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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1917-05-25 · 20 (25.5.1917) · page 8

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
34 (1917)
Issue
20 (25.5.1917)
Date
1917-05-25
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Seite 328 Dr. Bloch'S Wochenschrift Nr 20, *«*» cs* •®»- 1^4 BahrHoskdo.; Oberlentnantauditor Dr. Isidor Münzer^ Div.--Gericht; Obexleutnjant a, D. Jakob K l e i n^ Gesangs Wb; Oberleutnant DL. Leo Hacher, Wachbat.; Oberleutnant Wilhelm Meise l; Et.-Bat.; Oberleutnant d.R. Samuel MargulieGarn-Spital; Ldst.-Oberleutnant Ludwige Diamant- Gjarn.-Spital; Oberleutnant a. D. AÄilf S t-e rn7 Res.-Spital; Oberleutnant a. D. Armin Frecherr Popper t>. Podhra gi stab. Pferdespital; Militärtierarzt Jakob Holz, Dragonerreg.; Ziviltierärzten Julius S frlj Hüfärenreg:, Bela - Sch ütz, Pferde- Dem Feldrabbiner des :f. u. k. Festungskomnnrndvs Krakau Dr. Gustav Sicher ging folgende Belobung des k. u. k. MilitärkomMan dos Krakau zur „;Jch spreche Ihnen für Ihre hervorragende und sehr ersprießliche DienWeistmrg wchrend der Kriegszeit die vollste Zufriedenheit und Anerkennung inr Namen des Allerhöchsten Dienstes aus. Braudner, Feldmarschallleutnant." ev■■ MWche^HimMen tut Aekbe. Sigmund Ruf d e r, eüu angesehener Kaufmann in Gmunden, hat drei Söhne int Felde, wovon zwei bereits von Seiner Majestät dem Allerhöchsten Kriegsherrn^ persönlich ausgezeichnet wurden Rudolf Ru'jder, Fähnrich ' im k. u. t ■: Feldkmwnenreginren^, erhielt für tapferes Verhalten in derr Kämpfen vor Brody die silberne Tapferkeitsmedaille 2. Klasse. Mittlerweile wurde er zum Leutnant befördert. Max R u j d e r,- Ko rporal bei eurer Train-ErsatzPourpagpie, erhielt für seinen Eifer und sein unermüdliches Arbeiten das eiferne Berdienflkreuz am Bande der Tapferkeitsmedaille. Mch dew Tode Msgszerchrtet. Dem vor' dem FeiMe'Wfallettent Kadetten'-d. Ms. Artur Dnkatenzeiler>. Schntzenreg., wurde die silberne' Tapferkeitsnredaille 1. Klasse verliehen. Kekdentod m der Mertmdigmtg ZerAsakems. P a I. m e n b a!u UN, Wir. Juden standen gebrocherr . um fein Grab,, an welchem tvir das Kaddischgebet. verrichteten, Nachdem das ausgernckte Offizierskorps. und die Mannschaft-, ^abgezogen waren. Fern. Äon der Heinraü und dürr Seinigett, die er, wie aus! jedem' seiner- Worte zu. Haren war, so innig' liebte, muß nun der Arme'gegraben sein. .NM senidr.^ Verwundung ließ er mich, kommen und bat mich> seine teuren 'Eltern von dem traurigen Ende zu verständigen. Er. ivar bei vollem Bewußtsein und antwortete auf meine Trosteswvrte: „Zehen Sie doch, lieber Herr Feuerwerker; ich bin ja ganz ruhig, aber ich weiß, daß mir nicht zu helstnr ist, mir meinen teuren Eltern bitte ich; zu 'schreiben" Dann schloß; er - seine Augen wieder und rief in seinem großen Schmerze: „Schema Jisroel!" ... Schmerzlich ist .eämir; mr diese Szene znrüchzudenken, noch! schmerzlicher, Ihnen dies zu schreiben, aber meine Pflicht gegen den - Verklärten, erfordert es, Ihnen den Tod des armen Jungenso ausführlich zu beschreiben. Es gab kernM Offizier, keinen Mann in der Batterie, der ihnnicht geliebt hätte. Er war die Zuvorkommenheit^ die Güte selbsi Mit seinem bescheidenen,' intelligenten," gutmütigen Wesen nahm!, er die Herzen aller gefangen Ich: könnte faß: sagen^ daß ihn innigere Bande an mich fesfeltenp. ichh dertrieb-lätter bin als er war:, behandelte ihn väterlich/verging kä-mn bin Tag, selbst in der.-/heftigsten. Schlacht, daß? er mich /nicht aufgesucht hätte. Möge es denschw.ergetruffenen Eltern,/Geschwistern und V.erwmidten zunr. Tröste gereichen, daß er immer, aber inrmer ein nrnßergWMr, pflichtbewußter Soldat war, der sein j-ingech. edles-Leben seinem Vaterlande geopfert hat." . - Erwähnenswert ist, daß der jmige 'Mann infolge des tropischen Klimas eine längere schwere Krankheit in Palästina dnrchmachte^ mch- . als. UeL^nimleWni' provisorisch dem Arzt zu Sanitätsdiensten zugeteM! wurde. Dieser bequeme und sichere PosteitpeMiochte^ MoM-ddie Ambition des jungen Mannes nicht' zu befriedrgM mrd er ruhte nicht -eher, bis es Hm wieder gestattküwurde, an die Front zurüptzukchpen. Die.schwergeprüften. Eltern haben Schritte unternommen? um. den Leichnam des jungen Helden heimzuVefördern. -- - . . Von den sechs Söhnen des Kaufmanns Daniel G o ü d a in Rakoszalata haben mit Ausnahme des jüngsten fünf zumeist schon seit Kriegsbeginn an den verschiedenen Fronten gekämpft. Die um das Schicksal ihrer Kinder besorgten Eltern warteten Tag um Tag sehnsuchtsvoll auf die aus allen Windrichtungen kommenden Feldbriefe.. Am weitesten geriet der 22 jährige Sohn Ludwig Gonda, der mit eurer k. u. k. Batterie, bis Konstantinovel und dann nach Jerusalem kam. Bekanntlich.mobilisierte Englaich in letzter Zeit große Streitkväste zur Eroberung von Palästina, und im März tobten bereits große Kärnpfe zur Verteidigung- .Palastinas? beziehungsweise Jerusalems. In der ersten Schlacht bei Ghaza, ani 26. März,'fand nun, wie „Egyenlöseg" berichtet, Vorineister Ludwig Gonda, von einem' feindlichen Schrapnell getroffen, den Heldentod. Feuerwerker Mmin Keiner,- ein Budapester Privatbeamter, ver- Mndigte die trauernde' Familie durch das folgende jnteresfmrte SchveWm öön (dem tragsischjenl Erde des' jungen Gon d a: '/?,Sehr geehrter Herr Gonda! Mit tiefem Kummer muß ich! Ihnen die traurHe Mitteilung machen?.daß-Ihr anner, Alter Sohn, unser aller aufrichtig geliebter Kamerad? Vormeißer Ludwig Gonda, am 26. März 1917 im Orte Ghaza (Sümi-Halbinsel) von einem feindlichen Schrapnell getroffen,- den ..Heldentod , gestorben ist. Der traurige- Fall ereignete sich nachmittags uM?1' Uhr und um 5 Uhr hatte der Anne seine edle Seele ansgehaucht. Am 27. März abends begruben wir ahn n ni e r e i n e m Kine hebräische Druckerei in Mkna. Eine der Hauvtsehe\tswürdigkeilen der Stadt Wilna ist die Druckerei „-Witwe- und Gebrüder RoM"^. die seit^ dem Ausgang des achtzehnten Jahphün.derts Äjr Besitzt der Familie war,.deren Name sich; inder FirlMnbezejHnung findet, seit einigen Jahren aber in eine AÄie-ngesellschast uMgewandelt wurde. Die Druckerei genießt einen Weltruf wegen ihrer - gliäsrzendewMlsFMen - -^der hebräischen Literatur; namentlich treffliche - Talmubausgaben mit. hervorragenden; wissenschaftlichen Rändglossell stammen aus dieser Offizin.. Im BucWändler-BörsenNatt Macht Kanonier Richard Ehrlich fesselnde Mitteilungen Mer, die" hebräische Druckerei, die auch für das gesamte deutsche.Buch- und Druckgewerbe jm-ssenswert sind. Trotz, des ehrwürdigen Alters der Firma ist die Druckerei durchaus Modern eingerichtet; die in ihi Tätigen sind alle Patriarchjengestaltelr,. denen Geiß. und. Intelligenz aus den Augen schauen. Eiir Korrektor inuß! dort Talmüdist rnrd Schriffgelehrter fein;. oberflÄhliches Wissen reicht für seine Tätigkeit nicht aus; 'Bis. zmn Kriegsbegiim beschäftigte die Druckerei mehrere hmrdert .Menschen, jetzt arweiten die Motoren trichü nrehr, und rund 30 Angestellte erledigen die dringendsteir Arbeiten im Handbetrieb. Wie in einer großen. DruMrei. sieht es in dem modernen, fabriksähnlichen.Neubau aus, . vom Setzersaal bis in. die verschiedeneil Mäsch'inensäle, von den Bnchbinderwerkstlätten bis in die bedeutendsten Lagerräume, in denenfertige Druckbögen -mid gebundene Werke

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