Mannheim
Compact Memory

Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1916-06-02 · 22 (2.6.1916) · page 4

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
33 (1916)
Issue
22 (2.6.1916)
Date
1916-06-02
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/3020846-3022195-3022218--25145-3050431
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Seite 368 Tr. Bloch's Wochenschrift Nr. 22 Sonstige Auszeichnungen. Ttt Kaiser hat verliehen für vorzügliche und aufopferungsvolle Leistungen als Bauleiter das Ritterkreuz des Franz Josef-Ordens am Bande des Atüitärverdienstkreuzes dem Bauunternehmer Wolf Läufer in Czerrrorvitz. Den Elifabcth-Orderr zweiter Klaffe erhielt die Präsidentin -es Budapester ifrael. Frauenvereines, die verrvitwete Frau Friedrich v. N e u m a n n. Herrn Moriz Epstein, k. n. k. Feldwebel beim k. u. k. Ldst.-Jnfanterieregiment Nr. 25, ist laut Verlautbarung der „Wiener Zeitung" vom 27. v. M. das silberne Verdienstkreuz mit der Krone am Bande der Tapferkeitsmedaille verliehen worden. Das Ritterkreuz des Franz Josef-Ordens am Bande des Militärverdienstkreuzes wurde denr Rabbiner Professor Dr. Adolf Leimdörfer in Tefchen verliehen. Herrn Dr. Lazar Feuerstein, Stadtarzt in Kuty, wurde in Anerkennung feiner vorzüglichen Dienstleistung vor denr Feinde das goldene Verdienstkreuz mit der Krone am Bande der Tapferkeitsmedaille verliehen. Herr Oberarzt Dr. Mono Klein vom 4. Honv.- Jnfanterieregiment wurde zum Regimentsarzt ernannt. Sanitätskadett Ferdinand Pa-ch, Med., der lange Zeit als Korporal-Mediziner inr Felde stand, erhielt in den Kämpfen bei Sokal die kleine silberne Tapferkeitsmedaille. Roda-Roda schrieb in seinem ausführlichen Berichte über die Kämpfe der Deutschmeister bei Sokal folgendes: „Einjährig-Freiwilliger Korporal Mediziner P a ch ist in den heftigsten Gefechten zwischen Schwarmlinie und Hilfsplatz herumgeflogen, um die Verwundeten zu bergen." Am Abend nach einem furchtbaren Gefechte dankte der Konrpagniekomnrandant Hauptmann M i l e j e v iz mit ergreifenden Worten dafür, daß sich der Mediziner so um die Verwundeten feiner Konrpagnie bekümmerte. Er wurde vom Korporal direkt zum Kadett befördert. Jetzt befindet er sich seit sechs Monaten im Oesterr. Roten Kreuz-Spitale in Sofia, Gruppe Eiselsberg, Ivo sein Verdienst mit der silbernen Ehrenmedaille mit der Kriegsdekoration vom Oesterr. Roten Kreuz gewürdigt wurde. Goldenes Verdienstkreuz. Heinrich Mandel, Schauspieler, Sohn des Angestellten der Chewra-Kadischa in Debreczen Moritz M a n d e l, war als Feldwebel des Honved-Jnfanteriereginrentes Nr. 3 vier Monate hindurch auf denr italienischen Kriegsschauplätze. Als er feinen Zug zum Sturme führte und hierbei eine große Anzahl Gefangener cin^j brachte, erlitt er einen Beinbruch und mußte in das! Feldspital gebracht werden. Dort erlag er feinen Wunden. Vor seinem Tode wurde er mir der goldenen Tapserkeitsmedaille ausgezeichnet. Kowpagniekommandant Klöert Aeregi. Albert Bela Beregi, Honvedleutuant, Kaufmann in Lofonez, erhielt jetzt, wie „Egyenlöscg" berichtet, seine zweite Auszeichnung. Bei Ausbruch des Krieges rückte er ohne Offiziersqualifikation als Zugsführer ein. Er zeichnete sich in mehreren Gefechten aus, wurde auf dem Kriegsschauplätze zum Feldwebel befördert und erhielt and; bald die große silberne Tapferkeitsmedaille. Inzwischen wurde er zweimal verwundet, kam aber erst, als er zum Zweiten male von einem Schrapnell getroffen wurde, zur Heilung nadj Hause. Während er im Spitale lag, erreichte ihn die unerwartete Auszeichnung, er, der niemals eine Offiziersprüfung ablegte und auch nicht Einjährig-Freiwilliger war, wurde Zum Leutnant ernannt. Nach feiner Genesung käin er als Kompagnie-« kommandant an die bes sambische Front zurück. In einer Nacht übersetzte er mit seiner Kompagnie den Pruth, nahm eine Gruppe Russen mit ihrem Offizier, welche ahnungslos in ihren Schützengräben schliefen, gefangen. Damals wurde er zwei Tage hintereinander im Armeegruppenbefehl belobt. Das zweitemal lvurde seine Kompaguie im Befehle ausdrücklich die B er eg i-Kompagnie genannt. Jetzt wurde der heldenmütige Offizier von Seiner Majestät mit dem Signum landis ausgezeichnet Auszeichnungen im Kriegsverkesir. Der Kaiser hat den Postoffizialen Baruch Einschlag itiib Chatm S ch lager (Postdirektion Lemberg) für vorzügliche Dienstleistung im Kriegsverkehr das goldene Verdienstkreuz am Bande der Tapferkeitsmedaille verliehen. Aufmunterndes Beispiel. Josef Ho ff mann, hauptstädtischer Dolmetsch in Budapest, ist im August v. I. zum Militärdienst eingerückt. Er lvurde, als zu Hilfsdiensten geeignet, dem Wachbataillon für das Kriegsgefangenenlager in Braunau an: Inn, in welchem russische Offiziere untergebracht sind. Zugeteilt. Im April wurde er außertourlich zum Tit.-, Zugsführer befördert und vor kurzem richtete sein Kommandant Oberstleutnant Murati — wie „Egyenlöseg" berichtet — an ihn das nachfolgende auszeichnende Belobungsdekret: „Josef Hoffm q n.n^.der. Gruppe der kriegsgefangcnen russischen Offiziere zugeteilter Zugsführer, wird von mir belobt, weil er in der Erfüllung seiner Pflicht selbständig, energisch und patriotisch vorgegangen ist, ohne Rücksicht darauf, daß ihm durch dieses sein Auftreten unangenehme Folgen erstehen könnten. Dieses mein Lob ist der Mannschaft als aufmunterndes Beispiel zu verlantbaren." Auszeichnungen vom Koten Kreuz. Der Generalinspektor der freiwilligen Sanitätspflege hat verliehen für besondere Verdienste auf diesem Gebiete: das Ehrenzeichen zweiter Klasse mit der Kriegsdckoration den Aerzten Dr. Jakob Berkstein, Dr. Isidor Frey, Dr. Josef Gerstmann, Dr. Heinrich L i n d e n b a u m, Dr. Josef M a f ch l e r, Dr. Leopold Pfau, Dr. Emil Pollak, Dr. Samuel Popper, Dr. Moses S a l z und Dr. Salomon S t a rill er; den Aerztinnen Dr. Salomea Rqttich-iGu tmann, Dr. Amalia Friedmann und Dr. Helene Deutsch; Zugsführer Arthur Springer in Wien. Wo der Hob verteilt wird, dort gißt es keine Konfessionen. „Egyenlöseg" schreibt: Die Leiche des den Heldentod gestorbenen Koloman L keiner, Kadett im Honved- Jnfanterieregiment Nr. 20, wurde aus Zaleszczyki rrach Haufe gebracht und vor kurzem in Nagy-Kanisza unter überaus großer DeilnähMe zur ewigen Ruhe bestattet. Aus diesem Anlässe gedachte der Fähnrich Josef Szell mit folgenden Worten seines heldenmütigen Kameraden: „Der Weltkrieg hat mich mit dem Kadetten Kolomarr Steiner zusammengebracht. Wir absolvierten zusammen die Offiziersschule. In einer Brigade kämpften wir

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.