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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1917-05-18 · 19 (18.5.1917) · page 6

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
34 (1917)
Issue
19 (18.5.1917)
Date
1917-05-18
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Wer treu zu Kaiser und Reich steht, zeichnet die 6. Kriegsanleihe Seite 310 Tr. Bloch's Wochenschrift Nr. 19. Iicnic Signunl laudis, 23 bronzene Signum laudis, 27 goldene Verdienstkreuze mit der Krone, 5 goldene Verdienstkreuze, 8 silberne Verdienstkreuze mit der Krone, 22 silberne Tapferkeitsmedaillen 1. Klasse, 63 silberne Tapferkeitsmedaillen 2. Klasse, 111 bronzene Tapferkeits- - inedaillen, zusammen 282 Auszeichnungen; hievon 86 an Offiziere und Kadetten des Soldatenstandes, 22 an Militärärzte und Militärbeantte, 174 an Mannschafts- . Personen. Wertere Auszeichnungen. Mit Befehl des Annee-Oberkommandos vonr 9. März 1917, Pres.-Nr.r I 67/11 v, erhielt die silberne Tapferkeitsmedaille 2. Klasse der Sergeant der poln. Legion Jakob Hoffman. Derselbe ist der Sohn des Jasloer Religionsltchrers Herum Miwa Hoffman, steht seit dem 4. August 1914 im Felde, war schon dreimal verwundet und wirkt jetzt als Instrukteur. Sein jüngerer Bruder fiel auf dem Felde der Ehre aut 11. Juni 1916. Dem Oberleutnant i. d. Ev. Siegmund G ü n s - b erg er, welcher seit Kriegsbeginn ununterbrochen im ' Felde steht und gegenwärtig beim 11. Armeekommando (Quartiermeisterabteilung) eingeteilt ist, wurde für vorzügliche Dienstleistung vor dem Feinde die Allerhöchste belobende" Anerkennung bekanntgegeben (Signunr laudis mn Bande des Militärverdienstkr'euzes). In seinem Zivilberufe ist derselbe Inhaber der Wiener Tanzvaar-Mieder- Kunstwerkstätte, k. u. k. Hof- und Kammerlieferant, beeideter Sachverständiger und Schatzmeister des k. k. Handelsgerichtes in Wien. Der jüdische Jagdkommandant. Bekanntlich hat man im zweiten Kriegsjahre sogenannte JagdkomMandos errichtet, die den -Zweck haben, Rekognoszierungen und Patrouillenunternehmungen größeren Stils durchzuführen. Die Mannschaft eines solchen Kommandos wird aus den besten und tapfersten Leuten auserwählt und zum Kommandanten wird ein unerschrockener, erfahrener und vertrauenswürdiger Offizier bestimmt. Den ehrenhaften Posten als Jagdkommandant eines k. u. k. Infanterieregiments erhielt Herr Leutnant i. d. R. Salomon Leimberg aus Tarnopol gebürtig. Der wackere Offizier stand lange Zeit im Felde und erwarb sich durch große Kühnheit und Kaltblütig-? . keit die silberne Tapserkeitsmedaille sowie das Signum laudis mit den Schwertern. Aus dem „Goldenen Buche der Armee" entnehmen wir, daß der Genannte bei den erfolgreichen und schweren Käurivfen in der „Sette CoMmuni" (Norditalien) bei einem Durchibruchsversuch der Italiener einen glänzenden Gegenangriff unternouvnten hat, weiters deckte er mit seiner kleinen Abteilung zwei Tage lang den freiwilli'fgen Rückzug unserer Truppen über die Affa-Schlucht. Der Bruder des Genannten, Herr Leutnant i. d. R. Leo Leimberg, der iM selben Regiment steht, erlvarb sich durch hervorragende Tapferkeit die beiden silbernen Tapferkeitsmedaillen. Sieöenfach ausgezeichneter Jetdweöek. Filipp Klein, Feldwebel, geboren in Badallo, Bereger Konritat (Ungarn), ist bei der allgemeinen Mobilisierung cingerückt und hat, wie ,.Egyenlöseg" berichtet* vergangenen Monat die siebente A u szeichnung erhalten. Er besitzt die goldene, die große silberne, drei kleine silberne Und die bronzene .Tapsen keitsuredaille. - Filipp Klein hatte einen außerordentlichen Anteil an der Schlacht vom 15. März 1917, in welcher sein Regiment in die Stellungen des 73. russischen Infanterieregiments eingedrungen ist, dieselben in ein Kilometer Breite eingenommen, mehrere- Gefangene gemacht und Kriegsmaterial eingebracht hat. An diesem Erfolge gebührt dein Feldwebel Filipp Klein der Löwenairteil. In der arrr 1. April d. I. erschieneneir Nummer des Blattes des Infanterieregiments bespricht der ReginrentskoinNrarrdant.Oberstleutnant voll Mülle r Unter bem Titel „Der Triumph der er" diese Waffentat und schreibt u. a.: „Finstere, rraßkalte Nacht. lagerte auf die einander sehr nahe liegenden Gräben der Lrrdwig-Jnfaitteristen und des tapferen russischen 73. Regiments. Wohin mail den Fuß setzt, nichts als Schnee, Eis und Wassea ^Jn dieser schwarzerr, finsteren Nacht d u r ch s ch neidet Filipp Klein, Feldwebel der Jagdkompagnie, unter Mithilfe der Infanteristen Moriz S ch w a r z und Bela Bede, ohne der feindlichen Beobachtungsposten zu achten, alten Gefahren trotzend, das dichte Netz unserer eigenen Hindernisse. Die heldenmütigen Jungen der Jagdkompagnie,K)er Granatenabteilung und der Sturmgruppe horchen gespannt in die Nacht hineill. Zwei Uhr rrachi Mitternacht. Pünktlich öffnet sich die Hölle. Hunderte Kanonenkehlen speien wutschnaubend ihr Feuer aus, erboste Minenwerfer, knatternde Maschinengewehre ulld bellende Infanteriegeschütze lassen mit ihrem Feueril die schlafende Nacht, in Angst erzittern. ... . . Ailfangs verstummt der Russe, rafft sich jedoch nach einigen Minuten wieder auf. . . . Wir merken sofort, daß er unsere Angriffspunkte nicht schnell genug bemerkt hat; er war-der Meinung,/daß wir an' einem anderen Punkte allgriffeti Nach zehn Minuten verlegt sich bas höllische Feuer unserer Geschütze auf die rückwärtigeil rüssischeil Verbüldungslinien,' unsere Dnrchbruchstrichpell brechen sofort aus und allenvoran die 'Sturmpatrpürllen und JnsanterieivelleN bes 'Leiltnalrts'Bldz-'MM^FA)-' rung der Fähnriche H a r nt a t h, K o v a c s, Lazarovics. K a/s e l y a k, des Feldwebels Klei il, des gefallenen Kadettaspiranten Szita, des Einj.-Freiw.-Korporals Reiter, Korporals F i s ch e r und Patrouilleirsührers Zwickel. Mit unwiderstehlichem Sturm überrennen sie. die russischen Drahtreihen, mehrere hintereinander gelegene'Gräben und dringen in die feindliche Hüirptstelluirg eül. Alles kam so wie bei einem Dammbruch: blitzschnell ulld unauHaltsam. Als erster wirft sich Flüdwebel Klein auf die erbittert kämpfende russische Truppe und macht sofort drei Gefanaene. Hinter ihm sprangen —: so weit die Drahthilldernisse es zuließen — auch die übrigen in die Gräben. Es war ein Wettlaufen .der Ehre und des Ruhmes, ein Hohnlachen .über Pie Grauen des Todes! Ungarische Bakas sind zum Sturm' gegangen! Die Fähnriche Gabriel Kov acs mrd Bela Käse lhak: sowie Filipp Klein wurden für eine höhere Auszeichnung vorgeschlagen." ' - In dem der Mannschaftgewidmeten Teil derselben Nummer heißt es in dem „Feldwebel Klein" überjchriebenen Artikel: „Feldwebel Klein. Er darf mit Recht auf die Bezeichnung „der tapsierste Soldat des Regiments" Anspruch erheben. Während seines langen Aufenthaltes auf dem Kriegsschauplatz .gab er mehrfach Beweise seiner bis zur Waghalsigkeit gehenden Tapferkeit, und auch bei dem letzten Unternehmen entsprach er den an ihir lgeknüpften Erwartungen, denn der hervorra g e u d e E r fo lg ist zum großen Teil seine r en t - schlossenen, alsien Hindernissen trotzenpen,- rascheu Arbeit zu danken: Es gibt keine. Auszeichnung, die nicht seine Brust schmücken würde. Letzt-? hin wurde er für die. deutsche Auszeichnung vorgeschlagen, die er sicherlich auch erhalten wird. Er gehört zur Jagd-

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