorzugt und erhalten vollständige, unentgeltliche Ausbildung im Kantorenfache. Bewerber, die bereits an einem Theater als Chorsänger tätig waren, würden am hiesigen Siadttheater nebstbei Verwendung finden. Gehalt’nach Uehereiukommen und gelangt die Stelle am 1. August 1917 zur.Besetzung. Anmeldungen sind zu richten an Oberkaritör üild Chordireklor Josef Heller, Brünn, Linhartgasse 1. v Vorberaiungskurs -teJS: (auch während der Ferien geöffnet). Täg'ich 9 —1 Uhr, belehrende Ausflüge. Dr. M. W., Wien, VIII., Kocbgasse 22, Tür 16. Anmeldungen: 5—6 Uhr. Akademisch gebildeter junger Mann mit Kenntnis der hebräischen Sprache sucht hei religiöser Familie am Lahde einen 4Jofmeisterpösten für die Sommerferien. Unter »rituelle Kost« an die Redaktion des Blattes: - . — - Zür Beachtung! Ich besorge kouläirtest Ben'Abschlußvon'Kriegsanleihe- Versicherungen in>jeder -beliebigen Hohe zu -den vorteilhaftesten Bedingungen auch nach dem .22. Juni. Versicherungen .bis .4000 K ohne ärztliche-WhMrsuchuhT^sK,OLtentö««r Elpschluß.-Vd er^Kriegsversicherung.auch für Soldaten ihi Felde. Reflektanten, Angehörige von SoLiaten sowie Anwerbekräfte wenden sich vertrauensvoll an Löbel Taubes, Wien, IX., Liechtensteinstraße 60/9. steinstraße 60/9. Sehr tüchtige Krankenpflegerm mit guten Zeugnissen wird den geehrten Damen und Herren bestens empfohlen (geht auch auswärts): Wien,'XX-.,'Klosterneuburgerstraße 71/16. - - -. . - . G. Schwarz, Wien, IX/2, Fuchsthallergas-se .15/3, Nahe der Volksoper. Chorknaben für den Stadt-Tempel werden aufgenommen.- - Prüfungen-behufs Aufnahme finden Montag, Dienstag und Donnerstag zwischen 3 und 4 Uhr nachmittags beim Chordirigenten Josef Zellnik, I., Seilenstettengasse 4, IV. Stock" (Chorschüle), statt". Prof. Dr; ®eir Weißberg, Ö& polnische, hebräische und j’üd.-deutsch». Sprache. VIII., Ivocligasse 22, Tür 16 (zwischen 29—31 Alserstraße). Empfangsstunde: 12—1 Uhr. - ■ - - - Wien, VIII., Lerchengasse 6 a Brünn, Ädlergasse 9 Vertreter für den Verkauf von Bücher, Machsorim, Ruschhaschonoharten, Talessim, Tefillin, Schofros, Lnlöwim; werden gegen hohe Provision unter günstigen Bedingungen' gesucht. : " ' ' "X Zuschriften sind zu richten an: . . . : ^Redakteur Max Ffickl, Wian,Vflli/Lei*chaiig. 6a^ Herausgeber unb verantwortlicher Redakteur: De. Josef S. -Bloch — Druck von L. Beck & Sohn, Wien, VII.

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