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Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift · 1916-02-25 · 9 (25.2.1916) · page 15

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Journal
Dr. Bloch's oesterreichische Wochenschrift
Volume
33 (1916)
Issue
9 (25.2.1916)
Date
1916-02-25
Page
– (sequence 15)
Language
German
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»J>i. 9 Dr. Blüch's Wochenschrift Le'io ll, molb; Chyrow, 1.50; Perl 1.50; oilbcrjiein, Ärofau. 3.; Baiaban, Ianvw, 2.—; Schwarz, ßlzeszow, 2.50; cchutdcinrc-i. Tebica, I.—; Wohl, Przemysl, 1.50; Herzmann. Buczacz. 1.50; Schallt, Zloczow, 2.—; Weinstein 2.—; Tcmner, Buczacz. 1.50; Schmuckler, Cieszanoro, 1.—; Drimmer, Trembowla, 1.—; Slrautstück 1.50; Herzderg 1.50; Günsberg 2.—; 'Apsel 1.50;^Diama,Idstein, Ehodorow. 1.50; Startmann, Cieszanow. 1.—; Schule, 20. Bez., Traunfelsgasse, 43.—; Kolin, Husiatyn, 1-50; Koün. Przemysl, 2.—; Mayersohn 10.—; Kleinseld 6.; LÜs 1.50; Wieselmann 2. °, Steinderg, Nzcszow, 2.- . Zu,ammcn Mr. 582.98. _ Sammlung für die „Kriegslandspende" des Jüdischen Nationalfonds. Wien, 2. Bez., Zirkusgasse 33. Liste Nr. 13.? der Makkabäerfcier in Pilsen 800.—; Sammlung des jüdischen Wände.bundes ,,'Biau-'Wciß" in Prag: 6. Dunam aus den Namen Leo Bloch s. A. 310.- Sammlung Nathan Landaus, Bjelina, 214.—; (La.izische Naphta-'Aktien-Gescllschaft „Ealizia", Wieir. 2. Bezirk, 200.—; Dr. Czeczowiczta, Partschendorf. 200. —; Israel. Kultusgemcinde Göding 200.—; Sammlung Raboiner Keller und Dr. Ma.r Läufer in Banjaluka 185.; Ing. Eduard Ascher mann, Dziedzitz (Silesia), 150.- : vom Berein zionistischer Hoch schüler „Theodor Herzt" aus dem Neinertrag des Hugo Zuckermann-Abends 150.—; gesammelt durch Ing. S. Le.tharer, Otmüä, für 3. Dunam auf den Namen seines sei. Bruders Dr. David Lerthauer 152.--: Sammlung des Landfturm-Ing. Dr. Markus Reiner: k. k. Kommerzialrat Dr. .Karl Trichter 50.—. diveiße Spenden 93.—, zusammen Kr. 143.—; durch k. u. c. Radelt Jakob Weiner (Lese- und Redehaile, Wien), derzeit ini Felde:!. u. X. Kadett Jakob Weiner 1 Dunam auf den Namen seiner Eltern Rcbekta und Moses Weiner 50.--, t. u. k. Oberleutnant Robert Sittig 1 Dunam 50.—, diverse Spenden 40. , zusammen Kr. 140. : zum Andenken des auf dem Felde der Ehre gefallenen Bb. und Eg. Leutnant Dr. Markus Schapira, gesammelt von Fähnrich Rudolf Löbl unter jüdischen Offizieren des Infanterie-Regimentes Nr. 41 im Felde 1916, 2 Dunam 140.—; durch Dr. M. Krämer, Czernowitz: Brüder Diamant 1 Dunam auf den Namen ihres fel. Vaters Chaim Oifferow Diamant 50.- , Bahnbeamter P. Eisenstein 1 Dunam auf den Namen seiner se!. Mutter Iente Lea Eisenstein 50.—, diverse Spenden 15.. , zusammen Kr. 115.- . Erlös der Broschüre „Tie Schuldtragenden", von Doktor H. E. Kaufmann, Rabbiner in Virovitica, zugunsten der notleidenden Juden in Galizien. Großdomänenpächter Samuel Stci:er, Gradina-Kaposoar, Kr. 20.—; Samuel Rosenfeld, Virovitica, 5. —; Izso Kutos, 'Birovitica, 5.—; Frau Cäci.ia Feldmann, Virovicica, 4.—; Frau Helene Münz, Oberleuinantsgatlin, Delisce, 4.Philipp Brei ner, Virovitica, 2.--; Frau Betti Breiner, Virovitica, 2.—; Hermann Strenger, Virovitica, 2.; Mar Sch.esinaer, Budatovac, 2.—; zusammen Kr. 4L.--; dazu der früher ausge wiesene Betrag von Kr. 129. — Kr. 175. . Berein „Machsike hadath“| 2. Bez., Obere Augartenstratze 40. Zugunsten der Ausspeisungsaktion für die notleidenden Flüchtlinge sind dem obigen Vereine nachstehende Spenden zugekommen: Firma Mund, Deutsch A Weiner, Wien, Kr. 20.—; Sa'.omon Bischitz, Budapest, 20.—; Kommerzialrat Ernst Klinger 10.; Heinrich Ber, Holleschau, 10.—; Alerander Duschinsky, Eablonz. 10.—; Berta Schulz, Palupin, 10.—; Brüder Tautzty, Budapest. 5.—; Jacob Hupert, Teschen. 4.—; zusammen Kr. 89. . Spenden für den Verein werden entgegengenommeu von unserem Kassier Herrn Emil P o m e r a n z, 2. Bez., Rembrandtstraße 39, in bar oder durch Posterlagschein 106.369. iZwei Bilder. Ein kleines Restaurant in der Nähe des Tempels, 10. Bez., Raaberbahnstraße 19, unansehnlich, fast unbekannt, und doch im Innern eine Fülle von Behaglichkeit, von Güte und Hing:b.n:g bergend. Es ist Mittagszeit. So wie immer >eit Kriegsveginn kommen auch heute alte und junge Frauen und Männer, teils mit verdeckten Geräten, teils im A.b.itsuttel, mit großen Tüchern, aber oft mit zerrissenen Schuhen - Arme und F.üchtlinge —, denen der 10. Bezirk nun auch schon zu einer Heimat geworden ist. Hinter dem Verkaufspulte in dem sauberen, netten Restaurationszimmer steht eine sch.ante, b.ünette, junge Dame in ihrer blauen Arbeitsschürze, eine der Komiteedamen, welche diese Äusspeisung ins Leben gerufen haben. Für jeden Einzelnen dieser Armen findet sie ein freundliches Wort, während sie die sechs Heller für eine Portion Suppe und Gemüse ln Empfang nimmt, die Karten zwickt und notiert. Bald übt ein Teil der Hungrigen in gemütlicher Unterhaltung uni die Tische, während der andere Teil sich in der außerordentlich reinen und netten Küche das schmackhafte Essen in seine Töp.e fü.len läßt. Jever -erhält was er wünscht. Die freundliche Wirtin mit dem Hächrlu an; dein guten Gesicht fragt hier ebenso nach Wunsch und Begehr, wie in ih.em eigen'trichen Restart.atioussarle ih e Abounente t, ja, sie gibt gar oft de,n einen oder anderen, besonders asten Heuten, eine guie Rindssuppe und ein Stückchen F.eisch aus eigene Kosten. Bei den Damen, die täglich unermüdlich ihres Amtes walten, hier und in 5t'r 28 ie! andga >' fe 13, wo zweimal im Monate Pakete mit 'Naturalien verteilt werden, finden alle die 'Armen jederzeit Rat und Hi n>, so daß sie erfreut und erfrischt nach Hause gehen. Und daun ists Freitagabend. Der Gottesdienst ist zu Ende. Da mmen di: Raaberba huaa - se entlang etwa zwanzig Inva.iden, langsam, in eirrigem Ge viäche. Vor dein Nesiaurant b.eilen sie stek.en. Sie öjiücji die Türe. Btütenweis; schimmert ihnen eine Tafel entgegen, Blumen in hohen Vasen zieren sie. zwei Scdratkerzen strah.en in mildern Glanze und eine große, wunderbare Barchrv bringt Urnen hennat.ichen Gruß. Damen des Kon ltees bewillkommnen die Gäste, die freundliche 'Wirtin weist ihnen it-re P-äf e an. S'iUe in's. Nach dein Händewaichrn iriacht ein Invaiide Kiddusch, und in den Herzen aller I.b: gi.-ich einer Vision das Familieuhaus auf, alte ihre Lieben febei:!ie vor sich, alle, alle. X ann wird das gute, warme Nachtmahl aufgetragen, die duftende Suppe, d-.-r gedünstete Braten, das schmackhafte Gemüse, das 4: in reichlichen Mengen erhalten. Dazu essen sie von der goldge.ben Barches, dem Sabbatbrote! 'Nun möchten sie bete:! Aoer hast! Da bringen Damen des Bezirkes eine süße Torte, Bäckereien nur Obst, so daß üe. die dies alles schon so lange entbehrt haben, voll Glück uno Freude sind. Mit Dankesworten und dem frohen Gruße ,.Auk Wiedersehen a:n nächsten Freitagabend!" verabschieden ü: -i.b von den Gastgebern und kehren saboatlich gestimmt IN ihr Spital zurück. Ernennung des Herrn Lürrradbmers M. Babad zum C-hrenmitgliede des Vereines „L-ueth Wo schul im" in Wien, 2. Bezirk, Gr. Schiffgasse 24. Der Einbruch d-er Rüsten in Onaalnien zu Ende des Monates August und an,a::gs September 19t4 zwang den größtes Teil der jüdischen Bewohne: der von wen Russen bedrohten Gegenden Ga.izienrzum 'Wanderstab zu greisen und Schuß und Zuflucht in den w-esitichen Kronlände.-n zu suchen. Ein großer Teil der jüdischen Fiöchtlinge wandte sich nach Wien, Anker den jüdischen Frü-chtlinge befanden sich auch Größen. Gelehrte, Rabliner, welche eine Zierde des östlichen Judentums li.den. Zu liefen gehört ane.stanntennaßen der Hem herger Obcrrabbmer Eh.würden B a b a d. Um ihn iarmnetren sich seit September 191dis zu in heutigen Tage nicht nur seine GemeindeangehöAgen, sondern auch öst.iche Juden aus Galizien, bei ihnl Trost und Schuh zu suchen. Ehrwürden Oberrabbi,:er B a - b ad ist uirermüd'.ich tätig i:n Inteces'e seiner Glaubensgenossen, und er erwarb sich die Hiebe aller, die mir ihn: in Berührung kamen. Oberrabbiner Bad ad weiß auch, wenn es No: tut, gegenüber den Behörden i.i sachlicher und auch entschiedener Weise die jüdischen Interessen zu vertreten, und er hat in dieser Richtung Erfolge erzielt. die ihm aber ein Ruhmesblatt in der Geschichte der östlichen Juden sicher!:. Cimradbiner B a b a d hat, seitdeii: er seinen Au senk halt in 'Wien als Flüchtling genommen, täglich das Vereins bethaus „cnu'tr Wefchu.im'' (Wahrheit und Friede) besucht und hat nicht iiur auf die Mitglieder dieses Vereines, sondern auch aufd ie zahlreichen Flüchtlinge, weiche dieses Bethaus besuchten, erbauend gewirkt, sie im G.anbei: an eine bessere Zeit und an ein siegreiches Ende dieses Krieges bestärkt. In 'Anerkennung dieser seiner hohen Verdienste, hat der Verein „Emeth Weschulim" beschlossen, Ebrwürden Oberrabbiner Babad zum Eh.enmitg.ied zu ernennen. In Ausführung dieses Beschlusses erschien ani'o. d. M. eine Deputation des Ausschusses dieses 'Vereines, bestehend aus den Herren Dr. Zipfer, B r o z d o w i c z und R e i ch m a n n, unter Führung des Herrn Samuel B u r b a u m bei Oberrabbiner Babad und überreichte ihm ein tunst e.isch ausgestattetes Ehrendiplom m deutscher und hebräischer Sprache. Im Namen des Vereines hielten an Herrn Oberrarbiner Babad Ansprachen Herr Burbaum und 'Ausschußmitg.ied Herr Dr. Joses Z i p s e r. Oberrabbiner Babad dankte sicht.ich gerührt für die ihm zuteil gewordene Ehrung in einer ausführlichen 'Ansprache, schilderte die schwere Lage der östlichen Jude:: und erwähnte in seiner gewöhnteil Schlichtheit, er habe nur seine Pflich: gegenüber seinen Glaubensgenossen erfüllt. Er habe sich aber auch überzeugt, daß die in Wien ansässigen Juden ihren Heidensgenossen, die als Flüchtlinge sich nach Wien gewendet haben, mit voller 2:ebe in jeder Richtung entgegengrkommen und.

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