Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Journal
- Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
- Volume
- 33 (1916)
- Issue
- 23 (9.6.1916)
- Date
- 1916-06-09
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Sette 388 Tr. Bloch'S Wochenschrift Nr. 23 die bronzene T a p fe r ke i ts m e d a il l e (.51111t zweitenmale) dein Tit.-Fcldwebel Siegmund Bade r, J.-R.; Feuerwerker Michael Berger, Feldkänonenreg.; Feuerwerker Ignaz Ro send an m, Vormeister Samuel H e r m a n n, 9 eiu-Kan.-Batt.; lzum zweitenmal) Kori poral Isaak Baum, J.-R.; Kanonier Natan Fleischer, Feldkänonenreg.; Rechn.-Unteroffizier Benjamin Schmcrler, Korporale Jonas Rubin Huß und Markus T Halenfeld, Vormeister Isaak Bäcker, Kanonier Natan Weißmann, Fährkanonier Samuel Benedek, Offiziersdiencr David L i n d n c r, alle bei einem Feldkanonen regimeat; Dani äts'okdat ÄLraham Klein, San.- Abt.; Sappeur Israel K r i e g s m a n n, Sapv.-Bat.; Inf. Salomon Selze r, J.-R.; Zugsführer Elias B 0 g e l -- fängcr, Drag.-Reg.; Inf. Jakob Kohn, J.-R.; Zugsführcr Josef Ko h'n, Ldst.-Bat.; Eins.-Freiw.-Zugsführer Emil Pollak, ung. Ldw.-J.-R.; Zugsführer Jakob Bloch, 6. ung. Ldw.-J.-R.; Korporal Ludwig'S ch l e ichcr, ung. Ldst.-Bat.; Feuerwerker Samuel Kohn, ung. Ldw.-Kan.-Reg. Vorstehend sind verzeichnet: 1 Ritterkreuz des Franz Josef-Ordens, 3 Militärverdicnstkreuze 3. Klasse, 3 silberne Signum laudis, 25 bronzene Signum laudis, 3 goldene Verdienstkreuze mit der Krone, 9 goldene Verdicnftkreuzc, 29 silberne Vcrdienstkreuze mit der Krone, 3 silberne Vcrdienstkreuze, 5 silberne Tapferkeitsmedaillen l. Klaffe, 34 silberne Tapferkeitsmedaillen 2. Klasse, 23 bronzene Tapferkeitsmedaillen, zusamsmen 138 Auszeichnnngen; hievon 47 an Offiziere und Kadetten des Soldatenstandes, 10 an Militärärzte und Militärbeamte, 81 an Personen des Mannschaftsstandes. Berichtigung. Leutnant i. d. R. Daniel Mansfeld, der die silberne Tapfcrkeitsmedaille 2. Klasse erhalten hat, ist kein Jude. Sonstige Auszeichnungen. Herr Fähnrich Jenö Feld he im aus Tenke (Komitat Bihar), Besitzer der kleinen silbernen Tapferkeitsmedaille, wurde zum Leutnant befördert und erhielt die große filb. Tapferkeitsmedaille auf dem italienischen Kriegsschauplätze. — Herr Tberarzt Tr. Mano Klein des vierten Honvedregiments wurde zum Regimentsarzt ernannt. Herr MUDr. Julius L e w i t h, zurzeit k. k. Oberarzt und Chefarzt des k. k. Festungsartillerieregiments! in Pola, wurde irr Anerkennung vorzüglicher und aufopferungsvoller Dienstleistung mit dem goldenen Verdienstkreuz mit der Krone am Bande der Tapferkeitsmcdaille ausgezeichnet. Sanitätsfähnrich Mediziner Felix R e s e k, Infanterieregiment Nr. 73, «ohn des Herrn Direktors Karl R c s c k in Prag, erhielt, nachdem er bereits mit der Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet worden war, das gow dcne Verdienstkreuz mit der Krone. Herr Leo Landau, der seit mehreren Jahren unter dem Künstlernamen Leo Len hart als erster Charakterdarsteller am Brünner Stadttheater wirkte mtb seit Kricasbeginn als Landsturm-Jnfanterieleutnant eingerückt ist, wurde für tapferes Verhalten vor dem Feinde mit dem Signum laudis ausgezeichnet. Per Kerrerak an seinen jüdischen Lehrer. Ter Direktor der Bürgerschule in Karansebes Benjamin Szorenyi richtete an seinen einstigen Schülxr, Fcldmarschalleutnant Karl von C z a p p, anläßlich dessen jüngster Beförderung ein Glückwunschschreiben, auf welches der Feldmarschall — wie wir dem „Egyenlöseg" entnehmen — auf einer Feldpostkarte seinein Lehrer die folgende Antwort sandte: „Lieber und hochgeschätzter alter Freund, Wohltäter Deines einstigen Schülers! Vor: den anläßlich meiner Beförderung eingelangten Glückwünschen hat der Deinige mich zu Tränen gerührt, dem: wenn ich heute diesen Rang erreicht habe, habe ich dies in erster Reihe meinen edlen Meistern und Erziehern zu danken, unter denen einer meiner älte> sten, lieben'und hochgeschätzten Professoren Du bist. Der Allmächtige möge Dir dafür lohnen. Seit 13 Monaten bin ich bereits vor den: Feinde, meine Truppen schlagen sich glänzend. Ich bin stolz auf sie. Nochmals warmen, Tank. Im Geiste umarme und küsse Dich, alter, lieber Lehrer und Freund. Karl v 0 n C za p p m. p., Feldmarschalleutnant." Dieselbe Liebe und Wertschätzung genießt Direktor Szorenyi auch bei allen seinen anderen zahlreichen Schülern und Berufskollegen, welche keine Gelegenheit vornbergehen lassen, um ihren Lehrer und Meister zu ehren. Mehr geteiltst, ats jede andere Konfession. Der Obergespan des Komitates Torontal, Dr. Ludwig Delimanich, welcher seit Kriegsbeginn als Regierungskommisfär sich in ausgezeichneter Weise betätigt hatte, wurde jetzt, da er dieses seines Amtes enthoben wurde, von Seiner Majestät mit dem St. Stefans-Orden ausgezeichnet. Aus diesem Anlasse erschienen Abordnungen des Komitates und der Komitatshauptstadt Naghbecskerek, nur dem Obergespan zu der hohen Auszeichnung zu gratulieren. Unter ihnen befand sich auch eine, Deputation der israelitischen Kultusgemcinde der letztgenannten Stadt unter Führung des Präsidenten Dr. Viktor Pollak. Auf seine Ansprache antwortete, wie „Egyeulöfeg" berichtet, der Obergespan in warmen Worten und hob ganz besonders hervor, daß die israelitische Konfession auf dem Gebiete der Erleichterung der Kriegs lasten und der Aktionen, beit Krieg erträglicher zu machen, mehr geleistet hat als jede andere Konfession. Diese Aeußerung von so maßgebender Stelle verfehlte selbstverständlich ihre Wirkung nicht. Trauriges Wiedersehen. „Pesti Hirlap" schreibt: Es war noch im Herbst des Jahres 1914, daß der Landsturmmann Hermann Mannheim aus Szabadka seinen auf dem serbischen Kriegsschauplätze erlittenen Wunden erlag. Auf seinem Sterbebette äußerte er den letzten Wunsch, daß, wenn schon kein Rabbiner bei seiner Bestattung anwesend feilt könne, so doch wenigstens ein jüdischer Soldat die rituellen Gebete verrichten möge. Seine Karneraden riefen denn auch einen jüdischen Soldaten Jakob Mannheim herbei, welcher gerade mit seinem Zuge in das Dorf kam. Als Mannheim in das Totenzimmer trat, sah er zu seinem Entsetzen, daß der auf der Bahre liegende jüdische Soldat sein älterer Bruder ist. Die beiden 'Brüder zogen zusammen in den Krieg, gerieten daun auseinandcr und später konnte der jüngere nur mehr seinen, toten Bruder Wiedersehen. Die Leiche des Hermann Mannheim wurde exhumiert, nach Szabadka heimbefördert und vor einigen Tagen unter großer Teilnahme zur ewigen Ruhe bestattet. Am 25. September 1915 ist an der wolhynischen Front bei Novy Alexinetz der Einjahrig-Freiwillige Leib I u r in a n n des k. k. Ldw.-J.-R. bei einem Pa-