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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1916-10-27 · 42 (27.10.1916) · page 11

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
33 (1916)
Issue
42 (27.10.1916)
Date
1916-10-27
Page
– (sequence 11)
Language
German
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Nr. 42 Tr. Bloch'S Wochenschrift Seite 707 Danksagung. Ich erlaube mir hiemit, all den Institutionen und Personen, welche zur würdigen Ausgestaltung des Gottesdienstes an der Isonzofront beim k. u. k. Eruppenkommando Feldmarschall-Leutnant ».Schenk durch Versehung mit entsprechenden Ritualien beigetragen haben, im Namen der jüdischen Mannschaft bestens zu danken. In erster Reihe gilt der Dank der Israel. Allianz in Wien, welche zirka 600 Gebetbücher zur unentgeltlichen Verteilung an jüdische' Soldaten beigestellt hat. Außerdem erhielt ich für die Mannschafl zwei Eremplare „Saatenkörner" und drei Prachtgebetbücher von Frl. Malvine E r ü n w a l d. Herr Dr. Jakob O r e n st e i n sandte 100 Kronen in bar, welche zum Ankauf von Zigaretten zur Verteilung an die Mannschaft verwendet wurden. All den obgenannten Spendern sei für ihre bisherigen Gaben bestens gedankt. Dr. Bernard Hausner, k. u. k. Feldrabbiner. Feldpost 33. Danksagung. Sr. Ehrw. Herrn k. u. k. Feldrabbiner Dr. Arpad Hirschberger Prag. Euer Ghrwürden! Im Namen der israel. Wachmannschaft des k. u. k. Kriegsgefangenenlagers in Plan gestatten sich die Unterzeichneten Euer Ghrwürden ergebenst zu berichten, daß die ständige rituelle Mannschaftsküche am 3. d. M. eröffnet wurde und zur vollsten Zufriedenheit unserer Herren Vorgesetzten und Kameraden ihre Aufgabe erfüllt. Auch der Gottesdienst konnte während der Neujahrsfeiertage und des Versöhnungsfestes und dann auch ani Laubhüttenfeste in der von Guer Ghrwürden zu diesem Zwecke speziell eingerichteten Baracke sehr gut abgehalten werden. Indem wir Veranlassung nehmen, Euer Ehrwürden für die großartige Ermöglichung der Einhaltung unserer Thoragesetze und für die einzige Lösung der schwierigen Verköstigungsfrage der hiesigen gesetzestreuen jüdischen Soldaten den ergebensten Dank auszusprechen, bitten wir auch sehr — gelegentlich des nächsten Hierseins von Euer Ehrwürden — unserem Kommandanten, dem Herrn Oberst Klose, für sein in jeder Beziehung humanes Entgegenkommen in unserem Namen ebenfalls zu danken und der Versicherung Ausdruck zu verleihen, daß sich die israel. Wachmannschaft — wie immer — bestreben wird, den ihr auferlegten Pflichten gewissenhaft nachzukommen. Mit allerergebenster Hochachtung Für die israel. Wachmannschaft des k. k." Landst.-Wachbat. Nr. 5: Gefreiter Ilebersfeld Heinrich. Infanterist S ch m e l k e s David. Plan, am 16. Oktober 1916. Danksagung. Dank des guten und braven, edlen Menschen, unseres Herrn Kommandanten Landsturm-Jng.-Leutnant Franz M a l o t a, ist es uns trotz der heftigen Kämpfe, die sich während dieser Tage gegen unseren tückischen italienischen Feind abgespielt haben, anläßlich der hohen Feiertage gegönnt gewesen, einen Gottesdienst abzuhalten. Dabei hat unser Herr Kommandant Sorge getragen, daß wir mit rituellen Milchspeisen rc. ausgespeist wurden. Dank gebührt auch unserem Rechnungsunterossizier Wilhelm B a y e r l e, auch ein guter Mensch von edler Gesinnung und Nächstenliebe. Die Predigt hielt Herr Feldrabbiner Dr. Schwarz. Sie war sehr ergreifend. Hochachtend Phil. Diamant, Gefreiter. Josef Fischer, Korporal. Danksagung der Flüchtlinge aus der Bukowina in Rann. Von den in Rann untergebrachten Flüchtlingen aus der Bukowina erhalten wir folgende Zeilen mit der Bitte um Veröffentlichung : Infolge Evakuierungsbefehl der k. u. k. Militärbehörde haben wir Unterfertigten vor zirka vier Monaten unsere schöne, liebe Bukowina verlassen müssen, wo wir Haus und Hof, Erwerb und unser ganzes Hab und Gut ausgeben mußten. Die staatlichen Behörden wiesen uns den Ort Dobova bei Rann in Südsteiermark als vorläufige Wohnstätte an. Hungrig, schläfrig, todmüde, barfuß und kaum mit dem Nötigsten versehen, mußten wir 130 Kilometer zu Fuß zurücklegen bis wir die Bahn erreichten, die uns nach zweiwöchiger Fahrt in unser jetziges Asyl brachte. Seitens der k. k. Bezirkshauptmannschaft in Rann wird alles ausgeboten, um uns den Aufenthalt in der Fremde so leicht wie möglich zu machen, und erachten wir es als unsere Pflicht, unserem tiefempfundenen Dank auch öffentlich Ausdruck zu verleihen. In dem Bestreben, unsere Lage zu lindern, wetteiferten mit den staatlichen Behörden die Spitzen der israel. Kultusgemeinde in Agram, so vor allem Präses Dr. S i e b e n s ch e i n. Oberrabbiner Dr. I a c o b i, Prof. Dr. Schwarz, Kultusrat Weif er. Herr Oberkantor R e n d i und Sekretär W e i n b e r g e r, die sich alle um uns bemühten. Besonderer Dank aber gebührt den vornehmen Damen, deren edles Herz den Flüchtlingen zugewendet war, Frau Iulio König. Frau Prof. Dr. Schwarz, Frau Stern, Frau Kant. Frau G r ü n f e l d. Frl. I a c o b i und andere. Eines Wohltäters aber werden wir ewig eingedenk bleiben, der unablässig Zeit und Mühe aufgewendet hat, um uns zu helfen. Es ist dies Herr Kultusrat Iwan Schön, der unermüdlich im Sammeln von Spenden und im Vereine mit den Damen die armen Flüchtlinge, welche barfuß, nackt und hungernd kamen, mit Wäsche, Kleidern und Nahrungsmitteln beschenkte. Und nicht zum geringsten waren es seine liebenswürdigen Worte, sein tröstender Zuspruch, seine Ermunterung, die unseren Herzen woblgetan. Wenn wir einst, was wir von der Vorsehung bestimmt erhoffen, in unsere Heimat zurückgekehrt sein werden, so werden wir der edlen Wohltäter in Agram eingedenk bleiben. Möge ihnen der Herr vergelten, was sie uns Gutes erwiesen. Dobova, den 15. Oktober 1916. Im Namen von 70 israel. Flüchtlingen aus der Bukowina: M. E p st e i n. CaÄan. Die jüdische Mannschaft der Ersatzkompagnie des k. u. k. Feldfägerbatillons Nr. 27 in Caslau fühlt sich verpflichtet, dem verehrten Kultusvorsteher Herrn F. Weiner und den ihm behilflich gewesenen Damen L u st i g, H ö n i g s f e l d, Weiner und P i ck ihren Dank für die aus Anlaß des Versöhnungstages veranstaltete Ausspeisung auszusprechen. Die Genannten warerr bestrebt, das Begehen dieses hohen Feiertages in der Fremde den Glaubensgenossen nach altehrwürdiger Art zu gestalten. Lemberg. Dank der unermüdlichen Fürsorge des der Hiesigen Quartiermeisterabteilung zugeteilten Feldrabbiners Fischer, konnten die hier stationierten und vorübergehend weitenden jüdischen Offnere und Soldaten der verbündeten Armeen, die Insassen der Spitäler und die Kriegsgefangenen ihre religiösen Bedürfnisse an den hohen Feiertagen in weitgehendstem Maße befriedigen. Auch die Wünsche der an der Front befindlichen Glaubensbrüder nach Ritualgeaenständen wurden nach Möglichkeit erfüllt. Im Saale des „Ruthenischen Nationalhauses" fand unter Leitung des Feldrabbiners ein militärischer Festgottesdienst am Neujahrs- und Versöhnungsfeste statt. Nach Beendigung des letzteren wurde der gesamten Mannschaft im Festsaale des Vereines „Tikwat Zion" ein Imbiß geboten, um dessen Arrangement sich einige Damen mit Frau Katz an der Spitze verdient machten. Auch in den Militärspitälern und in der Personalsammelstelte fanden Gottesdienste statt. Dankder Intervention des Feldrabbiners, wurde sämtlichen Soldaten für die drei Tage das Menageretutum in barem verabfolgt. Auch der Reformtempel stand im Zeichen der kriegerischen Ereignisse, das Publikum bestand fast zur Hälfte aus Militär. Die Bethausverwaltung hatte den Offizieren, unter denen sich auch mehrere Reichsdeutsche befanden, einige Bankreihen eingeräumt. Rabbiner Dr. Guttmann kam in seinen erhebenden Predigten wiederholt auf die glorreichen Leistungen unserer Krieger zu sprechen und widmete im Anschlüsse an die Jom-Kippur-Haskara den auf dem Felde der Ehre gefallenen Offizieren und Soldaten einen überaus ehrenden Nachruf, der in das Kaddischgebet ausktang. Augenklinik Lemaan Zion in Jerusalem. (August 1916.) Die Zähl der täglichen poliklinischen Patienten hat Ende August die größte Höhe seit Bestand der Anstalt erreicht. Am 29. August hatten wir 1107 Kranke zu behandeln. Die Zahl der Gesamtbehandlung im August

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