Mannheim
Compact Memory

Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1916-08-18 · 33 (18.8.1916) · page 4

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
33 (1916)
Issue
33 (18.8.1916)
Date
1916-08-18
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/3020846-3022195-3022229--25332-3050629
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Seite 544 Tr. Bloch's Wochenschrift Nr. 33 ein Schwiegersohn des Herrn Ferdinand Gold in Lundcnburg, dessen drei Söhne sich an der Front befinden. Dem k. k. Ldst.-Assistenzarzt Dr. Leopold Popiel, der bei Kriegsausbruch sich freilvitlig meldete und bis heute im Felde Kriegsdienst leistet, wurde vom Kaiser das goldene Verdienstkreuz mit der Krorre am Bande der Tapferkeitsmedaille verliehen. Dr. Popiel ist der einzige Sohn des Wiener Photographen Josef P o p i e l. Merrertiche Hohe Auszeichnung eines jüdischen Stabsoffiziers. Der deutsche Kaiser hat dem Oberstleutnant Moriz M a n s ch das Eiserne Kreuz erster Klasse verliehen. Der gegenwärtig einem deutschen Kommando unterstellte Stabsoffizier ist bereits mit dem eisernen Kronenorden 3. Klasse, dem Militärverdienstkreuz 3. Klasse, dem Signum laudis und dem Eisernen Kreuz 2. Klasse dekoriert nwrden und befehligt seit längerer Zeit ein k. u. k. Feldhaubitzenregiment. Oberstleutnant Mansch ist ein Sohn des verstorbenen, sehr verdienten Kultusvorstehers Dr. Mansch in Lemberg. Auszeichnung eines Auditors. Der Kaiser hat dem der Zentraltransportleitung zugeteilten Oberleutnant-Auditor Dr. David Werfel für vorzügliche Dienstleistung vor dem Feinde das Signum laudis am Bande des Militäroerdienstkreuzes verliehen. Tr. Werfel war zu Beginn der Mobilisierung als Reserveleutnant mit dem Czernowitzer Hausregiment ins Feld gerückt, erlitt eine schwere Verwundung und wurde nach ersolgter Heilung ins Auditoriat übersetzt. In Friedenszciten Advokat in Zloezow, betätigt er sich überaus verdienstvoll auf.verschiedenen Gebieten der nationaffüdischen Bewegung und bekundet das lebhafteste Interesse für die Pflege des hebräischen Sprachstudiums. Auszeichnung für vorzügliche Aienstkeifiung vordem Aeinde. Der Kaiser hat in Anerkennung vorzüglicher Dienstleistung vor dem Feinde verliehen das goldene Verdienstkreuz am Bande der Tapferkeitsmedaille dem Oberleutnant Herrn Baruch Einspruch. Akademischer Merein „Indische Kultur", Wien. Vom Verein stehen bereits alle Mitglieder, sowohl die aktiven als auch Alte Herren, in militärischer Dienstleistung. Dabei befindet sich der größte Teil an der Front, lim dort für Heimat und Vaterland zu känrpfen. Vielen ist es dabei vergönnt, sichtbare Ehrenzeichen zum Bewcisc ihres jüdischen Opfermutes und ihrer Vaterlandstreue zu erwerben. So find in der letzten Zeit folgende Mitglieder dekoriert worden: Fähnrich Jul. Fleiß kleine silberne Tapferkeitsmedaille; Ldst.-Jngenieurleutnant Leo Haba goldenes Verdienstkreuz mit der Krone; Leutnant Josef Horowitz das silberne Signum laudis (besitzt bereits das. bronzene Signum laudis und die bronzene Tapferkeitsmedaille); Sanitätsfähnrich Kaspar Blond flüchetete nach cineinhalbjähriger Gefangenschaft bei den Russen nach der Türkei, känrpfte dort an der Seite unserer tapferen Verbündeten, wurde dort zum Fähnrich befördert und erivarb sich den Medschidije-Orden, das Eiserne Kreuz 2. Kl. und noch einige Auszeichnungen; Leutnant Menasse Rath erhielt die große silberne Tapferkeitsmedaille (besitzt bereits die kleine Silberne). Keschenke des Kaisers. Hermann Hahn, Greisler in Bodohegy, hat sieben Söhne im Kriege. Von diesen kämpfen sechs an der Front. Im Verlaufe der jüngsten Bukowinaer Kämpfe schlugen sich drei Söhne des stolzen Vaters) alle drei im Honved-Jnfanterieregiment mit den Russen. Zwei gerieten in russische Gefangenschaft, während der jüngste einen Kopfschuß erhielt. Eine gelungene Operation rettete ihm das Leben und er befindet sich bereits außerhalb jeder Gefahr. Wie „Egyenlöfeg" meldet, hat Se. Majestät Hermann Hahn mit einer Geldspende und einem Geschenke ausgezeichnet. Demselben Blatte zufolge hat die Kabinettskanzlei Sr. k. u. k. Apostolischen Majestät der Witwe Max Ko hn in Maroszombat 100 Kronen übermittelt. Frau Max Kohn hat seit Kriegsausbrüch sieben Söhne in Militärdiensten stehen. Die sieben Söhne haben in Friedenszeiten ihre greise Mutter, welche ihren Lebensabend in bescheidener Zurückgezogenheit verlebt, stets mit kindlicher Liebe unterstützt. Beförderung. Leutnant Julius Zellnik, Sohn des Herrn Josef Zellnik, Chordirigent im Stadt-Tempel, der bereits das Signum laudis erhielt, wurde zum Oberleutnant ernannt. , Leutnant Wilhelm Krankl. Leutnant Wilhelm Frankl, der in Anerkennung seiner hervorragenden Leistungen als Fliegeroffizier nach seiner Beteiligung an den erfolgreichen Lustkämpsen südlich von Bapaume am 9. August vom Kaiser Wilhelm mit dem Orden Lonr le merite 'oqaitm puchwLMmv ist ein Hamburger und steht im 22. Lebensjahre. Der jüngste Ritter des Ordens J/oui* le merit hat sich schon vor Beginn des Krieges als Sportsmann und namentlich als Flieger hervorgetan. Er hatte sich freiwillig zum Militärdienste gemeldet, strebte seine Zuteilung zur Lustschifferabteilung an und legte das Pilotenexamen mit Auszeichnung ab. Als Vizefeldwebel begann seine Tätigkeit im Kriege, ein halbes Dutzend feindliche Flugzeuge hatte er bereits im Luftkampfe abgeschossen und war zum Leutnant befördert unjd /mit pctrt Eisernen Kreuz erster.und zweiter Klasse ausgezeichnet worden. Nunmehr hat die Zahl der von ihm unschädlich gemachten feindlichen Flugzeuge die Ziffer acht erreicht. Leutnant Wilhelm F rank l ist in Wien nicht fremd. Sowohl in den aeronautischen Kreisen als auch in der Gesellschaft, zu der er gelegen t-< lich wiederholter Besuche bei seinem Bruder in Wien Beziehungen fand, ist der kühne junge Flieger bekannt. Sein Bruder ist der Chef des an der Ecke der Kärntnerstraße und der Schwangasfe befindlichen Geschäftshauses, der mit Persischen und antiken Teppichen Handel treibt. Auch Hermann Frankl war zu Beginn des Krieges eingerückt, wurde aber dann aus dein Kriegsdienste entlassen. Er sowie.seine Umgebung Verfölgen mit begreiflichem Interesse die Tätigkeit des jüngeren Bruders als Flieger. Iähnrich Krnfi Weiner. Herr David Weiner, Teschen, derzeit als Landsturmmann zugeteilt der k. u.. k. Austauschaktion Tobitschau, erhielt vom Kommando des k. u. k. Infanterieregiments Erzherzog Karl Stephan Nr. 8 folgendes Schreiben: „Euer Hochwohlgeboren! Schweren Herzens entschließe ich mich, Euer Hochwohlgeboren zu verständigen, daß Ihr Sohn und unser

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.